Hi Folks,
ich war es Leid.
Seit zig Jahren schleife ich alle meine Messer selbst. Kochmesser von Herder über Goko Hamono, von Gyoto bis Petty, von Knippchen bis zum Küchenbeil. Meine Folder ebenso wie die kleinen Neckknifes. Die Schlachtermesser von Giesser und auch die Steakmesser. Von Butterstahl bis HRC 63 ist alles dabei.
Also starte ich so 2-3x im Jahr die Schleifrakete und hole ich die Steine aus dem Keller.
Über die Jahre hinweg, so würde ich mal frech behaupten, bin ich nicht der ungeübteste was das arbeiten an Steinen anbelangt. Zumindest bin ich mit den Ergebnissen zufrieden. Mit der Zeit hat sich auch ein Berg an Schleifsteinen angesammelt: Natursteine von Belgischer Brocken bis zum Honyama (schreibt man das so?), synthetische Kombisteine in hart und weich, Schruppsteine von Zische etc...
Was mich aber immer nervte:
Die Steine müssen regelmäßig abgerichtet werden. Und diese elende Sauerei. Ätzend! Die Küche sieht nachher aus wie ein Schlachtfeld; und irgendwie müssen die Steine ja auch trocknen, lagert man selbige nicht nass.
Also irgendwie ist dieses Schärfen ja fast schon eine meditative Angelegenheit. Und es macht Spaß. Mir zumindest. Dennoch ist da noch Luft nach oben...
Auf Lansky, Spyderco und Konsorten hab ich keinen Bock. Das ist cheaten
und elektrische Durchziehdinger sind bähh!
Durch einen Thread hier im Forum bin ich bereits vor einiger Zeit auf die Produkte der Firma DMT aufmerksam geworden. Diamantschleifplatten. Aha. Nach und nach hab ich mich mit den Dingern beschäftigt. Und was soll ich sagen?
Ich bin begeistert.
So schnell, so einfach und so präzise habe ich noch nie geschliffenen: Die Platten müssen nicht gewässert werden, man nutzt sie trocken. Ein, für mich, unschätzbarer Vorteil. Sie sind groß (8"), taugen also auch für größere Klingen. Sie sind magnetisch und lassen sich auf dem Magnethalter ohne großen Klimbim tauschen.
Gekauft habe ich die Körnungen
"grob" 45 Micron
"fein" 25 Micron
"extra fein" 9 Micron
Und drei Pasten für einen Streichriemen mit
6 Micron
3 Micron
1 Micron
Das Schleifgefühl ist total irre. Wie schnell sich so ein Grat aufstellt, Wahnsinn! In den Beschreibungen steht, es soll 5x schneller gehen. Was soll ich sagen: das stimmt. Ohne Druck & ohne wässern hin zur Rasierschärfe.
Ich hab' mich da mit nem IKEA 365 Messer rasiert (!!!) und das nach nur 10 Zügen pro Seite auf dem Stein. Und das Messer war vorher nicht sonderlich gepflegt (okay, für meine Verhältnisse). Klar - die Schärfe bekomme ich auch mit den Nassteinen hin. Aber so schnell? Schwierig.
Hier noch der Test mit meinem 1922er Herder:
Also ich bin - bis jetzt - begeistert! Nie mehr Steine abrichten, keine Sauerei mehr. Jetzt wird sich über die nächsten 1-2 Jahre zeigen, wo ich mehr hin greife. Zu den Nasssteinen, oder zu den Platten. Ich weiß es noch nicht. Mal schau'n.
Was ich auf jeden Fall festgestellt habe ist, dass z.Bsp. das Schliffbild beim Honyama etwas feiner anmutet - ein schöner matter, gleichmäßiger Schliff. Da empfinde ich die Diamantplatten als aggressiver und nicht so *hmmmm* smooth.
Fazit:
Auf jeden Fall ein Kauf, den ich nicht bereue.
Hier findet Ihr eine gute Übersicht über die DMT Produkte:
https://www.schmiedeglut.de/DMT-Diamantschaerfer
Gruß
Pu.
ich war es Leid.
Seit zig Jahren schleife ich alle meine Messer selbst. Kochmesser von Herder über Goko Hamono, von Gyoto bis Petty, von Knippchen bis zum Küchenbeil. Meine Folder ebenso wie die kleinen Neckknifes. Die Schlachtermesser von Giesser und auch die Steakmesser. Von Butterstahl bis HRC 63 ist alles dabei.
Also starte ich so 2-3x im Jahr die Schleifrakete und hole ich die Steine aus dem Keller.
Über die Jahre hinweg, so würde ich mal frech behaupten, bin ich nicht der ungeübteste was das arbeiten an Steinen anbelangt. Zumindest bin ich mit den Ergebnissen zufrieden. Mit der Zeit hat sich auch ein Berg an Schleifsteinen angesammelt: Natursteine von Belgischer Brocken bis zum Honyama (schreibt man das so?), synthetische Kombisteine in hart und weich, Schruppsteine von Zische etc...
Was mich aber immer nervte:
Die Steine müssen regelmäßig abgerichtet werden. Und diese elende Sauerei. Ätzend! Die Küche sieht nachher aus wie ein Schlachtfeld; und irgendwie müssen die Steine ja auch trocknen, lagert man selbige nicht nass.
Also irgendwie ist dieses Schärfen ja fast schon eine meditative Angelegenheit. Und es macht Spaß. Mir zumindest. Dennoch ist da noch Luft nach oben...
Auf Lansky, Spyderco und Konsorten hab ich keinen Bock. Das ist cheaten
und elektrische Durchziehdinger sind bähh!Durch einen Thread hier im Forum bin ich bereits vor einiger Zeit auf die Produkte der Firma DMT aufmerksam geworden. Diamantschleifplatten. Aha. Nach und nach hab ich mich mit den Dingern beschäftigt. Und was soll ich sagen?
Ich bin begeistert.
So schnell, so einfach und so präzise habe ich noch nie geschliffenen: Die Platten müssen nicht gewässert werden, man nutzt sie trocken. Ein, für mich, unschätzbarer Vorteil. Sie sind groß (8"), taugen also auch für größere Klingen. Sie sind magnetisch und lassen sich auf dem Magnethalter ohne großen Klimbim tauschen.
Gekauft habe ich die Körnungen
"grob" 45 Micron
"fein" 25 Micron
"extra fein" 9 Micron
Und drei Pasten für einen Streichriemen mit
6 Micron
3 Micron
1 Micron
Das Schleifgefühl ist total irre. Wie schnell sich so ein Grat aufstellt, Wahnsinn! In den Beschreibungen steht, es soll 5x schneller gehen. Was soll ich sagen: das stimmt. Ohne Druck & ohne wässern hin zur Rasierschärfe.
Ich hab' mich da mit nem IKEA 365 Messer rasiert (!!!) und das nach nur 10 Zügen pro Seite auf dem Stein. Und das Messer war vorher nicht sonderlich gepflegt (okay, für meine Verhältnisse). Klar - die Schärfe bekomme ich auch mit den Nassteinen hin. Aber so schnell? Schwierig.
Hier noch der Test mit meinem 1922er Herder:
Also ich bin - bis jetzt - begeistert! Nie mehr Steine abrichten, keine Sauerei mehr. Jetzt wird sich über die nächsten 1-2 Jahre zeigen, wo ich mehr hin greife. Zu den Nasssteinen, oder zu den Platten. Ich weiß es noch nicht. Mal schau'n.
Was ich auf jeden Fall festgestellt habe ist, dass z.Bsp. das Schliffbild beim Honyama etwas feiner anmutet - ein schöner matter, gleichmäßiger Schliff. Da empfinde ich die Diamantplatten als aggressiver und nicht so *hmmmm* smooth.
Fazit:
Auf jeden Fall ein Kauf, den ich nicht bereue.
Hier findet Ihr eine gute Übersicht über die DMT Produkte:
https://www.schmiedeglut.de/DMT-Diamantschaerfer
Gruß
Pu.