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Die ideale Hydration verschiedener Mehle

Olli87

Fleischtycoon
5+ Jahre im GSV
Nachdem ich nun seit etwa 10 Monaten dem Pizza-Fieber verfallen bin und mir Informationen aus verschiedenen Threads hier im Forum, Videos auf YouTube und diversen Pizzablogs geholt habe, fand ich jedoch relativ wenige Input zu einem bestimmten Thema. Welche Hydration wähle ich für welches Mehl? Der Eiweißanteil ist sicher ein guter Hinweis, der W-Wert ebenfalls, wenn bekannt. Eine Rückschluss auf die perfekte Hydration ist aber auch nur mit einiger Erfahrung möglich und zum anderen ist die perfekte Hydration sowieso subjektiv. Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass Pizzen mit höherer Hydration bekömmlicher sind, das Handling sollte dennoch nicht zu sehr leiden, Spaß soll es ja auch noch machen. Aus diesem Grund habe ich nach und nach verschiedene Mehle mit unterschiedlichen Hydrationen testen und vergleichen, um so für mich einen Standard für jedes Mehl zu schaffen. Einerseits habe ich je nach Mehl schon eine grundsätzliche Tendenz, wieviel Wasser das Mehl verträgt, ich könnte aber nicht sagen, ob 65% perfekt sind oder 67% vielleicht schon einen Tick zu viel. Ich hoffe das Thema ist nicht nur für mich interessant.



Der Einfachheit halber wähle ich eine direkte Teigherstellung mit etwa 24h Gare. Kleinere zeitliche Abweichungen finde ich nicht so schlimm, die sind ja eh vorhanden, weil ich mehrere Teige auch nicht gleichzeitig herstellen kann.

Beim Kneten lasse ich die Grilletta mal außen vor, da die Mengen relativ klein sind. Ich nehme die Bosch MUM, knete den Teig solange, bis er nicht mehr ganz so arg klebt und erledige den Rest über 3-4 S+F.

Gebacken werden die Pizzen ca. 90 Sekunden im Ooni Koda 16.

Das erste Mehl, das ich getestet habe, war das Pizza Napoletana von Le 5 Stagioni. Damit habe ich noch nicht so oft gearbeitet, meine Schätzung der idealen Hydration lag bei etwa 65%.



Gewählt habe ich drei verschiedene Hydrationen mit 62%, 65% und 67%.



Die 62% waren schnell geknetet und haben bereits vor den S+F überhaupt nicht geklebt. Die 65% gingen auch gut, waren aber leicht sticky. Die 67% waren ziemlich klebrig und hatten die S+F bitter nötig.



So sahen die Ballen nach 4x S+F aus:

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Anschließend ging es für 16h bei 20 Grad in die Stockgare. Mittags sah es dann so aus:

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Ballen abgestochen und geformt. Hier merkte man wieder, dass die 67% etwas klebten. Ließ sich aber noch ganz gut handeln.


Direkt vor der Stückgare:

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Nach 6h Stückgare:

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Ausziehen ließen sich alle Teiglinge sehr einfach. Hier waren die 65% gefühlt optimal - elastisch und gleichzeitig starkes Glutengerüst. Die 67% waren extrem einfach zu öffnen, hier ist die Gefahr eines Risses etwas größer, war aber kein Problem. Die 62% gingen auch gut, war keineswegs störrisch, aber nicht so optimal wie bei 65%.
Der Rand war bei den 67% sehr luftig, ist schön aufgegangen. Die 65% waren auch super, das Bild des Randes ist nur nicht ganz optimal geworden. Die 62% waren von der Fluffigkeit des Randes her nicht spürbar schlechter als die 65%. Geschmacklich waren 65% und 67% ähnlich gut. Die 62% für meinen Geschmack zu Mehllastig, eher brotartig.

Im Handling insgesamt gewinnt 65%, in der Fluffigkeit die 67% und beim Geschmack sind 65% und 67% gleichauf.

67%:

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65%:

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62%:

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Next time: Caputo Pizzeria
 
Diese Experimente habe ich auch durchlaufen. Optimale Hydration hängt vom Mehl und der Backtemperatur ab. Wenn man bei relativ niedriger Temperatur (280°-300° im EBO) 5min+ backt dann empfinde ich 75-80% Hydration als optimal. Dabei würde ich den Käse erst nach 50% der Backzeit auflegen. In einem richtigen Pizzaofen mit 450-500° sind nach meinem Geschmack 70% Hydration bei 90-110s Backzeit optimal.
 
Optimale Hydration hängt vom Mehl und der Backtemperatur ab.
Genau das ist der Grund für den Test. Festlegen der optimalen Hydration für verschiedene Mehle.

In einem richtigen Pizzaofen mit 450-500° sind nach meinem Geschmack 70% Hydration bei 90-110s Backzeit optimal.

Mit dieser Aussage widersprichst du dir m.E. selbst. Die optimale Hydration kann nicht pauschal für alle Mehle bei 70% liegen.

Allerdings hatte ich nicht erwähnt, wie ich backe, das habe ich noch ergänzt. Danke für den Hinweis.
 
Super Test. Vielen Dank.

Mache ich auch bei meinen Mehlen so, meist jedoch nach und nach.
Beim Pizzeria hab ich's aber auch im direkten Vergleich gemacht.
24h Einfacher Teig
Bei 475°C im Effeuno
62-67-70%

62% zu kompakt und brotig/mehlig so wie du es beschreibst
67% für mich perfekt
70% noch luftiger, aber handling grenzwertig

67% wurde dann der Standard für dieses Mehl für mich.

In der Zwischenzeit bin ich aber weg von Caputo.
Dalla Giovanna lässt grüßen. :)
 
Servus,

zunächst einmal: Sehr ansprechende Pizzen! Die gefallen mir richtig gut. Auch wenn ich mit dem Napoletana von L5S schon ewig nicht mehr gearbeitet habe, ich hätte auch spontan gesagt dass die 65% ideal sind. Du kannst auch gerne mal den P134h Thread in der Anfangszeit durcharbeiten, du wirst dich wundern welche Infos du hier findest.

Als nächstes freut es mich immer wieder, wenn jemanden das Fieber gepackt hat und sich selber Fragen stellt. Pizza ist eben nicht stures abwiegen und sich an ein Rezept halten. Ein paar Anregungen gebe ich dir noch mit:
  • Wie man bei deinem 67% Teig sieht, müsste man auch die Hefe (oder anderes Triebmittel) mit steigener Hydration auch anpassen (weniger). Der Teig ist eigentlich schon in der Übergare. Das erklärt auch das schwierige Handling und warum der Teig reißt. Nur - diesen Umstand berücksichtigt kaum eine App, da kommt es eher auf die eigenen Erfahrungswerte an. Hintergrund ist, dass in dem feuchteren Teig die Prozesse schneller laufen.
  • Teige mit höherer Hydration (>65%) führe ich mittlerweile meist kalt. Das hat zwei Vorteile: Zum einen „läuft“ mir die Gare nicht so leicht davon, zum anderen ist der kalte Teig einfacher im Handling.
  • Stückgare: Je höher die Hydration, desto kürzer kann auch die Stückgare ausfallen. Du hast ja auch gemerkt, dass sich der höher hydrierte Teig leichter öffnen lies. Das ist zum einen natürlich auf den Haus aus weicheren Teig, aber auch schon auf die Übergare zurückzuführen. Zudem sieht man ja auch, dass er etwas breiter gelaufen ist.
  • Vorgehensweise: Unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Teigherstellung (Vorteige, Techniken) lassen mehr oder weniger Wasser zu. Mit Biga z.B. lassen sich auch Teige mit 80% ganz anders handeln, bei einem einfach geführten Teig hätte man wahrscheinlich Suppe in der Hand.
  • Eigene Vorlieben: Sieht man hier schon an den Reaktionen - es muss halt auch für einen selber passen.
  • Skills: Nun, wenn ich daran denke, wie meine ersten höher Hydrierten Teige ausgesehen haben… Einem Neuling z.B. ist es immer einfacher, erst mal mit 60% anzufangen. Dem würde z.B. die Information gar nix nützen, dass 65% ideal sind.
Fazit wäre für mich: Die ideale Hydration hängt auch ein Stückweit von der Teigführung, Temperatur und der Vorgehensweise ab. Das schmälert nun deine Erkenntnis überhaupt nicht, aber du kannst sicher erahnen, dass es mit Verändern von Stellschrauben auch schnell in ganz andere Richtungen gehen kann. Insofern ist der Vergleich richtig und wichtig, denn wenn man schon mal eine Hausnummer hat, dann tut man sich bei künftigen Versuchen wesentlich leichter.

Wenn ich ein neues Mehl habe, dann gucke ich meist auch auf die Parameter Eiweiß und W-Wert. Aber meist backe ich trotzdem erst mal mit 62%, einfach um mal ein Gefühl dazu zu bekommen.
 
Vielen Dank erstmal für den ausführlichen Kommentar und den qualifizierten Input!
Servus,

zunächst einmal: Sehr ansprechende Pizzen! Die gefallen mir richtig gut.

Danke! Sind zwar nicht meine bislang schönsten Pizzen geworden, aber mir gefallen sie auch ganz gut.

Du kannst auch gerne mal den P134h Thread in der Anfangszeit durcharbeiten, du wirst dich wundern welche Infos du hier findest.
Ich glaube hier im Forum (war es vielleicht sogar von dir in dem P134h Thread?) die 65% zu diesem Mehl gelesen zu haben. Bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Gelesen habe ich viel, den Großteil (hoffentlich) behalten ich kann aber nicht alle Infos mehr einer Quelle zuordnen.

Wie man bei deinem 67% Teig sieht, müsste man auch die Hefe (oder anderes Triebmittel) mit steigener Hydration auch anpassen (weniger). Der Teig ist eigentlich schon in der Übergare. Das erklärt auch das schwierige Handling und warum der Teig reißt. Nur - diesen Umstand berücksichtigt kaum eine App, da kommt es eher auf die eigenen Erfahrungswerte an. Hintergrund ist, dass in dem feuchteren Teig die Prozesse schneller laufen.
Das stimmt, der war etwas drüber. Ich wollte alle Parameter möglichst gleich lassen, aber das war vermutlich ein kleiner Fehler. Die App hat exakt die gleiche Menge Hefe für alle Hydrationen gezeigt, da muss ich mich noch etwas besser rantasten. Gibt es einen Indikator, um wieviel die Hefe bei steigender Hydration reduziert werden kann, wenn man bspw. von 60% und 24h ausgeht?

Teige mit höherer Hydration (>65%) führe ich mittlerweile meist kalt. Das hat zwei Vorteile: Zum einen „läuft“ mir die Gare nicht so leicht davon, zum anderen ist der kalte Teig einfacher im Handling.
Das habe ich auch schon häufiger gemacht, allerdings habe ich hier dann immer das Problem gehabt, dass die Ballen eine Ewigkeit gebraucht haben, bis sie auf Temperatur waren. Irgendwie war das Handling beim Ausziehen auch nie so gut und angenehm wie bei einer Teigführung bei RT. Außer der Teig war mehrere Tage im Kühlschrank, dann war es ganz gut, was dann aber vermutlich wieder an einer Übergare liegt. Aber auch hier könnte man in Zukunft mal gezielt testen.

Stückgare: Je höher die Hydration, desto kürzer kann auch die Stückgare ausfallen. Du hast ja auch gemerkt, dass sich der höher hydrierte Teig leichter öffnen lies. Das ist zum einen natürlich auf den Haus aus weicheren Teig, aber auch schon auf die Übergare zurückzuführen. Zudem sieht man ja auch, dass er etwas breiter gelaufen ist.
Da stimme ich dir zu. Liegt auch wieder daran, dass ich genau gleiche Parameter gewählt habe.

Vorgehensweise: Unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Teigherstellung (Vorteige, Techniken) lassen mehr oder weniger Wasser zu. Mit Biga z.B. lassen sich auch Teige mit 80% ganz anders handeln, bei einem einfach geführten Teig hätte man wahrscheinlich Suppe in der Hand.
Biga habe ich schon ein paar Mal probiert. Da haben sich 70% eher angefühlt wie 60% beim Direktteig.

Eigene Vorlieben: Sieht man hier schon an den Reaktionen - es muss halt auch für einen selber passen.
👍

Skills: Nun, wenn ich daran denke, wie meine ersten höher Hydrierten Teige ausgesehen haben… Einem Neuling z.B. ist es immer einfacher, erst mal mit 60% anzufangen. Dem würde z.B. die Information gar nix nützen, dass 65% ideal sind.
Eine komplett vergleichbare Grundlage für jeden, unabhängig der individuellen Skills, wird es nicht werden. Aber ich glaube, dass auch Anfänger ihre Rückschlüsse ziehen können. Wenn ein Anfänger bspw. Mit dem Le5S Napoletana mit 62% gut zurechtkommt und er erstmals das Caputo Pizzeria ausprobiert, könnte man anhand des Vergleichs (je nachdem was dann herauskommt) schon eine Indikation bekommen, was für eine Hydration zu wählen ist, um eine ähnliche Konsistenz zu bekommen.

Fazit wäre für mich: Die ideale Hydration hängt auch ein Stückweit von der Teigführung, Temperatur und der Vorgehensweise ab. Das schmälert nun deine Erkenntnis überhaupt nicht, aber du kannst sicher erahnen, dass es mit Verändern von Stellschrauben auch schnell in ganz andere Richtungen gehen kann. Insofern ist der Vergleich richtig und wichtig, denn wenn man schon mal eine Hausnummer hat, dann tut man sich bei künftigen Versuchen wesentlich leichter.

Auch hier kann ich dir voll zustimmen. Es spielen natürlich noch einige weitere Faktoren eine große Rolle. Dennoch werde ich zunächst mal weiter so vorgehen, um hoffentlich vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Die einzige Anpassung, die ich vornehmen werde, ist die Reduzierung der Hefe bei steigender Hydration und evtl. auch eine unterschiedlich lange Stückgare.

Ein Kommentar noch zum Abschluss. @nollipa - du bist ja irgendwie schon für meinen Pizza-Faible mitverantwortlich. Am 7. Februar habe ich den Thread „Einfacher, aber perfekter Pizzateig“ gepinnt und eifrig gelesen. Am 19. Februar dann die erste Pizza auf dem Gasgrill ausprobiert. Kleiner Unterschied zu heute ist schon zu erkennen, wenn man genau hinschaut:

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Servus,

puh, du hast mich ja megaoft zitiert. Ein paar kleine Rückmeldungen dazu:

Gibt es einen Indikator, um wieviel die Hefe bei steigender Hydration reduziert werden kann, wenn man bspw. von 60% und 24h ausgeht?

Hm, die üblichen Apps tun das alle nicht. Ich reduziere ohnehin immer die Menge stark, allerdings habe ich mittlerweile auch ein paar Erfahrungswerte die einfach funktionieren. Zudem bleibe ich gerne in der Stockgare eher in der Untergare, so dass ich dann lieber in der Stückgare die Teiglinge nochmals für 2h in ein besonders warmes Eck stelle. Kurzum: Einfach mal reduzieren. Du kannst das ja in Schritten machen, z.B. mal. mit -20% und dir ggf. ein paar Notizen und Fotos dazu. Ich versuche halt, in der Stockgare nur mäßig an Volumen zuzulegen.

Das habe ich auch schon häufiger gemacht, allerdings habe ich hier dann immer das Problem gehabt, dass die Ballen eine Ewigkeit gebraucht haben, bis sie auf Temperatur waren. Irgendwie war das Handling beim Ausziehen auch nie so gut und angenehm wie bei einer Teigführung bei RT.

Nun, bei 70% und drüber, relativiert sich das ganze wieder. Ich habe da auch schon das ein oder andere mal nur mit 2-3 h gearbeitet. Aber wie so oft liegt das auch an den Umgebungstemperaturen. Bei uns ist es meist eher sehr warm, es gibt hier jemanden den es schnell friert…

Eine komplett vergleichbare Grundlage für jeden, unabhängig der individuellen Skills

Nein, das meinte ich auch nicht. Nur ist es mit Empfehlungen immer schwierig: Nur weil ein Mehl 70% abkann, heißt das nicht automatisch dass es für jeden passt.

Ein Kommentar noch zum Abschluss. @nollipa - du bist ja irgendwie schon für meinen Pizza-Faible mitverantwortlich. Am 7. Februar habe ich den Thread „Einfacher, aber perfekter Pizzateig“ gepinnt und eifrig gelesen. Am 19. Februar dann die erste Pizza auf dem Gasgrill ausprobiert. Kleiner Unterschied zu heute ist schon zu erkennen, wenn man genau hinschaut:

Hi,
das freut mich - aber die Lorbeeren möchte ich dafür nicht alleine einheimsen. Auch wenn Fotos und das Grundgerüst von mir stammen, ich hatte ja tatkräftige Unterstützung von den damaligen Mitgliedern des Undergrounds.

Jedenfalls eine sehr steile Lernkurve!
 
Servus,

puh, du hast mich ja megaoft zitiert

Naja, wer solch ausführliche Rückmeldungen gibt, ist selbst Schuld 😉
Spaß beiseite, ich freue mich sehr über ein solches Feedback!

das freut mich - aber die Lorbeeren möchte ich dafür nicht alleine einheimsen. Auch wenn Fotos und das Grundgerüst von mir stammen, ich hatte ja tatkräftige Unterstützung von den damaligen Mitgliedern des Undergrounds.
Das weiß ich, aber da du den Thread erstellt hast, fällt es leichter, die das anzuhängen, was aber keinesfalls den Input der anderen schmälern soll.
 
Heute war das Caputo Pizzeria an der Reihe. Gefühlsmäßig ordnete ich das Mehl bzgl. Hydration etwas über dem 5 Stagioni Napoletana ein und entschied mich für 65%, 67% und 70% Wasseranteil. Nach dem Vermischen der Zuraten und vor den S+F waren die 70% echt klebrig und undankbar, 65% und 67% ließen sich recht einfach handlen. Es hat 7 S+F erfordert, bis auch der Teig mit 70% eine schöne glatte Kugel gebildet hat, die nicht sofort auseinandergegangen ist. Insgesamt hatte ich eine Gare von 24h angepeilt. Diesmal habe ich die Hefe bei höherer Hydration etwas reduziert und wollte auch die Dauer der Stückgare etwas reduzieren. Angepeilt war eine Stückgare von 6h bei 65% / 5h bei 67% / 4h bei 70%. Zeitlich hatte sich alles leider um etwa eine Stunde nach hinten geschoben, dementsprechend war der Teig schon etwas drüber - dennoch hat alles ganz gut funktioniert.

Hier die Bilder nach den S+F:

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Vor der Stückgare:

65%:
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67%:
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70%:
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Nach der Stückgare:

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Das Öffnen war bei allen Teigen gleich einfach, kein spürbarer Unterschied feststellbar!
Geschmacklich waren alle Teige gut, allerdings war der Favorit klar der Teig mit 70% Hydration. Der Geschmack wurde einfach mit steigendem Wasseranteil besser. Ob das allerdings das anspruchsvollere Handling rechtfertigt, will ich nicht abschließend beurteilen. Ich gehe jedoch stark davon aus, dass sich das Handling durch ein besseres Auskneten mit der Grilletta deutlich vereinfacht und ich daher die 70% favorisieren werde.


65%:
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67%:
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70%:
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Nächstes Mal verwende ich das Pizzamehl der Friesinger Mühle (12% Protein).
 
Gelungene Pizzen! Das Friesinger mag ich auch gerne, 70% sind damit aber schon anspruchsvoller. Sehr gerne nehme ich das Mehl übrigens auch für Foccacia.
Danke, ich finde sie ehrlicherweise nicht ganz so gut, der Rand ist relativ schnell angebrannt.
Das Friesinger habe ich auch schon mehrmals für Focaccia mit 90% Hydration verwendet, schmeckt wirklich super!
 
Die Oberhitze dürfte von den Einstellungen her nicht wirklich höher gewesen sein als sonst. Ich denke eher, dass es eine nicht optimale Mischung war aus etwas Übergare und einem zu langsamen Drehen. Die Pizza mit 65% Hydration hatte etwas mehr Hefe als die anderen und zudem die längste Stückgare, die ist mir echt fast abgefackelt.
 
Ich gehe stark davon aus, dass sich das Handling durch ein besseres Auskneten mit der Grilletta deutlich vereinfacht und ich daher die 70% favorisieren werde.

Das unterschreibe ich dir so!

Ich habe meine geringen Teigmengen immer mit dem Thermomix gemacht.
Und zum Schluss Stretch & Fold.
Ich arbeite seit Anfang an mit 24h oder 48h Stunden Gare und die Stockgare immer im Kühlschrank.
Die ersten Versuche habe auch ich dank @nollipa mit seiner super Anleitung gestartet.

Höher wie 63% war verarbeitungstechnisch eine Katastrophe.

Seit ich die Griletta habe, ist der Teig ein ganz anderer. Ich knete den Teig jenseits der 67% sauber aus und das Handling beim öffnen ist ein Traum.
Auch der Geschmacks Gewinn ist enorm!

:fire:

Back to Topic!

Ich finde deine Testreihe eine gute Idee, da bleib ich Mal sitzen!
 
Hallo,
irgendwie fehlen mir ein paar wichtige Infos (oder ich hab sie übersehen):
Mehl: Caputo Pizzeria rot, o.ä
- Wieviel Hefe bei einer Hydration von 70% ?
- Trockenhefe oder frische Hefe oder egal ?
- Stückgare im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur, bei welchen ungefähren Temperaturen ??
Vielen Dank !
 
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