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Bärenfleisch ?!

Auf dem Gebiet der EU gibt es noch ca. 4.000 Braunbären. Der europäische Braunbär steht auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten und ist in der EU streng geschützt. Im übrigen sind 6 der 8 Grossbärenarten weltweit vom Aussterben bedroht. Das kann Grund genug sein, auf Bärenfleisch zu verzichten.
:prost:
 
Der europäische Braunbär steht auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten und ist in der EU streng geschützt.

Ich sage es nochmal: jede Tierart, die ihre gewohnten Grenzen aufgrund von Nahrungsmangel verläßt und in angrenzenden Wohngebieten zB. Abfälle plündert, lebt in einer Überpopulation und muß dementsprechend bejagt werden. Das ist in jedem Nationalpark der Welt so.
Die Population der Bären in den rumänischen Karpaten ist aufgrund der Schutzmaßnahmen in den letzten Jahren sehr (zu) stark angewachsen (zB. wurde die früher betriebene "Großwildjagd" gegen Devisen abgeschafft und Wilderei streng verfolgt).
Wenn man etwas schützen will, steht man auch in der Verantwortung, die Folgen zu kontrollieren. Dies erfolgt durch kontrollierte Bejagung. Die Verwertung des Fleisches nach solchen Maßnahmen ist absolut legitim, die Erlöse aus der Verwertung fließen meist direkt in die Schutzprojekte zurück.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass es bei uns in Mitteleuropa kaum Braunbären gibt, ist offensichtlich. Dazu brauch ich keine Rote Liste. (Die halte ich persönlich eh für ziemlich "unseriös". in einer Statistik in der es möglich ist von der Stufe "ausgestorben" auf "gefährdet" aufzusteigen! halte ich für dämlich)
Europa ist eine Kulturlandschaft. Keine Wildnis. Ohne Wildnis keine Großprädatoren.
dort wo es noch Wildnis gibt, z.b. Russland, gibt es Großprädatoren. In Russland geschätzte 150000 Exemplare Braunbären.
einer der größten Bestände in Europa findet sich in Schweden, mit ca 4000 Tieren. In Anbetracht der größe des Lebensraums die ein Bär beansprucht in Relation mit der Größe Schwedens ist das ganz beachtlich.

Soviel zum Thema "vom aussterben" gefährdet. Schmarrn...

Ganz nebenbei ist beste Weg um den Schutz einer gefährdeten Art zu finanzieren bzw. den Bestand zu kontrollieren und zu erhalten, die geregelt, nachhaltige Jagd. Nur dort wo der Bestand gesichert wird, kann gejagd werden. Den Bestand zu erhalten kostet eine menge Geld. Es gibt Jäger die zahlen eine riesige Summen um einen Bären zu schiessen (ich bin kein Bärenjäger). Mit diesem Geld werden Schutzmassnahmen, Populationserfassungen, Forschungen, Wildererschutz, Ausgleichszahlungen bei Bärenrissen an Nutztieren, etc. bezahlt.
Genauso ist es bei Großkatzen in Afrika, seltene Wildziegen in Asien, etc.
Aber das nur nebenbei.

Fakt ist Bären werden auf der ganzen Welt gejagd und erlegt(und dadurch erhalten).
Das Fleisch zu verwerten ist also nur konsequent.
 
macht doch locker, bei uns in Deutschland gibts doch noch einige Bären?

den Hubschraubär


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Auf dem Gebiet der EU gibt es noch ca. 4.000 Braunbären. Der europäische Braunbär steht auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten und ist in der EU streng geschützt. Im übrigen sind 6 der 8 Grossbärenarten weltweit vom Aussterben bedroht. Das kann Grund genug sein, auf Bärenfleisch zu verzichten.
:prost:

Hi,
verstehe mich jetzt bitte nicht falsch, ich möchte dich auf keinen Fall verärgern und so ist folgendes auch nicht gemeint!
Du machst da einen erheblichen Denkfehler, das Bärenfleisch das in Skandinavien (in diesem speziellen Fall Schweden) verkauft wird, stammt von Braunbären die geschossen werden MÜSSEN. Es gibt mehrere Gründe warum ein Braunbär in Schweden geschossen werden muss, der häufigste ist eine notwendige Bestandsregulierung (soviel zum vom aussterben bedroht) bis hin zum Abschuss von Problembären, die etwa Menschen bedroht haben.
Fazit, das Bärenfleisch das du in SE kaufen kannst stammt von Tieren die auf jeden Fall getötet werden mußten. Das Fleisch dann nicht zu nutzen (essen) wäre wirklich ein Frevel. Ich habe auch schon Bären, Elche usw. in freier Wildbahn beobachtet und erfreue mich sehr an diesen Tieren wenn sie lebend durch ihre Natur laufen. Trotzdem esse ich sie..........

Also bitte nix für ungut, aber das ist nunmal die Sachlage und absolut nicht zu vergleichen von wirklich bedrohten Beständen (etwa Wale) die unter dem Deckmantel der Wissenschaft getötet werden um das Verlangen nach diesem speziellen Fleisch zu stillen. Sowas lehne ich auch absolut ab.
 
"exotische" Tiere zu essen ist wohl immer eine Gratwanderung. Es gab schon immer Restaurants, deren Publikum nicht wegen der Qualität der Speisen, sondern wegen der "Exotik" der Speisekarte hohe Preise bezahlt hat.

Diese "Exotik" reicht von Leberkäs Hawai über totgekochte Wachteleier und Froschschenkel bis hin zum Krokodil-, Bären- oder Tigerfleisch.

Ich beobachte das schon seit 2 Jahrzehnten. Seltsamerweise war praktisch kein wirklich gutes Restaurant unter den "Exoten-Anbietern". Zum Preis eines Sterne-Menüs oder zumindest eines guten Tellergerichtes in einem sehr ambitionierten Restaurant erhält der Kunde ein Gericht, das ausser seiner Exotik keinerlei kulinarische Höhepunkte bieten kann.

Schießt Eure Bären selber, dann dürft Ihr sie auch genüsslich verspeisen. Aber hört doch bitte auf, möglichst "exquisite" Viecher zu verzehren, ohne die komplette Bandbreite der heimischen Küche auch nur im entferntesten probiert (geschweige denn selbst gekocht) zu haben.

Mir geht es hier nichtmal "nur" um den Artenschutz. Mir geht es vor allem um den Respekt vor den Tieren, die wir gerne verspeisen (ich zumindest). Anstatt exotische Wildtiere, die auf dem Mitteleuropäischen Speiseplan erst mal nichts verloren haben, zu essen: investiert doch den Mehrpreis auf "gewöhnliches" Fleisch lieber in herausragend gute Fleischqualität einheimischer Tiere!

Für das Geld, das diverse "Superqualitäten" oder "Exoten" kosten, kann man sich ebensogut bei jedem engagierten Bauern ein Spanferkel, ein paar Gänse, Hühner oder Enten anfüttern lassen.

Sorry, bin mitten reingeplatzt und war wohl auch etwas polemisch.
 
Neues Saltzburgisches Koch-Buch
Conrad Hagger - 1719
Bärenfleisch.jpg

Von einem Bären, und seiner Eigenschaft, Tatzen oder Füß

nimm die Füß von einem Bären, setz sie zu mit Wasser und Salz, lass sie so lang sieden, bis das Haar harab geht,
putz sie danach sauber aus, und koch sie in einem Pfeffer, oder in Mandel-Brühe mit Brot, oder in Mehl eingebrannt,
auch geröstete Zwiebel mit Zitronen, oder in einer Weichsel-, Maulbeer- oder Ribiselbrühe, mit Wien, Zimt und Zucker;
so werden sie gut und wohlschmeckend. Nimm die Bärenfüße und den Bärenkopf, senge ihn am Feuer ab, wie einen
Wildschweinkopf oder nimm ein dickes glühendes Eisen zum Sengen, setz es zu und kochs wie man es vom Wildschwein
oder heimischen Schwein macht und wann er gesotten ist, lass ihn im Sud erkalten, danach verfahren wie mit einem
Wildschweinkopf. Im Übrigen kann ein frischer Bär in allem verkocht, gebeizt, gebraten und eingemacht werden,
wie das heimische Wildschwein. Andere ziehen den Bärenfüßen die ganze Haut ab und werden alsdann gekocht.
 
Ich liebe es in Skandinavien Elche zu beobachten und ich liebe den Elchgulasch von meinem Kumpel. Hund muss übrigens fettig sein, sonst schmeckt er nicht. Keine Angst, mein eigener wird nicht geschlachtet.
Grundsätzlich gilt für mich andere Länder andere Sitten. Das ist zu respektieren! Wir erwarten ja auch das andere unsere Kultur respektieren. Ich finde nicht alles gut, aber muss auch nicht immer alles durch unsere Brille sehen.
 
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