Ich konnte mir den Beefer vor zwei Tagen anschauen und zwar beim lieben FK David aka @
Burggraf Bräu.
Das Gerät ist m.E. sehr hochwertig verarbeitet. Auf den vielen Photos sieht man ja genug Details, daher werde ich nicht viel dazu weiter schreiben müssen...
Der oben sitzende Keramikstrahler entwickelt binnen weniger Minuten eine ordentliche Hitze. Ob das 800 °C sind und wo die gemessen wurden, ist im Grunde zweitrangig und eher als Marketingiinstrument anzsuehen. Jedenfalls ist auch dieser Keramikstrahler sicher nicht von der Sorte Einhell oder Rothenberger. Ein vernünftiger Hellstrahler von GEWA oder Schwank liegt bei dieser Abmessung gleich mal bei 400 - 500 Euro. Ich denke einer davon könnte hier verbaut sein. Es dürfte also Industriequalität sein und stellt damit schon 50 % vom Verkaufspreis (meine Vermutung!)
Beim Einlegen des Fleischs darf man sich, ähnlich wie bei der Sizzle, nicht verquatschen. Beim Blick in den bestückten Beefer sieht man live, wie sich die Bräunung oben entwickelt. Mehr als 60 s wird wohl nie nötig sein. Die entstehende Kruste ist durchgängig, gleichmäßig und nicht durch ein Grillrost bestimmt. Gleichmäßig geht aber nur (gemäß David), wenn das Steak auch gerade geschnitten ist - alles andere ist sowieso dämlich. Für Abschnitte gibt's ja den Spieß...
Das Steak, es war ein DA Entrecote vom Hereford Prime (Otto), legten wir in den Backofen bei 120 °C. Nach 20 min Labern haben wir genossen. Bilder zu Beefer-Steaks gibt es auch genug. Nun zum immer wieder - auch von mir - diskutierten Trauerrand, also der evtl. übergarten Zone unter der Kruste. Obwohl die Dauer des Grillens nur eine Minute pro Seite betrug, hatten wir diesen auch mit ca. 3 mm in der Mächtigkeit. Im Grunde hat man das aber kaum wahrgenommen. Vielleicht war es auch subjektiv. Eine Blindverkostung ist definitiv von Nöten! Der Brenner, besser gesagt der Strahler, entwickelt viel IR-Strahlung, die in das Fleisch eindringt. Da beißt die Maus kein Faden ab. Daraufhin habe ich hier im Forum diverse Bilder von Steaks von der Sizzle gesichtet, da es ja das gleiche Prinzip ist. Mit Ausnahme des Einflusses des Grillrosts findet man diesen Rand auch hier. Mal mehr, mal weniger deutlich, was vielleicht eher an der Kamera oder Bildbearbeitung liegt...
(Eine Ausnahme war das Steak von @
pezibaer s Selbstbausizzle; dort war das Steak aber auch sehr bleu!)
Mein Fazit. Nach wie vor ein für mich interessantes Gerät mit durchaus stolzem Preis. Dafür ist das Gerät Made in Germany, enthält (wie ich meine) hochwertige Komponenten und ist solide verarbeitet. Für die Gastronomie in dieser Ausführung wohl zu klein; da müsste man sechs oder acht Steaks parallel fahren können. Für den Privatmann aber durchaus eine Möglichkeit, seine Steaks zu bruzzeln. Ob es wirklich das perfekte Steak wird, kann ich nach einem Mal noch nicht beurteilen. Dennoch es war sehr gut und nicht mal eine Eins Minus. Aber bekanntlicherweise führen aber viele Wege nach Rom - auch die einfache Pfanne kann was...
Jedenfalls bin ich immer noch in Versuchung....
Für diesen Thread wünsche ich mir, dass weitere konstruktive Beiträge einfließen.Vorurteile und Schlechtreden bringen niemandem was...