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Alte Regionale Kochbücher

Eigentlich kam die Idee ist die Idee so langsam geereift. Schuld war das Wochenende Regionale Spezialitäten. Und dann fiel mir ein, dass ich ja noch die alten saarländischen Kochbücher von Mama und Oma wieder ein. Kurz gesucht- gefunden. Und da gibt's halt nicht nur Rezepte, sondern auch ganz vergessene Infos und Werbung, die ein tolles Bild der Zeit zeigt. Ich zeige euch einfach mal ein paar Sachen, die ich da gefunden habe. Und ich würde mich freuen, wenn auch andere alte regionale Kochbücher rauskramen und uns ein paar Einblicke in Küche und Leben vor einigen Jahren zeigen.
Ich hoffe, dass das nicht gegen GSV-Regeln verstößt.
Meine beiden Kochbücher, in die ihr hier mal einen ersten Blick werfen könnt, kommen aus den Jahren 1950 und 1953. Damals war das Saarland noch das Saargebiet und unter französischer Verwaltung. Frankreich hat damals sehr viele Nahrungsmittel aus seinen Kolonien auch ins Saarland gebracht. Wenn ihr Lust habt, werdet ihr es sehen.
Und mich interessiert brennend, was in anderen Regionen in armen Zeiten so gekocht wurde. Zeigt mir euere Kochbücher, zeigt mir eure Region.
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Wenn dich sowas intressiert geh auf google books und gib "Kochbuch", "Küche" oder "Köchin" in die Suche ein. Für Rezepte aus der ganz harten Zeit gib "Kriegskochbuch" ein. Dann noch im Filter Vollansicht und Zeitraum vor 1950 einstellen.
Alternativ archive.org oder andere digitale Bibliotheken.
 
Fraktur ist einfach, Sütterling oder Kurrent ist schwieriger.
Stimmt, das stirbt aus, meine Kinder können es noch lesen, weil ich es Ihnen bei gebracht habe.
In der Schule wird es nicht mehr gelehrt und ich muss mich ganz schön konzentrieren das zu lesen. Wenn ich wieder rein gekommen bin geht das recht zügig dann
 
Nun, Kurrent würde ich gerne lernen, unterlagen dazu gibt es im netz. Sütterlin auch, ist eigentlich nur gewohnheit es zu lesen.
Kurrent ist die verschnörkelte Variante von Sütterlin.
Allerdings sind die Beiden immer handgeschrieben und wenn dann schluderig geschrieben wird ist es interessant. Wobei damals viel, viel mehr Wert auf eine saubere Handschrift gelegt wurde.

Es ist sehr schade, dass so etwas verschwindet.
Besonders, da für das Lesen von anderen Schriftarten einiges an Gehirnwindungen eingesetzt wird. Da muss man sich einlesen, umsetzen, alte Wörter interpretieren, nachdenken und hat ein Erfolgserlebnis wenn man es versteht.
(Ich kann auch Steno, aber nur die Kurzschrift. Leider nur ein paar Wörter der Eilschrift. Gelernt 1985, nie wirklich gebraucht)
 
Im Nachbarort wurde ein altes Kochbuch quasi aufgearbeitet.
Hab hier mal paar Seiten geknipst.
Auch hier die Aussage dass das geschriebene Sütterlin fast so genau ist wie die Schriftart am Computer 😳
 

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Ich hab auch noch so zwei oder drei Exemplare

Hier musste ich sehr über den Titel schmunzeln, obwohl das von 1970 rum ist
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Kurrent ist die verschnörkelte Variante von Sütterlin.
Jein. :-)

Kurrent kommt aus einer Zeit, in der mit der Feder geschrieben wurde. Dabei wurde auch Druck auf den Federkiel ausgeübt, was das Aussehen und die Bedeutung eines Buchstabens änderte.
Anfang des 20. Jahrhunderts kamen aber neue Schreibgeräte auf den Markt, die einfacher zu handhaben waren, aber den Druck nicht mehr ermöglichten.
Daher hat sich ein Herr Sütterlin eine vereinfachte Version von Kurent ausgedacht (übrigens nicht als einziger).

Sütterlin gab's übrigens auch nicht sehr lange, nur so 20, 30 Jahre, wenn ich das richtig im Kopf habe.
Wir haben Sütterlin noch (ganz kurz) in der Schule gelernt (1960er).

[Klugscheißer OFF)
 
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