Miyabi ist ein großer Hersteller (gehört Zwilling), ich persönlich würde eher zu kleineren Marken greifen, da man so eigentlich immer mehr für's Geld bekommt. Zwilling erfindet auch eigene Namen für den verwendeten Schneidstahl, da weiß man nicht was drin steckt (hier: "FC61").
Mir gefällt auch der Übergang zum Griff (Kropfeinsatz) nicht, ist aber auch nur eine Frage der Ästhetik.
Ich hatte das Messer nicht in der Hand, daher kann ich zur Klingengeometrie wenig sagen.
Was hast Du denn an Schleif- und Schärfausrüstung zu Hause? Das ist sicher noch ein wichtiger Punkt für eine Empfehlung.
Und da Du ja anfangs noch geschrieben hast, dass ein Damastmesser für Dich Qualität bedeutet: das sehe ich eindeutig anders. Wenn es um einen schneidfreudigen Allrounder für den Alltag geht, der schnell nachzuschärfen ist, würde ich immer zu einem dünn ausgeschliffenen Messer aus Carbonstahl greifen, z.B. von Herder oder wenn es authentischer sein soll die verlinkten Zakuris von Tosa Hocho. Das sind im Wortsinn preiswerte Messer von hoher Qualität. Damast hat bei einem Küchenmesser außer der Optik keinen qualitativen Mehrwert. Da echter Damast aber recht aufwändig herzustellen ist, leidet bei fixem Budget die Gesamtmesserqualität. Wie ein Messer schneidet bestimmt vorrangig die Klingengeometrie. Und die erzielbare Schärfe bestimmt der Stahl der Mittellage - ebenso die Standzeit, also wie oft man das Messer abziehen oder nachschleifen muss, wobei hier die Härte immer Einbuße bei der Flexibilität bedeutet.
Wenn es Dein erstes hochpreisigeres Messer ist, würde ich daher die Anforderungen nochmal überdenken, oder - wenn es mehr um die Damastoptik geht mal nach Empfehlungen hier im Forum für Chinamesser bei Ali schauen. Da gibt es viel Hui für den € und die Messer sind nicht schlecht gemacht (Xinzuo z.B.).