Ich grüße die Freunde der leichten Unterhaltung,
des kalten Bieres und der GROSSEN Stück auf dem Grill!
Im folgenden ein kleiner Erfahrungsbericht über einen Versuch, den wir vergangenes Wochenende (Titel: Zeltbasierter Männerausflug) gestartet haben.
Nachdem wir in den vergangenen Jahren die Getränketemperatur optimiert haben (6° Fassbier ohne Strom abseits der Zivilisation), war es dieses Jahr an der Zeit kulinarisch nachzuziehen.
Ziel war es, folgendes Stück Fleisch (5,6 kg Rinderbrust, s.u.) in ein delikates Festmahl zu verwandeln. Beef Brisket war also der Plan. Der Rub war klassisch (Salz, Pfeffer, Chili, Kräuter).
Die Zubereitungsmethode (Fleisch in den Smoker, kühles Bier aufmachen, trinken, Temperatur checken, neues Bier holen, etc...) war auch schnell identifiziert.
Aber: Ein Smoker war nicht zur Hand, aber reichlich Erfindergeist bei den Chefköchen! Der Plan war schnell gefasst ein Erdsmoker!
Man braucht:
Ein ca. 1m tiefes Loch, etwa 1,5 lang und etwa 55cm breit. Im Querschnitt in Stufen angelegt. Dort wo später die Brennkammer sein sollte die tiefste Stelle sein, in der Rauchkammer genügten ca. 60 cm.
Das Problem: Wie kann man die Belüftung steuern? Ganz einfach: Ein altes Plastikrohr mit L-Stück unten und einem Edelstahlrohr als Verlängerung unter die Kohlen, oben druff einen ordentliche Lüfter (per Autobatterie betrieben, völlig unabhängig von der Bierversorgung), das ganze natürlich mit Erde abgetrennt, damit das Rohr nicht schmilzt:
Dann galt es die Brennkammer zu gestalten. Die mitgebrachten Ziegel trennten die Räucherkammer von der Brennkammer, unter der Brennkammer war ein Lochblech angebracht um die Luftzufuhr über das Rohr zu gewährleisten. Außerdem hatten wir noch einen Ziegel mit großem Loch für den Hitze- und vor allem Rauchdurchlass.
Als nächstes war die Räucherkammer dran: zwei Ziegel zum Unterlegen, um auch den Rauch ordentlich zirkulieren lassen zu können und ein altes Gitter, von was auch immer, drauf. Fertig ist die Räucherkammer!
Das ganze muss natürlich noch einigermaßen luftdicht verschlossen sein (als Kamin fungierte ein Schlitz gegenüber der Brennkammer). Dazu benutzten wir Türteile einer alten Großküche, die das Loch erstaunlich gut verschlossen haben. Mit dem Luftansaugstutzen ergibt das folgendes Bild... nennen wirs mal Rindergrab...
Da wir der Sache noch nicht ganz trauten haben wir diese Konstruktion bereits am Vorabend installiert und getestet (mit einem Stück Halsgrad als Referenzstück). Also mal drei Kg Briketts rein zusammen mit ner Handvoll gewässerter Buchenchips... und dieses Bild begleitete uns den ganzen Abend beim
.
Wir hatten ab diesem Zeitpunkt den ganzen Abend über konstante 160 bis 180 Grad, etwas zu heiß also, aber für den ersten Versuch einfach
Es war klar: Das funzt einwandfrei. Am nächsten Morgen also gleich nach dem Aufstehen ein
und dann das Stück Tier ins Loch. Rechts seht ihr übrigens das Display des Temperaturfühlers, der ca. 1cm oberhalb des Fleisches positioniert war und uns so digital ohne Verzögerung auf das Grad genau die Temperatur in der Räucherkammer anzeigte.
Anfang haben wir eine Temperatur von relativ konstant 130° gefahren. Der Ansaugstutzen wurde dafür verschlossen, da sonst die Temperatur zu sehr gestiegen wäre. Bei Temperaturabfall wurde das Loch einfach wieder geöffnet, und - zack - gings wieder hoch. Nachdem dann also schon der erste Mecker wegen Hunger kam (so ca. 1h nach dem Anschüren) haben wir Chefcaterer mal ein paar Ribs draufgeschmissen für den kleinen Hunger zwischendurch. Bis dahin mussten die Jungs einfach
; Bei Öffnen der Rücherkammer haben wir ca. 15° verloren, nach 4min hat sich das aber wieder wunderbar eingependelt.
Nach ca. 5 Stunden hab ich das Teil dann in Alu verpackt, Schuhsohle sollte es ja nicht werden. Außerdem noch ein Schluck Bier dazu. Nach ca. 8,5h wars dann soweit, 90°KT !!!!!!
Ich kann nur sagen: Sensationell!!!
Den Erdsmoker kann ich empfehlen. Ist zwar eine etwas - nennen wirs vorsichtig - rustikale Version verglichen mit den sonst hier vorgestellten Dingern.
Solltet ihr aber mal keinen Smoker zur Hand haben, dafür aber Schaufel, Ziegelsteine, Bleche und nen Turbofan, seid ihr mit dieser Konstruktion genau richtig.
Eure Meinung dazu ist herzlich Willkommen, gerne auch Verbesserungsvorschläge, denn dieses Teil ist seit diesem Jahr definitiv fester Bestandteil unseres Kulinarischen Repertoires!
des kalten Bieres und der GROSSEN Stück auf dem Grill!
Im folgenden ein kleiner Erfahrungsbericht über einen Versuch, den wir vergangenes Wochenende (Titel: Zeltbasierter Männerausflug) gestartet haben.
Nachdem wir in den vergangenen Jahren die Getränketemperatur optimiert haben (6° Fassbier ohne Strom abseits der Zivilisation), war es dieses Jahr an der Zeit kulinarisch nachzuziehen.
Ziel war es, folgendes Stück Fleisch (5,6 kg Rinderbrust, s.u.) in ein delikates Festmahl zu verwandeln. Beef Brisket war also der Plan. Der Rub war klassisch (Salz, Pfeffer, Chili, Kräuter).
Die Zubereitungsmethode (Fleisch in den Smoker, kühles Bier aufmachen, trinken, Temperatur checken, neues Bier holen, etc...) war auch schnell identifiziert.
Aber: Ein Smoker war nicht zur Hand, aber reichlich Erfindergeist bei den Chefköchen! Der Plan war schnell gefasst ein Erdsmoker!
Man braucht:
Ein ca. 1m tiefes Loch, etwa 1,5 lang und etwa 55cm breit. Im Querschnitt in Stufen angelegt. Dort wo später die Brennkammer sein sollte die tiefste Stelle sein, in der Rauchkammer genügten ca. 60 cm.
Das Problem: Wie kann man die Belüftung steuern? Ganz einfach: Ein altes Plastikrohr mit L-Stück unten und einem Edelstahlrohr als Verlängerung unter die Kohlen, oben druff einen ordentliche Lüfter (per Autobatterie betrieben, völlig unabhängig von der Bierversorgung), das ganze natürlich mit Erde abgetrennt, damit das Rohr nicht schmilzt:
Dann galt es die Brennkammer zu gestalten. Die mitgebrachten Ziegel trennten die Räucherkammer von der Brennkammer, unter der Brennkammer war ein Lochblech angebracht um die Luftzufuhr über das Rohr zu gewährleisten. Außerdem hatten wir noch einen Ziegel mit großem Loch für den Hitze- und vor allem Rauchdurchlass.
Als nächstes war die Räucherkammer dran: zwei Ziegel zum Unterlegen, um auch den Rauch ordentlich zirkulieren lassen zu können und ein altes Gitter, von was auch immer, drauf. Fertig ist die Räucherkammer!
Das ganze muss natürlich noch einigermaßen luftdicht verschlossen sein (als Kamin fungierte ein Schlitz gegenüber der Brennkammer). Dazu benutzten wir Türteile einer alten Großküche, die das Loch erstaunlich gut verschlossen haben. Mit dem Luftansaugstutzen ergibt das folgendes Bild... nennen wirs mal Rindergrab...
Da wir der Sache noch nicht ganz trauten haben wir diese Konstruktion bereits am Vorabend installiert und getestet (mit einem Stück Halsgrad als Referenzstück). Also mal drei Kg Briketts rein zusammen mit ner Handvoll gewässerter Buchenchips... und dieses Bild begleitete uns den ganzen Abend beim
.Wir hatten ab diesem Zeitpunkt den ganzen Abend über konstante 160 bis 180 Grad, etwas zu heiß also, aber für den ersten Versuch einfach

Es war klar: Das funzt einwandfrei. Am nächsten Morgen also gleich nach dem Aufstehen ein
und dann das Stück Tier ins Loch. Rechts seht ihr übrigens das Display des Temperaturfühlers, der ca. 1cm oberhalb des Fleisches positioniert war und uns so digital ohne Verzögerung auf das Grad genau die Temperatur in der Räucherkammer anzeigte.Anfang haben wir eine Temperatur von relativ konstant 130° gefahren. Der Ansaugstutzen wurde dafür verschlossen, da sonst die Temperatur zu sehr gestiegen wäre. Bei Temperaturabfall wurde das Loch einfach wieder geöffnet, und - zack - gings wieder hoch. Nachdem dann also schon der erste Mecker wegen Hunger kam (so ca. 1h nach dem Anschüren) haben wir Chefcaterer mal ein paar Ribs draufgeschmissen für den kleinen Hunger zwischendurch. Bis dahin mussten die Jungs einfach
; Bei Öffnen der Rücherkammer haben wir ca. 15° verloren, nach 4min hat sich das aber wieder wunderbar eingependelt.Nach ca. 5 Stunden hab ich das Teil dann in Alu verpackt, Schuhsohle sollte es ja nicht werden. Außerdem noch ein Schluck Bier dazu. Nach ca. 8,5h wars dann soweit, 90°KT !!!!!!
Ich kann nur sagen: Sensationell!!!
Den Erdsmoker kann ich empfehlen. Ist zwar eine etwas - nennen wirs vorsichtig - rustikale Version verglichen mit den sonst hier vorgestellten Dingern.
Solltet ihr aber mal keinen Smoker zur Hand haben, dafür aber Schaufel, Ziegelsteine, Bleche und nen Turbofan, seid ihr mit dieser Konstruktion genau richtig.
Eure Meinung dazu ist herzlich Willkommen, gerne auch Verbesserungsvorschläge, denn dieses Teil ist seit diesem Jahr definitiv fester Bestandteil unseres Kulinarischen Repertoires!

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