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EffeUno Evolution

Twitler

Veganer
5+ Jahre im GSV
Hallo liebe Grillsportvereinfreunde,​

nach reichlich Überlegung und Recherche in Bezug auf Öfen für Pizza Napoletana, habe Ich mich vor einiger Zeit für einen EffeUno Evolution (P134H 509E) entschieden.​

Im folgenden Beitrag teile ich meine Erfahrungen mit der neuen Evolution-Linie.​

Zuvor möchte ich jedoch eine kleine Hilfestellung für all jene geben, die darüber nachdenken, sich einen Pizzaofen zuzulegen.​

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[1] Weg zur Pizza Napoletana
Viele Jahre kam meine Pizza aus einem kleinen roten Alfredo Pizzaofen (mit Tuning Kit). Das Ergebnis (vier Minuten Pizza mit zu wenig Hitze von oben) war zu Beginn akzeptabel, aber im Laufe der Zeit hat sich bei mir immer mehr der Gedanke eingeschlichen, den nächsten Schritt Richtung neapolitanische Pizza zu gehen.​

[1.1] Holz, Gas oder Strom?
Vereinfacht gesagt braucht man für die Zubereitung einer guten Pizza Napoletana ordentlich Hitze (450 bis 500 °C) und eventuell einen Tonstein (Biscotto) damit der Pizzaboden nicht sofort verbrennt.​

[1.1.1] Holz
[+] Ideal für Menschen, die den Charme von Feuer schätzen und das besondere Erlebnis genießen.​
[–] Der Betrieb eines Holzofens erfordert Zeit, Engagement und handwerkliches Geschick.​
[–] Benötigt ausreichend Platz und wird in der Regel im Freien betrieben.​
[–] Meist fest installiert und mit hohen Anschaffungskosten verbunden.​
[–] Erfordert ständige Aufmerksamkeit und das Drehen der Pizza während des Backens.​

*** Bei entsprechender Luftzirkulation ist der Betrieb im Innenraum möglich (Fragen? ➔ Gasmonteur). ***​

[1.1.2] Gas
[+] Kleine Modelle sind aufgrund ihres Gewichtes (± 20 kg + Gasflasche) und Größe mobil einsetzbar.​
[–] Normalerweise nur für den Außenbereich zertifiziert (von der Verwendung im Innenbereich wird stets abgeraten).​
[–] Gaszufuhr muss richtig eingestellt werden (ungenau).​
[–] Verliert Aufgrund der Bauweise viel Wärme und kühlt schnell aus.​
[–] Der Boden in der Nähe der Hitzequelle ist oft zu heiß.​
[–] Es riecht immer bisschen nach Kraftstoff (bei Innenbetrieb).​
[–] Wie beim Holzofen ist auch hier das Drehen der Pizza während des Backens notwendig.​

*** Bei entsprechender Luftzirkulation ist der Betrieb im Innenraum möglich (Fragen? ➔ Gasmonteur). *** ​

[1.1.3] Strom
[+] Kann mobil eingesetzt werden; selbst die schwersten Modelle (37,5 kg) können im Notfall von zwei Personen getragen werden.​
[+] Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich (nicht dauerhaft) einsetzbar.​
[+] Ideal für Haushalte mit begrenztem Platz.​
[+] Temperaturregelung: Für alle, die es einfach, schnell und präzise mögen, ohne ihr Leben unnötig zu verkomplizieren.​
[+] Hochwertige Modelle erfordern kein Drehen der Pizza (günstigere benötigen maximal eine 180°-Drehung).​
[–] Größere Modelle sind unhandlich im Transport und sollten im Zweifelsfall von zwei Personen getragen werden.​
[–] Benötigt eine Stromquelle für den Betrieb.​

[1.1.4] Geschmacksunterschied
Eine optimal gebackene Pizza weist für mich keinen merklichen Geschmacksunterschied zwischen den Ofentypen (Holz, Gas, Strom) auf; es gibt jedoch sicherlich "Experten", die das besser beurteilen können.​

Die Feuerzunge von Gasöfen bei Maximalleistung kann gelegentlich kleine Verbrennungen (Defekte) an der Pizza verursachen, die beim Essen an eine Pizzeria mit Holzofen erinnern. – Neapolitanische Pizza sollte gleichmäßig dunkelbraun sein, ob mit oder ohne relativ kleine Leopardenflecken. Je größer die Flecken und je stärker der Kontrast zwischen den gefleckten und unbefleckten Bereichen, desto unvollkommener ist sie.​

Der Holzgeschmack resultiert im Wesentlichen aus dem angenehmen Aroma des brennenden Holzes im Ofen und nicht von der Pizza selbst, da unser Geschmack zu 80 % vom Geruch beeinflusst wird.​

[1.1.5] Persönliches Kurzfazit
Da ich zwischen den verschiedenen Ofentypen (Holz, Gas, Strom) keinen signifikanten Geschmacksunterschied feststellen konnte, überwiegen für meine persönlichen Bedürfnisse die Vorteile eines elektrischen Pizzaofens. Die unkomplizierte Temperaturregelung und die Tatsache, dass die Pizza bei hochwertigeren Modellen nicht gedreht werden muss, erleichtern die Zubereitung erheblich. Darüber hinaus kann der Ofen flexibel sowohl drinnen als auch draußen verwendet werden.​

[1.2] Elektronische Pizzaöfen
Die Technologie hat sich kontinuierlich weiterentwickelt: von Billigheimern, die sich selbst und ihre Schaltkreise zum Schmelzen bringen, über getrennte und individuell regelbare Heizelemente mit verdoppelten Wattzahlen bis hin zu modifizierten Pizzaöfen, die neapolitanische Pizzen in unter 60 Sekunden bei extremen Temperaturen backen.​

[1.2.1] Welcher Hersteller?
Bei meinen Streifzügen durch das World Wide Web, stets in der Hoffnung, dem unerreichbaren Ziel einer perfekten neapolitanischen Pizza ein kleines Stück näher zu kommen, stieß ich immer wieder auf denselben Namen.​

Trotz vieler unterschiedlicher Ansichten zu diversen Themen herrschte in den Pizzagemeinschaften eine fast beängstigende Einigkeit: Die besten elektronischen Pizzaöfen stammen aus einem kleinen Betrieb im norditalienischen Dorf Limena, etwa 40 km westlich von Venedig.​

Die Rede ist selbstverständlich von EffeUno, dessen Öfen die entscheidende Grundlage für die legendär modifizierten Pizzaöfen bilden.​

[2] EffeUno
Im Jahr 2011 erließ die EU eine Verordnung (A12), die vereinfacht gesagt aus Sicherheitsgründen den Verkauf von Öfen mit extrem hohen Betriebstemperaturen untersagte. Ein wahrer Schock, insbesondere für angehende Liebhaber der neapolitanischen Pizza in den eigenen vier Wänden.​

Im Gegensatz zur Konkurrenz konnte EffeUno die hohen Sicherheitsanforderungen für eine Ausnahmegenehmigung erfüllen, da die Pizzaöfen stets auf Qualität ausgelegt waren.​

Die Möglichkeit, höhere Temperaturen zu erreichen, trug maßgeblich zur großen Beliebtheit unter italienischen Pizzaenthusiasten bei. Dank ihres kontinuierlich wachsenden guten Rufs wurden die Pizzaöfen aus dem Dörfchen Limena rasch über die Landesgrenzen hinaus berühmt und begehrt.​

[2.1] Status Quo einer vergangenen Zeit
Früher gab es drei (elektronische) Möglichkeiten, neapolitanische Pizzen in der eigenen Küche zu kredenzen, wobei jede die vorherige übertraf.​

Man hatte die Wahl zwischen dem legendären EffeUno P134H (450 °C) und einer sehr seltenen Special-Limited-Edition, die anfangs nur in Italien verkauft wurde und sogar Temperaturen von bis zu 500 °C erreichen konnte.​

Das Maß aller Dinge in der Welt der neapolitanischen Pizza waren jedoch die mit einem Tuning-Kit modifizierten EffeUno-Öfen (siehe 2.5 DIY-Modifikation).​

[2.2] Goldene Ära
EffeUno bietet heute für jeden Pizza-Fan die passende Lösung. Das Sortiment umfasst eine Vielzahl von Öfen, von budgetfreundlichen Modellen für kleine Haushalte über bewährte Preis-Leistungs-Klassiker bis hin zu evolutionären Hightech-Pizzaöfen der nächsten Generation.​

*** Im Folgenden sind die Modelle aufgeführt, die zum Zeitpunkt des Verfassens verfügbar waren. ***
*** Es ist jedoch möglich, dass diese Informationen mittlerweile veraltet sind. ***
​

[2.3] N-Linie
Die minimalistischste und daher günstigste Serie von EffeUno wird unter der eigens gegründeten Submarke EffeOvens angeboten. Das „N“ steht nicht ohne Grund für „neapolitanisch“, denn auch mit dieser Linie lassen sich bei 500 °C in weniger als 90 Sekunden echte neapolitanische Pizzen zubereiten.​

Abgesehen von der dreifach verglasten Ofentür ist die Ausstattung der N-Linie spartanisch und umfasst neben einer Power-Taste, einem Temperaturregler und einer Innenbeleuchtung lediglich ein Heizelement (oben). Dies hat keinen wesentlichen Einfluss auf das Endergebnis, da die Pizza, sobald der Pizzastein aufgeheizt ist, ohnehin von oben gebacken wird. Allerdings führt dies zu längeren Aufheiz- und Regenerationszeiten.​

Diese Einstiegslinie ist ideal für alle, die nur ein bis zwei Pizzen backen oder bereit sind, längere Aufheiz- und Regenerationszeiten in Kauf zu nehmen.​

[–] Kein aktives Luftkühlsystem (Außenhülle +100 °C).​

Die Pizzaöfen gibt es in den drei Größen N3, N4 und N5 sowie als 400 W schwächere „D“-Variante (Depotenziato) für kleinere Sicherungen.​

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*** Maße und Gewicht können durch zukünftige Verbesserungen leicht variieren. ***​

[2.4] Easy-Pizza-Linie
Dank kontinuierlicher Optimierungen erreicht die legendäre Easy-Pizza-Linie nun eine maximale Temperatur von 509 °C. Die vorgenommenen Verbesserungen spiegeln sich im gestiegenen Preis wider, wodurch sie sich nun in der Mittelklasse etabliert.​

Wer nur ein bis zwei Pizzen für einen kleinen Haushalt backen möchte, ist mit der deutlich günstigeren N-Linie gut beraten. Bei höherem Pizzabedarf oder dem Wunsch, auch andere Gerichte zuzubereiten, bietet die Easy-Pizza-Linie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei EffeUno.​

[–] Typisches Problem rein mechanischer Backöfen: Temperaturschwankungen.​

Die Bedienung erfolgt über zwei Drehregler (für Ober- und Unterhitze), was intuitiv ist, jedoch eine gewisse Trial-and-Error-Phase erfordert, um die idealen Einstellungen für den eigenen Pizzateig zu finden.​

[2.4.1] P134H 509 vs. P134HA 509
Wer mehr als nur Pizza backen möchte, sollte den P134HA 509 mit seiner um 8 cm höheren Backkammer (17 cm) in Betracht ziehen.​

Um die durch den größeren Garraum verlängerten Aufheiz-, Back- und Regenerationszeiten auszugleichen, wurde der P134HA 509 mit einem leistungsstärkeren Heizelement (2300 Watt Oberhitze) ausgestattet.​

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*** Maße und Gewicht können durch zukünftige Verbesserungen leicht variieren. ***​

[2.5] DIY-Modifikation
Vereinfacht gesagt lassen sich die Öfen der Easy-Pizza-Linie mit sogenannten Do-it-yourself-Tuning-Kits (z. B. PID-Controller, Thermostate oder stärkere Heizelemente) effektiv verbessern.​

Diese Modifikationen gehen auf den legendären italienischen Elektrotechniker Fulvio De Marco (ByFDM) zurück, der das Backen neapolitanischer Pizza auch außerhalb von Restaurants (zu Hause) für seine Freunde (Pizzabäcker) ermöglichen wollte.​

Heutzutage ist die Performance der Easy-Pizza-Linie so ausgereift, dass solche Modifikationen kaum noch erforderlich sind und bestenfalls für Bastelliebhaber interessant bleiben.​

Manche Leute meinen, man könnte mit rund 300 € (Ofen, Werkzeug und Arbeitsaufwand ausgeschlossen) ein Tuning Kit zusammenstellen. Glaubt man jedoch den Experten wie ByFDM und Cola Caprio, sollten bei diesen hohen Temperaturen (400 bis 500 °C) ausschließlich Komponenten von höchster Qualität verwendet werden, was preislich (bezogen auf das Jahr 2022) ungefähr 400 bis 500 € bedeuten würde. Für maximale Präzision sind noch höhere Investitionen erforderlich.​

[+] Verbessert die Performance, insbesondere bei den älteren, leistungsschwächeren Modellen der Easy-Pizza-Linie.​
[+] Exzellente Temperatursteuerung dank PID-Controller.​
[–] Arbeitsaufwand.​
[–] Garantieverlust.​
[–] Potenzielle Risiken: Es können jederzeit unerwartete Probleme auftreten.​
[–] Für Neukunden (die noch keinen geeigneten Pizzaofen besitzen) preislich unrentabel, denn…​

… EffeUno hat in enger Zusammenarbeit mit der Legende Fulvio De Marco die Modifikationen perfektioniert und in ihre neue Evolution-Linie integriert, die nicht nur durch exzellente Performance überzeugt, sondern auch in den Bereichen Benutzerfreundlichkeit, Effizienz, Flexibilität und Präzision neue Maßstäbe setzt.​

​
*** PID (Proportional-Integral-Derivative) ist eine Regelungstechnik zur präzisen Steuerung von Prozessen, bei der drei Elemente (Proportionalität, Integral und Ableitung) zusammenarbeiten, um die Temperatur exakt auf den gewünschten Sollwert zu regeln. Der Proportionalanteil sorgt für eine sofortige Anpassung bei Abweichungen, das Integral für eine langfristige Korrektur von Fehlern und der Ableitungsanteil reagiert schnell auf Änderungen der Temperatur. ***​


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[2.6] Evolution-Linie
In Zusammenarbeit mit dem legendären Elektrotechniker Fulvio De Marco entwickelte EffeUno die neue Evolution-Linie, die nicht nur durch ihre exzellente Performance überzeugt, sondern auch in den Bereichen Benutzerfreundlichkeit, Effizienz, Flexibilität und Präzision neue Maßstäbe setzt.​

[+] Intuitives Touch-Display.​
[+] Gleichmäßiges Backergebnis.​
[+] Präzise Bräunungsregelung der Backware bei unveränderter Temperatur und Backzeit.​
[+] Exzellente Temperatursteuerung dank PID-Controller.​
[+] 3 Temperatursonden: 1x Pizzastein, 2x Garkammer.​
[+] Effizienter, effektiver und präziser als seine mechanischen Geschwister.​
[+] Intelligente Algorithmen verhindern effektiv die Überhitzung der Backfläche.​
[+] Intelligentes Luftkühlsystem mit Temperatursonde (Außenhülle bleibt unter 30 °C).​
[+] Speicherfunktion für bis zu 30 Kochprogramme.​
[+] USB-Zugang für Kochprogramme und künftige Updates.​
[+] Jedes Kochprogramm kann u. a. in bis zu 3 individuell konfigurierbaren Backphasen unterteilt werden.​
[+] Timer-Funktion mit Sekunden- und Minutenanzeige sowie Alarm.​
[+] Aufheizphase: Bringt Backfläche und Garkammer schnell und effektiv auf Zieltemperatur.​
[+] Erhaltungsphase: Hält die erreichte Zieltemperatur effizient.​
[+] Booster-Funktion: Maximiert die Leistung des oberen oder unteren Heizelements.​
[–] Ungefähr doppelt so teuer wie die Öfen der Easy-Pizza-Linie.​

[2.6.1] P134H 509E Extra Power vs. P134HA 509E Extra Power
Seit die erste Generation der Evolution-Linie durch die leistungsstärkeren Extra-Power-Modelle ersetzt wurde, fällt die Wahl eindeutig auf den P134HA 509E Extra Power. Mit seiner um 8 cm höheren Backkammer (17 cm) und dem deutlich leistungsstärkeren Heizelement (2700 Watt Oberhitze) ist er die bessere Wahl. Selbst wer ausschließlich Pizza backen möchte, sollte den geringen Aufpreis im Vergleich zum P134H 509E Extra Power investieren.​

[2.6.2] Gara Evolution
Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis EffeUno ihren für den Gastronomiedauerbetrieb entwickelten Gara mit der Evolution-Technik ausstattet. Mit einem Gewicht von 37,5 kg (ohne Stein) ist das neue Modell sogar erheblich leichter als seine Vorgänger (45 kg).​

Der Gare Evolution erzielt seine gleichmäßigeren Backeigenschaften, indem er wie sein Vorgänger die Backkammer mit einer ungefähr 5 cm breiten Metallschiene vor der Ofentür künstlich vergrößert und die Garraumhöhe mit 13,5 cm in der goldenen Mitte zwischen P134H (9 cm) und P134HA (17 cm) positioniert.​

Aufgrund seiner gewerblichen Eignung und der enormen Hitzeentwicklung (550 °C) ist der Gara Evolution mit einem Abgasschornstein (Ø 90 mm) ausgestattet. In Kombination mit den stattlichen Maßen (B x T x H: 70 x 67 x 45 cm) gestaltet sich die Suche nach einem geeigneten Platz in den eigenen vier Wänden entsprechend schwierig.​

[+] Für den Dauerbetrieb im gewerblichen Bereich geeignet.​
[+] Hochrobuste Konstruktion.​
[+] Gleichmäßiges Backergebnis.​
[+] Schnelle Aufheiz- und Regenerationszeit.​
[+] Mit 550°C der Leistungsstärkste Ofen von EffeUno.​
[+] Wird mit Hybridstein (EffeUno-Stein) und Tonstein (Biscotto) ausgeliefert.​
[±] Frontventilator mit Abgasschornstein (Ø 90 mm).​
[±] Garraumhöhe beträgt 13,5 cm.​
[–] Groß (B x T x H: 70 x 67 x 45 cm) und schwer (37,5 kg) trotz gleicher Backfläche (B x T: 35 x 40 cm).​
[–] Preis-Leistungs-technisch der schlechteste Ofen für den Heimgebrauch.​

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*** Maße und Gewicht können durch zukünftige Verbesserungen leicht variieren. ***​

[2.7] Zukunft
Laut Fulvio De Marco sind digitale Öfen die Zukunft, und EffeUno tüftelt bereits kräftig an neuen Innovationen und Hardware in diesem Bereich. – Kein Wunder, die Entwicklung schreitet unaufhörlich voran.​

Also immer gut den Markt im Blick behalten und genau abwägen, damit man nicht kurz vor dem Verkaufsstart einer neuen Ofenlinie ungewollt ins Fettnäpfchen tritt.​

[2.8] Meine Wahl
Nach jahrerlangen Gedankenspielen wollte ich bei meinem nächsten und vielleicht wichtigsten Schritt Richtung neapolitanische Pizza keine Kompromisse mehr eingehen.​

Der Plan war ursprünglich, einen Ofen aus der Easy-Pizza-Linie (damals deutlich weniger leistungsstark) zu kaufen und diesen in Modena (Italien) mit hervorragenden Modifikationen wie einem PID-Controller aufzurüsten.​

Die Veröffentlichung der Evolution-Linie war dann buchstäblich eine „Arsch-auf-Eimer-Konstellation“ – ein No-Brainer für mich.​

Letztendlich entschied ich mich für den EffeUno P134H 509E mit der niedrigeren Backkammer (9 cm), da mein Fokus speziell auf neapolitanischer Pizza lag und ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht sicher war, ob die Vorteile des P134HA 509E mit seinem höheren Garraum (17 cm) die damals deutlich spürbaren Nachteile wie längere Aufheiz-, Back- und Regenerationszeiten überwiegen würden.​

Wäre die eierlegende Wollmilchsau, der P134HA 509E Extra Power, damals schon auf dem Markt gewesen, hätte ich mich mit ziemlicher Sicherheit für ihn entschieden, da er die Stärken beider Öfen der ersten Evolution-Generation in sich vereint.​



EffeUno Evolution

In den folgenden Kapiteln teile ich meine bisherigen Erfahrungen, die ich vor und nach dem Kauf mit EffeUno und der Evolution-Linie gesammelt habe.​



[3] Kauf
Falls ihr einen für euch passenden Ofen der Marke EffeUno gefunden habt, lohnt es sich, zunächst deren Internetpräsenz (EffeUno, EffeOvens, Facebook, Instagram I, Instagram II) nach möglichen Rabattaktionen zu durchforsten. Erfahrungsmäßig werden dort häufig preisreduzierte Sonderaktionen angeboten, vor allem in Verbindung mit bevorstehenden Feiertagen. Auch in entsprechenden Foren wie der Pizzabruderschaft oder dem Grillsportverein fanden bereits vereinzelt Promo-Aktionen statt.​

Ich habe meinen Ofen aufgrund der damaligen Exklusivität (Weltneuheit) und der damit verbundenen, begrenzten Verfügbarkeit sowie der hohen Nachfrage direkt bei EffeUno in Italien gekauft.​

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[3.1] Transportkosten
Der versicherte Versand von Italien nach Deutschland kostet rund 110 €. Der Ofen ist mittlerweile auch in Deutschland erhältlich. Beim Preisvergleich über die Landesgrenzen hinaus solltet ihr auf jeden Fall die Transportkosten einbeziehen (Warenpreis + Transportkosten - Rabatt).​

[3.2] Kundenservice I - Fragen & Kauf
Die Kommunikation mit EffeUno war meiner Meinung nach hervorragend. Ich hatte einen direkten Ansprechpartner, der all meine Fragen meist innerhalb von 24 Stunden beantworten konnte (zunächst per E-Mail, später auch telefonisch).​

[3.3] Versandweg & Lieferzeit
Vom Kauf bis zur Ankunft des Ofens dauert es in der Regel sieben Tage (Italien ➝ Deutschland):​
  • Dienstag: EffeUno (Italien) hat die Ware für den Versand vorbereitet.
  • Mittwoch: Ein Logistikdienstleister holte die Sendung in Italien ab und brachte sie zur Zweigstelle nach Ainring (Bayern).
  • Freitag: Das Paket traf im Ziellager des Spediteurs in Mannheim (Baden-Württemberg) ein.
  • Wochenende: 😴… .
  • Montag: Der Transportdienst hat die Lieferung „erfolgreich“ seinem „glücklichen“ Besitzer übergeben.

[3.4] Zustellung - Leitfaden
Bei der Lieferung solltet ihr das Paket vor der Empfängerunterschrift auf sichtbare Transportschäden wie Dellen oder Risse in der Verpackung prüfen.​

Ist die Verpackung beschädigt, könnt ihr die Annahme verweigern oder das Ausmaß des Schadens auf dem Frachtbrief bzw. Lieferschein vermerken und idealerweise Fotos davon machen.​

Es können allerdings auch verdeckte Transportschäden auftreten, die sich erst beim Auspacken oder bei der Inbetriebnahme offenbaren. Nach dem CMR-Abkommen haftet der Frachtführer für diese Schäden. Der Empfänger muss den Schaden gemäß Artikel 34 des Abkommens innerhalb von sieben Tagen nach Lieferung schriftlich melden. Die Frist kann jedoch je nach den spezifischen Bedingungen des Frachtvertrags oder der nationalen Gesetze abweichen. Es ist daher ratsam, den Frachtvertrag sowie die relevanten Gesetze zu überprüfen, um die genaue Frist (drei Tage bei EffeUno) für die Meldung von Transportschäden zu ermitteln.​

Also, versteckt den Pizzaofen nicht bis zum geplanten Feiertag als Geschenk in der Garage, sondern packt ihn möglichst schnell aus und probiert ihn aus.​

[3.5] Transportverpackung
Die Öfen und Pizzasteine werden in der Regel sorgfältig und sicher verpackt geliefert. Schließlich versendet EffeUno bereits seit mehr als fünfzehn Jahren ihre Pizzaöfen erfolgreich in alle Ecken der Erde.​

Die Originalverpackung (einschließlich der Palette, falls vorhanden) sollte bis nach den ersten Backvorgängen aufbewahrt werden, um im Falle einer Fehlfunktion eine Rücksendung zu erleichtern.​

[3.5.1] Ofenverpackung
Der Pizzaofen ist sicher in einem Wellpappkarton verpackt, der mit Blindhefterklammern verschlossen und auf der Holzpalette fixiert wird. Bei weiteren Bestellungen kommen Umreifungsbänder zum Einsatz, um zusätzliche Pakete sicher mit dem Pizzaofen auf der Palette zu befestigen.​

Styroporformteile im Inneren des Kartons verhindern das Verrutschen des Ofens und bieten Schutz vor Stößen und Erschütterungen.​

Abschließend schützt eine spezielle Oberflächenschutzfolie das Edelstahlgehäuse vor Abrieb, Staub, Schmutz und Kratzern.​

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[3.5.2] Pizzasteinverpackung
Der Tonstein (Biscotto) befindet sich in einem speziellen Wellpappkarton, der sowohl außen als auch innen mit Styroporformteilen gut geschützt ist.​

Der Standardstein (Schamottstein) hingegen ist an seinem rechtmäßigen Platz in der Garkammer des Pizzaofens durch einen Wellpappkarton fixiert.​

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[3.6] Kundenservice II - Reklamation
Bei der Zustellung meines Pizzaofens war eine Ecke des Pakets durch starke Stauchung vollständig aufgerissen. Theoretisch hätte ich den Zusteller darum bitten können, einen Moment zu warten, damit ich die Lieferung in seinem Beisein öffnen und den Inhalt auf Unversehrtheit überprüfen kann. Allerdings ist dieser rechtlich nicht verpflichtet, dieser Bitte nachzukommen, und praktisch würde das Auspacken sowie die technische Kontrolle der Ware zu viel Zeit in Anspruch nehmen.​

Ich habe die Lieferung daumendrückend entgegengenommen, einen Vermerk über das Ausmaß des Schadens auf dem Frachtbrief bzw. Lieferschein gemacht und den Schaden mit meinem Smartphone bildlich dokumentiert. Mein Gedanke war, dass der Ofen gut verpackt und robust gebaut ist, sodass im schlimmsten Fall nur der Tonstein (Biscotto) beschädigt sein könnte, der jedoch problemlos und schnell von EffeUno ausgetauscht werden kann.​

Nach dem Auspacken folgte jedoch das böse Erwachen: An der Seite, die eine deutliche Stauchung aufwies, war der Ofen so stark beschädigt und verbogen, dass sich die eigentlich robuste Ofentür nicht mehr öffnen ließ. – Allem Anschein nach muss sich entweder ein aus dem Zoo entlaufener Elefant daraufgesetzt haben, oder ein Azubi hat die Knöpfe am Gabelstapler verwechselt.​

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Chronologie meiner Reklamation per E-Mail:
  • 08:00 Uhr [meine Wenigkeit] nimmt das Paket entgegen.
  • 08:40 Uhr [meine Wenigkeit] sendet Bilder (PDF-Datei) des beschädigten Ofens an EffeUno.
  • 09:02 Uhr [EffeUno] antwortet und bittet darum, das restliche Zubehör auf Unversehrtheit zu prüfen und den Ofen, falls möglich, wieder einzupacken.
  • 10:07 Uhr [meine Wenigkeit] übermittelt Bilder (PDF-Datei) des zerstörten Tonsteins (Biscotto).
  • 13:46 Uhr [EffeUno] informiert mich, dass Ersatz versendet wird, und bittet um Festlegung eines Abholungstermins für die defekte Ware.
  • 17:10 Uhr [meine Wenigkeit] antwortet verspätet, vermutlich nach Feierabend.
  • 08:47 Uhr [EffeUno] bestätigt am folgenden Tag den gewünschten Abholungstermin und die Versendung eines neuen Ofens.
Die Versandprozedur verlief exakt wie zuvor beschrieben (siehe 3.3 Versandweg & Lieferzeit), sodass ich nach sieben Tagen (Montag ➝ Montag) endlich meinen lang ersehnten neapolitanischen Pizzaofen in Empfang nehmen konnte.​

Jetzt wird auch klar, warum ich die Kommunikation mit EffeUno als hervorragend empfunden habe. Ich beurteile Unternehmen nicht nach ihren Fehlern, sondern danach, wie sie mit diesen und anderen auftretenden Problemen umgehen. In diesem Fall waren das Vorgehen und die Reaktionsgeschwindigkeit von EffeUno wirklich erstklassig und vorbildlich.​

[4] Design
Die Evolution-Linie wirkt auf den ersten Blick hochwertig und verfügt über eine kompakte und funktionale Gestaltung, die sich nahtlos in verschiedene Küchenumgebungen integrieren lässt.​

Die futuristisch gestalteten Buchstaben „P134H“ auf der Ofentür verleihen dem Erscheinungsbild eine Science-Fiction-Ästhetik, die an Blade Runner, Star Trek oder Star Wars erinnert. Die Lesbarkeit bleibt dabei jedoch auf der Strecke, was je nach Betrachtungsweise als Nachteil oder charmantes Detail empfunden werden kann.​

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[4.1] Verarbeitungsqualität
Die Kunst des Sparens! Mehr Schein als Sein! Viele Hersteller bevorzugen heutzutage diesen (leider lukrativen) Weg der Verbrauchertäuschung und stecken ihr Geld lieber in Werbekampagnen als in das eigentliche Produkt. Worte wie Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit stehen schon lange nicht mehr auf ihrer Prioritätsliste.​

EffeUno hingegen bricht mit diesem vorherrschenden Trend und stellt handgeschraubte (reparaturfreundliche) Pizzaöfen aus hochwertigen und widerstandsfähigen Materialien her.​

Der P134H 509E ist eine robuste Konstruktion aus hochwertigem Edelstahl (Gehäuse, Backkammer, Türgriff), die sauber verarbeitet ist und keine scharfen Kanten oder Ecken aufweist. Die Tür verfügt über ein Dreifachverglasungssystem aus gehärtetem Glas (außen) sowie Keramikglas (innen). Die Türscharniere sind speziell für den professionellen Gebrauch konzipiert und sollen laut Angaben bis zu 20000 Öffnungs- und Schließzyklen problemlos bewältigen können (aufgrund fehlender Langeweile noch nicht getestet). Die Keramikfaserdichtung ermöglicht einen sanften Türanschlag und die verstellbaren Füße ermöglichen eine stabile Aufstellung.​

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[4.2] Reparaturfreundlichkeit
EffeUno bietet eine breite Palette an Ersatzteilen für nahezu sämtliche Komponenten (Knöpfe, Schalter, Ofenfüße, Türen, Scharniere, Keramikfaserdichtungen, Innenbeleuchtungen, Pizzasteine, Heizelemente, Regelthermostate, Sicherheitsthermostate, Querstromventilatoren, etc.) seiner Produkte an.​

Sollte ein benötigtes Ersatzteil im Online-Shop nicht verfügbar sein, einfach EffeUno oder einen autorisierten Vertriebspartner direkt kontaktieren.​

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[4.3] Wärmedämmung
Die Evolution-Linie verfügt über eine äußerst effiziente Wärmeisolierung, die im Vergleich zu den mechanischen Versionen nochmals verbessert wurde.​

Wie bereits erwähnt (siehe 4.1 Verarbeitungsqualität), ist die Ofentür mit einem Dreifachverglasungssystem ausgestattet, bestehend aus zwei gehärteten Glasscheiben (außen und in der Mitte) sowie einer Keramikglasscheibe im inneren. Die Keramikfaserdichtung um die Öffnung ist zugegebenermaßen keine Augenweide, erfüllt jedoch ihren Zweck.​

Das Lüftungssystem ist gut durchdacht: Frischluft strömt auf der linken Seite von unten ein, während auf der gegenüberliegenden Seite ein Querstromventilator die erwärmte Luft nach unten aus dem Gehäuse ableitet. Die Wärmedämmung ist so effektiv, dass der Ventilator erst nach ungefähr 20 Minuten seinen Dienst antritt.​

Meinen Messungen (Infrarot-Thermometer mit angepasstem Emissionsgrad) zufolge erreicht die Außenhülle des Ofens nach einer Stunde bei maximaler Temperatur (509 °C) lediglich 24 °C (Raumtemperatur 21 °C).​

Die einzige heiße Stelle am P134H 509E ist der über der Ofentür angebrachte, mit Warnschild „heiße Oberfläche“ gekennzeichnete und für einige nicht gerade ästhetisch ansprechende Thermoschutz, dessen Daseinsberechtigung darin besteht, gefährlichen, heißen und unsichtbaren Wasserdampf zu kühlen und zu sichtbaren, harmloseren Nassdampf zu verwandeln.​

Der Thermoschutz ist durch zwei Schrauben an der Außenhülle befestigt und kann daher einfach (auf eigene Gefahr) entfernt werden.​

[4.4] Sicherheitsabstand
Die in der Anleitung angegebenen Mindestabstände für den P134H 509E erscheinen mir recht großzügig bemessen.​

Auf eigene Gefahr: Persönlich nehme ich es mit den Mindestabständen nicht so genau. Selbst die Abluft, die auf der rechten Seite des Gehäuses austritt, empfinde ich eher als sanfte, warme Brise. Wichtig ist lediglich, darauf zu achten, dass sich die erwärmte Luft um den Ofen nicht staut. Sollte der Ofen dennoch überhitzen, wird die Stromzufuhr durch eine Thermosicherung in der Evolution-Linie automatisch unterbrochen. Diese lässt sich über einen roten Knopf auf der Rückseite des Gehäuses manuell zurücksetzen.​

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[4.5] Maße & Gewicht
Für den P134H 509E sind eine Breite von 53 cm, eine Tiefe von 60 cm und eine Höhe von 29,5 cm angegeben. Bei meinen eigenen Messungen stellte sich jedoch heraus, dass die Breite leicht unter 53 cm liegt und die Gesamttiefe (einschließlich des Türgriffs) genau 60 cm beträgt. Berücksichtigt man die Füße (2 bis 3 cm) sowie den Thermoschutz (1,5 cm), steigt die Gesamthöhe des Pizzaofens nur minimal auf 30 cm.​

Die Garkammer misst laut den Angaben 35 cm in der Breite, 40 cm in der Tiefe und 10 cm in der Höhe (11 cm ohne Stein).​

Das Gewicht meines Ofens liegt bei 25,8 kg (ohne Stein).​

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*** Maße und Gewicht können durch zukünftige Verbesserungen leicht variieren. ***​

[4.6] Pizzastein
Mein EffeUno Evolution der ersten Generation wurde mit zwei Pizzasteinen geliefert: einem Standardstein (Schamottstein) für den täglichen Gebrauch und einem Tonstein (Biscotto). Letzterer ermöglicht die Zubereitung neapolitanischer Pizza bei extrem hohen Temperaturen, da seine geringe Dichte (1,5 g/cm³) und die daraus resultierende niedrige Wärmeleitfähigkeit verhindern, dass der Pizzaboden schnell verbrennt.​

Beide Steine passen exakt in die Garkammer (B x T: 35 x 40 cm) und unterscheiden sich lediglich in ihrer Dicke: Der Standardstein (Schamottstein) misst 1 cm, während die des Tonsteins (Biscotto) je nach handwerklicher Fertigung zwischen 2 und 3 cm schwankt.​

Mein Standardstein (Schamottstein) wiegt 2,25 kg, während mein Tonstein (Biscotto) mit nur 2 cm Dicke ein Gewicht von 3,9 kg aufweist.​

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[4.6.1] Hybridstein
Ab 2024 werden die Öfen (mit Ausnahme des Gara Evolution) ausschließlich mit einem von EffeUno entwickelten Hybridstein ausgestattet, der die positiven Eigenschaften des Standardsteins (Schamottstein) und des Tonsteins (Biscotto) vereint.​

Der Hybridstein hat eine Dicke von etwa 2,5 cm und ein Gewicht von rund 6,8 kg.​

[+] 2-in-1-Lösung: Kein lästiges Wechseln zwischen Standardstein (Schamottstein) und Tonstein (Biscotto) mehr nötig.​
[+] Deutlich robuster als der Tonstein (Biscotto).​
[+] Keine bröselige oder sandige Struktur wie beim Tonstein (Biscotto).​
[–] Mit etwa 6,8 kg recht schwer.​
[–] Eventuell ist eine Anpassung der Ofeneinstellungen (Temperatur) notwendig.​

Da ich den Hybridstein selbst nicht besitze, kann ich lediglich auf Videos vertrauenswürdiger Quellen verweisen, die ihre Erfahrungen damit teilen:​
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[4.6.2] Tonstein (Biscotto)
Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Artefakte aufgrund ihrer Herstellung und des verwendeten Materials gelegentlich Unregelmäßigkeiten oder Anomalien aufweisen können. Dazu gehören Flammenmarkierungen, Oberflächenrisse, Abplatzungen oder andere Merkmale, die während des handwerklichen Prozesses entstehen.​

Der Tonstein (Biscotto) hat eine glatte Oberseite, auf der die neapolitanische Pizza gebacken wird, und eine raue, von Natur aus bröselige und sandige Unterseite.​

Wer beim Backen von neapolitanischen Pizzen mit seinem Hybridstein nicht zufrieden ist, kann immer noch auf einen traditionellen Tonstein (Biscotto) umsteigen.​

Hat man sich intensiver mit dem Thema beschäftigt, kommen einem sicherlich die Namen der renommierten Hersteller Fornace Saputo und Biscotto di Sorrento in den Sinn.​

Der Experte Craig Lindberg bevorzugt Biscotto di Sorrento, betont jedoch, dass Fornace Saputo keineswegs eine schlechte Wahl ist. Auch wenn es ihm schwerfällt, es genau zu beschreiben, hat er den Eindruck, dass Fornace Saputo beim Backen etwas „klebriger“ wirkt – die Pizza lässt sich nicht so leicht wie auf einem Biscotto di Sorrento lösen.​

Viele entscheiden sich beim Backen neapolitanischer Pizza dafür, den Tonstein (Biscotto) auf den Standardstein (Schamottstein) zu legen.​
Ob das besser oder schlechter ist, lässt sich schwer sagen.​
Bequemer ist es auf jeden Fall!​

Schlussendlich muss jeder für sich selbst herausfinden, was am besten funktioniert, da das Ergebnis von zu vielen Variablen abhängt.​

[5] Hauptsteuerung - Tastenfunktionen
Das intuitive Hauptbedienfeld der Evolution-Linie lässt sich über ein Touch-Display steuern.​

Es wurde so konzipiert, dass nahezu alle Funktionen schnell und unkompliziert direkt auf dem Hauptbildschirm zugänglich sind.​

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​
*** Durch zukünftige Software-Updates können sich Benutzeroberfläche und Tastenfunktionen drastisch verändern und von der gezeigten Darstellung abweichen. ***​


[6] Inbetriebnahme
Vor dem ersten Gebrauch des Ofens ist es wichtig, sämtliche Schutzfolien sowie Verpackungsmaterialien wie Styropor und Karton zu entfernen. Der Pizzastein sollte dabei ebenfalls aus der Garkammer genommen werden. Anschließend das Innere des Ofens mit einem feuchten Tuch auswischen und gründlich trockenreiben. Laut Anleitung sollen dabei keine Reinigungsmittel verwendet werden.​

Während des Transports kann es vorkommen, dass sich der Stab-Thermostat im Inneren des Ofens aus seiner Halterung gelöst hat. Sollte dies der Fall sein, einfach wieder in die Edelstahlklemme drücken.​

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[6.1] Einbacken
Beim ersten Einbrennen des Ofens können Rauch und Gerüche entstehen, da durch Pyrolyse (die thermochemische Spaltung organischer Verbindungen bei hoher Hitze von etwa 300 bis 500 °C ohne Sauerstoffzufuhr) die letzten Rückstände verbrannt werden.​

*** Am besten draußen oder in einem gut belüfteten Raum durchführen. ***​

[6.1.1] Einbacken nach EffeUno
Das aktuelle Einbrennverfahren von EffeUno ist so schonend, dass es fast schon zur Geduldsprobe wird:​
Das folgende Verfahren ist sowohl für Standardstein (Schamottstein), Tonstein (Biscotto) als auch Hybridstein geeignet.​

① Pizzastein in den Ofen legen und die Temperatur von Garkammer und Boden auf 100 °C festlegen.​
↳ Nachdem der Ofen eine Temperatur von 100 °C erreicht hat, 20 Minuten warten.​

② Temperatur von Garkammer und Boden auf 150 °C erhöhen.​
↳ Nachdem der Ofen eine Temperatur von 150 °C erreicht hat, 20 Minuten warten.​

③ Temperatur von Garkammer und Boden auf 200 °C erhöhen.​
↳ Nachdem der Ofen eine Temperatur von 200 °C erreicht hat, 20 Minuten warten.​

④ Temperatur von Garkammer und Boden auf 250 °C erhöhen.​
↳ Nachdem der Ofen eine Temperatur von 250 °C erreicht hat, 20 Minuten warten.​

⑤ Temperatur von Garkammer und Boden auf 300 °C erhöhen.​
↳ Nachdem der Ofen eine Temperatur von 300 °C erreicht hat, 20 Minuten warten.​

⑥ Temperatur von Garkammer und Boden auf 350 °C erhöhen.​
↳ Nachdem der Ofen eine Temperatur von 350 °C erreicht hat, 20 Minuten warten.​

⑦ Temperatur von Garkammer und Boden auf 400 °C erhöhen.​
↳ Nachdem der Ofen eine Temperatur von 400 °C erreicht hat, 20 Minuten warten.​

⑧ Temperatur von Garkammer und Boden auf 450 °C erhöhen.​
↳ Nachdem der Ofen eine Temperatur von 450 °C erreicht hat, 20 Minuten warten.​

⑨ Temperatur von Garkammer und Boden auf 500 °C erhöhen.​
↳ Nachdem der Ofen eine Temperatur von 500 °C erreicht hat, 20 Minuten warten.​

⑩ Nach Abschluss des Einbackens die Ofentür für eine schnellere Abkühlung öffnen.​

Wie bereits erwähnt, besitze ich keinen Hybridstein. Die offizielle Einbrennmethode von EffeUno, die ich damals für den Schamottstein (Standardstein) und den Tonstein (Biscotto) angewendet habe, war deutlich schneller:​
Das damalige Verfahren eignete sich sowohl für Standardstein (Schamottstein) als auch Tonstein (Biscotto).​

① Pizzastein in den Ofen legen und die Temperatur von Garkammer und Boden auf 150 °C festlegen.​
↳ Nachdem der Boden eine Temperatur von 150 °C erreicht hat, 10 Minuten warten.​

② Temperatur von Garkammer und Boden auf 250 °C erhöhen.​
↳ Nachdem der Boden eine Temperatur von 250 °C erreicht hat, 10 Minuten warten.​

③ Temperatur von Garkammer und Boden auf 500 °C erhöhen.​
↳ Nachdem der Boden eine Temperatur von 500 °C erreicht hat, 10 Minutenwarten.​

④ Nach Abschluss des Einbackens die Ofentür für eine schnellere Abkühlung öffnen.​

*** Während der ersten Inbetriebnahme sollte die Temperatur regelmäßig überprüft werden. ***​

Der Hybridstein und der Tonstein (Biscotto) werden aus Sicherheitsgründen feucht geliefert, um Bruchgefahr zu vermeiden, was zunächst zu einer dunkleren Farbe führt. Ihre charakteristische bräunliche bzw. rot-bräunliche Färbung entwickeln sie, sobald die Feuchtigkeit verdampft ist. Dabei beschlägt die Innenscheibe der Ofentür, weshalb es ratsam ist, gelegentlich das Kondenswasser abzuwischen.​

[7] Reinigung
Die Reinigung nach der Benutzung ist sehr einfach und erfordert nur minimalen Aufwand, der in der Regel nahezu null ist. – Außer bei exorbitanten Experimenten.​

Vorweg sei gesagt, dass die Heizelemente laut EffeUno in keinem Fall gereinigt werden sollten.​

*** Die folgenden Reinigungsschritte sind in absteigender Reihenfolge ihrer Durchführungshäufigkeit aufgelistet. ***​

[7.1] Backfläche
Die häufigste Reinigungsmaßnahme ist das Säubern der Backfläche nach der Benutzung. Zum Glück ist der Aufwand dank der Pyrolyse (thermo-chemische Spaltung organischer Verbindungen bei hoher Hitze von etwa 300 bis 500 °C unter Sauerstoffausschluss) minimal.​

Verunreinigungen wie heruntergefallene Pizzabeläge werden dabei vollständig zu Asche pulverisiert. Einfach das vorprogrammierte Pyrolyse-Programm starten (20 Minuten bei maximaler Temperatur).​

Gelegentlich kann der Pizzastein vor der nächsten Pyrolyse um 180° gedreht werden (Vorderkante wird zur Rückkante). Dadurch wird eine gleichmäßigere Nutzung und Reinigung gewährleistet.​

[7.1.1] Reinigung während der Nutzung
Beim Backen neapolitanischer Pizza können Ascherückstände problemlos mit einer Reinigungsbürste, die mit Messingborsten ausgestattet ist (der Stiel sollte mindestens 60 cm lang sein, um Verbrennungen an den Händen zu vermeiden), zur Rückwand der Garkammer geschoben werden.​

Alternativ lässt sich dies auch mit einer Pizzaschaufel (siehe 10.1 Pizzaschaufel) erledigen.​

[7.1.2] Reinigung nach der Nutzung
Sobald die Garkammer abgekühlt ist, lassen sich die Ascherückstände einfach mit einem Staubsauger entfernen.​

[7.1.3] Säuberung unterhalb der Backfläche
Normalerweise ist hier keine Reinigung erforderlich. Bei Verwendung eines Tonsteins (Biscotto) kann es jedoch sinnvoll sein, gelegentlich die sandigen Brösel, die sich von der rauen Unterseite lösen, abzusaugen.​

[7.2] Keramikglas (innen)
Die Entfernung von Verschmutzungen erfolgt ähnlich wie bei einem Glaskeramik-Kochfeld oder einem Backofenfenster. In der Regel genügt ein feuchtes Tuch in Kombination mit einem Glaskeramik-Schaber.​

Falls notwendig, kann auch ein geeignetes Reinigungsmittel zum Einsatz kommen.​

[7.3] Gehäuse & Touch-Display
Die Glasscheibe des Touch-Displays lässt sich mühelos mit einem feuchten Tuch von den kreativ kunstvoll kreierten Kochspuren und Mehlmalereien reinigen.​

Für den vermeintlichen Staub auf dem Edelstahlgehäuse reicht ebenfalls ein leicht angefeuchtetes, nicht scheuerndes Tuch.​

[7.4] Edelstahlwände (innen)
Um die thermische Infrarotstrahlung (Abstrahlung der Wärmeenergie von Oberflächen) nicht zu beeinträchtigen, sollten die inneren Edelstahlwände bei Bedarf gereinigt werden. In der Regel bleiben die Wände jedoch sauber, sodass eine jährliche Vorsorgereinigung ausreicht.​
​
Reinigungsanweisung:​
① Stromstecker ziehen: Den Stromstecker des Ofens aus der Steckdose ziehen.​
② Steinboden entfernen: Den Steinboden herausnehmen.​
③ Schutz für Heizelement: Einen Pappkarton (B x T: 35 x 46 cm) über das untere Heizelement legen.​
④ Innenraum reinigen: Den Innenraum mit einem sanften, nicht scheuernden, feuchten Tuch auswischen und darauf achten, dass keine Flüssigkeit in die Schlitze des Ofens eindringt.​

Um Kratzer an den Metallwänden zu vermeiden, dürfen keine scheuernden oder ätzenden Reinigungsmittel verwendet werden. Zudem dürfen, wie bereits erwähnt, die Heizelemente laut EffeUno nicht gereinigt werden.​

[8] Messungen
Bei einem Pizzaofen lassen sich Angaben wie die Maximaltemperatur oder die Aufheizzeit leicht überprüfen, weshalb die Werbeversprechen der Hersteller in der Regel zuverlässig sind.​

Dieser Beitrag dient vor allem der dokumentarischen Veranschaulichung, da die Aufzeichnung zum einen an der ersten Generation des P134H 509E vorgenommen wurde, bei der das obere Heizelement mit 2100 Watt weniger Leistung hat als beim Nachfolgemodell P134H 509E Extra Power (2300 Watt), und zum anderen die neue Firmware zum Zeitpunkt der Messung noch nicht verfügbar war.​

[8.1] Aufheizphase für neapolitanische Pizza
Im folgenden Video ist leider nur das Vorgängermodell mit 200 Watt weniger Leistung und veralteter Firmware zu sehen:​

Zeitstempel des Temperaturverlaufs:
00:00 🡆 [ PREHEAT ]
02:42 🡆 [ 100 °C ]
04:46 🡆 [ 200 °C ]
08:06 🡆 [ 300 °C ]
14:30 🡆 [ 400 °C ]
25:26 🡆 [ 495 °C ] [ MAINTAIN ]
27:46 🡆 [ 500 °C ]​

Fünf Grad unter der Soll-Temperatur wechselt der EffeUno P134H 509E automatisch vom Preheat-Modus (Vorheizmodus) in den Maintain-Modus (Aufrechterhaltungsmodus). Ab diesem Moment kann der Ofen entweder durch Deaktivieren der Maintain-Taste oder durch Aktivieren des Timers (grüne Starttaste) in den Ready-Modus versetzt werden, um mit dem Backen der Pizza zu beginnen.​

[8.2] Platzierung der neapolitanischen Pizza
Die neapolitanische Pizza wird bekanntlich bei extrem hohen Temperaturen (480 bis 500 °C) und in nur wenigen Sekunden (60 bis 90 Sekunden) von oben gebacken. Die Form des oberen Heizelements verrät uns dabei, wo die direkte Hitze (Infrarotstrahlung) am stärksten fokussiert wird. Im Klartext bedeutet das, dass die neapolitanische Pizza idealerweise in der Mitte des Ofens platziert werden sollte.​

Im P134HA 509E war es bisher nie erforderlich, meine neapolitanischen Pizzen während des Backens zu drehen. – Selbst bei suboptimaler Platzierung.​

Für eine gleichmäßige Bräunung in diesem Ofen ist es entscheidender, auf eine möglichst gleichmäßige Teigdicke des Pizzarandes (Cornicione) zu achten und große Luftblasen darin rechtzeitig abzuzwicken.​

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[8.3] Präzise Bräunungssteuerung
Mit der Evolution-Linie lässt sich der Bräunungsgrad des Backguts präzise steuern, ohne die Ofentemperatur oder Backzeit verändern zu müssen.​

Dies wird durch eine prozentuale Leistungssteuerung (0 bis 100 %) ermöglicht, die eine exakte Regelung des Ein- und Ausschaltintervalls der Heizelemente erlaubt.​

Die Infrarotstrahlung des oberen Heizelements ist die dominierende Wärmequelle und hauptsächlich für die Bräunung des Backguts verantwortlich.​

Infrarotstrahlung selbst erzeugt keine Wärme, sondern transportiert Energie in Form von Strahlung, die bei Kontakt mit einem Objekt (Backgut) in Wärme umgewandelt wird.​

Da in der Garkammer keine aktive Luftzirkulation (Umluftgebläse) vorhanden ist, die die heiße Luft von der Oberfläche des Backguts (Pizza) ableitet, kann die Infrarotstrahlung ihre Wirkung noch direkter und intensiver entfalten.​

Die prozentuale Leistungssteuerung (0 bis 100 %) der unteren Heizspirale hat keinen direkten Einfluss auf die Bräunung des Backguts, da die Infrarotstrahlung vollständig vom Pizzastein absorbiert wird. Ein höherer Prozentsatz (0 bis 100 %) sorgt lediglich dafür, dass die untere Heizspirale schneller auf Temperaturabfälle reagiert.​

​
*** Der Prozentsatz (0 bis 100 %) gibt an, wie lange das Heizelement innerhalb eines Zeitraums aktiv ist. Bei 100 % bleibt es ständig eingeschaltet, während es bei 70 % in einem An-Aus-Wechsel 70 % der Zeit aktiv und 30 % inaktiv ist. ***​


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[8.4] Stromkosten
Wie viel Strom kostet es, eine Pizza im elektrischen Pizzaofen zu backen?​
Eine einfache Milchmädchenrechnung hilft, diese Frage zu beantworten.​

Die Aufheizphase für neapolitanische Pizza beträgt bei meinem EffeUno P134H 509E etwa 26 Minuten. Um jedoch mehr Spielraum zu haben und die Rechnung zu vereinfachen, nehmen wir 1 Stunde als Ausgangspunkt.​

Eine neapolitanische Pizza benötigt üblicherweise 60 bis 90 Sekunden im Ofen. Da wir jedoch etwas mehr Zeit einplanen und auch die Zubereitung berücksichtigen, gehen wir von 10 Minuten pro Pizza aus.​

Vorweg sei gesagt, dass der EffeUno P134H 509E zwar eine maximale Stromaufnahme von 3 kWh hat, der tatsächliche Energieverbrauch in der Praxis jedoch deutlich niedriger ausfällt, da der Ofen nach Erreichen der gewünschten Temperatur diese nur noch aufrechterhalten muss und lediglich kleine Temperaturschwankungen ausgleicht, die durch das Öffnen der Tür entstehen.​

Zu guter Letzt fehlt nur noch der Preis für 1 kWh, den wir für die bevorstehende Milchmädchenrechnung mit 0,50 € ansetzen.​

Aufheizphase von einer Stunde = 3 kWh​
Stromkosten einer kWh = 0,50 €​
3 kWh * 0,50 €/kWh = 1,50 €​
Die Kosten für die Aufheizphase belaufen sich auf 1,50 €.​

Benötigte Zeit einer Pizza = 10 min​
Stromaufnahme des Ofens = 3 kWh​
3 kW = 3000 W​
3000 W / 60 min * 10 min = 500 W​
500 W = 0,5 kW​
0,5 kW * 0,50 €/kWh = 0,25 €​
Für das Backen einer Pizza fallen zusätzlich 0,25 € an.​

Aufheizphase = 1,50 €​
Backzeit einer Pizza = 0,25 €​
1,50 € + 0,25 € = 1,75 €​
Die gesamten Stromkosten für eine Pizza betragen 1,75 €.​

Wenn jetzt jedoch 10 Pizzen aus dem Ofen gezaubert werden, sinken die Stromkosten pro Pizza auf gerade einmal 0,40 €:​
Aufheizphase = 1,50 €​
Backzeit einer Pizza = 0,25 €​
Anzahl der Pizzen = 10​
1,50 € + (10 * 0,25 €) = 4,00 €​
4,00 € / 10 = 0,40 €​

Das war ein drakonischer Berechnungsansatz, mit dem wir da gerechnet haben. In der Realität sieht eine neapolitanische Pizzasession bei mir ganz anders aus. Von der Aufheiz- bis zur Abkühlphase, in der für meine Verhältnisse gemütlich 8 Pizzen gebacken werden, verbrauche ich nur knapp 3 kWh, was letztendlich Stromkosten von nur etwa 0,15 € pro Pizza bedeutet:​
Stromkosten einer kWh = 0,50 €​
Strombedarf der Pizza Session = 3 kWh​
Anzahl der Pizzen = 8​
3 kWh * 0,50 €/kWh = 1,50 €​
1,50 € / 8 = 0,15 €​

[9] Fazit
Ein Ofen aus der Evolution-Linie kostet einiges – wie vieles im Leben. Jeder bewertet die Dinge in seiner eigenen Werte- und Möglichkeitenskala, auf seine eigene Art. Viele in meinem Umfeld besitzen stets die neuesten Smartphones, es ist jedoch schwierig, fast 2000 € für ein Smartphone auszugeben und gleichzeitig zu behaupten, ein Ofen mit Evolution-Technik sei zu teuer.​

Für mich ist der Ofen jeden Cent wert – nicht nur wegen der herausragenden Technik, wie etwa dem nativen PID-Controller, sondern auch wegen der Verarbeitungsqualität und Reparaturfreundlichkeit, die heute kaum noch zu finden ist. Außerdem trägt er dazu bei, dass wir öfter mit Freunden und Familie zusammenkommen – etwas, das heutzutage leider immer seltener wird.​

Und wenn ich an meine kleinen Pizza-Partys denke – allein dafür habe ich die Anschaffungskosten längst wieder eingespielt, sowohl finanziell als auch emotional. Es ist jedes Mal ein Highlight, vor den Augen meiner zunächst ungläubigen Gäste eine neapolitanische Pizza in nur 60 bis 90 Sekunden zu zaubern.​

Auch andere Pizza-Varianten, Flammkuchen, diverse Flachbrote oder Lahmacun (zum Leidwesen des derrzeit überteuerten Dönerimbisses meines Vertrauens) gehören bei mir mittlerweile zur täglichen Speisekarte.​

Schade nur, dass ich damals nicht zum P134HA 509E Extra Power greifen konnte (siehe 2.8 Meine Wahl) – sonst wäre ich wahrscheinlich längst der Kunst des Brotbackens verfallen.​

Wer immer nur nach dem gleichen Rezept backt, kann sich auch ruhig mit einer erschwinglicheren EffeUno-Linie zufriedengeben. Wer jedoch regelmäßig backt oder gerne mit verschiedenen Teigrezepten experimentiert, für den ist die Evolution-Linie die ideale Wahl. Aber Vorsicht: Dieses Schweizer Taschenmesser unter den Pizzaöfen macht süchtig – und plötzlich hat man ein ganz neues Hobby!​

Eines sei aber gesagt: So ein Pizzaofen zaubert dir nicht automatisch die beste Pizza der Welt. Aber er bietet dir die Möglichkeit, dies zu tun. Er unterstützt dich dabei enorm und erleichtert den Weg ein ganzes Stück, um dem unerreichbaren Ziel einer perfekten neapolitanischen Pizza näher zu kommen. Der Rest liegt bei dir.​

[10] Zubehör
Bevor auf die speziellen Zubehörteile eingegangen wird, die für einen EffeUno Evolution in Betracht gezogen werden sollten, sei erwähnt, dass meiner Lieferung neben dem obligatorischen Handbuch bereits zwei nützliche Elemente beilagen: ein USB-Stick (Typ-C) und ein Laser-Pyrometer (Infrarot-Thermometer).​

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[10.1] Pizzaschaufel
Für den Pizzaofen (lichte Breite 35 cm) sollte der Pizzaschaufelkopf nicht breiter als 33 cm sein.​

Die Stiellänge sollte zwischen 30 und 60 cm liegen. Eine zu kurze Länge kann hitzeempfindliche Hände unangenehm belasten, während eine zu lange im Einsatz hinderlich sein kann. Es ist jedoch vorteilhafter, einen etwas längeren Stiel zu wählen, da dieser jederzeit gekürzt werden kann.​

Wer mehrere neapolitanische Pizzen nacheinander zubereitet, wird schnell merken, dass sich die Pizzaschaufel beim Herausnehmen der fertigen Pizza stark erhitzt. Deshalb sollte die Schaufel zunächst abkühlen und von möglichen Rückständen befreit werden, bevor eine neue rohe Pizza darauf platziert wird.​

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, zwei Pizzaschaufeln anzuschaffen: eine hochwertige für das Einschießen der rohen Pizza und eine kostengünstige zum Herausnehmen der fertigen Pizza.​
Neben der eingesparten Abkühlzeit entfällt auch der Reinigungsaufwand, da jede Schaufel für ihren spezifischen Zweck genutzt wird.​
Mit der preiswerten Pizzaschaufel können zudem zwischen den Backvorgängen Ascherückstände zur Rückwand der Garkammer geschoben werden.​

Gefühlskrüppeln und jene, die aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters an Geschmeidigkeit verloren haben, kann ein sogenannter Tuchabzieher das Einschießen von Pizza und anderer sensibler Köstlichkeiten erheblich erleichtern.​

Doch auch der ein oder andere handwerklich begabte nimmt händereibend die Herausforderung an, nur um ein Unikat – ein echtes Einzelstück von einem Tuchabzieher – stolz sein Eigen nennen zu dürfen.​

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[10.2] Pizzablech - Blaublech
Ob Focaccia oder Pinsa Romana, Blaublech bleibt trotz einiger Nachteile die beste Wahl, wenn es darum geht, eine gute Pizza in Teglia (Pizza im Blech) zu backen.​

[+] Schnelle Wärmeübertragung.​
[+] Gleichmäßige Backergebnisse.​
[+] Preiswerter als viele andere Materialien.​
[+] Hohe Temperaturbeständigkeit (300 bis 350 °C).​
[+] Robust und widerstandsfähig gegenüber Abnutzung und physikalischen Stress.​
[±] Sehr gute Antihaft-Eigenschaften (nach erfolgreichem Einbrennen und mehrfacher Nutzung).​
[–] Muss vor der ersten Benutzung eingebrannt werden.​
[–] Darf nicht mit Seife oder anderen Reinigungsmitteln gereinigt werden.​
[–] Sollte nicht mit Wasser gereinigt werden (unter speziellen Umständen jedoch möglich).​
[–] Empfindlich gegenüber Feuchtigkeit bei der Lagerung (Rostgefahr).​
[–] Anschaffungskosten für eine Pizzablechzange (10 bis 20 €). – Sinnvolle Investition.​

[10.2.1] Augen auf beim Blaublech-Kauf
Die in der Gastronomie übliche Pizzablechgröße von 30 x 40 cm passt ideal in einen EffeUno-Ofen.​

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den es beim Kauf zu beachten gilt, ist das Vorhandensein von zwei diagonal verlaufenden Versteifungssicken. Diese verhindern Verformungen bei größeren Blechen, die auf dem Ofenboden platziert werden, und sorgen dafür, dass das Blech vollständige auf dem Pizzastein aufliegt, was ein gleichmäßiges Backen gewährleistet.​

Außerdem empfiehlt es sich, mindestens zwei Blaubleche anzuschaffen. Zum einen dient das zweite Blech als Reserve für unerwartete Notfälle, und zum anderen wird der Prozess deutlich vereinfacht und beschleunigt, wenn mehrere Pizzen gebacken werden.​

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[10.2.2] Ideale Öle zum Einbrennen - Blaublech
Raffinierte Öle wie Erdnuss-, Raps- oder Sonnenblumenöl sind aufgrund ihres hohen Rauchpunkts geeignete Optionen für das Einbrennen von Blaublech.​

Eine noch bessere Lösung ist raffiniertes Leinöl. Dieses Öl gehört zu den Trockenölen, was bedeutet, dass es beim Trocknen einen harten, widerstandsfähigen Schutzfilm bildet.​

​
*** Der Begriff „Trocknen“ kann hier irreführend sein, da es nicht um den Verlust von Feuchtigkeit durch Verdunstung geht. Vielmehr erfolgt die Umwandlung durch einen chemischen Prozess namens „Polymerisation“ (kleine Moleküle (Monomere) verbinden sich zu langen Ketten (Polymeren) und bilden eine feste Struktur). ***​
​
*** Unraffinierte Öle sind zum Einbrennen ungeeignet, da sie aufgrund ihrer natürlichen Bestandteile einen niedrigeren Rauchpunkt haben und langsamer trocknen, was zu einer klebrigen Schicht führen kann. Darüber hinaus sind sie auch noch recht teuer. - Besser, man verwendet sie im Salat. ***​


[10.2.3] Einbrennmethode - Blaublech
Beim Einbrennen entstehen Rauch und Gerüche, weil das zur Behandlung des Blechs verwendete Öl über seinen Rauchpunkt erhitzt wird.​
① Die schützende Ölschicht (Vaseline) des Herstellers vom Blaublech entfernen, indem es gründlich von allen Seiten mit Küchenpapier, Baumwoll- oder Leintuch abgerieben wird.​

② Pizzastein in den Ofen legen und eine Temperatur von 230 bis 250 °C für Garkammer und Boden festlegen.​

③ Blech vor dem Einbrennen 15 bis 20 Minuten im heißen Ofen trocknen, um mögliche Feuchtigkeit zu entfernen.​

④ Heißes Blech aus dem Ofen nehmen.​
Das Blech kann im heißen Zustand mit Öl eingerieben werden, was bei richtiger Anwendung zu einer intensiveren und gleichmäßigeren Patina führt. Für eine sichere Handhabung können Anfänger das Blech zunächst auskühlen lassen, bevor sie es mit Öl behandeln.​

⑤ Das Blech, ob heiß oder kalt, gründlich von allen Seiten mit etwas Öl einreiben und anschließend mit Küchenpapier, Baumwoll- oder Leintuch abwischen, um eine gleichmäßige dünne Schicht zu hinterlassen. Eine dicke Ölschicht könnte später klebrig oder uneben werden.​

⑥ Das mit einem dünnen Ölfilm überzogene Blech in den heißen Ofen (230 bis 250 °C) legen und so lange erhitzen, bis alle Ölrückstände eingebrannt sind. Dieser Vorgang dauert in der Regel zwischen 5 und 60 Minuten. Ein guter Indikator ist, wenn das Blech zu rauchen beginnt. – Aufgrund der vielen Variablen gibt es unterschiedliche Meinungen zur genauen Dauer des Einbrennens.​

⑦ Die Schritte ④ bis ⑥ so oft wiederholen (ungefähr drei bis sechs Mal), bis die dunkle, matte Patina einen leichten Glanz entwickelt.​
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*** Am besten draußen oder in einem gut belüfteten Raum durchführen. ***​

[10.2.4] Reinigung - Blaublech
Verschmutzungen sollten am besten mit einer Holz- oder Silikonspachtel entfernt werden, um die aufgebrachte Patina nicht zu beschädigen.​

Das Blech kann unter Umständen auch mit einem feuchten Tuch oder unter fließendem Wasser mit einem nicht abrasiven Schwamm gereinigt werden. Bei hartnäckigen Rückständen ist im Notfall ein kurzes Einweichen (15 bis 30 Minuten) in warmem Wasser möglich.​

Allerdings sollte das Blech danach im heißen Ofen gründlich getrocknet werden, um sicherzustellen, dass auch schwer zugängliche Bereiche wie die Ecken vollständig trocken sind.​

Falls die Patina durch intensive Reinigung oder den Kontakt mit stark säurehaltigen Lebensmitteln beschädigt wird, muss die betroffene Stelle möglicherweise erneut eingebrannt werden – um die Antihaftbeschichtung und den Rostschutz zu gewährleisten.​

[10.2.5] Lagerung - Blaublech
Das Blech kann an einem trockenen Ort in einer Plastiktüte gelagert werden. Einige empfehlen, vor der Lagerung ein paar Tropfen geschmacksneutrales, raffiniertes Öl auf ein Küchenpapier zu geben, und das Blaublech damit einzureiben.​

Diese Methode bietet einen besseren Schutz vor Rost, kann jedoch dazu führen, dass das Öl mit der Zeit ranzig oder sogar gummihaft wird, sodass das Blech vor der nächsten Verwendung gründlich gereinigt werden muss.​

Letztlich hängen die Wahl und Anwendung der Methode von den persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen ab, da beide Ansätze sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringen.​

[10.3] Pizzablechzange
Für alle, die sich nicht der sportlichen Herausforderung stellen wollen, das heiße Blech aus dem Ofen zu angeln, ist es sinnvoll, eine Pizzablechzange (10 bis 20 €) in ihr Repertoire aufzunehmen.​

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[10.4] Dampfbehälter
Wer mehr als nur Pizza backen möchte und ein HA-Modell mit höherer Backkammer (17 cm) besitzt, sollte ernsthaft einen Dampfbehälter in Erwägung ziehen.​

Handelsübliche Backöfen können aus Sicherheits- und Funktionsgründen keine hohe Luftfeuchtigkeit speichern. EffeUno-Öfen hingegen sind speziell darauf ausgelegt, Feuchtigkeit gezielt zu halten, was den Einsatz eines Dampfbehälters besonders wirkungsvoll macht.​

Günstig kommt einem Laien wie mir der Klumpen Edelstahl nicht gerade vor, aber dafür passt er wenigstens nahezu perfekt in die Garkammer der EffeUno-Öfen (B x T x H: 2,5 x 40 x 4 cm).​

Vielleicht kann der Metallhandwerker eures Vertrauens das Ganze günstiger hinbekommt – der Edelstahl, aus dem dieses „inspirationswürdige“ „Meisterstück“ gefertigt wird, hat übrigens die Werkstoffnummer 1.4301 (AISI 304).​

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[11] Firmware
Der rechtsseitige USB-Anschluss (Typ A) dient nicht nur dem Import und Export von Backprogrammen, sondern auch der Firmware-Aktualisierung über einen USB-Stick.​

​
*** Diese Rubrik richtet sich hauptsächlich an Besitzer der ersten Generation der Evolution-Linie, da die neuen Modelle bereits ab Werk mit der neusten Firmware ausgestattet sind. Sie bietet jedoch einen aufschlussreichen Blick auf die Softwarefunktionen und lässt erahnen, welches Potenzial in zukünftigen Firmware-Updates schlummert. ***​


[11.1] Änderungsprotokolle der Updates
  • Optimierter Algorithmus für eine noch präzisere Temperaturregelung.

  • Bodentemperatur jetzt präzise einstellbar.
    • Soll-Temperatur des Bodens kann nun individuell eingestellt werden.
    • Backprogramme und Backphasen wurden entsprechend erweitert.

  • Vergrößerung der Ein/Aus-Taste (Bedienbarkeitsverbesserung für Wurstfinger).

  • Aktive und zukünftige Backphasen können „on-the-fly“ verändert werden.

  • Integration akustischer Signale am Ende jeder Backphase:
    • Nach Backphase 1: Einfacher Signalton [piep, piep, piep, …] (10 Sekunden).
    • Nach Backphase 2: Doppelter Signalton [piep-piep, piep-piep, …] (10 Sekunden).
    • Nach Backphase 3: Langsamer, doppelter Signalton [piep-piep, Pause, piep-piep, …] (30 Sekunden).

  • Stopp-Taste: Der Ofen bleibt in der letzten Backphase und wechselt nicht automatisch zur ersten Backphase zurück. So kann der Backvorgang nahtlos fortgesetzt werden, besonders bei langen Backzeiten mit niedriger Temperatur.

  • Zurücksetzen-Taste: Beendet die aktuelle Backphase und stellt den Ofen auf die Konfiguration von Backphase 1 zurück, ohne den Timer zu starten.

  • Automatischer Standby-Modus nach 60 Minuten Inaktivität, Heizelemente und Beleuchtung werden ausgeschaltet.

  • Maximale Booster-Zeit von 60 auf 180 Sekunden verlängert.

  • Timeout-Sleep-Modus: Display-Helligkeit wird nicht mehr auf 0 %, sondern auf ein sichtbares Minimum reduziert, um die Lesbarkeit zu erhalten.

  • Menüanpassung: [Multimedia] wurde zu [Programme aktualisieren] geändert, um das Exportieren, Importieren und Zurücksetzen von Kochprogrammen zu ermöglichen.

  • Neue Firmware-Informationsrubrik („FW Version Berühren“) in den Einstellungen hinzugefügt.

  • Option zur Drosselung der maximalen Booster-Leistung des oberen und unteren Heizelements unter [Parameter] hinzugefügt.
  • Ermöglicht das Konfigurieren eines Temperatur-Offsets (0 bis -9).

  • Verkürzung des Standby-Modus von zwei auf eine Stunde.

[11.2] Download
Um Zugang zur Firmware zu erhalten, ist es notwendig, eine E-Mail-Adresse auf der Webseite von EffeUno anzugeben.​

Nachfolgend versendet EffeUno innerhalb von 24 Stunden eine E-Mail mit den entsprechenden Download-Links.​

[11.2.1] Firmware für P134H 509 - P134HA 509
↳ Inhalt: Config.txt | DtiOvenD.bin | PROGRAMS.csv​

[11.2.2] Firmware für P134A 399
↳ Inhalt: Config.txt | DtiOvenD.bin | PROGRAMS.csv​

[11.2.3] Backprogramm-Verwaltungssoftware 1.5.4
Für 99 % der Besitzer der Evolution-Linie ist diese Software irrelevant!​

Die derzeit nur für Windows verfügbare Software ermöglicht die Anpassung der selbst erstellten Backprogramme der Öfen der ersten Evolution-Generation an die Firmware 2.0.​

↳ Inhalt: WIN_Effeuno_Evolution.zip ➔ WIN_Effeuno_Evolution.exe​

[11.3] Installation
① Backprogramme (PROGRAMS.CSV) des Ofens sicherheitshalber auf einen USB-Stick exportieren.​

② Netzstecker des Ofens ziehen.​

③ USB-Stick mit der neusten Firmware (Config.txt | DtiOvenD.bin | PROGRAMS.CSV) anschließen.​
↳ Es wird empfohlen, den mitgelieferten USB-Stick von Kingston zu verwenden.​
↳ Das Dateisystem muss unbedingt FAT32 sein.​

④ Netzstecker des Ofens wieder anschließen.​

⑤ Warten, bis das akustische Signal (Piepen) gleichmäßig und langsam wird (Touch-Display bleibt dabei schwarz).​

⑥ USB-Stick entfernen (Touch-Display schaltet sich anschließend ein).​

⑦ Firmware überprüfen: [Menü] ➔ [Einstellungen]​
• FW Version Anzeige: 02.19 - BOOT: ff.ff - LCD: 5“ - HOME​
• FW Version Berühren: ESirius_7155 D00_T1​
• FW Version Power: 02.04​

⑧ Neue Kochprogramme importieren: USB-Stick wieder anschließen ➔ [Menü] ➔ [Programme aktualisieren] ➔ [Programme importieren].​
 
Hallo Twitler,
schau doch mal bitte hier: EffeUno Evolution. Da wirst Du fündig!
 
Danke für diese Literaturrecherche und Übersicht.

Eine Frage habe ich allerdings: Hast Du Fotos Deiner Backerzeugnisse, Deiner Pizzen, Brote und Deiner „neben Pizza noch so viele andere Köstlichkeiten“ ?
Seit dem Kauf im Juli 2021 müsste da doch einiges zusammen gekommen sein.

Wäre super, wenn Du was davon zeigen und über Deine Erfahrungen berichten könntest.

Herzliche Grüße
Konny
 
Hallo,
Wow, das erschlägt einen ja förmlich! Ich habe mir den Ofen vorgestern bestellt und werde ihn ab übernächster Woche ausgiebig testen und gleichzeitig deinen Roman lesen. Vielleicht hilft er ja an der ein oder anderen Stelle, das Verständnis für die Funktionsweise des Ofens zu schaffen und so Fragezeichen im Kopf zu vermeiden.

Bis dato fand ich es immer schade, dass man kaum etwas zum Ofen liest. Daher freue ich mich umso mehr, dass du dich ausgiebig darüber auslässt. Das wäre meiner Meinung nach eigentlich eher die Aufgabe des Unternehmens oder der Händler, die mich diesbezüglich enttäuschen.

Vielleicht ist das ja der Anfang einer spannenden Diskussion über den Ofen. Würde mich freuen! Viele Grüße und einen schönen ersten Advent
 
Danke für diese Literaturrecherche und Übersicht.

Eine Frage habe ich allerdings: Hast Du Fotos Deiner Backerzeugnisse, Deiner Pizzen, Brote und Deiner „neben Pizza noch so viele andere Köstlichkeiten“ ?
Seit dem Kauf im Juli 2021 müsste da doch einiges zusammen gekommen sein.

Wäre super, wenn Du was davon zeigen und über Deine Erfahrungen berichten könntest.

Herzliche Grüße
Konny

Danke für den ersten und zugleich sehr netten Beitrag, Konny.

Ich wollte anderen helfen, die wie ich mit den vielen Hürden vor und nach dem Kauf konfrontiert werden. Deshalb habe ich versucht, diese Erfahrungen hier übersichtlich zusammenzufassen.

Ich glaube, du hast da aufgrund deiner natürlichen, aber durchaus hilfreichen, misstrauischen Haltung vorschnelle Schlüsse gezogen. Meinen Ofen habe ich nicht 2021 gekauft. Die Produktion der ersten Generation der EffeUno-Linie startete erst im Januar 2022, zunächst in sehr begrenzter Stückzahl und ausschließlich für den italienischen Markt. Meinen Ofen habe ich erst Mitte 2022 erhalten, als einer der ersten außerhalb Italiens.

Des Weiteren habe ich von den weitaus wichtigeren technischen Aspekten gesprochen, die für einen möglichen Kauf weitaus relevanter sind als meine Kochkünste oder der Weg meiner Kochkünste vom Anfänger zum Pizzaiolo.
Das ist wie, wenn jemand einen Bericht zu einer Familienkutsche schreibt und du nur wissen möchtest, wie schnell diese Person damit auf dem Nürburgring unterwegs war – oder ein Review zu einem Smartphone liest und dein einziger Gedanke dabei ist, wie rhetorisch gut die Person mit dem Smartphone telefoniert.
Auf YouTube findest du zahlreiche Videos von Pizzabegeisterten, die einen EffeUno beim Pizza- und Brotbacken verwenden – ergebnisorientierte Inhalte, die dein Herz garantiert höher schlagen lassen. Ich verstehe deinen Punkt in gewisser Weise und werde versuchen, ein Video beim Pizzabacken aufzunehmen, sobald ich mich besser von den Spätfolgen meines Unfalls (Lkw, Stauende…) erholt habe und wieder etwas Zeit finde.

Eines sei aber gesagt: So ein Pizzaofen zaubert dir nicht automatisch die beste Pizza der Welt. Aber er bietet dir die Möglichkeit, dies zu tun. Er unterstützt dich dabei enorm und erleichtert den Weg ein ganzes Stück, um dem unerreichbaren Ziel einer perfekten neapolitanischen Pizza näher zu kommen. Der Rest liegt bei dir.
 
Hallo,
Wow, das erschlägt einen ja förmlich! Ich habe mir den Ofen vorgestern bestellt und werde ihn ab übernächster Woche ausgiebig testen und gleichzeitig deinen Roman lesen. Vielleicht hilft er ja an der ein oder anderen Stelle, das Verständnis für die Funktionsweise des Ofens zu schaffen und so Fragezeichen im Kopf zu vermeiden.

Bis dato fand ich es immer schade, dass man kaum etwas zum Ofen liest. Daher freue ich mich umso mehr, dass du dich ausgiebig darüber auslässt. Das wäre meiner Meinung nach eigentlich eher die Aufgabe des Unternehmens oder der Händler, die mich diesbezüglich enttäuschen.

Vielleicht ist das ja der Anfang einer spannenden Diskussion über den Ofen. Würde mich freuen! Viele Grüße und einen schönen ersten Advent

Hey Seabi,
ich hoffe, du hast dich für den P134HA 509E Extra Power mit dem größeren Garraum entschieden.

Mir ging es damals genauso – die fehlenden Informationen waren echt nervig, und man musste sich die wichtigen Fakten mühsam zusammensuchen. Genau deshalb habe ich hier alles so detailliert wie möglich aufgeschrieben.
 
Ich glaube, du hast da aufgrund deiner natürlichen, aber durchaus hilfreichen, misstrauischen Haltung vorschnelle Schlüsse gezogen. Meinen Ofen habe ich nicht 2021 gekauft. Die Produktion der ersten Generation der EffeUno-Linie startete erst im Januar 2022, zunächst in sehr begrenzter Stückzahl und ausschließlich für den italienischen Markt. Meinen Ofen habe ich erst Mitte 2022 erhalten, als einer der ersten außerhalb Italiens.

Sorry, ich bin definitiv kein bisschen misstrauisch (weswegen denn?). Ich habe nur entsprechend Deines eigenen Threads vom Juli 2021 geschlussfolgert. In der Tat allerdings wohl etwas vorschnell, die Lieferzeit betreffend:

https://www.grillsportverein.de/for...vs-p134h-pizza-napoletana.343527/post-4786704

Und um Fotos bat ich nur, da ich mir selbst schon den Kauf eines Evolutions überlegt hatte, jedoch im www nur sehr wenig Fotos bzw. Videos mit Backerzeugnissen aus einem Evolution gefunden habe, diesen darum auch (bisher) nicht gekauft habe. Seit Mitte 2022 hast Du immerhin schon 2 1/2 Jahre praktische Erfahrung, an der Du uns gerne teilhaben lassen darfst.

Ich wünsche Dir eine schnelle gute Besserung und freue mich schon auf Dein Video.

Herzliche Grüße
Konny
 
Sorry, ich bin definitiv kein bisschen misstrauisch (weswegen denn?). Ich habe nur entsprechend Deines eigenen Threads vom Juli 2021 geschlussfolgert. In der Tat allerdings wohl etwas vorschnell, die Lieferzeit betreffend:

https://www.grillsportverein.de/for...vs-p134h-pizza-napoletana.343527/post-4786704

Und um Fotos bat ich nur, da ich mir selbst schon den Kauf eines Evolutions überlegt hatte, jedoch im www nur sehr wenig Fotos bzw. Videos mit Backerzeugnissen aus einem Evolution gefunden habe, diesen darum auch (bisher) nicht gekauft habe. Seit Mitte 2022 hast Du immerhin schon 2 1/2 Jahre praktische Erfahrung, an der Du uns gerne teilhaben lassen darfst.

Ich wünsche Dir eine schnelle gute Besserung und freue mich schon auf Dein Video.

Herzliche Grüße
Konny

Vielen Dank für die Genesungswünsche!
Die meiste Zeit der letzten Jahre habe ich leider im Krankenhaus und in verschiedenen Reha-Einrichtungen verbracht, und mein Bericht stand wirklich ganz hinten auf meiner To-Do-Liste – ehrlich gesagt, da gab’s einfach wichtigere Dinge.

Ich hab deine Frage ja schon verstanden. Wie gesagt, auf YouTube findest du mittlerweile immer mehr Videos zu den Evolution-Öfen. Auch wenn die Sprache nicht immer Deutsch ist, funktioniert die automatische Übersetzung der Untertitel mittlerweile ganz gut.

Auf Anhieb kann ich dir Sergio Muras Kanal La pizza fatta in casa empfehlen, auch wenn er aus purer Freude ständig zwischen seiner Sammlung an EffeUno-Öfen hin und her wechselt.

Wenn du dir selbst ein Bild machen möchtest und zufällig in der Nähe von Modena (Italien) bist, solltest du auf jeden Fall Stefano Ciccarellis Backkünste aus seinen Evolution-Öfen probieren – besonders seinen Panettone.

Ich wünsche dir nur das Beste und hoffe, dass du den richtigen Ofen für dich findest und eine gute Entscheidung triffst.
 
Stimme @Konny G zu. Bitte Ergebnisse posten. Davon leben wir hier im GSV, nicht von KI verdächtigen Listen und allgemeinen Aussagen. Viel Spass mit Deinem Ofen :thumb2:
 
Hey Seabi,
ich hoffe, du hast dich für den P134HA 509E Extra Power mit dem größeren Garraum entschieden.

Mir ging es damals genauso – die fehlenden Informationen waren echt nervig, und man musste sich die wichtigen Fakten mühsam zusammensuchen. Genau deshalb habe ich hier alles so detailliert wie möglich aufgeschrieben.
Hey Twitler,
Nein ich habe mich für den kleinen Garraum entschieden. Weniger wegen des Preises, sondern wegen der Möglichkeit, schneller 3-4 Pizzen hintereinander einzuschießen. In einem anderen Thread wurden die Zeiten zum Aufheizen während zweier Pizzen gegenübergestellt und der Unterschied war schon merklich.
Brotbacken kann ich auch im Haushaltsbackofen. Der ist noch recht neu und kann bereits Wasserdampf einschießen.
Ich hoffe, ich bereue es nicht trotzdem.

Auch von meiner Seite aus gute Besserung/Genesung!
 
​

[8.3] Präzise Bräunungssteuerung
Mit der Evolution-Linie lässt sich der Bräunungsgrad des Backguts präzise steuern, ohne die Ofentemperatur oder Backzeit verändern zu müssen.​

Dies wird durch eine prozentuale Leistungssteuerung (0 bis 100 %) ermöglicht, die eine exakte Regelung des Ein- und Ausschaltintervalls der Heizelemente erlaubt.​

Die Infrarotstrahlung des oberen Heizelements ist die dominierende Wärmequelle und hauptsächlich für die Bräunung des Backguts verantwortlich.​

Infrarotstrahlung selbst erzeugt keine Wärme, sondern transportiert Energie in Form von Strahlung, die bei Kontakt mit einem Objekt (Backgut) in Wärme umgewandelt wird.​

Da in der Garkammer keine aktive Luftzirkulation (Umluftgebläse) vorhanden ist, die die heiße Luft von der Oberfläche des Backguts (Pizza) ableitet, kann die Infrarotstrahlung ihre Wirkung noch direkter und intensiver entfalten.​

Die prozentuale Leistungssteuerung (0 bis 100 %) der unteren Heizspirale hat keinen direkten Einfluss auf die Bräunung des Backguts, da die Infrarotstrahlung vollständig vom Pizzastein absorbiert wird. Ein höherer Prozentsatz (0 bis 100 %) sorgt lediglich dafür, dass die untere Heizspirale schneller auf Temperaturabfälle reagiert.​

​
*** Der Prozentsatz (0 bis 100 %) gibt an, wie lange das Heizelement innerhalb eines Zeitraums aktiv ist. Bei 100 % bleibt es ständig eingeschaltet, während es bei 70 % in einem An-Aus-Wechsel 70 % der Zeit aktiv und 30 % inaktiv ist. ***​



Interessant, mir war nicht bewusst, dass mit Infrarotwärme oben geheizt wird.

Zwei Punkte habe ich nicht ganz verstanden bzw. wollte ich mit dir abklären.

1. Auf dem Foto sind zwei verschiedene Zubereitungen der Pizzen dargestellt. Als einzigen Parameter hast du in diesem Beispiel den Prozentsatz der Oberhitze verändert. Das Bild sagt aus, dass die Teigunterseite bräuner/knuspriger wird, wenn der Prozentsatz der Oberhitze höher ist. Verständlich, da der Stein die höheren Infrarotstrahlen absorbiert.
Wenn man jetzt aber die Oberseiten der beiden Pizzen zeigen würde, wäre doch bestimmt die „dunkler“, bei der mit einem höheren Prozentsatz geheizt wurde. Die Pizza nimmt logischerweise auch mehr auf.
Ok, darum geht es dir in dem Punkt vielleicht nicht, aber vielleicht bleibt auch manch anderer an dem Punkt hängen.

2. Du schreibst, dass man mit dem Prozentsatz der unteren Heizspirale lediglich unterschiedlich schnell auf Temperaturgefälle reagieren kann. Wäre es dann nicht logisch, immer auf 100% zu gehen, da Temperaturgefälle beim Backen ungewünscht sind?
Aber überhitzt nicht irgendwann der Stein? Kann man also nicht doch mit der Unterhitze auch für die Bräunung des Pizzabodens sorgen bzw. diese regeln? Also irgendwie hab ich denn Sinn und Zweck der Unterhitze noch nicht ganz verstanden, außer dass diese natürlich für eine schnellere Aufwärmphase sorgt. Aber was macht die beim Pizzabacken und worauf sollte man hier acht geben?
 
Na ja, für viele sind schon 600-800 € für einen Haushaltsbackofen viel. Der kostet normal 1.500 € und ist ausschliesslich für Pizza gedacht und da sind viele nicht bereit selbst 400 € auszugeben. Unhold Luigi Thema mit knapp 200 Seiten in 1.5 Jahren ein Beweis dafür.
3.2 kW hin oder her, die sind aufgeteilt in Oben und Unten. Dazwischen steckt ein 2 cm hoher Stein, dessen Wärmeleitfähigkeit höchstens Kunststoff schlägt. Da wird nichts mit Pizza hintereinander schiessen. Physik. Schon nach der ersten grossen Pizza, wird die Temperatur stark sinken. So schnell, wie bei solchen Öfen die Pizza fertig ist, wird der Stein mit der Temperatur Nachheizung nicht hinterherkommen. Klappt schliesslich bei 4 mm gusseisernen Pfannen auch nicht. Höchstens, wenn man einen 6-10 kW Gasbrenner drunter stehen hat.
 
Anmerkung zum eingehend erwähnten Nichtdrehenmüssens Elektro.

Ich kenne niemand, bzw. habe auch noch niemand gesehen, einschl. Videos, welcher im Effeuno P134H die Pizza nicht dreht. Ich drehe die Pizza ebenso.

Ist mir aber auch egal. Toller Ofen. Habe den 509 Grad.
 
Anmerkung zum eingehend erwähnten Nichtdrehenmüssens Elektro.

Ich kenne niemand, bzw. habe auch noch niemand gesehen, einschl. Videos, welcher im Effeuno P134H die Pizza nicht dreht. Ich drehe die Pizza ebenso.
Ich denke wenn die Pizza nicht größer als 30 cm ist muß man sie im Effe und Macte nicht drehen da sie vollständig unter der oberen Heizschleife ist.
Bei Pizzen die den Garraum fast vollständig ausnutzen (33 cm) würde ich sie nach Halbzeit drehen.
So ist zumindest meine Erfahrung mit dem Twin.
 
Die ist doch immer rund. Wenn bei 26 cm. geht, wird es auch bei 33 cm. gehen. Was hilft, ist den Abstand von Heizelement zu Pizza zu vergrössern und die Leistung dafür zu erhöhen. OO101EU ist ein Beweis dafür. Das ist aber die Sache des Herstellers.
 
Dachte auch erst beim Lesen des Artikels das wäre ein Promotiontext der von Effeuno gesponsort wurde.
Gegen Ende wurde es dann interessanter und kritischer.
Auch von mir die besten Genesungswünsche, komme selber auch erst aus der Reha!

Vielen Dank!
So läuft wissenschaftliches Arbeiten: Erst alle Fakten zusammentrommeln, bevor man richtig loslegt. 🧐
 
Die ist doch immer rund. Wenn bei 26 cm. geht, wird es auch bei 33 cm. gehen.
Bei einer 33 cm Pizza ist der Rand etwas außerhalb der Heizschleife.
Bei den unterschiedlichen Temperaturen am Rand des Garraums ( hinten, seitlich, vorne) wird die Pizza ohne zu drehen am Pizzarand unterschiedlich gebacken.
Du mußt nur mal mit einem Infrarotthermometer die Temperaturverteilung auf deinem Biscotto bei erreichter Backtemperatur messen.
 
Interessant, mir war nicht bewusst, dass mit Infrarotwärme oben geheizt wird.

Zwei Punkte habe ich nicht ganz verstanden bzw. wollte ich mit dir abklären.

1. Auf dem Foto sind zwei verschiedene Zubereitungen der Pizzen dargestellt. Als einzigen Parameter hast du in diesem Beispiel den Prozentsatz der Oberhitze verändert. Das Bild sagt aus, dass die Teigunterseite bräuner/knuspriger wird, wenn der Prozentsatz der Oberhitze höher ist. Verständlich, da der Stein die höheren Infrarotstrahlen absorbiert.
Wenn man jetzt aber die Oberseiten der beiden Pizzen zeigen würde, wäre doch bestimmt die „dunkler“, bei der mit einem höheren Prozentsatz geheizt wurde. Die Pizza nimmt logischerweise auch mehr auf.
Ok, darum geht es dir in dem Punkt vielleicht nicht, aber vielleicht bleibt auch manch anderer an dem Punkt hängen.

2. Du schreibst, dass man mit dem Prozentsatz der unteren Heizspirale lediglich unterschiedlich schnell auf Temperaturgefälle reagieren kann. Wäre es dann nicht logisch, immer auf 100% zu gehen, da Temperaturgefälle beim Backen ungewünscht sind?
Aber überhitzt nicht irgendwann der Stein? Kann man also nicht doch mit der Unterhitze auch für die Bräunung des Pizzabodens sorgen bzw. diese regeln? Also irgendwie hab ich denn Sinn und Zweck der Unterhitze noch nicht ganz verstanden, außer dass diese natürlich für eine schnellere Aufwärmphase sorgt. Aber was macht die beim Pizzabacken und worauf sollte man hier acht geben?
  1. Das ist kein Pizzaboden, sondern die obere Schicht zweier Focaccias – die Kruste sozusagen.
    Dachte, das wäre offensichtlich. :) Soll ich vielleicht noch erwähnen, dass es sich um „Focaccia-Kruste“ handelt, oder warst du die einzige, die das falsch interpretiert hat? Deine Frage hast du somit selbst korrekt beantwortet.

  2. Genau, du brauchst die untere Heizspirale beim Pizzabacken nicht unbedingt. Deshalb haben die günstigen Modelle der N-Linie auch nur ein Heizelement (oben). Wenn du etwas backst, das dicker ist als eine „Pfannkuchenpizza" und Hitze von unten benötigt, kannst du den Prozentsatz einfach auf 100 % lassen, damit das Heizelement bei Temperaturabfall sofort reagieren kann. Würdest du den Prozentsatz auf 50 % stellen und die Temperatur für den Boden ist noch nicht erreicht oder sinkt, würde das untere Heizelement, obwohl es heizen möchte, nur 50 % der Zeit arbeiten, der Rest der Zeit „schläft“ es. Vereinfacht gesagt, kannst du mit den Prozentsätzen steuern, von wo die Wärme stärker kommen soll – von unten oder oben. Die Prozentsätze helfen dir auch, unterschiedliche Temperaturzonen zu erschaffen und zu halten. Die Theorie ist komplizierter als die Praxis, ich habe das damals auch nicht sofort verstanden – erst als ich den Ofen zum Backen benutzt habe.
 
Na ja, für viele sind schon 600-800 € für einen Haushaltsbackofen viel. Der kostet normal 1.500 € und ist ausschliesslich für Pizza gedacht und da sind viele nicht bereit selbst 400 € auszugeben.
Wer sich mal in das Thema neapolitanische Pizza eingearbeit hat wird mit der Zeit anspruchsvoller und weiß dann einen guten elektrischen Pizzaofen zu schätzen, fast egal wieviel er kostet.
Ich hatte selbst einmal den Luigi und kann nur sagen dass der Effe und der Macte eine andere Welt sind.
Mit dem Rest deines Artikels kann ich auch nichts anfangen, da etwas wirr, und er meiner praktischen Erfahrung mit dem Twin absolut widerspricht!
 
Bei einer 33 cm Pizza ist der Rand etwas außerhalb der Heizschleife.
Ich kenne niemand, bzw. habe auch noch niemand gesehen, einschl. Videos, welcher im Effeuno P134H die Pizza nicht dreht. Ich drehe die Pizza ebenso.

Klar, lass sie noch über den Stein hinaus runterhängen. Er spricht von immer, keine Extremen. Deshalb würde es helfen, die Entfernung zum Heizelement zu vergrössern. Die wiederum muss man mit mehr Leistung des Heizelements ausgleichen.
Wer sich mal in das Thema neapolitanische Pizza eingearbeit hat wird mit der Zeit anspruchsvoller und weiß dann einen guten elektrischen Pizzaofen zu schätzen, fast egal wieviel er kostet.
Den meisten ist es nicht egal, deshalb kaufen sie ja Luigi oder sogar Alfredo. Ist wie vieles im Leben, auch bei Elektrotechnik, 80 % vom Referenz reichen den meisten Menschen. Alles, was darüber hinaus geht, ist unproportional zum Kosten-Nutzen Faktor. Quasi Nuancen für viel Geld.
 
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