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Ein Messer entsteht

So, die grobe Form steht. Hab mich statt der Aussparung für einen Seilschneider / Aufbrechhaken entschieden.

Der Hacken schaut mir aber mehr nach nem integrierten Flaschenöffner aus. ;)


Mir gefällt der Thread ausserordentlich gut. :thumb2:
Und ich schau hier zu oft rein,
da ich schon viel zu lang mit dem Gedanken an eine eigene kleine Esse schwanger geh.
Über die Gasesse, Marke Eigenbau (?!), würd ich gerne mehr erfahren.
Als gelernter Industriemechaniker sollte das für mich ja kein Problem sein...
Magst du da noch ein paar Infos preis geben?
Gern auch über PN.


grüssle
 
Ein kleines Geheim-Projekt. Geheim deshalb, weil ich nicht sicher bin ob derjenige, für den es geplant war, nicht ab und an hier im Forum mal reinschaut.

Ein ganz schöner Klopper, geschmiedet aus einem Stück Kugellager.
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Griffschalen aus gestockter Birke
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Aber warum ist es denn jetzt nicht mehr geheim?

Deshalb:
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Gestern beim schleifen von Hand hat sich feiner Schleifstaub in einem Riss abgesetzt. Ist mir vorher nicht aufgefallen.

Deshalb haben wir Klinge nun entsprechend gekürzt.
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Mal sehen was noch draus wird. Gestern Abend war ich etwas deprimiert.
 
Du machst da schon das Beste draus, da bin ich mir sicher ;)
Aber Fehlschläge gehören manchmal leider auch dazu. Ärgerlich, bei der ganzen Arbeit, aber davon geht die Welt nicht unter.
Wird sicher richtig gut nachher, so wie ich dich kenne :mosh::anstoޥn:
 
glaub ich dir das du da schlecht drauf warst! aber du probierst ja das beste draus zu machen wie man sieht! und auch wenns nix wird...soweit muss das mal wer schaffen :D weißt du was der fehler war? würde mich interessieren.
 
weißt du was der fehler war?
Nein, kein Plan. Ich arbeite da schon seit einigen Wochen immer mal wieder dran, aber aufgefallen ist es mir erst jetzt beim schleifen von Hand.
 
Meiner Einschätzung nach vielleicht ein Schlag zuviel bei nicht mehr ganz optimaler Temperatur oder wegen der Größe des Teils vielleicht zuviel Wärmespannung beim Abschrecken. Dann spielt sicher auch der Stahl ne Rolle, dieses Wälzlagerzeug ist einfach brutal hart und spröde. So dünn wie der Riss zeichnet, kann es kein wesentlicher Fehler gewesen sein, das wäre früher aufgefallen. Schwamm drüber und weiter geht's!
Hab die Woche irgendwo den passenden Spruch gelesen: Schmiede machen keine Fehler, höchstens kleinere Messer... :muhahaha:
 
Hätte man den Riß nicht einfach schweißen können?
 
Bestimmt. Aber zum einen bringst du damit erneut deutliche Spannungen und Temperatur ins Material, zum anderen ist es schwer zu erkennen wo der Riss aufhört. Wenn du ihn nicht komplett erwischst, kann er immer wieder Ausgangspunkt neuer Schwachstellen sein. Wenn du auf Nummer sicher gehst und länger schweißt, musst du auf die Temperatur der Schneide aufpassen. Da schon alles recht dünn geschliffen war, ist erneutes Härten auch nicht risikolos. Ich denke die Entscheidung war ok.
Zum Thema Esse:
Hab von meinem Vater irgendwann zwei Kartons mit "Schamott" bekommen. Nach erster Inspektion stellte sich dann heraus, dass es kein Schamott sondern Fire Light Bricks waren. Die hab ich dann im ersten Versuch einfach mal zusammengestellt und nen Gasbrenner reingehalten. Da das ganz gut geklappt hat, hab ich am nächsten Wochenende aus 30er Winkeleisen ein Gestell dazu gebastelt und die Steine mit einem Fuchsschwanz so zurecht geschnitten, dass sie halbwegs gut gegeneinander abdichten. Der Stein durch den der Brenner ragt wurde so durchbohrt, dass der Brennerkopf ca 1cm in den Stein hineinragt. Die Seite zum Brennraum hin hab ich dann mit einer Raspel glockenförmig erweitert und so zur eigentlichen Düse geformt. Das Problem bei der Lösung ist, dass die Steine nicht gut mit der Feuerschweißtemperatur und dem Borax zurechtkommen. Deshalb wird die nächste aus Fasermatten und Hochofenbeton gebaut. Der Brenner besteht aus entzinkten Fittings aus der Sanitärabteilung und einer Gasdüse von einem Mig Schweißgerät. Das Gebläse ist ein 5 Euro Föhn aus dem Actionmarkt dem ich die Heizung abgeklemmt hab.
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Alles in allem wenig professionell, aber unter 200 Euro recht simpel herzustellen. Aufpassen muss man aber trotzdem! Gas, Feuer und der Staub der Steine sind nicht ungefährlich!
 
Und weiter gings heute mit dem Schleifen. Und weil ich wieder meine Neugier nicht bremsen konnte, musste auch ein kurzes Bad in der Säure sein. Ist zwar einigermaßen schwierig zu fotografieren aber ich glaube, das wird sehr cool... :thumb1:
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Nachher geht's dann noch zum Härten und dann sehen wir mal weiter.
 
Der nächste Rückschlag, obwohl wir großzügig abgeschnitten haben. Der Riss ging wohl tiefer als zu sehen war. Wieder erst sichtbar nach dem schleifen von Hand.

Wenn ich fertig bin, hab ich n Schälmesser.
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Deine Messer werden immer besser. Aber war es wirklich nötig, die Klinge vor dem ätzen so auf Hochglanz zu polieren
 
Also je ebenmäßiger die Klinge vorher ist, desto schöner zeichnet das Muster. Und ehrlich gesagt, der nervige Teil ist der bis zur 1000er Körnung. Danach sind spätestens alle Kratzer weg und es geht wesentlich leichter voran. Der richtige Spiegelglanz kommt von einer Polierscheibe auf dem Schleifbock, also kein Aufwand.
 
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