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Dampf-Stoß-Generator

Grillingenieur

Grillkönig
15+ Jahre im GSV
Moinsen,

ich baue/plane ja einen Lok-Smoker.
Vor längerer Zeit hatte ich darüber nachgedacht meinen Saugrill über Dampf anzutreiben.
Da mir die klassische Dampfmaschine zu umfangreich erschien dachte ich an eine Turbine.
Um ständig Dampf zu haben ohne einen Tank mit Ladepumpe zu bauen dachte ich an die Verwendung
mehrerer Dampf-Stoß-Generatoren... ähnlich einer überheißen Kaffeemaschine.

Da das klassische Kaffeemaschinenprinzip mit Kohlenfeuer schlecht zu realisieren ist
habe ich nun eine andere Bauvariante ersonnen und getestet...
Den "Kippschaufelbeschicker" in Kombination mit Vorratsbehälter und einem Heizrohr
IMG_5064.JPG

Also
eine Wipp- bzw. Kipp- schaufel in einen dichten Behälter gebaut.
Die Schaufel ist so ausgelegt dass man über das Gegengewicht den Füllgrad bestimmen kann.
Hier 1- 4,5 ml - Gegengewicht sind einfache M5 er Unterlegscheiben.
Behälter geschlossen mit Zulaufdrossel oben uns Heizrohranschluss unten.
IMG_5065.JPG


Innenleben mit Schaufel in "Befüllstellung"
Wenn die Füllung erreicht ist schlägt der linke Rand auf den Boden ... gibt ein leises Kontrollgeräusch.
IMG_5068.JPG


Prinzip:
Das Wasser tropft in die Schaufel bis das Gleichgewicht und damit die Schaufel kippt.
Durch die Bauform nimmt der Einfluss des Wassers bei Kippen zu - denn - die Flüssigkeit
läuft nach außen und hat so einen längeren Hebelarm. Auskippen dann garantiert.
(Idee kam mir bei einem der KillBill-Filme - da gibbet ein ähnliches Teil aus Bambus - wer kennt es?)
Durch den unteren Abfluss gelangt das Wasser in das Rohr und wird verdampft.
Der Größenunterschied der Bohrungen und die Schwerkraft sorgten hierbei dafür
dass der Druck hauptsächlich nach unten in Richtung Dampfauslass ging
- nur ein geringer Rückfluss im Zulaufbereich.
IMG_5064.JPG
IMG_5065.JPG
IMG_5068.JPG
IMG_5070.JPG


Am Wochenende habe ich das Konstrukt mit einem kurzen Ende 10er Kupferrohr getestet.
Gehäuse oben auf der Feuerbox in Stellung gebracht und das Kupferrohr von oben in die Flammenhölle
Das Ende des 90 Grad gebogenen Rohrers habe ich durch die Zuluftöffnung geführt.

In der Feuerbox des U-Boots hatte ich hierbei zwischen 150 und 300°
Über das Gegengewicht war eine Wassermenge von ca. 2,5 ml eingestellt.
Zeitweise konnte ich beim Einströmen des Wassers (alle 10 sec.) richtig schöne Dampfstöße erzeugen.
Als die Temperatur absackte lief zunehmend Wasser aus dem Rohrende...

Für den späteren Einsatz muß ich also deutlich mehr "Heizleistung" vorhalten.

...

Vielleicht will ja jemand diese Idee aufgreifen um seinen Smoker zur Sauna zu machen
oder - wie mein Plan - Täuschungsdampfstöße für einen Loksmoker zu erzeugen.

Gruß,
Andreas

... der sich erst an das neue Forum gewöhnen muss
hoffe die Bilder sind jetzt nicht 1000mal abgebildet :-)
 

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Geil!

Das sag mal einer, Fernsehen macht doof. Echt, für so nen Kram hier liebe ich das Forum!
 
Mahlzeit,

du hattest früher auch Lego Technik in den Fingern, oder :D

Das is echt ne schöne Spielerei, ich kann zwar praktisch leider wenig damit anfangen, aber ich finds trotzdem genial :thumb2:

... der sich erst an das neue Forum gewöhnen muss
hoffe die Bilder sind jetzt nicht 1000mal abgebildet :-)

die Eingewöhnungsphase läuft noch ;-) bin auch immer noch am basteln ... Aber es wird :prost:

Doc :)
 
Zisch---Zisch-----Zisch..... nicht schlecht....

Grüße

Christian
 
Wo wird das Wasser denn verdampft und wie lange ist der Weg von da bis zum Ort, wo der sichtbar Dampf austretten soll.
Wie viel Kondensation findet auf dem Weg statt?
Damit der Dampf sichtbar rauskommt, sollte die gesamte Strecke des Dampfes leicht überhitzt sein.

Die Idee mit dem Kippen ist cool, erinnert mich an den besuch des Tinguely Museums in Basel.

Tinguely ist für jeden technisch Verrückten ein Muss!
 
Hey ne Glocke ist auch schon da... steht bei mir noch auf dem Zettel....
 
Moinsen,

die Länge der Haupt Verdampfungsstrecke hat im Versuch ca. 25 cm betragen.
Im "echten" Einsatz plane ich ca. 1m (ø8mm) als Schleifen oder Spirale in der Feuerbox.
Danach geht die Dampfleitung unten in der Garkammer (heiß) nach vorne und tritt dort aus.
Die "kalte" Wegstrecke bis zu den vorgetäuschten Zylindern (Lok-Antrieb) halte ich dann sehr kurz.
... 6er Kupferrohr zu beiden Seiten also bei gerader Verbindung unter der Garkammer jeweils ca. 30 cm.
Wenn ich die Aufteilung noch in der Garkammer mache kann es auch weniger werden.

Je länger die Heizstrecke um so mehr Wasser kann ich pro Zeiteinheit verdampfen.
Wenn ich mal ohne Dampf fahre wird das leere Rohr halt einfach nur warm
... der "Generator" und das Wasserbehältnis sollen oben ins kühlere Lokhäuschen.

Die "Endlösung" wird dann erst mit dem Smoker gebaut/getestet .. kann also noch ein wenig dauern.

Für einen weiteren Soundeffekt dachte ich daran einen kleinen Teil der "Herdplatte" in Kupfer auszuführen
durch einzelne - gezielt dosierbare "Tropfer" kann ich dann flexibel ZusatzZISCHER erzeugen :-)

Gruß,
Andreas
 
Damit der Dampf sichtbar rauskommt, sollte die gesamte Strecke des Dampfes leicht überhitzt sein.

Vollkommen richtig. Der Dampf müsste per separater Rohrleitung im Smoker bis in den Turm laufen. Und dann raus. Sonst kondensiert unterwegs zu viel. Dann müsste sich die Kipp/Einfüllvorrichtung aber in dem Moment eigentlich kurz schließen; sonst tritt dort der Dampf aus.

Andererseits müsste das Röhrchen durch dass das "gekippte" Wasser in die heiße Blase einläuft, wesentlich kleiner sein als der Austritt zum Turm hin. Dann sucht sich der Dampf den Weg des geringeren Widerstandes...

Jo jo

Grüße

Christian
 
Da in ich aber aufs Ergebniss gespannt.
 
Vollkommen richtig. Der Dampf müsste per separater Rohrleitung im Smoker bis in den Turm laufen. Und dann raus. Sonst kondensiert unterwegs zu viel. Dann müsste sich die Kipp/Einfüllvorrichtung aber in dem Moment eigentlich kurz schließen; sonst tritt dort der Dampf aus.

Andererseits müsste das Röhrchen durch dass das "gekippte" Wasser in die heiße Blase einläuft, wesentlich kleiner sein als der Austritt zum Turm hin. Dann sucht sich der Dampf den Weg des geringeren Widerstandes...

Jo jo

Grüße

Christian

Richtig erkannt - Note 1+*
... außer daß eine Lok vorne keinen Turm bekommt
Beim Versuch konnte die Wassersäule (bis zum Behälter),
das damit verbundene Trägheitsmoment und
der unterschiedliche Querschnitt (Eintropföffnung/Dampföffnung)
das Entweichen des Dampfers über die Frischwasserseite verhindern.
Derzeit zeigt mir ein leichtes Rückfließen des Wassers daß
ich nicht Gefahr laufe Opfer eines "Gefäßzerknalls" zu werden.

Sollte im späteren Einsatz der Dampf versuchen dort zu entweichen
flansche ich noch ein Membranrückschlagventil auf/in den Zulauf.

Gruß,
Andreas
 
Moinsen,

die Länge der Haupt Verdampfungsstrecke hat im Versuch ca. 25 cm betragen.
Im "echten" Einsatz plane ich ca. 1m (ø8mm) als Schleifen oder Spirale in der Feuerbox.
Danach geht die Dampfleitung unten in der Garkammer (heiß) nach vorne und tritt dort aus.
Die "kalte" Wegstrecke bis zu den vorgetäuschten Zylindern (Lok-Antrieb) halte ich dann sehr kurz.
... 6er Kupferrohr zu beiden Seiten also bei gerader Verbindung unter der Garkammer jeweils ca. 30 cm.
Wenn ich die Aufteilung noch in der Garkammer mache kann es auch weniger werden.

Je länger die Heizstrecke um so mehr Wasser kann ich pro Zeiteinheit verdampfen.
Wenn ich mal ohne Dampf fahre wird das leere Rohr halt einfach nur warm
... der "Generator" und das Wasserbehältnis sollen oben ins kühlere Lokhäuschen.

Die "Endlösung" wird dann erst mit dem Smoker gebaut/getestet .. kann also noch ein wenig dauern.

Für einen weiteren Soundeffekt dachte ich daran einen kleinen Teil der "Herdplatte" in Kupfer auszuführen
durch einzelne - gezielt dosierbare "Tropfer" kann ich dann flexibel ZusatzZISCHER erzeugen :-)

Gruß,
Andreas

Hallo Andreas,

das wird sehr interessant.... nur schauen, dass nirgendwo ein Volumen eingesperrt wird. Sonst möglicherweise EX.

zisch--- pfffffff----zisch---- pffff..

Bei der Dicken Bertha erhitzt sich das Wasserreservoir im Turm (30 Liter) etwa bis auf 65°C. Dauert aber eine Zeit. Es dampft dann so leicht aus der Einfüllöffnung heraus. Wenn ich das Wasser ablasse und nur noch ein kleiner Rest drin ist, wird das stärker und sieht richtig gut aus.

Super

Christian
 
Richtig erkannt - Note 1+*
... außer daß eine Lok vorne keinen Turm bekommt
Beim Versuch konnte die Wassersäule (bis zum Behälter),
das damit verbundene Trägheitsmoment und
der unterschiedliche Querschnitt (Eintropföffnung/Dampföffnung)
das Entweichen des Dampfers über die Frischwasserseite verhindern.
Derzeit zeigt mir ein leichtes Rückfließen des Wassers daß
ich nicht Gefahr laufe Opfer eines "Gefäßzerknalls" zu werden.

Sollte im späteren Einsatz der Dampf versuchen dort zu entweichen
flansche ich noch ein Membranrückschlagventil auf/in den Zulauf.

Gruß,
Andreas


Danke für die Blumen... Rückschlagventil? Nö... Keep it simple.. wie wäre es mit einem U-Rohr nach der Kippvorrichtung? Der Dampf drückt dann nur kurz die Wassersäule nach oben. Nichts kann raus. Bernoulli.... hihi

Muss mich dringend mal wieder nach Celle begeben. Kenn ich mich aus. War dort beim : :bw: . Nur die "Mütze" war schwarz.

Grüße

Christian
 
Jo eiy,

Andreas und Christian!

ihr beide seid so richtig bekloppt, aber liebenswert bekloppt ( oder wahnsinnig ).

Ihr freu mich schon, hier weiter mitzulesen, obwohl ich nicht alles von der Materie verstehe.

Aber man kann ja nur dazulernen.

Weiter So !!!!

LG

Peter
 
Mal so 'ne dumme Frage, wenn Du den Dampfbetrieb in der noch zu bauenden Lok verwenden möchtest, also noch sämtliche Planungsfreiheiten hast, warum planst Du dann keine richtige Dampftrommel?
So könntest Du einen Verdampfer- und einen Überhitzer-System anbinden. Über entsprechend gewählte Nennweiten und ggf. noch eine Armatur im Überhitzersystem wäre sogar der Dampfdruck (in gewissen Grenzen) regelbar.
Die Größe der Dampftrommel bzw. ein Schleusensystem (2 Ventile mit Zwischenspeicher) würde auch das Nachfüllen erleichtern und Rückstöße verhindern...

Wie gesagt, nur n'ne Frage :)

Wünsche in jedem Fall viel Erfog bei Deinem Projekt! :thumb2:

Glück Auf
:flagge2:
 
...außerdem hättest Du somit auch eine gleichmäßige Dampfversorgung!
Unbenannt.JPG

Besch... Qualität, aber zur Erklärung reicht's wohl ;)
 

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Hallo, echten Dampfdruck erzeugen?

Das wäre mir zu heiß. Im wahrsten Sinne des Wortes. So schön wie das wäre. Großwasserraumkessel DIN EN 12953-1:2012-05 zieht schon ab 2 Liter Inhalt. Keine Ahnung was darunter ist. Das ist alles nicht ungefährlich. Braucht es Sicherheitsventile etc.

Schlagzeile: Celle'sche Allgemeine Frühjahr 2014: Smoker explodiert. :confused:.

Grüße

Christian
 
wozu Tim Tailor schauen, hier werden Sie geholfen :gs-rulez:
 
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