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Fleisch haltbar machen-DAS EXPERIMENT Teil I

sammelnder Jäger

Militanter Veganer
So liebe Freunde

Aus gegebenem Anlass stelle ich euch heute hier mein erstes Experiment zur Lösung meines Fleischproblems vor.

Von einer etwas älteren Hausfrau bekam ich den Rat, Fleisch in Buttermilch einzulegen um es länger halten zu können.

Also nehme man vier Einkochgläser (allzumal ich bei Real grade welche gefunden habe und nicht erst bei eGay rumeiern muß), etwas Rindfleisch und eben genug Buttermilch.



Das Material:
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Das Fleisch...ich hab das billigste Rind genommen, was ich bei Lidl gefunden habe.
Der Name "Minutensteak" ist ein Witz...Wurstscheibe würde es besser treffen.
Nun gut, wenn es danebengeht will ich kein teures Steak vergammeln lassen.;)
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Alles eingedeckelt. Die Gläser wurden natürlich ordentlich desinfiiert-mit frisch gekochtem Wasser.
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Und nun warten wir mal ab. Der Plan ist, alle zwei Tage ein Glas zu öffnen und zu testen. Und zwar so, wie unsere Vorfahren unbekannte Nahrung auf Geniessbarkeit geprüft haben...
Das Experiment startete übrigens am Sa Abend, den 10. März. Als "Sommersimulator" dient mein wohlgeheiztes Zimmer. Keine Ahnung wie warm genau, aber es würde definitiv niemand hier frieren.;)

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Zuletzt bearbeitet:
Die erste Probe

Habs leider erst heute geschafft das erste Glas zu öffnen (und diesen Thread hier überhaupt aufzumachen).

Kurzum-es war vielversprechend. Ich habe erst meine Bedenken gehabt da sich das Fleisch schon am Tag darauf braun verfärbte-aber es war ok. Im Glas war zwar anständiger Druck drauf (nicht übermäßig viel, aber deutlich wahrnehmbar), andererseits arbeiten wir hier ja mit Buttermilch. Es hat nix nach angegammeltem Fleisch oder so gerochen...im Gegenteil. Man konnte das Rind zwar deutlich herrausriechen neben der Buttermilch, aber es roch ziemlich normal. Meiner WG-Mitbewohnerin habe ich das Stück Fleisch gezeigt und sie gefragt was sie dazu meint...sie hatte überhaupt nicht den Eindruck dass es schlecht sein könnte.

Seht euch die Bilder selber an:
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Hier das Fleisch unter fliessend Wasser von der Buttermilch befreit...
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...und anschliessend gebraten und JA, ICH HAB ES AUCH GEGESSEN.
Es hat gar nicht schlecht geschmeckt...ein säuerlicher Beigeschmack, der aber definitiv von der Buttermilch kam.
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Unterm Strich bin ich mit diesem ersten Zwischenergebnis recht zufrieden. :)

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Ganz ehrlich?

Was soll bei so einem Test denn rauskommen?

Meinst Du etwa, die Leute damals hätten billigstes Lidl Fleisch haltbar machen wollen?

Damals gab es eben nicht so oft Fleisch.

Das war aber meist vom bekannten Bauern oder Metzger.

Dem entsprechend war auch die Qualität.

Edit sagt: Außerdem wurde das meist nicht im Wohnzimmer, sondern in eher kühleren Räumen gelagert.

Von daher.... :-?
 
Mach lieber Beef jerkys draus dazu taugen die Minutensteaks ganz gut !
 
Zuersteinmal stimme ich Mrhog voll und ganz zu.

Schau Dir mal Deine letzten beiden Bilder genau an, und vergleiche. Das sagt schon sehr viel über die Fleischqualität.
Ich würde den Lieferanten wechseln. Das Wasser, was man Dir verkauft hat war eindeutig zu teuer.

Viele Grüße
Sven
 
Vor allem stellt sich mir die Frage:

wo nimmst dann auf deiner Kanutour das fliessende Wasser her zum abwaschen deiner Fleischstücke ??

Jaaa... Fluß ist auch fliessend .. aber wennst des so machen willst, ,kannst das Fleisch auch im Vakuumsackerl im Flußwasser gekühlt halten und die so den andern Aufwand sparen :_gruebel:

Und ja, die Fleisch-Quali ist ebenso ausschlaggebend . . .


:_hutheb:
 
Wenn du Druck auf dem Gläser hast hat sich immer etwas gebildet. Sehr gerne sind das Botulinus vieleicht würde ich es nicht allzulange aufbeware. Botulinus stirbt zwar beim erhitzen aber die Toxine zersetzen sich nicht. Sei vorsichtig...ansonsten viel Spass.
 
Blödsinniges Experiment!

In BuMi legt man ein, um die Milchsäure für den Proteinabbau, vulgo "mürbemachen" zu nutzen. Und dafür sind ein bis zwei Tage okay. In der Kühle, wohlgemerkt, aber NICHT im Warmen!

In der Wärme ist das ein schöner Biotop für verschiedene Bakterien! Wohl fühlen sich darin z.B. Pseudomonas , Proteus vulgaris, das normalerweise harmlose "Protofäulnisbakterium" und auch unser altbekanntes E. coli.
ABER: Abseits aller Artbegriffe, entscheidet der Stamm, welche (enzymatische) Ausstattung die betreffende Bakterienlinie besitzt, und damit, welche Stoffe sie produzieren kann (Stichwort: Plasmide). Die Linie EHEC ist so ein typischer Fall für "böses" Backi. Du schmeckst es nicht, aber wenn Du es Dir einfängst, geht (hoffentlich nur) die Scheißerei los...

Ein für allemal, hört auf so einen Scheiß zu machen und spielt nicht mit eurer Gesundheit.

a) VERGAMMELTES FLEISCH IST EINE POTENZIELLE QUELLE FÜR INFEKTIONEN,
b) BAKTERIENTOXINE LASSEN SICH SENSORISCH NICHT WAHRNEHMEN!

Nichtvorhandensein eines gammeligen Geschmacks (was übrigens nicht von Toxinen herrührt) schließt eine Sapronosegefahr nicht aus!

Wie gesagt: Ein oder zwei Tage im kühlen Keller ist okay. Alles was darüber hinaus geht, ist grob fahrlässig!

Die Mär vom Hatbarmachen durch Pfeffer gehört direkt auch einmal in die gestige Mülltonne.
 
Wenn du für eine Kanutour von 1 oder 2 Wochen nicht auf frisches Fleisch
verzichten kannst, bleib zu Hause.

Gruß
 
Wo planst Du denn die Kanutour? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da keine Bezugsquellen für Grillgut in der Nähe der Lagerplätze gibt. ;)
Ausser natürlich, Du schipperst die Wolga runter...

Bevor ich auf Teufel-Komm-Raus frisches Fleisch haltbar mache, würde ich mal testen ob man PP oder Schichtfleisch einwecken kann.
 
...
Bevor ich auf Teufel-Komm-Raus frisches Fleisch haltbar mache, würde ich mal testen ob man PP oder Schichtfleisch einwecken kann.

Einverstanden, Konservenfleisch ist was anderes und sollte gehen.

ABER: Wie willste das steril abpacken, also ohne das Du das Zeug wieder kontaminierst?!
 
Also Leute...

...erstens geht es mir vorrangig darum, etwas auszuprobieren wozu ich bislang fast keinerlei Informationen gefunden habe.
Jaaaaaa, man kann auch gleich frisches Fleisch kaufen...als ob ich das nicht wüßte. Ich hab zwar mit einigen Äußerungen in dieser Richtung gerechnet-aber nicht mit soviel dämlichen Kommentaren wie hier bisher kamen. Ehrlich, wirklich hilfreich fand ich hier bisher nur wenig.
Genauso der ungemein hilfreiche Rat, lieber höherwertiges Fleisch zu nehmen...mal ehrlich, ich habe selber nicht damit gerechnet dass das 3 Tage gutgeht. Dafür aber damit, dass das mehr Wasser als Fleisch ist. Es ist ein Versuch auf Gelingen oder nicht gelingen-wer kauft für so ein Vorhaben bitte Fleisch für 15 Euro?

Nun ja, egal...



@KaRa:
Du scheinst dich doch etwas besser auszukennen...danke für den Hinweis, dass man doch nicht alle Gammelerscheinungen riechen oder schmecken kann. Klingt wogl wirklich blöd-aber das hab ich in der Tat nicht bedacht. Ich werd aber dran denken.

Nichtsdestotrotz geht es mir durchgehend gut...mit der kleinen Abendmahlzeit von gestern. Werd den Rat trotzdem befolgen...


@KaRa und Homer:
Einkochen werde ich auch noch ausprobieren. Andererseits hat mir unser örtlicher Fleischer gesagt, dass das auch nicht so hundertprozentig zuverlässig ist und die Gläser trotzdem gekühlt werden müssen.
Allerdings lief mein BuMi-Versuch da schon...
 
Hallo. Sehe unsere Antworten bitte nicht als Kritik. Ich wollte nur verhindern das dir Schlecht wird...:o
 
Hallo. Sehe unsere Antworten bitte nicht als Kritik. Ich wollte nur verhindern das dir Schlecht wird...:o


Natürlich soll er das als Kritik sehen.

Aus Kritik kann man lernen (muß man aber nicht).
 
@KaRa und Homer:
Einkochen werde ich auch noch ausprobieren. Andererseits hat mir unser örtlicher Fleischer gesagt, dass das auch nicht so hundertprozentig zuverlässig ist und die Gläser trotzdem gekühlt werden müssen.
Allerdings lief mein BuMi-Versuch da schon...

Ganz richtig Einkochen nach alter Väter Sitte geht immer. Dazu richtige Einweckgläser benutzen, diese penibel reinigen, Fleisch anbraten. Fleisch in das Einmachglas. Gummidichtung einlegen. Deckel drauf. Klammer drauf. Ab in den Einkochtopf. Richtig aufkochen und abkühlen lassen. Damit dürfte es haltbar sein. Meine Mutter hat das Mitte der 60er Jahre gemacht, um Fleisch mit in den Campingurlaub zu nehmen. Und nein, ich würde es nicht machen. Aber aus geschmacklichen Gründen.

Gruß
Thobie
 
Zu dem Thema Einkochen gibt es auf Youtube gute Videos, schau unter "Can Meat". Da gibt es viele "How-To´s". Ansonsten finde ich die Idee nicht schlecht, es geht ja um das Vorhaben an sich und nicht um die Frage, ob es nun sinnvoll ist oder nicht. Das sollte jeder selber entscheiden dürfen.
 
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