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Fermentierter Senf

Eine essigsaure Gärung beginnt zunächst als alkoholische Gärung und dabei bestimmt die Menge an vergärbarem Zucker die Menge an entstehendem Alkohol. Erst im zweiten Fermentationsschritt entsteht aus dem Alkohol Essigsäure

:hmmmm: Essig ist dem Pfeffer ja bereits zugegeben. Wenn ich nun Zucker zugebe, hat das wohl keine Wirkung.? Oder?
Oder gibt es dann beschwipsten Peffer
:hmmmm:
 
:hmmmm: Essig ist dem Pfeffer ja bereits zugegeben. Wenn ich nun Zucker zugebe, hat das wohl keine Wirkung.? Oder?
Oder gibt es dann beschwipsten Peffer
:hmmmm:
Bei jeder Fermentation sind Mikroorganismen involviert und die fütterst du mit dem Zucker. Die Mikroorganismen sind entweder auf/in den Zutaten*) vorhanden, oder kommen während der Verarbeitung dazu...

Im Klartext heißt das, im Vergleich zu einem Parallelansatz bei dem alles andere gleich ist, wird beim Ansatz mit dem Zucker zunächst mehr Alkohol und CO2 produziert und im Anschluß mehr Essigsäure und Milchsäure...

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*) in unserem Fall auf den Senfkörnern oder im Essig (Bruno verwendet selbst hergestellten oder unpasteurisierten Essig).
 
Heute am dritten Tag wurde mal umgerührt.
Sind richtig gut aufgequollen.
Bin ja echt gespannt :D

DSC_0879.JPG
 
anschließend die Essigmutter auf Wein "umprogrammieren".
Ich denke nicht, daß das funktionieren wird, ich fürchte es bleibt beim Essig...

Selbst wenn du ausreichend Hefen zugibst, wird der entstehende Alkohol durch die Essigsäurebakterien weiter zu Essigsäure (und ggf. Acetaldehyd) verstoffwechselt.
 
Vielleicht habe ich mich ungenau ausgedrückt. Ich will dann nur von Apfelessig auf Weinessig umstellen. So habe ich es früher auch gemacht. Aber zuerst werde ich mir wieder ein Essigfäßchen aus Holz beschaffen. Mit Zapfhahn. Unten abfüllen und oben wieder Wein rein.
 
200 g Senfsaat (bei mir 120g brauner Senf und 80 g gelber Senf)
300 ml nicht chloriertes Wasser
10 g Salz
140 ml Apfelessig
Ich glaube ich hab da was falsch verstanden ...
Ich hab den Apfelessig gleich am Anfang mit rein ... oh oh :o

Ich denke ich kann das alles entsorgen, oder ??
 
Ich denke ich kann das alles entsorgen, oder ??
Nein, bei der "moutarde à l'ancienne" wird der Apfelessig auch sofort hinzugefügt. Ich würde diese Charge 30 Tage ruhen lassen, dann abseihen, pürieren und die entsprechende Konsistenz mit dem Lake-Essig-Gemisch herstellen. So sieht diese bei mir gerade aus:

IMG_20211122_221407_332.jpg


Ganz frisch angesetzt. Also Entspannung und Geduld :D
 
Das war auch noch das erste Rezept. Mache eine neue Charge. 200g Senf, 500 ml Wasser und 17 g Salz. Das dann 5 bis 10 Tage fermentieren lassen. Dann abseihen und je nach Feinheitsgrad mit 140 ml (+ evtl.30 ml) Essig pürieren. Je Feiner desto mehr Flüssigkeit.
 
Nein, bei der "moutarde à l'ancienne" wird der Apfelessig auch sofort hinzugefügt. Ich würde diese Charge 30 Tage ruhen lassen, dann abseihen, pürieren und die entsprechende Konsistenz mit dem Lake-Essig-Gemisch herstellen.
Sehr gut :thumb2:
Herzlichen Dank Bruno !!
Vielleicht setze ich trotzdem zusätzlich nochmal neu an. 30 Tage ist schon ne verdammt lange Zeit ;)
Ohne den Essig hattest du was von 9 Tagen geschrieben.
 
Ohne den Essig hattest du was von 9 Tagen geschrieben.
Ja, der war in neun Tagen fertig fermentiert, aktuell 16 Grad in der Küche. Ich habe den dann mit Essig und Wein versetzt und nochmals 3 Tage stehen lassen. Ist nur ein Versuch. Werde gleich noch 20 ml Flüssigkeit abnehmen und mit Safran versetzen. Morgen geht es weiter.

Und ja, 30 Tage ist schon lange. Aber eine Charge wird auch mit 60 Tagen angesetzt. Ich will mal testen ob sich das lohnt.
Gruß Bruno
 
Heute Morgen habe ich nochmal mit der selben Menge aufgefüllt. Die Flüssigkeit vom 1.Post war nach drei Tagen fast komplett aufgesogen.

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Mittlerweile sind auch meine Senfkörner da. Zunächst ein Ansatz im Labormaßstab...
IMG_8218.jpeg


  • 60g Senfsaat braun
  • 40g Senfsaat gelb
  • 100g Apfel-Hefewasser
  • 50g Wasser (Osmosewasser)
  • 5g Salz
Wie man aus der Zutatenliste erkennen kann, soll es zunächst eine Lactofermentation und parallel dazu eine alkoholische Gärung werden. Im zweiten Schritt gebe ich dann unpasteurisierten Essig dazu, dann sollte eine Essigsäuregärung dazukommen.

Schau ma amol... :D
 
Darf ich vorstellen.

Moutarde de Dijon forte (der muss jetzt 1 Woche ziehen).

IMG_20211123_183042_791.jpg

IMG_20211123_183057_093.jpg


Der große Rest wird morgen weiter verarbeitet.
IMG_20211123_183423_042.jpg


Aber nun musste ich aus der Küche flüchten. Die Senföle waren heftig beim Passieren durch ein ganz feines Sieb. Sogar Hund und Katze meiden gerade die Küche o_O. Zum Glück ist meine Allerliebste noch in Hannover. Das hätte Ärger gegeben.:D

Wichtig, beim Arbeiten mit Senfkörner unbedingt die Gerätschaften schnell reinigen. Insbesonders das Sieb. Ihr wollt keine angetrockneten Senfkörner darin.

Gruß Bruno
 
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