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iGrill, ausführlicher Bericht

DiffusesDenken

Militanter Veganer
15+ Jahre im GSV
Hallo zusammen,

ich habe hier im Forum nun schon mehrere Erwähnungen des iGrill-Thermometers gefunden, aber keinen ausführlichen Test. Daher habe ich mir heute mal ein Schweinefilet und ein paar Scheiben Speck geschnappt und mich an die Sache dranbegeben.

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Ich war letzte Woche auf Dienstreise in den USA und kannte das iGrill vorher gar nicht. Als ich im Apple Store die Verpackung gesehen habe, dachte ich dass mich jemand vereimern will. Aber – es ist ein real existierendes Produkt, und wie ich sehe, haben es ja auch schon manche. Preis im Apple Store $99,95, auf der Kreditkarte abgerechnet als runde 73 Euro.
Nach dem "Unboxing" finden wir:
  • Das iGrill selbst
  • Einen Temperaturfühler
  • Einen Satz Batterien (4 x AA, Energizer)
  • Ein spärlich gehaltenes Beiblatt, das das Einschalten das Geräts und die Kopplung mit dem iPhone, iPad etc. erklärt.

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Also Batterien rein und mit dem iPad verbinden. Das geht über Bluetooth so einfach, wie es sein soll. Die Verbindung hält von meiner Küche (1. Stock, Fenster zum Innenhof) bis zum Grill, der im Innenhof steht. Bringe ich mein iPad ins Arbeitszimmer auf der anderen Seite der Wohnung, funktioniert es nicht mehr. Mehr als zehn Meter werden also kritisch, wenn Wände, Fenster etc. dazwischen sind.

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Jetzt noch schnell die dazugehörige App aus dem Applestore laden (kostenlos), und es bietet sich das folgende Bild:

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Hinter dem "Schieber" verbergen sich verschiedene Hilfevideos und -texte, die aber von der Aussagekraft nicht über eine Erklärung der Einzelteile und ein paar Grillrezepte hinausgehen.

Nun ja, wir wollen also Schweinfilet grillen. iGrill bietet einige voreingestellte Standard-Temperaturen an:

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Die App ist übrigens (bislang?) nicht übersetzt; man sollte also des Englischen halbwegs mächtig sein, um das Ganze zu bedienen. Diese Stelle ist aber die einzige, wo es nur Fahrenheit gibt. Ansonsten kann man das iGrill selbst und auch die Temperaturdarstellung in der App auf Grad Celsius umstellen.

Ich gebe lieber eine "Custom Temperature" ein, nämlich 65 Grad Celsius.

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Damit ist die App an sich startklar, und wir können uns mal um den Grill kümmern.

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Ein Stockwerk tiefer wird das Filet auf den Grill gepackt. Temperaturfühler rein, Kabel nach außen geführt und das iGrill irgendwo drangehängt. Im Hellen zeigen sich die ersten Defizite: Die Anzeigen sind relativ schwer abzulesen, wenn die Sonne scheint. Bei den Zahlen gehts noch, aber die blaue, flammenförmige Bluetooth-Anzeige ist kaum zu erkennen. Außerdem fällt auf, dass die Tasten keine richtigen Kontakte haben, sondern induktiv funktionieren und schon mal ein bisschen hakelig sind.

Nun gut, Deckel drauf, und los gehts.

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Die App fängt mittlerweile an, die Kerntemperatur über die Zeit grafisch darzustellen. Außerdem fängt sie an, die Zeit abzuschätzen, in der die Kerntemperatur voraussichtlich erreicht werden soll. Das funktioniert aber leider weniger gut; bis zum Schluss wechselt die Anzeige wie wild zwischen
40 Minuten, 20 Sekunden und allen möglichen Zwischenwerten. Unmöglich, daraus die Garzeit auch nur ansatzweise abzuschätzen.

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Zwanzig Minuten später:

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Und noch etwas später: Wenn die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist, wird ein optischer und akustischer Alarm ausgegeben; die Zeitschätzung wird aus dem Display genommen.

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Und das Ergebnis? Wunderbar, also im Grunde funktionierts.

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Fazit:

Das iGrill ist vom Design her nett gemacht, aber es tut im Grunde nichts, was ein "normales" Funkthermometer nicht auch könnte.

Gut finde ich die grafische Darstellung des Temperaturverlaufs. Außerdem kann man wohl zwei Temperaturfühler anschließen und zwei Temperaturen gleichzeitig kontrollieren.

Schlecht ist die Helligkeit und Erkennbarkeit der Anzeigen. Die Tasten könnten einen Druckpunkt haben und besser bedienbar sein. Die Abschätzung der Garzeit ist schlicht unbrauchbar.

Die App ist derzeit noch komplett in Englisch gehalten, kann aber (bis auf eine Ausnahme) auf Celsiusgrade umgestellt werden.

Das Konzept wirkt ausbaufähig; an der Software kann man bestimmt noch einiges tun. Im Moment ist es aber nicht mehr als ein nettes "Spielzeug".

Bei Fragen, immer fragen. ;)

Gruß,
DD
 

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Die Abschätzung der Garzeit ist schlicht unbrauchbar.

Möglicherweise funktioniert der zweite Fühler den man anschliessen kann als Garraumfühler, mit dessen Hilfe eine genauere Garzeit berechnet werden könnte.

Das erscheint mir jedenfalls recht logisch.
 
Möglicherweise funktioniert der zweite Fühler den man anschliessen kann als Garraumfühler, mit dessen Hilfe eine genauere Garzeit berechnet werden könnte.

Das wäre sicher nicht schlecht, aber laut Doku ist der zweite Fühler dafür gedacht, eine zweite Kerntemperatur zu messen.

Grüße,
DD
 
Habe schon im i-Net geschauft.. bei arktis.de gibts das nimmer und bei apple kann man es nur in den USA kaufen.

Habe inzwischen gelesen, dass der Sender nicht wasserdicht ist... also bei Wind und Wetter grillen wird nix.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für den ausführlichen Test samt Fotos und Bericht!
 
Sehr schön, ich werde meines diese Woche auch mal testen.

Grillschlurch
 
schönes Spielzeug, was evtl. mit nen ipod touch oder dem iphone in der Hosentasche noch mehr Sinn macht, problematisch ist die Blauzahn Reichweite...

Aber wenn man es mal weiterspinnt ist es extrem ausbaufähig, stellt euch vor das ginge mit Wlan und einer damit Verbundenen höheren Reichweite inkl. App auf dem Rechner der alles Mögliche berechnet uns auswertet, dazu eine Wasserstandsapp für das Forum und man kann auf irgendeiner Seite des GSV Boards checken wer gerade was kocht und deren Kerntemperaturen live sehen :) spacig...
 
Habe inzwischen gelesen, dass der Sender nicht wasserdicht ist... also bei Wind und Wetter grillen wird nix.

Ohne es genau zu wissen, möchte ich behaupten, dass das die wenigsten Thermometer aushalten...

Ansonsten eine nette Idee...
 
natürlich hast Du da vollkommen Recht.

Ich war nur zwanghaft auf der Suche nach einem Grund das Teil nicht haben zu wollen und jemanden mit PN´s einzudecken mir so ein Teil mitzubringen :)

Also.. lass mir meine Illusion... ODER.. schick mir jemand ne PN wenn er mir so eins besorgen kann :)

Gruß

Jörn
 
Hallo,

Ich habe mir auch einen iGrill angeschafft.

Erst war ich begeistert, nun bin ich aber von dem enormen Batterie Verbrauch enttäuscht.
Die Original Batterien hielten nur 2 mal 30 min grillen, beim 3en Versuch lies sich der iGrill nicht mehr einschalten:woot:
Erster Gedanke, die original Ami Batterien waren Schrott, also neue gute Duracell rein.Die hielten auch schon länger, nur nach insgesamt 2 Stunden zeigte die App am iPad schon wieder "low Bat" an:x

Bin nun am rätseln ob das Teil wirklich trotz ausgeschalteter LED Anzeige fürs Messen und Senden soviel Strom verbraucht, oder der Ausschalter nur Halbherzig abschaltet also eher Stromverschwendeter Standby Modus.

Im Moment habe ich die Batterien erst mal raus genommen und kommen nur noch zur Vergrillung rein, dann wird es sich ja zeigen.
 
Naja, es gibt teureres, weniger nützliches und häßlicheres Spielzeug.
Ist mal ein eher anständiges "App" für das iphone.
Ich find es nicht uncool (kaufen tu ich´s trotzdem nicht).

Gruß
Humpadiedel
 
ich bin ja schon sehr verappelt - soll heißen dass ich auf ziemlich jeden schei* von steve steh - wenn ich mir das teil anseh bin ich froh mein maverick et-732 zu haben.
 
Gibt es eine sinnvolle Alternative zum iGrill? Ich persönlich finde es recht spannend, wenn der Temperaturverlauf aufgezeichnet wird. Zudem würde ich gerne für Fleisch als auch Smokertemperatur einen min und max Wert festlegen, wo es dann ein Signal gibt. Im Idealfall mit einer Reichweite über 300 Meter.
 
Gibt es eine sinnvolle Alternative zum iGrill? Ich persönlich finde es recht spannend, wenn der Temperaturverlauf aufgezeichnet wird. Zudem würde ich gerne für Fleisch als auch Smokertemperatur einen min und max Wert festlegen, wo es dann ein Signal gibt. Im Idealfall mit einer Reichweite über 300 Meter.

Also wenn du noch kein iGrill hast, hüte dich in Geduld, ich weiss das kann schwer sein :o denke aber es wird sich lohnen, im Mai soll der neue iGrill 2 auf den Markt kommen, der erste Thermometer den ich kenne, der gleich 4 Temperaturfühler hat.
 
hmm, ok, 4 ist wohl etwas viel. Ich suche eher ne günstige Alternative. So wild ist das ganze ja auch nicht von der Technik her, aber 100€ sind doch etwas happig dafür.
 
iGrill ist spitze nur die Bluetooth Verbindung nervt!
 
hi hi @ Luxi64 ..... was ist abschliessend dein Resume von diewsem Gerät ?!? Frage deshalb überleg mir dies in der ProfiKüche zuzulegen um mein Gargut abseits vom Ofen Kontrolieren zu könne , wärend andere Aufgaben rufen, Trotzdem immer ein Blick aufs Gargut bzw auf Gerät zuhaben im Laufenden Bertieb .
 
Das Bluetooth zu sehr an der Akkuleistung nagt und man deshalb dieses Thermometer wohl nicht für mehrere Stunden nutzen kann oder?

Kommt halt drauf an ob du das Therometer nur 1 Stunde -3 Stunden brauchst oder mehr als 3 Stunden zum loggen.
 
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