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Budget Messer gesucht.

„Debatte“ ist aber zumindest in meinem Sprachgebrauch völlig anders konnotiert als „Streit“.
Friedemann Schulz von Thun lässt grüßen.
 
🤭so geht Wissenschaft, wenn günstige Messer für den Wohnwagen gesucht werden 🤔🤪
 
„Debatte“ ist aber zumindest in meinem Sprachgebrauch völlig anders konnotiert als „Streit“.
Streit kann viele Bedeutungen haben, bis hin zur gewaltsamen Auseinandersetzung, Die Debatte ist eine Auseinandersetzung auf der Ebene der Sprache. Es ist aber kein Zufall, dass hier der gewaltsame Gegensatz aus battere in die sprachliche Auseinandersetzung übernommen wurde. Die Gemeinsamkeit ist der Gegensatz. Den Gegensatz mit Argumenten zu überwinden, ist der Sinn des "sachlichen Streits", des Streits mit Argumenten um die Sache. Ohne sachlichen Streit bleibt der Gegensatz bestehen und genau deshalb, sollte man den Streit nicht zum Tabu erklären.
 
Ich habe den Streit auch nie zum Tabu erklärt, ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass ich mich eher mit einer Formulierung wie „Diskussion“ oder „Debatte“ anfreunden kann, als mit dem Ausdruck „Streit“.
Im Duden wird „Streit“ wie folgt definiert: heftiges Sichauseinandersetzen, Zanken [mit einem persönlichen Gegner] in oft erregten Erörterungen, hitzigen Wortwechseln, oft auch in Handgreiflichkeiten.
Und genau darauf habe ich keine Lust, ich will mich nicht streiten, ich möchte etwas lernen, ggf. diskutieren.
 
Deshalb steht bei mir auch immer "sachlich" ausdrücklich vor dem Wort "Streit", damit es nicht zu Verwechslungen mit Zanken kommt. "Debatte" oder "Diskussion" ist mir aber auch recht. Ich möchte auch was lernen. Wenn man allerdings, kaum sagt man ein Argument mit dem Oberlehrervorwurf konfrontiert wird, dann ist das kein sachliches Argument, sondern ein argumentloses in die Ecke stellen.
 
Was mich im bereich Buget Messerintressieren würde, sind Messer ab etwa 60 hrc. Verschiedene Stähle können das, nur wie sind die genauen bezeichnungen bei Ali oder Temu und stimmt dann auch die beschreibung? Grade hoch gehärtete Messer sind zum Testen von Schleifsteinen intressant.
Was Denkt Ihr darüber?



Einer Sachlichen Diskussion gehe ich gerne nach, nur unsachliche argumente sind unfein. Ich komme zum Austausch von Informationen her,in einem anderen Bereich dieses Forums kann man durchaus Spaß haben.
 
Deshalb steht bei mir auch immer "sachlich" ausdrücklich vor dem Wort "Streit", damit es nicht zu Verwechslungen mit Zanken kommt.
Das erinnert mich an meine Studienzeit, als ein Professor zu meiner Arbeit „angenehm lapidar“ sagte, da wusste ich auch nicht was er von mir wollte.
Wie auch immer, ich fühle mich mit „Diskussion“ einfach wohler, idealerweise sogar eine sachliche Diskussion.
Und ein Hinweis noch, nicht dass das mit mir in Verbindung gebracht wird, ich habe Dich nicht Oberlehrer genannt oder als solchen dargestellt, kann aber verstehen, dass Dich der Umstand nervt.
 
@Caligula Minus: Bei Ali, Temu und auch bei manchen anderen Herstellern und/oder Verkäufern bin ich bei den Angaben eher skeptisch ob des Wahrheitsgehaltes, das ist natürlich nur eine Unterstellung meinerseits, aber wirklich glauben mag ich das ein oder andere bei den aufgerufenen Preisen eher nicht.
Härte um die 60 HRC finde ich auch meist ganz angenehm zum testen, ich vergleiche aber immer mit meinem Standard/Referenz-Stein, ein Naniwa Chosera, damit habe ich dann vermeintlich einen fixen Bezugspunkt.
 
Rosefinch - Der Zinnoberrote Vogel des Südens
Verschiedene Stähle können das, nur wie sind die genauen Bezeichnungen bei Ali oder Temu und stimmt dann auch die Beschreibung?
Da der Stahl ein ausschlaggebendes Preiskriterium ist, ist die Versuchung allgemein hoch, dass die Stahlangaben geschönt nach oben korrigiert oder gar nicht angegeben werden. Wüsthof, Herder geben oft gar keinen Stahl an, Zwilling verwendet Fantasienamen. Im Messerforum wird gerade zu recht bezweifelt, dass ein Yaxell Rei aus VG 10 70 HRC haben kann. Dann kommen noch die Werbeabteilungen dazu, die oft keinen wirklichen Durchblick haben und deren Job es ist schöne verkaufsfördernde Texte zu schreiben. Da muss man ein wenig Gespür für die Beschreibung entwickeln. Es gibt sehr große Unterschied von seriös bis lachhaft.

Als Faustregel bei Temu und Ali würde ich sagen, wenn ein chinesischer Stahl angegeben wird z.B. 10Cr15CoMov oder so, würde ich davon ausgehen, dass es stimmt, weil es wenig Motivation gibt zu lügen. Großen Herstellern, bekannten Marken, wie Xinzuo würde ich vertrauen, deren Preise sind auch deutlich höher. Kurzlebigen Marken und markenlosen eher weniger. Oft ist es so, dass international bekannte Äquivalente angegeben werden, wie VG10 oder Aus 10. Es ist möglich, dass diese Stähle importiert werden, glauben würde ich das aber höchstens dann, wenn ein Dokument mit Stahlangabe gezeigt wird. Bei Amazon gibt es eines mit ATS-34 zu einem günstigen Preis. Das ist aber eher dick am Rücken (Video).
 
Werden bei den sehr günstigen Messern die Stähle oder Härtegrade überhaupt angegeben? Oft muss man froh sein, wenn da „rostfrei“ draufsteht ..( wobei meine Lieblingsmesser alles andere als rostfrei sind)
 
Wenn man damit werben kann wird es angegeben. Wenn man nicht damit werben kann, wird es weggelassen. 54 HRC ist z.B. nicht berauschend, wird man eher nicht finden. 3cr15MoV oder 4Cr15Mov wird oft als Edelstahl bezeichnet. Keine Stahlangabe ist halt oft auch eine Angabe. 5cr15MoV findet man dann schon häufiger.
 
Das ultimative Ferienhaus-Camping-Grill-Datscha-Budget-Messer-Set:

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Bestehend aus Kochmesser, Fleischmesser, Tranchiermesser und Brotmesser in einer Länge, die man im Supermarkt nicht bekommt.
4Cr13 bzw. 4Cr13Mov ist zwar kein Superstahl, er macht aber ein guten Eindruck. Beim Wetzen fühlt er sich nicht zu weich an. Auf dem Stein waren sie noch nicht und geschnitten habe ich damit noch nicht wirklich viel, da sie heute erst ankamen. Die Messer sind definitiv kein Schrott, wie der Preis vermuten lässt. Ich wollte sie hier gleich vorstellen, bevor sie bei Temu zu diesem Preis wieder vergriffen sind. Bei Amazon kostet das Stück 11,50 € - 17 €. Bei Temu kostet der ganze 4er Satz 9,87€ + 3€ Versand da aus lokalem Lager, also insgesamt 12,87€. Rücksendung ist kostenlos. Wenn aber kein Mangel vorliegt bekommt man die 3€ Versand nicht wieder zurück. Das Stück kostet also 3,22€.

Die Verarbeitung ist gut bis sehr gut, wenn man berücksichtigt, dass es einfache Messer mit angeschmolzenem Plastikgriff sind. Die Griffe liegen gut in der Hand uns sind sauber gegossen. Eigentlich hatte ich riesige Grate erwartet, die man wegschneiden muss. An der Oberseite sieht man zwar die Naht, aber man fühlt sie nicht. Es gibt keine Stufe oder ähnliches. Das mag auch mit der rauen rutschfesten Oberflächenbeschaffenheit zusammenhängen, die minimale Nähte einfach schluckt. Jedenfalls gibt es an den Griffen nichts auszusetzen. Das macht Victorinox auch nicht besser. Der Schliff sieht sauber aus, wie er eben aussieht bei solchen Messern.

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Es ist eigentlich eine Grundausstattung. Kauft man sich noch von Aldi so ein 3-teiliges Crofton Schnibbler Set für mittlerweile 4 € bestehend aus Vogelschnabel, Watenspitz und Sparschäler ist man für 17€ für die Küche ausgerüstet. Ich würde vermuten, dass das 95% des üblichen Ferienhausinventars übertrifft. Das Set kommt rasierscharf an. Jetzt die Daten danach die Kritik.
Da der Übergang zur Klinge, wie bei solchen Messer üblich geschwungen ist unterscheidet sich die Klingenlänge am Rücken und an der Schneide. Ich gebe jeweils die Länge einer geraden Linie bis zur Spitze an.
Kochmesser: Gewicht: 155g, Klingenlänge am Rücken: 20,4 cm, Klingenlänge an der Schneide: 22,8 cm, Klingenbreite: 45 mm,
Rückendicke 2,3 mm, Watendicke am Griff: 0,5 mm, Watendicke Mitte: 0,35mm
Fleischmesser: Gewicht 132g, Klingenlänge am Rücken: 19,6 cm, Klingenlänge an der Schneide: 22 cm, Klingenbreite: 34,5 mm,
Rückendicke 2,3 mm, Watendicke am Griff: 0,35 mm, Watendicke Mitte: 0,3mm
Tranchiermesser: Gewicht 140 g, Klingenlänge am Rücken: 24,2 cm, Klingenlänge an der Schneide: 26 cm, Klingenbreite: 29 mm,
Rückendicke 2,3 mm, Watendicke am Griff: 0,34 mm, Watendicke Mitte: 0,3mm
Brotmesser: Gewicht 180 g, Klingenlänge am Rücken: 25 cm, Klingenlänge an der Schneide: 26,5 cm, Klingenbreite: 37,5 mm,
Rückendicke 2,3 mm, Watendicke am Griff: 0,35 mm, Watendicke Mitte: 0,5mm

Das Kochmesser hat hinten einen ausgeprägten Flatspot ganz ohne Krümmung. Trotzdem geht das Wiegen eigentlich gut. Erwartet hätte ich
das die flüssige Bewegung beim Wiegen durch den flachen Bereich unterbrochen wird. Es ist ein Flachschliff ohne Balligkeit. Also gibt es keine Schnittgutfreisetzung. Trotz der nicht so berauschenden Geometrie schneidet das Teil eigentlich gut. Die Fase ist recht breit. Möglicherweise liegt das an dem Scheidwinkel und der Schärfe. Nicht so gut ist, das sich über der Wate am Kehl der Griff befindet. Das gibt Probleme beim Schleifen.
Das Fleischmesser weist seltsamerweise einen deutlich balligen Schliff auf, der auf der linken Seite stärker ausgeprägter ist, wie rechts. Auch die Wate ist viel kleiner. Das Tranchiermesser ist noch nicht getestet. Das Brotmesser ist an der Wate leider zu dick. Dank der Schärfe schneidet es krümelfrei. Hier muss ich aber nacharbeiten. Wenn man an der Anschliffseite etwas die Dicke reduziert, wird das ein gutes Brotmesser mit einer brauchbaren Länge und durch die Breite einer guten Führung im Brot.

Ja es sind keine Schönheiten, aber sie liegen gut in der Hand und schneiden. Für 2-4 Wochen im Urlaub ist das meist besser als die vorfindlichen Messer und für draußen beim Grillen ideal. Wenn man ein Messer mal draußen liegen lässt, nimmt es keinen Schaden.
 
@carbo: Es ist schon erstaunlich, wieviel Messer man für so wenig Mammon bekommen kann. Ich für meinen Teil bleibe für die Urlaubsreisen dennoch bei der mit diversen Windmühlenmessern bestückten Messerrolle.

OT: Sammelst du eigentlich die ganzen Chinakracher so aus Spaß oder purem Interesse und Neugier? Eigentlich solltest du doch längst zigfach redundant mit allem ausgestattet sein...
 
Für das Geld kriegst du bei Herder wahrscheinlich nicht mal ein Kneipchen. Das schreibe ich ja für Leute die noch keine Urlaubsmesserrolle der Luxusklasse besitzen. Es soll ja auch Griller geben die noch nicht so toll ausgestattet sind und Zweitmesser brauchen. Klar hab ich einen Haufen Messer. Was soll ich machen? Mich zur Ruhe setzen, weil das Bedürfnis gestillt ist. Das weißt du auch, dass das nicht so ist. Ich brauche immer mal wieder ein Schleifprojekt. Und in diesem Fall ist es so, dass ich lange Messer nicht so viele habe.

Außerdem finde ich "Chinakracher" ein bisschen despektierlich. Wenn ich sie für den Preis nicht für gut halten würde, würde ich sie nicht empfehlen. Gegen einen Victorinoxkracher sagt ja auch niemand was, bloß weil ein Plastikgriff dran ist. Ein Victorinox kostet das 10-fache. Ist das noch ein Budgetmesser, wenn man eines für 3,22 € bekommt. Ich bin überzeugt, dass nach meinem Post das Kontingent bald weg ist. Also scheint ein Bedürfnis zu existieren und für dieses mache ich das. Leute die sogar fürs Ferienhaus noch ein handgeschmiedetes Trallala brauchen, sind mir irgendwie suspekt.
 
Also meinst du inhaltlich dasselbe - willst es aber nicht mehr so despektierlich ausdrücken.;) - Du fragst in einem Messerforum ernsthaft nach dem ‚Bedürfnis‘ und ‚Redundanz‘? Echt jetzt?"
 
Bei TEDI gibt es auf Nivella Messer 50%, also die mit Schwarzem Griff und die Profilinie. Ein 20 cm messer für schlappe 2,50 Euro. Kleinere sind Billiger. Wer schleifen kann, bekommt für Wenig geld Viel Messer. Stahl bei Profilinie ist 1.4116 und bei der anderen serie 1.4034. Also Rostträge und für einfache schen gut geeignet. Wellenschlifmesser habe ich mir nicht gekauft, dafür habe ich noch eine schleifausrüstung. Bastellösungen mag ich net.
Die Aktion ist zeitlich befristet, wer einen TEDI in reichweite hat,nachgucken.
 
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