Die Ausgangslage: Ich hab nen Drucklufttank mit 1000l in nen BBQ-Smoker umgebaut und auf nen Hänger montiert.
Den Drucklufttank hab ich oben bereits abgebildet (sandgestahlt und plasmageschnitten). Hier der Hänger:
Das ist ein Hänger für 750kg max Last. Später dazu mehr.
Aufgrund der Lastverteilung habe ich die Deixel verlängert:
Da es nicht erlaubt ist, auf die Deixel zu schweißen, habe ich einen Hilfsrahmen geschweißt:
Die Materialstärke entspricht der Deixel des Hängers (60x60x3mm).
Und nun zum Smoker:
Türen habe ich geschnitten, nachdem ich die Schaniere angeschweißt habe (mit ner Trennscheibe kommt man problemlos durch die 8mm Material):
Ich hab für die Scharniere ein altes Wasserrohr aus dem Haus meiner Eltern benutzt und für die Führung ein 12mm Rundstahlt. Den Rundstahl habe ich mit dem Schweißbrenner in Form gebracht:
Ich hatte viel zu wenige Werkzeuge. Aber ohne Schweißbrenner und ohne Schweißgerät geht garnichts. Ansonsten hatte ich ne große und ne kleine Flex. Das war kein komfortables Arbeiten. Vor allem beim Heben von schweren Baugruppen hatte ich permanent den Stift gehen. Der Smoker wurde mit ner Ameise und ner Hebebühne und ein paar Eurppaletten zusammenbebaut (balkan-Style, wie mein Kollege immer sagt). Ich empfehle hierzu nen Kran / Flaschenzug / Gabelstapler.
Die Feuerbox habe ich nach mehrfachem Anraten aus dem Forum tatsächlich isoliert gebaut: 5mm im Inneren und 3mm außen. Sowohl die Front als auch hinten sind mit 8mm entsprechend dem restlichen Material gestaltet. Inzwischen kann ich sagen, dass die Isolierung sehr cool ist.
Die Griffe für die Türen habe ich "Franklin"Style mit Hufeisen gestaltet. Nicht nur, dass dadurch die thermische und mechanische Isolation perfekt funktioniert. Ich habe die Hufeisen von einer Freundin für lau bekommen. Übrigens ist es garnicht so einfach, den Flachstahl gemäß Vorstellungen als Isolierung an die Öffnungen zu bekommen, wenn man nicht mal eine Schraubzwinge hat. Hier hilft im Nachgang nur der Schweißbrenner. Stahl kann recht widerspenstig sein
Wie wackelig meine Arbeitsumgebung war, sieht man hier recht gut. Links ist der Ausgang für den Kamin. Rechts die 8mm Platte für die Feuerbox. Diese nur mit einem Hubwagen als Hilfe anzuschweißen war schon recht "aufregend".
In die Endplatte habe ich dann den Einlass für den Rauch (leicht unterhalb der Mittellinie) eingeschnitten.
Die Feuerbox ist entsprechend passend für den Radius des Kessels zusammengeschweißt worden:
Als nächstes musste beides zusammengefügt werden:
Zu den Maßen:
Der Kessel hat einen Durchmesser von 80cm. Die Feuerbox habe ich mit 70x70x70 gewählt. Die Praxis zeigt, dass die Maße reichen.
Die Tür an der Feuerbox habe ich ähnlich gestaltet, wie die Türen am Kessel:
Und nun der spannende Teil: Wie bekomme ich den Smoker auf einen Hänger.
Ich habe mir im Radius des Kessels Rippen biegen lassen:
Materialstärke 5mm. Die Abkantarbeiten hat ein lokales Unternehmen Namens Wagner in Herbolzheim übernommen. Damit ihr ein Bild bekommt, welche Maschine dafür notwendig ist:
Auf den Rahmen vom Hänger geschweißt sieht das Ganze so aus:
Hier habe ich dann mit einem Motorkran den Smoker drauf abgelassen und angeschweißt:
Das Erbebnis (ohne Schornstein) war dann:
Zum 9.9. habe ich dann noch kurzfristig die Roste fertig geschweißt und den Schornstein bei Nach "angeheftet":
Fertig ist der Smoker erst, wenn der TÜV ihn abnimmt. Bisher fehlen die Schutzbleche. Der Smoker wurde nicht lackiert. Statt dessen haben ich ihn eingeölt, damit er nichts von seiner handwerklichen Herkunft verliert.
Der Smoker schluckt 3-4 Scheite Eiche pro Stunde. Dafür kann er auf seinen 4 Rosten (2 pro Seite) bis zu 110kg Fleisch ab.
Die Klappen sind für normal Sterbliche zu öffnen (aber nicht für Menschen, die nur gefüllte Avokado auf den Rost werfen wollen - und das ist auch gut so).
Inzwischen hat der Smoker ein paar Longruns hinter sich: Ich habe mehrfach für mehr als 50 Leute Beef Brisket und Ribs gemacht. Auf der Feuerbox lassen sich auch mit Isolierung Saucen kochen.
Am meisten liebe ich es mit ordentlich Jacky Cola ins Feuer zu schauen: