Mein erstes Pulled Pork liegt mittlerweile gut fünf Jahre zurück. Seitdem hab ich immer mal wieder versucht, die Sache zu vereinfachen oder zu beschleunigen. Aber so 100%ig war ich mit den Ergebnissen eigentlich nie zufrieden. Deswegen war es nun endlich soweit - mein erstes "echtes" Pulled Pork ohne Umwege und Abkürzungen war fällig. Eher überfällig. Während ich bisher immer in der Früh aufgelegt habe, habe ich mich dieses Mal auf eine Übernacht-Aktion eingestellt - auch in der Hoffnung, dass die stressigen Sitionen, in denen das Fleisch nicht fertig werden wollte, ausbleiben mögen. Deswegen folgender Plan: Start umd 21:00 Uhr, 90°C-KT als Ziel irgendwann am nächsten Vormittag. Anschließend warmhalten im Ofen bei 70 Grad, Essen dann gegen 12 Uhr mittags.
Zum Einsatz kam: ein 2,6kg schwerer Schweinenacken - nachdem mein MdV dieses Mal keine Duroc-Nacken da hatte, musste ich notgedrungen auf Bio-Strohschwein umschwenken. Gewürtzt wurde mit Restbeständen des Ankerkraut Magic Zero - im Grunde genommen ein Magic Dust ohne Zucker. Da ich aber eine schöne Kuste wollte, habe ich noch etwas braunen Zucker untergemischt, bevor ich den Nacken gerubbt habe. Anschließend wanderte das Stück Fleisch für vier Tage ins Vakuum.
Natur:
gesenft:
gepudert:
vakuumiert:
Das Fleisch wurde vier Tage lang im 0 Grad Fach aufbewahrt, täglich gewendet und immer ein bisschen massiert - so einem Stück Fleisch muss es schließlich ja gut gehen
In jedem Fall sieht man einen schönen Unterschied, wobei wirklich wenig Fleischsaft ausgetreten war.
Einmal ausgepackt hat man diesen herrlichen Duft nach Kreuzkümmel und Paprika in der Nase
Feuer frei kurz vor 21 Uhr - so besoffene Briketts schauen in der Nacht einfach klasse aus
Bereits vorher habe ich einen Minion-Ring gelegt, der mit entsprechenden Chunks bestückt wurde. Geräuchert wurde mit Apfel- und Zwetschgenholz. Als Briketts kamen einerseits die Haselnuss-Briketts und andererseits die Kokosbriketts von Blacksellig zum Einsatz. Angefeuert wurde mit einer bunten Mischung von Restbeständen aus Briketts und Marabu-Holzkohle. Dort wo der Anzündkamin steht, wurde später noch eine Konkis mit warmen Wasser eingesetzt.
Anschließend wurde aufgelegt, die Kugel auf 110 Grad eingeregelt und los ging die (zum Glück sehr ruhige) Fahrt. Konkret: Ich hab bis nach 8 Uhr durchgeschlafen, das Thermometer hat kein einziges Mal angeschlagen. Am nächsten Tag um kurz vor neun Uhr waren dann die 90° KT erreicht. Und dass die Kugel wie ein Uhrwerk gelaufen ist, sieht am an der Temperatur: 118° ohne irgendein Zutun in der Nacht. So lass ich mir Pulled Pork eingehen - easy going.
zurück zum Fleisch: hier sehen wir unseren dunkelbrauen Meteoriten in all seiner Pracht. Besser kann so ein Stück Fleisch eigentlich nicht ausschauen.
Nachdem es noch 3 Stunden bis zum Mittagessen waren, habe ich mich dazu entschlossen den Nacken zuerst in Butcher Paper und dann fest mit Jehova einzuwickeln
...so schnell wird aus einem braunen Meteoriten eine Silver Bullet
Ab ins Rohr bei 70 Grad - 3 Stunden Zeit sind in jedem Fall mehr als genug Zeit zur Entspannung fürs Fleisch.
Nochmals einen Blick zurück in die Kugel: Nach 12 Stunden war der Minion-Ring gut zur Hälfte abgebrannt. Ich denke, 10 Stunden mehr wären noch drin gewesen.
11:30 Uhr - es wird ernst. Die Gäste rücken an. Nun kommen meine neuen Krallen zum Einsatz. Denn eins war auch sicherer: Pulled Pork mit einer einfachen Gabel zu zerrupfen, werde ich nicht nochmals machen. Mit dem richtigen Werkzeug geht das einfach wesentlich besser von der Hand. Also: Full Pull!
...das Fleisch war butterweich und super zum zerteilen.
Dann hab ich das Fleisch geteilt und auf allgemeinen Wunsch hin nur teilweise mit meiner Cherry Chipotle BBQ-Sauce vermengt. Anschließend wurde serviert. Nebst einem Coleslaw mit Buttermilch-Dressing gab es noch selbst gekaufte Buns in verschiedenen Varianten, da uns dieses Mal die Zeit fehlte, selbst die Buns zu backen. Dazu servierten wir eine selbst gemachte Sour Cream und (nicht auf dem Bild ersichtlich) am Vortag eingekochtes Bacon-Jam.
Anbiss:
Fazit:
Wie man anhand des schönen Wetters sieht, lag diese Aktion bereits ein paar Tage zurück. Alles in allem war ich mit dem Herstellungsprozess mehr als zufrieden. Das war mit großem Abstand mein entspanntestes Pulled Pork und zudem auch das beste. Das Raucharoma war herausragend, die Textur und Konsistenz perfekt. In Kombination mit dem Coleslaw ergaben sich wunderbare Burger. Zudem waren wir uns alle einig: die Variante ohne BBQ-Sauce hat uns allen besser geschmeckt, weil das hervorragende Eigenaroma des Fleisch deutlich besser zu Geltung kam. Aber auch die Cherry-Chipotle Version war lecker, aber halt irgendwie anders - saftiger, schärfer und süßer, aber eben nicht mit diesem grenzgenialen Aroma nach Rauch und Rub.
In diesem Sinne: lasst es euch schmecken und bis bald!
Zum Einsatz kam: ein 2,6kg schwerer Schweinenacken - nachdem mein MdV dieses Mal keine Duroc-Nacken da hatte, musste ich notgedrungen auf Bio-Strohschwein umschwenken. Gewürtzt wurde mit Restbeständen des Ankerkraut Magic Zero - im Grunde genommen ein Magic Dust ohne Zucker. Da ich aber eine schöne Kuste wollte, habe ich noch etwas braunen Zucker untergemischt, bevor ich den Nacken gerubbt habe. Anschließend wanderte das Stück Fleisch für vier Tage ins Vakuum.
Natur:
gesenft:
gepudert:
vakuumiert:
Das Fleisch wurde vier Tage lang im 0 Grad Fach aufbewahrt, täglich gewendet und immer ein bisschen massiert - so einem Stück Fleisch muss es schließlich ja gut gehen

In jedem Fall sieht man einen schönen Unterschied, wobei wirklich wenig Fleischsaft ausgetreten war.
Einmal ausgepackt hat man diesen herrlichen Duft nach Kreuzkümmel und Paprika in der Nase
Feuer frei kurz vor 21 Uhr - so besoffene Briketts schauen in der Nacht einfach klasse aus
Bereits vorher habe ich einen Minion-Ring gelegt, der mit entsprechenden Chunks bestückt wurde. Geräuchert wurde mit Apfel- und Zwetschgenholz. Als Briketts kamen einerseits die Haselnuss-Briketts und andererseits die Kokosbriketts von Blacksellig zum Einsatz. Angefeuert wurde mit einer bunten Mischung von Restbeständen aus Briketts und Marabu-Holzkohle. Dort wo der Anzündkamin steht, wurde später noch eine Konkis mit warmen Wasser eingesetzt.
Anschließend wurde aufgelegt, die Kugel auf 110 Grad eingeregelt und los ging die (zum Glück sehr ruhige) Fahrt. Konkret: Ich hab bis nach 8 Uhr durchgeschlafen, das Thermometer hat kein einziges Mal angeschlagen. Am nächsten Tag um kurz vor neun Uhr waren dann die 90° KT erreicht. Und dass die Kugel wie ein Uhrwerk gelaufen ist, sieht am an der Temperatur: 118° ohne irgendein Zutun in der Nacht. So lass ich mir Pulled Pork eingehen - easy going.
zurück zum Fleisch: hier sehen wir unseren dunkelbrauen Meteoriten in all seiner Pracht. Besser kann so ein Stück Fleisch eigentlich nicht ausschauen.
Nachdem es noch 3 Stunden bis zum Mittagessen waren, habe ich mich dazu entschlossen den Nacken zuerst in Butcher Paper und dann fest mit Jehova einzuwickeln
...so schnell wird aus einem braunen Meteoriten eine Silver Bullet
Ab ins Rohr bei 70 Grad - 3 Stunden Zeit sind in jedem Fall mehr als genug Zeit zur Entspannung fürs Fleisch.
Nochmals einen Blick zurück in die Kugel: Nach 12 Stunden war der Minion-Ring gut zur Hälfte abgebrannt. Ich denke, 10 Stunden mehr wären noch drin gewesen.
11:30 Uhr - es wird ernst. Die Gäste rücken an. Nun kommen meine neuen Krallen zum Einsatz. Denn eins war auch sicherer: Pulled Pork mit einer einfachen Gabel zu zerrupfen, werde ich nicht nochmals machen. Mit dem richtigen Werkzeug geht das einfach wesentlich besser von der Hand. Also: Full Pull!
...das Fleisch war butterweich und super zum zerteilen.
Dann hab ich das Fleisch geteilt und auf allgemeinen Wunsch hin nur teilweise mit meiner Cherry Chipotle BBQ-Sauce vermengt. Anschließend wurde serviert. Nebst einem Coleslaw mit Buttermilch-Dressing gab es noch selbst gekaufte Buns in verschiedenen Varianten, da uns dieses Mal die Zeit fehlte, selbst die Buns zu backen. Dazu servierten wir eine selbst gemachte Sour Cream und (nicht auf dem Bild ersichtlich) am Vortag eingekochtes Bacon-Jam.
Anbiss:
Fazit:
Wie man anhand des schönen Wetters sieht, lag diese Aktion bereits ein paar Tage zurück. Alles in allem war ich mit dem Herstellungsprozess mehr als zufrieden. Das war mit großem Abstand mein entspanntestes Pulled Pork und zudem auch das beste. Das Raucharoma war herausragend, die Textur und Konsistenz perfekt. In Kombination mit dem Coleslaw ergaben sich wunderbare Burger. Zudem waren wir uns alle einig: die Variante ohne BBQ-Sauce hat uns allen besser geschmeckt, weil das hervorragende Eigenaroma des Fleisch deutlich besser zu Geltung kam. Aber auch die Cherry-Chipotle Version war lecker, aber halt irgendwie anders - saftiger, schärfer und süßer, aber eben nicht mit diesem grenzgenialen Aroma nach Rauch und Rub.
In diesem Sinne: lasst es euch schmecken und bis bald!

Super!