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Damastmesser

Tom_91

Veganer
Servus zusammen,

Ich spiele momentan mit dem Gedanken ein Damastmesser zu kaufen. Ich habe mich die letzten Tage zwar schon ein wenig eingelesen aber so ganz blick ich mit den Varianten usw. noch nicht durch. Als Budget hätte ich mir ca. 200€ gesetzt, wenn möglich mit Holzgriff. Kriegt man in diesem Preissegment überhaupt ein vernünftiges Damastmesser?

Für andere Vorschläge bin ich auch offen.

Danke euch
 
Hallo Tom_91,
schau doch mal bitte hier: Damastmesser. Da wirst Du fündig!
 
https://www.grillsportverein.de/forum/threads/wichtig-bitte-vor-kaufberatungsanfragen-lesen.201408/

Ein bisschen Vorarbeit darf man erwarten, das Thema ist in diesem Forum extra oben angepinnt. Wobei ich schon vermute, dass es bei der Suche nach einem "Damastmesser" um die Idee der Anschaffung eines vermeintlichen Statussymbols und nicht um eine sinnvolle Erweiterung Deiner Kochausrüstung geht.

Mit Statussymbol hat das meiner Meinung nach nichts zu tun sondern um Qualität.
Aber wie oben schon erwähnt bin ich auch für andere Vorschläge offen.
 
Schau doch mal in den link von Luteno dort sind Fragen gestellt die du hier erstmal beantworten solltest damit man weiss was du suchst!
 
Schon mal danke für die Hilfe bis jetzt.

Ihr habt Recht, ich hätte am Anfang die Kaufberatung lesen sollen um es uns allen leichter zu machen. Sorry dafür.

1. Welche Messerform und Länge? (Santoku, Gyuto, europäisches Kochmesser, Spezialmesser...)
Santoku, 16cm - 20cm

2. Welche Art von Messer? (Europäisch, Japanisch im westlichen Stil (Yo-Bocho), Japanisch im traditionellen Stil (Wa-Bocho))
bevorzugt Japanisch

3. Welcher Stahl? (Rostfrei, Carbonstahl, Leistungsdamast, Damast mit Schneidlage)

bevorzugt Damast

4. Welches Budget steht zur Verfügung?

150€ - 200€

5. Gibt es schon Messer, die in Frage kommen?

die von Miyabi gefallen mir ganz gut

6. Welche besonderen Anmerkungen oder Wünsche gibt es noch?

wenn möglich mit Echtholz Griff
 
So ist eine Empfehlung schon einfacher!

Damast gibt es rostträge und rostend - ich ziehe schneller rostenden Carbonstahl vor, aber das ist letztlich Geschmackssache. Hier ein paar Vorschläge, die alle Kriterien erfüllen, preislich gestaffelt:

Japanische Grifform hell:

Hayashi Hocho, nicht rostfrei (139€)
Shigeki Hocho, nicht rostfrei (159€)
Tojiro Sippu, rostträge (174€)
Yoshimi Kato Hocho, rostträge (199€)

Japanische Grifform dunkel:

Kumagoro Hocho, rostträge (154€)

Europäische Grifform:

Aoki Sakai Takayuki, rostträge (138€)
Azai Uzushio, rostträge (165€)

Viele Grüße
 
So ist eine Empfehlung schon einfacher!

Damast gibt es rostträge und rostend - ich ziehe schneller rostenden Carbonstahl vor, aber das ist letztlich Geschmackssache. Hier ein paar Vorschläge, die alle Kriterien erfüllen, preislich gestaffelt:

Japanische Grifform hell:

Hayashi Hocho, nicht rostfrei (139€)
Shigeki Hocho, nicht rostfrei (159€)
Tojiro Sippu, rostträge (174€)
Yoshimi Kato Hocho, rostträge (199€)

Japanische Grifform dunkel:

Kumagoro Hocho, rostträge (154€)

Europäische Grifform:

Aoki Sakai Takayuki, rostträge (138€)
Azai Uzushio, rostträge (165€)

Viele Grüße

Super vielen Dank.

Kannst du evtl. auch was zum Miyabi 5000FCD sagen?
https://www.knivesandtools.de/de/pt/-miyabi-5000fcd-santoku-18-cm-34684-181.htm
 
Miyabi ist ein großer Hersteller (gehört Zwilling), ich persönlich würde eher zu kleineren Marken greifen, da man so eigentlich immer mehr für's Geld bekommt. Zwilling erfindet auch eigene Namen für den verwendeten Schneidstahl, da weiß man nicht was drin steckt (hier: "FC61").
Mir gefällt auch der Übergang zum Griff (Kropfeinsatz) nicht, ist aber auch nur eine Frage der Ästhetik.

Ich hatte das Messer nicht in der Hand, daher kann ich zur Klingengeometrie wenig sagen.

Was hast Du denn an Schleif- und Schärfausrüstung zu Hause? Das ist sicher noch ein wichtiger Punkt für eine Empfehlung.

Und da Du ja anfangs noch geschrieben hast, dass ein Damastmesser für Dich Qualität bedeutet: das sehe ich eindeutig anders. Wenn es um einen schneidfreudigen Allrounder für den Alltag geht, der schnell nachzuschärfen ist, würde ich immer zu einem dünn ausgeschliffenen Messer aus Carbonstahl greifen, z.B. von Herder oder wenn es authentischer sein soll die verlinkten Zakuris von Tosa Hocho. Das sind im Wortsinn preiswerte Messer von hoher Qualität. Damast hat bei einem Küchenmesser außer der Optik keinen qualitativen Mehrwert. Da echter Damast aber recht aufwändig herzustellen ist, leidet bei fixem Budget die Gesamtmesserqualität. Wie ein Messer schneidet bestimmt vorrangig die Klingengeometrie. Und die erzielbare Schärfe bestimmt der Stahl der Mittellage - ebenso die Standzeit, also wie oft man das Messer abziehen oder nachschleifen muss, wobei hier die Härte immer Einbuße bei der Flexibilität bedeutet.

Wenn es Dein erstes hochpreisigeres Messer ist, würde ich daher die Anforderungen nochmal überdenken, oder - wenn es mehr um die Damastoptik geht mal nach Empfehlungen hier im Forum für Chinamesser bei Ali schauen. Da gibt es viel Hui für den € und die Messer sind nicht schlecht gemacht (Xinzuo z.B.).
 
Miyabi ist ein großer Hersteller (gehört Zwilling), ich persönlich würde eher zu kleineren Marken greifen, da man so eigentlich immer mehr für's Geld bekommt. Zwilling erfindet auch eigene Namen für den verwendeten Schneidstahl, da weiß man nicht was drin steckt (hier: "FC61").
Mir gefällt auch der Übergang zum Griff (Kropfeinsatz) nicht, ist aber auch nur eine Frage der Ästhetik.

Ich hatte das Messer nicht in der Hand, daher kann ich zur Klingengeometrie wenig sagen.

Was hast Du denn an Schleif- und Schärfausrüstung zu Hause? Das ist sicher noch ein wichtiger Punkt für eine Empfehlung.

Und da Du ja anfangs noch geschrieben hast, dass ein Damastmesser für Dich Qualität bedeutet: das sehe ich eindeutig anders. Wenn es um einen schneidfreudigen Allrounder für den Alltag geht, der schnell nachzuschärfen ist, würde ich immer zu einem dünn ausgeschliffenen Messer aus Carbonstahl greifen, z.B. von Herder oder wenn es authentischer sein soll die verlinkten Zakuris von Tosa Hocho. Das sind im Wortsinn preiswerte Messer von hoher Qualität. Damast hat bei einem Küchenmesser außer der Optik keinen qualitativen Mehrwert. Da echter Damast aber recht aufwändig herzustellen ist, leidet bei fixem Budget die Gesamtmesserqualität. Wie ein Messer schneidet bestimmt vorrangig die Klingengeometrie. Und die erzielbare Schärfe bestimmt der Stahl der Mittellage - ebenso die Standzeit, also wie oft man das Messer abziehen oder nachschleifen muss, wobei hier die Härte immer Einbuße bei der Flexibilität bedeutet.

Wenn es Dein erstes hochpreisigeres Messer ist, würde ich daher die Anforderungen nochmal überdenken, oder - wenn es mehr um die Damastoptik geht mal nach Empfehlungen hier im Forum für Chinamesser bei Ali schauen. Da gibt es viel Hui für den € und die Messer sind nicht schlecht gemacht (Xinzuo z.B.).

Ja es wäre mein erstes hochpreisigeres Messer, deswegen müsste ich mir auch neue Schleif- und Schärfausrüstung zulegen.

Auf jeden Fall mach ich mir noch bisschen Gedanken bevor ein Kauf wirklich in Frage kommt aber vielen Dank für deine super Hilfe.

Eine Frage hätte ich noch:
Wie ist die Qualität von Wakoli und Zayiko?
 
Die Miyabi Reihe sind generell gut verarbeitet. Da kann man schon zugreifen. Ob einem die Optik gefällt ist eine andere Sache. Mir persönlich würde ein echter Japaner schon besser gefallen.
Wenn dir die Miyabi gut gefallen, kannst du wirklich nach China gucken. Die Optik ist auf einem ähnlichen Niveau und dort bekommt man eine wirklich gute Preis/Leistung. Vielleicht auch für den Anfang ganz gut. Natürlich kann man in China auch mal Pech haben.
https://de.aliexpress.com/wholesale...d=SB_20200403021039&SearchText=santoku+xinzuo Xinzuo oder auch Grandsharp würde ich mir da angucken.

Das von Luteno geschriebene zum Thema Damast würde ich genau so unterschreiben. Das ist alles mehr show & shine. Ich besitze selber ein Sakai Takayuki Damastmesser würde aber andere dem vorziehen. Ein Miyabi besitze ich auch. Die Optik ist mir aber mittlerweile zu shiny. Ich gebe es nur nicht ab weil mich der PM Stahl reizt. Die schönsten Messer sind meiner Meinung nach sowieso handgemachte mit einem 3 Lagen Stahl oder auch Carbonstahl mit schöner Patina.

Ansonsten wurde eigentlich schon fast alles schon gesagt. Die Zakuris gibt es gerade im Angebot (vorübergehendes Angebot: ZF 165 plus ZF 135 als Set: 150,- inkl Porto) wenn das noch gilt ist das kein schlechtes Angebot.
 
Ja es wäre mein erstes hochpreisigeres Messer, deswegen müsste ich mir auch neue Schleif- und Schärfausrüstung zulegen.

Auf jeden Fall mach ich mir noch bisschen Gedanken bevor ein Kauf wirklich in Frage kommt aber vielen Dank für deine super Hilfe.

Eine Frage hätte ich noch:
Wie ist die Qualität von Wakoli und Zayiko?

Sehr gerne. Auch Deine letzte Frage betrifft wieder Angebote von box-pushern, die auf mehr Schein als Sein ausgelegt sind. Mein Tip:

Kauf Dir ein Damastmesser bei Aliexpress für ~60 €, das Dir richtig gut gefällt, denn darum geht es Dir ja (das ist nicht negativ gemeint). Zum Beispiel von Hezhen oder Xinzuo. Dazu besorgst Du Dir ein Herder Petty aus Carbonstahl, z.B. das hier.

Les Dich ein bisschen in die manuelle Schleiftechnik ein, das geht z.B hier. Dort findest Du auch Empfehlungen für Sets verschiedenen Preisklassen (ich würde auch hier unten anfangen - die dort empfohlenen Steine taugen alle was).

Wenn Du mit dieser Ausrüstung ein wenig Erfahrung sammeln konntest, weißt Du was Du brauchst und kannst zielgerichteter investieren. Das Windmühlenmesser empfehle ich, weil es a) sehr schön zeigt, welche Vorteile eine dünne Klinge hat und ich b) finde, dass der von Herder verwendete Stahl für Schleifanfänger ideal ist.

P.S. wenn ein bekannter Fernsehkoch ein Produkt empfiehlt, ist das ein gutes Zeichen, besser die Finger davon zu lassen.
 
Vielleicht sollte ich ein wenig von der Optik absehen und wirklich auf die Funktionalität achten, das stimmt.

Je mehr ich mich in das Thema einlese, desto mehr würde ich gerne ein Messer kaufen das aus einer kleineren Schmiederei kommt und handgefertigt wurde. Ich vermute aber das dafür +/- 200€ nicht reichen?
 
Vielleicht sollte ich ein wenig von der Optik absehen und wirklich auf die Funktionalität achten, das stimmt.

Je mehr ich mich in das Thema einlese, desto mehr würde ich gerne ein Messer kaufen das aus einer kleineren Schmiederei kommt und handgefertigt wurde. Ich vermute aber das dafür +/- 200€ nicht reichen?

Schau Dir doch die Links an, die von mir in Beitrag 10 gepostet wurden. Handgefertigt sind die alle, wenn Voraussetzung nicht ist, dass man keinen maschinellen Schmiedehammer benutzen darf. Ich denke viel mehr kann ich Dir an dieser Stelle nicht weiterhelfen.
 
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