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"Alleskönner" gesucht

smonb

Militanter Veganer
Auf der Suche nach einem Alleskönner benötige ich euren Erfahrungsschatz.
Habe aktuell ein Wüsthof Classic Ikon Kochmesser mit 20cm in der engeren Auswahl.
Preislich sollte es nicht deutlich teurer werden. Habt ihr noch Empfehlungen für mich? Gerne auch mit Begründung.
 
Culilux-Gyotu oder Herder K5. Beide mit dünnerer Geometrie und längerer Standzeit. Das Culilux ist deutlich günstiger, das Herder etwas teurer.
 
Meine Messerlade ist voll mit Messern, die ich mir aus optischen Gründen, oder weil ich eine bestimmte Klingengeometrie, oder -form ausprobieren wollte, gekauft habe. Verwenden tue ich sie kaum, weil sie dann doch irgendwo nicht gepasst haben. Zum Glück sind die fast alle aus dem unteren Preissegment. Was ich damit sagen will, dass man das Messer in die Hand nehmen sollte, weil man Balance, Gewicht etc. nicht auf Bildern sieht.
 
Ich habe auch ein Wüsthof Icon, das habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen. Nicht nur ich, sondern auch meine Frau finden das Messer einfach genial und wir nutzen das wirklich jeden Tag mehrfach.
Ich würde dir aber dringend raten: für einen Messergeschäft und greift die Dinge an. Vom Aussehen her hätte ich etwas ganz anderes gekauft – das hätte aber im Leben nicht zu meiner Hand und zu meinem Schneidverhalten gepasst!
 
Im Prinzip ist das Wüsthof Classic Ikon bereits ein sehr guter robuster "Alleskönner", für meinen Geschmack jedoch etwas zu klobig für kleinere & feinere Schneidarbeiten. Preislich ist es mir mittlerweile etwas zu teuer, aber vielleicht gibt es einen guten BF Deal.

  • Ansonsten finde ich das Dick 1905 Kochmesser richtig gut. MMn ist es sogar besser als das Classic Ikon und günstiger.
  • Burgvogel Messer mit Holzgriff sind ebenfalls sehr gut.
  • Wüsthof Classic (ohne Kropf) ist ebenfalls sehr gut.

Für mich wäre das Victorinox Fibrox ein Alleskönner. Gute Schneideigenschaften, sehr guter Griff, sehr leicht und ich komm damit auch sehr gut bei feineren Schneidarbeiten zurecht.
 
Das Victorinox ist ein echtes Arbeitstier, optisch aber naja. Ein echtes Profi-Messer eben. Lässt sich auch leicht und fein ausschleifen. Für meine Begriffe könnte es die Schneide ein wenig länger halten. Da habe ich günstigere Messer, die man weniger häufig nachwetzen muss.
 
Danke für euren hilfreichen Input und den Vorschlägen.
Mir ist bewusst, dass man ein Messer vor einem potentiellen Kauf in der Hand halten sollte.
Daher ist das Wüsthof aktuell auch in der engeren Auswahl > hatte es in der Hand und ein gutes Gefühl.
Werde mir allerdings den ein oder anderen Vorschlag genauer angucken.
 
Das Wüsthof ikon ist auf ca. HRC 57 ausgehärtet und es ist recht robust von der Geometrie. Man muss es recht häufig wetzen, dafür ist es auch recht leicht wetzbar.
Wirkliche Schneidfreude kommt damit nicht auf, wenn man dünn ausgeschliffene Messer gewohnt ist– mir persönlich ist es zu dick.
Allerdings verzeiht ein Messer wie das Ikon auch mal eine Querbelastung, was hoch gehärtete Messer schnell mit Ausbrüchen quittieren.
Das Profil des 20er Ikons ist prima und gut für Wiegeschnitt geeignet. Gut verarbeitet ist es auch…
 
Ich habe es auch.
Ich benutze seit 35 Jahren die Messer von Wüsthof und einige haben auch das Alter.
Für zwischendurch benutze ich zum auffrischen einen Wetzstahl und schneide grundsätzlich nur auf
Eichenbretter. Von mir eine Empfehlung!
 
Hi.
Ich bin da ganz bei @RaMiBru. Ich glaube, dass das Wüsthof ein gut verarbeitetes, solides, stabiles, wenn auch zu teures, Messer ist.
Mir persönlich würde es ohne es auszudünnen keine Freude machen. Die Wüshofs, die ich kenne sind von Schneidfreudigkeit wirklich weit entfernt.

Von den empfohlenen Victorinox habe ich schon viel Gutes gehört. Hier ist nur die Frage, ob man mit der Optik parat kommt. Ich tue mich da doch sehr schwer. Ein bisschen schön darf ein Messer schon auch aussehen. Ich arbeite ja nicht auf einem Schlachthof.
Hier gibt es auch Serien mit Holzgriff, die ein bisschen schöner anzusehen und preislich immer noch schwer in Ordnung sind.

Die von @RaMiBru ins Spiel gebrachten Culilux kann ich nur sehr empfehlen. Ich habe 3 Messer aus der Kyoto Serie. Die sind zu deutlich weniger als dem halben Preis des Wüsthof ein vielfaches schneidfreudiger und haben einen hervorragenden Stahl, der trotzdem leicht scharf zu halten ist.
Die Herder K-Serie muss auch sehr gut sein, wäre mir aber oft schon zu hochpreisig.

Sowohl K-Serie als auch Culilux würde ich aber natürlich auch als etwas empfindlicher einstufen, als das Wüsthof.
 
Mir persönlich würde es ohne es auszudünnen keine Freude machen
Mein Ikon ist bei Schanz ausgedünnt worden.
Der Griff bleibt natürlich gleich schwer, also wird es noch grifflastiger.
Der Wüsthof Messerstahl ist aber ziemlich "weich".
Wenn mein ausgedünntes MEsser falsch von der MAgnetleiste genommen wird, ist die Spitze schon umgebogen. Das Chefmesser ist eben ein langer Hebel.
Wenn nur mit Druckschnitt gearbeitet wird, bördelt sich die Schneidkante auf.
150€ für ein 20cm Messer plus 35€ für das Ausdünnen bringt Dich schon in Bereiche, wo Du Dir ein passendes MEsser aussuchen kannst. Kaufe Dir lieber 2 Culilux MEsser.
 
Da stellt sich dann aber die Frage, ob man so ein Messer überhaupt ausdünnen sollte, weil dann die vom Hersteller geplante Stabilität nicht mehr gegeben ist. Ist es nicht besser, gleich ein Messer mit gewünschter Geometrie zu kaufen?
 
Da stellt sich dann aber die Frage, ob man so ein Messer überhaupt ausdünnen sollte, weil dann die vom Hersteller geplante Stabilität nicht mehr gegeben ist. Ist es nicht besser, gleich ein Messer mit gewünschter Geometrie zu kaufen?

Das kommt sehr drauf an. Ich habe mir Anfang des Jahres ein Böker Cottage Craft Chefmeser für ca. 45 EUR gekauft. Im Rahmen der Serienstreuung sollte das durchaus schneidfreudig sein. Mein Exemplar war aber geschliffen wie eine Axt. Da blieb nur zurückschicken oder schanzen. Da mir das Messer sehr gut gefiel hab ich es an Jürgen Schanz geschickt und auf gerade so nagelgängig ausdünnen lassen.
Am Ende hatte ich für kleiner 80 EUR einen richtigen Schneidteufel, der Sellerieknollen zerteilt, als wäre es Kartoffelpürree. Dabei ist die Klinge jetzt nicht überempfindlich.
Da hat sich das Ausdünnen auf jeden Fall gelohnt. Und die Kombi ist deutlich günstiger, als z.B. das o.g. Wüsthof...
 
Ich hatte meinem Sohn zur bestandenen Kochlehre eben das Ikon in 20 cm geschenkt. Er hatte es im Anschluss gerne und häufig genutzt und viel gewetzt. Nach zwischenzeitlichem Ausdünnen bei Jürgen Schanz ist es nach mittlerweile 15 Jahren richtig runtergerockt und sieht auch her wie ein Ausbeiner aus🤪…

Zum Böker Cottage Craft: Hatte ich auch schon verschenkt. Das ist solide, gehört aber auch ausgedünnt wie von @Hybi999 beschrieben. Vielleicht anzumerken ist, dass die Cottage Craft-Serie aus nicht rostfreiem Carbonstahl besteht. Wer mit entstehender Patina kein Problem hat, wird nach etwas Tuning damit Freude haben können.
Das Sabatier 200/8 ist auch schön dünn ausgeschliffen und aus gut gehärtetem Sandvik-Stahl…
https://www.sabatier-shop.com/cooking-knife-10-in-200-range-g10-handle.html
 
Da stellt sich dann aber die Frage, ob man so ein Messer überhaupt ausdünnen sollte, weil dann die vom Hersteller geplante Stabilität nicht mehr gegeben ist. Ist es nicht besser, gleich ein Messer mit gewünschter Geometrie zu kaufen?
Ich seh das auch so.
Danach hat man ein dünnes Messer das aber viel zu weich ist.
Weiß nicht wieso man sowas will:hmmmm:
 
Culilux würde ich aber natürlich auch als etwas empfindlicher einstufen
Bitte, kannst Du das begründen? Ich lese Ähnliches immer wieder, finde aber nirgends eine Begründung.
Daraufhin hatte ich mir ein Kobe Santoku besorgt, auf 10° geschliffen ohne Mikrofase, poliert und 70 oder 80 Bess erreicht. Anschließend habe ich über 2 Monate versucht, einen Schaden zu provozieren. Nach 2 Monaten habe ich sogar Körnerbrötchen aufgeschnitten und meine Frau damit arbeiten lassen. ((-:
Es trat aber nichts auf, was ich als "empfindlich" beschreiben würde. Nach 6 Wochen habe ich es nachgeschärft. Auf den Wüsthof Schneidmatten bleibt es lange scharf und es gibt keine Ausbrüche.
 
Bitte, kannst Du das begründen? Ich lese Ähnliches immer wieder, finde aber nirgends eine Begründung.
Daraufhin hatte ich mir ein Kobe Santoku besorgt, auf 10° geschliffen ohne Mikrofase, poliert und 70 oder 80 Bess erreicht. Anschließend habe ich über 2 Monate versucht, einen Schaden zu provozieren. Nach 2 Monaten habe ich sogar Körnerbrötchen aufgeschnitten und meine Frau damit arbeiten lassen. ((-:
Es trat aber nichts auf, was ich als "empfindlich" beschreiben würde. Nach 6 Wochen habe ich es nachgeschärft. Auf den Wüsthof Schneidmatten bleibt es lange scharf und es gibt keine Ausbrüche.
Hi, das Culilux ist aus meiner Sicht gegen Querbelastungen bzw. Verkanten im Vergleich zum Wüsthof Kochmesser als "etwas empfindlicher" bezeichnen. Das ist etwas anderes als "empfindlich". Zudem war das nicht als absolute Aussage gemeint sondern eine in Relation zum Wüsthof.

Ich würde das an sehr hartem Gemüse wie z.B. Kürbis nur vorsichtig verwenden wollen. Ein Wüsthof würde ich vergleichsweise unbedarft an Kürbis ran lassen und ggf. mit mehr Kraft arbeiten und hätte keine Angst vorm Verkanten.
Insgesamt ist das Culilux deutlich schlanker als das Wüshof und insbesondere der Anschliff ist (offensichtlich) viel dünner.

Ich würde das Culilux keineswegs als "empfindlich" bezeichhenen. Aus meiner Sicht es es die perfekte haushaltstaugliche Balance aus Schneidfreudigkeit, Robustheit und Pflegeleichtigkeit.

Das sind rein meine persönlichen Eindrücke. Bisher habe ich es erfolgreich vermieden irgendein Messer zu zerstören.

Ich hätte auch schreiben können, dass das Wüsthof etwas robuster ist, als K-Serie und Culilux.
 
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