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Putenfleischesser
Brotrechner – so benutzt ihr das Tool (nach dem Hochladen, pdf Endung löschen!, läuft im Browser)
Der Rechner steckt in einer einzigen HTML-Datei und nutzt drei Sprachen, die im Browser zusammenarbeiten: HTML, CSS, JavaScript. Die Datei ist reiner Text – kein Installer, kein Programm. Macht sie ruhig im Editor auf und lest sie durch. Sie läuft nur im Browser, hat dort keinen Zugriff aufs System und schickt nichts ins Internet (Netzwerk abschalten zum Testen). Wer ganz sichergehen will: einmal durch Virustool jagen.Ein kleines Werkzeug zum Ausrechnen der Zutaten für ein Brot – vom reinen Weißbrot bis zum kräftigen Roggensauer. Ihr stellt jedes Mehl in Gramm ein, der Rechner ermittelt daraus Wasser, Restwasser, Salz, Hefe, Ballaststoffe und einen fertigen Backzeitplan. Alles rechnet sich live, während ihr tippt.
Was ihr braucht: Einfach die HTML-Datei mit einem Doppelklick im Browser öffnen (Firefox, Chrome, Safari, Edge – egal). Keine Installation, kein Konto, läuft auch offline. Es werden keine Daten irgendwohin gesendet, alles passiert nur in eurem Browser.
In 30 Sekunden loslegen
Ganz oben gibt es drei Schnellstart-Knöpfe: Roggenmischbrot, Weizenmischbrot, Weißbrot. Ein Klick füllt alle Felder mit einem sinnvollen Ausgangspunkt – von da aus stellt ihr nur noch nach euren Wünschen nach. Wer lieber bei null anfängt, tippt einfach selbst in die Felder.
Grundregel: Mehle gebt ihr in Gramm ein, der Rechner zeigt euch die Prozentanteile. Jedes Feld darf 0 sein.
Die Abschnitte der Reihe nach
1 · Roggen-Sauerteig
Hier baut ihr das Anstellgut auf: pro Tag gebt ihr gleich viel Roggenmehl und Wasser zu.- Tagesmenge = Gramm Mehl (= Gramm Wasser) pro Fütterung.
- Anzahl Tage = wie oft ihr füttert.
2 · Mehle im Hauptteig
Alles in Gramm, frei kombinierbar:- Roggenmehl zusätzlich – kommt zum Roggen aus dem Sauerteig dazu.
- Weizenmehl
- Hafermehl
3 · Wasser, Faser & Salz
- Hydratation = Wasseranteil bezogen aufs Mehl (z. B. 78 %). Roggen- und haferlastige Teige vertragen mehr.
- Bambusfaser in Gramm. Sie bindet zusätzliches Wasser – standardmäßig 1:1, und dieses Wasser kommt oben auf die Hydratation drauf, wird also nicht vom Mehlwasser abgezwackt.
- Wasseraufnahme Faser = der Faktor dazu. 1,0 heißt 1:1. Viele Bambusfasern saugen real mehr – wenn eure das tut, stellt z. B. 3,0 ein.
- Salz in Prozent, plus die Wahl, ob das auf Mehl + Wasser oder nur auf Mehl gerechnet wird.
- Gärzeit 24 oder 48 Stunden. Beeinflusst die Hefe-Vorgabe und den Säuregrad.
- Hefe-Art Frisch- oder Trockenhefe.
- Hefe in Prozent des Weizenmehls (der Roggen wird über den Sauerteig getrieben). Die Vorgabe passt sich der Gärzeit an, ihr könnt sie aber frei überschreiben. Bei reinem Sauerteigbrot ruhig auf 0.
Der dunkle Block zeigt alles Fertige:
- Der Balken stellt die Mehlanteile dar (Roggen / Weizen / Hafer in %).
- Die Liste nennt jede Zutat in Gramm. Wichtig ist das Restwasser – das ist die Wassermenge, die ihr beim Anmischen tatsächlich noch zugebt (Gesamtwasser minus das Wasser, das schon im Sauerteig steckt).
- Unten steht das Teiggewicht gesamt.
- Die kleinen Schilder zeigen Mehl gesamt, Gesamtwasser, Säuregrad und Gärzeit.
- Stimmt etwas nicht zusammen (z. B. Sauerteig bringt mehr Wasser mit, als der Teig braucht), erscheint ein Hinweis in Gelb.
Zeigt den Gehalt im fertigen Brot – die große Zahl in Gramm je 100 g Brot.
- Die Werte je Mehl (g pro 100 g) könnt ihr an eure Mehltype anpassen. Die Vorgaben passen für eher hoch ausgemahlene Mehle; für Vollkorn entsprechend höher stellen.
- Backverlust = das Wasser, das beim Backen verdunstet (Standard 12 %). Damit stimmt die „pro 100 g"-Angabe aufs gebackene Brot.
- Zur Einordnung: ab 3 g je 100 g gilt es als „Ballaststoffquelle", ab 6 g als „hoher Ballaststoffgehalt".
Rechnet euch die Uhrzeiten rückwärts aus.
- Backzeit morgens eingeben.
- Warm bei 30 °C (Stunden), Kühl bei ~20 °C (Stunden über Nacht) und die Vorheizdauer festlegen.
7 · Backen im Topf
Die Schritte für den gusseisernen Topf: vorheizen, erst mit Deckel anbacken, dann Deckel ab für die Kruste, und am Ende vollständig auskühlen lassen.
Ein paar Praxis-Tipps aus der Anwendung
- Versäuerung: Mindestens etwa ein Drittel des gesamten Roggenmehls sollte über den Sauerteig laufen. Das kontrolliert die Stärke-Enzyme (sonst klitschige Krume) und baut Phytinsäure ab.
- Geht es euch um den Phytinsäure-Abbau, führt warm statt kalt. Eine warme 24-h-Führung baut mehr ab als eine kalte 48-h-Führung im Kühlschrank – das Enzym (Phytase) mag Wärme. Warmstart bei ca. 30 °C für 1,5–3 Stunden, danach kühl über Nacht.
- Nicht übertreiben mit der Säure: mild-warm ist fürs „Ausgewogen" und für die Phytase besser als bockig sauer.
- Hefe sparsam: Bei warmer, langer Führung treibt der Sauerteig fast allein – die Zusatzhefe für den Weizen klein halten oder weglassen.
- Faser-Wasser prüfen: Wenn der Teig mit Bambusfaser zu fest wird, stellt den Wasserfaktor höher (eure Faser zieht dann mehr als 1:1).
50 g × 4 Tage Sauerteig (200 g Roggen + 200 g Wasser), 400 g Roggen zusätzlich, 150 g Weizen, 78 % Hydratation, Salz 1,2 % auf Mehl + Wasser.Ergebnis: 750 g Mehl gesamt (80 % Roggen / 20 % Weizen), Restwasser und Salz fertig ausgerechnet, Teig rund 1,35 kg. Verändert ein Feld – alles andere zieht sofort nach.
Viel Erfolg beim Backen! Rückmeldungen und Verbesserungsideen gern hier im Thread.