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Dickoron micro

MeisterPetz01

Fleischmogul
Hallo Freunde scharfer Klingen,

ich habe mir den im Titel genannten Wetzstahl über das grosse A besorgt, um meine Messer im Normalbetrieb scharf zu halten. Ich habe mich absichtlich für den micro entschieden, da ich keinen starken Materialabtrag im täglichen Gebrauch haben wollte. Nun war ich aber doch überrascht, dass die Oberfläche des Wetzstahls fast völlig glatt ist. Ich habe dann probiert, die 2 am meisten gebrauchten Messer aufzufrischen, merke aber keinen grossen Unterschied. Die Messer sind von der Härte wahrscheinlich zwischen 56-58, also kein harter Japanstahl, und waren noch scharf, aber hatten nicht mehr die Rattenschärfe, die sie frisch von der Tormek hatten. Bei der Anwendung habe ich mich an die YT Videos von Besserbissen gehalten. Leider habe ich kein Mikroskop, um eine sichtbare Änderung feststellen zu können, im Gebrauch merke ich, wie gesagt, keinen Unterschied zu vorher.

Jetzt frage ich mich natürlich, ob ich für meinen Anwendungszweck den falschen Wetzstahl gewählt habe und doch einen mit mehr Abtrag hätte nehmen sollen. Wie sind eure Erfahrungen, bzw. wofür verwendet ihr den Dickoron micro.

lg und danke,
Peter
 
Hallo MeisterPetz01,
schau doch mal bitte hier: Dickoron micro. Da wirst Du fündig!
 
Ich benutze einen ähnlichen Wetzstab in der Küche, dessen Oberfläche auch sehr glatt ist.
Funktioniert einwandfrei. Schärfe dann mit System Wüsthof nach und das Messer ist wieder scharf.
Eine Grundschärfe muss allerdings vorhanden sein.

Meinen Wetzstahl nehme ich nur beim Wursten und da habe ich ein extra Messersortiment.
 
Ist bei mir täglich im Einsatz ...... funktioniert .... 🤷‍♂️

.. werden aber auch Dick-Messer damit abgezogen.. evtl hats Du die fashcle Messer-Marke ;)
 
Ich habe auch einen Dickoron-Wetzstahl, allerdings nicht den Micro.
Mit meinen bekomme ich alle meine Messer wieder scharf.
Auch dessen Oberfläche ist schon ziemlich glatt. Man merkt nur eine ganz leichte Struktur.
 
Ich komme mit dem Dick Micro gut zurecht. Die Klingen müssen noch leidlich scharf sein dann geht das tatsächlich mit meinem alten Herder oder auch dem alten Zwilling ewig und drei Tag lang (soll heißen Jahrelang) gut.

Aber der Dickoron ist schon besser irgendwie, damit kann man auch wenn wirklich viel zu tun ist auch etwas stumpfere Schneiden wieder gerade biegen.

TF
 
@MeisterPetz01: In meiner Schublade liegen sowohl der Dickoron Classic mit Saphirzug als auch der Dick Micro…

Standard-Solinger mit einer Härte von 57/58 verlieren sehr schnell ihre Maximalschärfe, die Fase legt sich dann um. Mit dem Dick Micro solltest du diese Messer grundsätzlich regelmässig entweder vor oder direkt im Anschluss einer Benutzung über den Grünen Micro ziehen. Und auch nicht erst, wenn die Schärfe nach dem Grundschliff merklich nachgelassen hat.

Lieber ein wenig öfters und dabei mit nur wenig Druck über den Stahl ziehen! Es braucht halt – sofern man keine Dünnschliffmesser benutzt – immer etwas Geduld, bis ein Standardsolinger die Schärfe wieder annimmt.

Erst, wenn der Micro nichts mehr bringt, kommt dann bei mir der Dickoron Classic zum Einsatz. Der ist auch schon abrasiv, Während der Micro so gut wie gar keinen Materialabtrag erzeugt.

Meinem Sohn habe ich gerade an Weihnachten einen Micro und einen Polish geschenkt, weil er seine Takamuras mit HRC 62/63 immer mit dem Dick Classic malträtiert hatte.
Er hat jetzt schnell erkannt, dass eine Mikrosäge an japanischen Laser-Geometrien nichts zu suchen hat.

Besser wäre es natürlich, wenn er seine täglichen Touch Ups mit der Kompositscheibe des Tormek machen würde…
 
Bei Wetzstählen brauchst du dir über den Abtrag keine Sorgen zu machen. Der ist in der Regel minimal.

Meistens sind Effizienz & Abtrag Gegenspieler, d.h. je geringer der Abtrag, desto geringer die Effizienz und umgekehrt.

Die sehr glatten und polierten Wetzstähle sind mMn für den Privathaushalt suboptimal, da sie nicht so effektiv sind wie manch andere Wetzstähle.
Der Sieger Long Life vermutlich der effektivste Schärfstab von den nicht diamantbeschichteten Schärfstäben. Der Abtrag ist hier zwar etwas höher, aber immer noch recht gering.

Ich finde der Dickoron Classic mit Saphirzug ist ein sehr guter Kompromiss aus geringem Abtrag, aber dennoch sehr guter Effizienz.

Der Multicut ist vermutlich noch etwas effizienter, hat aber auch etwas mehr Abtrag.

Ansonsten ist der Eicker Professional noch sehr gut.

BTW: Bei Wetzstählen (aus Stahl) kann man (bei europäischen Messern) auch ohne Probleme etwas mehr Druck anwenden. (Bei Keramik-Schärfstäben & japanische Messer hingegen immer nur wenig Druck anwenden)
 
Hi.

Im Grunde wurde das meiste schon gesagt. Härte 56-58 sagt jetzt noch nicht so viel aus. Was hast du denn für Messer?
Ich habe wie @RaMiBru den Dickoron Micro und den Saphirzug (Classic?).

Wenn du ehr dünn ausgeschliffene Messer hast, auch wenn diese nicht so hart sind, dann ist der Micro schon der richtige. Meine Herders aber auch die Culilux sehen fast nur den Micro. Das reicht in der Regel.
Der muss aber regelmäßig benutzt werden und nicht erst, wenn das Messer deutlich nachgelassen hat.

Bei einem dicken klassischen Solinger Kochmesser wärst du vermutlich mit dem Dickoron Saphirzug besser bedient. Da kann das mit dem Micro schon mal sehr mühsam bis sinnlos sein, wenn du nicht quasi vor oder nach jeder Benutzung wetzen willst.
 
Zusammenfassend würde ich sagen 😉
Das Teil ist zum Nachschärfen gut, aber zum Schärfen nicht geeignet …
 
Danke erstmal für die Antworten. Ich habe bisher nur einen sehr groben Wetzstahl, der bei einem Messerblock dabei war, verwendet, aber in letzter Zeit immer weniger, weil er eine sehr raue Schneide verursacht. Deswegen wollte ich jetzt etwas schonendes. Es ist halt schwierig, die Stärke des Wetzstahls vor Kauf zu beurteilen, wenn man ihn nicht angreifen kann. In den Messerläden, wo ich war, haben die alle möglichen Stähle, von Victorinox zu Wüsthof, oder 10 Euro Noname, aber keine von Dick.

An sich habe ich nicht viele Messer, um die es wirklich schade wäre. Ein Victorinox Kochmesser, ein paar Fake Japan Messer aus dem Asia Shop, ein Tim Mälzer Kai, das mir mal wer geschenkt hat und 2 angeblich japanische Kai vom TKmaxx. Die haben aber einen billigst Plastegriff, sind also sicher unterste Qualität. Die einzigen Messer, die wirklich erhaltenswert sind, sind das 30 Jahre alte Fissler Kochmesser meiner Frau (aus sentimentalen Gründen, es ist ihr Lieblingsmesser) und die 3 Herder (1922, Santoku, Petty). Trotzdem möchte ich aber auch die anderen Messer, die mit der T1 wieder richtig scharf geworden sind (manche auch zum ersten Mal), nicht mutwillig auf einem zu abrasiven Wetzstahl kaputtschleifen.

Ich werde mir wohl den Saphir bestellen und über das Wochenende die Messer mit dem Micro vor jeder Nutzung bearbeiten und schauen, wie es sicht entwickelt. Möglicherweise habe ich ihn auch nicht korrekt verwendet, obwohl ich nach besten Wissen und Gewissen den Tipps der Experten gefolgt bin.
 
Ein Wetzstahl ist nicht dafür da ein Messer wieder zu schärfen. Dafür sind Schleifstähle da
Der Wetzstahk soll unebenheiten in der Messerscheide wieder ausgleichen, in dem er den Grad aufstellt.
Also eine tod gerittene Klinge rettet Ihr so nicht mehr, was hier ja auch schon mehrfach gesagt wurde.
 
Die Messer wurden vor 2 Wochen auf der T1 geschliffen und abgezogen und waren danach rattenscharf. Nach normaler Nutzung hat sich meine Frau jetzt beschwert, dass das Messer nicht mehr so gut schneidet. Es bleibt aber noch im Fingernagel hängen und schneidet noch völlig ok, aber eben nicht mehr so leicht, wie direkt nach dem Schleifen. Ich könnte natürlich die T1 aus dem Keller holen, und das Messer auf der Abziehscheibe wieder schärfen, aber den Aufwand alle 2 Wochen möchte ich mir ersparen. Daher der sanfte Wetzstahl, mit dem ich die Zeit zwischen Schleifaktionen um ein paar Wochen verlängern kann. Ich denke, das ist eine bestimmungsgemässe Aufgabenstellung für einen Wetzstahl.

Ich möchte auch nur anmerken, dass die letzten 30 Jahre dieses und andere Messer, die es nicht mehr gibt, mit Durchziehschleifern von Tupper und WMF bearbeitet wurden und sicher in der ganzen Zeit nicht diesen Schärfegrad hatten, ausser vielleicht direkt nach Kauf.
 
Je nach Benutzung ist 1 - 2 Wochen Standzeit für eine gute Schärfe ziemlicher Standard für europäische Messer.
Ich finde die Abziehscheibe der T-1 auch eher suboptimal fürs Nachschärfen aka Scharfhalten.

Da du eine Mischung aus billigen, hochwertigen und japanischen Messern hast, würde meiner Meinung nach ein feiner Schärfstab sowieso besser passen.
Die sind definitiv effektiver als Wetzstähle und der Abtrag ist trotzdem noch sehr gering, solange man die richtig anwendet. Die von Ikea sind z.B. schon ganz gut und preiswert.
 
Hi. Wenn das fragliche Messer vor 2 Wochen auf der T1 neu geschliffen wurde, dann sollte nach meinem Dafürhalten auch der Micro völlig ausreichen.
In dem Fall würde ich darauf tippen, dass du einen zu flachen Winkel anlegst am Wetzstab.

Ich habe seit Januar 2024 keines meiner Messer geschliffen, lediglich gewetzt.
Es mag Messer grben, wo das nicht mehr so gut geht. Aber auch meine Culilux mit 60HRC sind kein Problem.
 
Das kann sein, da ich nicht der beste beim Winkel halten bin. Ich probiere das über das Wochenende nochmal aus. Der Micro erscheint mir nur wirklich sehr glatt zu sein.

MMn ist es auch völlig unproblematisch, wenn du beim Wetzen an einem feinen Stab wie dem Micro einen etwas zu großen Winkel wählst. Da machst du imho nichts kaputt am Schliff. Wenig Kraft und mit Gefühl arbeiten.

Ein zu flacher Winkel führt, außer vielleicht zu zerkratzten Flanken (wenn überhaupt), zu nichts.

Der Mikro hat, trotz der gefühlten Glätte, immer noch einen erstaunlichen Effekt und führt mMn zu schärferen Messern durch Wetzen, als der Saphirzug. Voraussetzung, ein noch vorhandener guter Grundschliff.
 
Das kann sein, da ich nicht der beste beim Winkel halten bin. Ich probiere das über das Wochenende nochmal aus. Der Micro erscheint mir nur wirklich sehr glatt zu sein.
Wirklich glatt ist der blaue Dickoron „Polish“. Der grüne Dickoron (Superfeinzug) taugt sehr gut zum Aufrichten der Fase, während der rote (Classic, mit Saphirzug) bereits etwas Material abträgt.
Mein Schwager hat die Böker-cottage-craft-Serie, die war trotz Nutzung des Ikea-Flaksa völlig runtergerockt. Ich hab ihm die Messer dann mit dem Dickoron Classic wieder zu Filettierechärfe verholfen.
Von „Besserbissen“ gibt es ein prima YT-Video, in dem er recht gut erklärt, wie man das macht; er nutzt den Dickoron wie einen Bankstein: Statt wechselweisen Zügen baut er die Fase erst langsam auf der einen Seite auf, um anschließend die andere Seite entsprechend zu bearbeiten.
 
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