Verwirrung stellt sich ein...
Meine GöGa reagiert auf alles mit ....glutamat und deshalb habe ich noch nicht getraut das Teufelszeug zu nutzen.
Sauber pariert, mit verschiedenen Mitteln behandelt

Spritzmittel 2: Spritzmittel 1 plus Phosphat und Hydrolysate
Schaut ech geil aus aber klär mich mal bitte auf: phosphat und wasserlysat
Jetzt wirds hier son bisschen Lebensmitteltechnologie...
Ich will das mal zusammenfassen, denke, das dauert nicht mehr lange bis die Wikipedia Auszüge kommen.
Vorab: Das hier eingesetzte Zeug hat jeder hier schon sehr oft gegessen und erfreut sich bester Gesundheit und Lebensfreude.
Phosphate werden eingesetzt, wie
@ schon gesagt hat, um Wasser zu binden. Genauer gesagt, um dem Fleisch die Fähigkeit zu verleihen, das Wasser aufzunehmen und zu behalten.
Das wird z.b bei der Kochschinken Produktion so gehandhabt. Und, egal ob jetzt ein Bauernmetzger oder eine Schinkenindustrie, das wird immer so gehandhabt. Die Einspritzmengen liegen hier zwischen 10 und 20%. Das sogenannte "Schinkenspritzmittel" ist also ein Würzpräparat aus löslichen Gewürzen und einer Mischung aus Phosphaten.
Wichtig ist hierbei zu wissen, dass Phosphate eingesetzt werden, die im Fleisch schon enthalten sind, aber nicht in ausreichender Menge. Es wird also nur mehr zugesetzt.
Das Phosphat ist dann auch für den sogenannten "Eiweißaufschluss" verantwortlich. Dieser wird benötigt, um Fleischstücke miteinander zu verkleben.
Das im Fleisch vorhandene Eiweiß wird an die Oberfläche transportiert und bei Wärme (brühen, kochen) verkleben sich dann die Fleischstücke.
Kutterhilfsmittel arbeiten ebenso auf Phosphatbasis, um den oben genannten Effekt (und andere) zu nutzen.
Sonst würde eine fein gekutterte Brühwurst durch die feine Zerteilung zerfallen. Eine Produktion einer solchen Wurst wäre dann nicht möglich. (Ausser schlachtwarm usw...)
Die bösen Hydrolysate sind zum einen Eiweißenzyme (da kommen wir noch mit dem Ostmann Döschen drauf) und zum anderen Geschmacks gebende Aromen.
Grob gesagt Eiweiß Auszüge aus Raps und Mais, die den Geschmack abrunden. Maggi oder auch Sojasoße bekommt daher die Geschmacksnuancen.
Interessant ist hier die Tatsache, dass z.B. bei Maggi das Eiweißhydrolysat zugesetzt wird, und bei Sojasoße dieser Prozess während der Fermentation eintritt und bei beiden Würzsoßen die aller gleichen
Stoffe für Geschmack und Geschmacksfunktion verantwortlich sind.
Salopp kann man also sagen, jeder der Maggi verteufelt sollte unbedingt die Finger von Sojasoßen, Hoisin und wie sie alle heißen lassen, da er sich sonst selbst widerspricht.
Sowas sagen nur die Maggi verteufelungs Sendungen nicht dazu. Wahrscheinlich wissen sies selbst nicht

Leider haben wir ein gewaltiges Aufklärungsproblem in diesem Land. Aber gut, dafür kann ich nix.
Eiweißhydrolysate, oder wie sie auch deklariert werden, "Würze" sind übrigens keine Geschmacksverstärker sondern zählen zu den Aromen.
Das ist ein Unterschied wie Elefanten und Bienen.
Den Fleischzartmacher (Klingt ja schon so böse na ) drehen wir jetzt mal um, und wir lesen die Deklaration: Speisesalz, Dextrose, Papain (auf Milchzucker), Säurungsmittel Natriumcitrat, Gewürzextrakt.
Diese gehen wir mal durch: Speisesalz- ist ja jedem Klar. Dextrose, Traubenzucker ist in diesem Fall der Träger für die Gewürzextrakte. Ich vermute, das wird pfeffer sein. (Ein Pfefferkorn wird ausgepresst, das Öl was rausläuft (Extrakt) wird auf Dextrose aufgezogen und wir haben unsere Gewürzexrakte.) In der Natur ist die Frucht, also das Korn der Träger für die ätherischen Öle, hier haben wir das Pfefferkorn durch Dextrose ausgetauscht. Das hat allein damit zu tun, dass man zum einen eine höhere und intensivere Würzkraft hat, und zum anderen ist jetzt das Pulver komplett wasserlöslich. Gemahlener Pfeffer würde oben schwimmen.
Papain wird aus der Papaya gewonnen (Natur, auch nix Chemie!) Es handelt sich hierbei um ein Enzym, welches erstmal die Papaya vor Schädlingen schützt. Wir bedienen uns diesem Enzym, weil es eine Eiweiß spaltende Wirkung besitzt. Diese sorgt dann dafür, dass das Fleisch zarter wird. (Wie schnitzel klopfen) Beim Papaya essen, Saft trinken, Cocktails saufen, nehmen wir also alle diesen teuflischen Ostmann Fleischzartmacher zu uns...
Natriumcitrat ist hier für die ph Regulierung verantwortlich. Zusätzlich verstärkt es ein wenig die Wirkung des Papain.
Glutamat hab ich hier keines Gefunden. (@Fitfun ) deine Frau kann das also bedenkenlos verzehren.
@ Spatzl, denke du hast nix dagegen, dass ich in deinem Thread bisschen Aufklärung betrieben hab.
Sicher sind jetzt einige bisschen erstaunt, und manche auch erfreut über ein weinig tiefere Details aus der Lebensmittelwelt.
Bitte, lasst uns diesen Thread nicht hernehmen um über meine Ausführungen zu diskutieren, ob was nötig, und ich will das nicht usw...
Das hier war einfach nur mal erklärt, was für was zuständig ist was einzelne Stoffe machen.
Alles weitere muss jeder selbst entscheiden.
Grüße!