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Frage eines Anfängers

bwm

Veganer
Hi zusammen,

ich bin im Grillsport noch kompletter Neuling und erwarte in den nächsten Tagen meinen Schickling. Da es gleich "richtig" werden soll habe ich versucht, mich zu belesen. Ich bin mir aber nicht 100% sicher, ob ich die generellen Grilltechniken richtig verstanden habe.
Als erstes sollen ganz klassisch Rindersteaks mit gebratenen Zwiebeln und Kartoffelpü gemacht werden.
Kartoffelpü macht Frauchen in der Küche, die Zwiebeln krieg ich auf dem Seitenbrenner angebraten. Soweit, sogut. Beim Fleisch hab ich noch etwas Startschwierigkeiten.

Ich habe die Grill-FAQ bzw. das Grillwissen weitestgehend durchgelesen. Soweit ich das verstehe habe ich jetzt 2 Möglichkeiten
1. wäre direktes Grillen nach den Richtwerten in dieser Tabelle
https://www.grillsportverein.de/steaks/04-grillzeiten-der-steaks/
d.h. bei 4cm dicken Steaks den Grill auf volle Kanne vorheizen, dann etwas runter drehen (ich schätze so 50-75%) und 5 Minuten pro Seite anbraten. Nach 2,5 Minuten um 45 Grad drehen für das schöne Rautenmuster.
2. wäre scharf anbraten und dann bei etwas niedrigerer Brennereinstellung (ich schätze so 40-50%) mittels Grillthermometer bei geschlossenem Deckel bis zur Kerntemperatur von ca. 54°C "backen"
Danach das Fleisch noch etwa 5 Minuten in Alufolie eingewickelt ruhen lassen, bevor es serviert wird. Bzw. ich werde es wohl einfach bei geschlossenem Deckel und ausgeschalteten Brennern auf dem Warmhalterost liegen lassen.

Thermometer habe ich dieses hier erstmal als günstigen Einstieg. Wie vertrauenswürdig die Messwerte sind wird sich zeigen
https://www.amazon.de/gp/product/B074XND445/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

Jetzt erstmal ganz doof gefragt: habe ich das so grundsätzlich richtig verstanden oder habe ich da irgendwelche groben Schnitzer in meinen Gedanken?

Entschuldigt bitte, wenn das jetzt etwas sehr eigenartig rüber kommt aber ich bereite mich gerne auf Sachen vor. Liegt am Job. Und ich versaue ungern 2 gute Stücken Fleisch, da frag ich lieber vorher nochmal nach
 
Rindersteaks mit ........... Kartoffelpü
das geht doch garnicht :woot: ernsthaft,
bei 4cm dicken Steaks den Grill auf volle Kanne vorheizen, dann etwas runter drehen (ich schätze so 50-75%) und 5 Minuten pro Seite anbraten. Nach 2,5 Minuten um 45 Grad drehen für das schöne Rautenmuster.
meine Richtwerte sind ca 1 min pro cm Dicke pro Seite, je nachdem, wie dus haben willst :D
ich denke, ich würde 2 min pro Seite bei Vollgas, die muss aber nur auf einer Seite des Grills herrschen, danach auf den Warmhalterost im Bereich, wo keine Brenner an sind, diese runterregeln auf min, oder ganz aus, das Nachziehen ist bei 100° + absolut ausreichend, dauert halt ein bisschen länger, Thermo rein und warten, bis gewünschte Temp erreicht ist.
Fleisch noch etwa 5 Minuten in Alufolie eingewickelt ruhen lassen
ruhen lassen ja, aber bitte ohne das Alugedönse, macht nur die Oberfläche (die vorher so schön angegrillt wurde) labbrig, kann man auch schon ca 1-2° unter gewünschter KT zum Ruhen geben, das zieht bissl nach.
dann hoffen, daß es nicht ganz so wurde, wie gewünscht, sodaß man allsbaldigst einen neuen Versuch starten kann ;)

:weizen:


edith sagt noch, das Thermo kannst ja im Wasser vorher testen, denn wenn du weisst, es zeigt zB 2° mehr an, oder weniger, dann weisst eh schon, wie du weiter vorgehst ;)
 
Scharf anbraten und dann euhen lassen passt ja soweit.
Nur wie du geschrieben hast den Grill direkt etwas runterdrehen.
Volle Power muss beim Schickling nicht sein und wenn du nachher schwarze Streifen hast könnte das bitter schmecken.
Mach dich nicht verrückt das wird schon klappen und entweder wird es ein Erfolg oder eine Erfahrung. 😉👍🏻
 
Ich würde es ebenfalls so machen wie von @pefra beschrieben. Erst heiß angrillen, bis die Kruste passt. Möglichst heiß. Dann zur Seite schieben und bei ca. 100 C Garraumtemp. auf gewünschte Kerntemperatur ziehen lassen. Ohne Jehova (also Alu).
Orientiere Dich an der Kerntemperatur, nicht den Zeiten beim ziehen lassen. Dafür hast Du das Termo ja. Tabellen mit entsprechenden Temp. für Medium etc. findest Du schnell. Ich schlage mal 54-56C vor :-)

Das Thermometer ist gut, habe ich auch. Aber orientiere Dich nicht an den Voreinstellungen, die sind für Braten etc, nicht für Steak. Also auf der, ich glaube BBQ, Einstellung den Wert selbst einstellen. Ich stelle immer ca. 2C weniger ein. Dann verpasse ich die Zieltemp. nicht. Aber das ist Übung und persönlicher Geschmack.

Das wird, alles halb so wild 😉
 
Genauso grille ich Steaks solcher Dimensionen.
Bei „niedriger“ Umgebungstemperatur wird das Steak auf eine KT gebracht, die ca. 5 Grad unter der gewünschten liegt.
Dann wandert das Steak auf die Sesr Zone oder Sizzle oder eben einen Brenner der auf voller Leistung läuft und wird nur noch gebräunt, je heißer der Grill ist desto kürzer, bevorzugt in ca. 2-3 Minuten im Ganzen.
Es kommt bei dicken Steaks darauf an, inneren Gargrad und Kruste möglichst getrennt zu kontrollieren, das geht meiner Meinung nach beim Rückwärts-Grillen einfacher.

Edit: hatte vergessen, dazuzuschreiben, was ich mir „niedriger“ Garraumtemperatur meine: ca. 110 C
 
Na dann war es doch schon gut, dass ich gefragt habe. Das probier ich direkt aus wenn der Grill steht :)
Und denk dran: so'n Schickling macht echt viel Hitze. Hast Du den Seitenbrenner auch? Das ist ein Höllengerät. Immer schön die Kruste checken. Nach knusprig kommt direkt verkohlt :-) Bin auch erst seit ca. 6 Wochen Schicklinger...davor 10 Jahre Weber E-320.

Ich mach die Steaks immer so ca. 2 min auf dem Seitenbrenner knusprig (vorher so 2-3min vorheizen), dann in der IKEA Aluschale auf dem mitgelieferten Rost in der Mitte des Grills (nur die beiden äußeren Brenner auf etwas weniger als 1/2), Thermometer rein und dann hochziehen auf die gewünschte Temperatur. Ruhen tun die Steaks auf dem Weg vom Grill zum Tisch :P. Ohne Seitenbrenner halt so wie weiter oben schon beschrieben.
 
Angrillen ist erledigt. Fleisch ist leider etwas zu warm geworden (62 und 65°KT). Ich hab die Power des Seitenbrenners unterschätzt und ihn leider auch auf volle Kanne vergessen. Hätte ich den letzten Beitrag mal vorher gelesen :D
Hab sie erst bei ca 130 Grad auf 49 hoch gezogen und dann auf den Seitenbrenner gepackt. Der lief leider noch auf volle Pulle.

Essen hat trotzdem geschmeckt, die Steaks an sich waren gut. Nur meine Grillerei war eher eine Erfahrung als ein Erlebnis. Naja.. Nach dem Grillen ist vor dem Grillen. Nachstes mal wird's besser.

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Das Fleisch ist zwar etwas weit, aber Du weißt ja, was schief gelaufen ist. Sieht aber trotzdem noch saftig aus.

Rückwärts ist es auch nicht so einfach den perfekten Garpunkt nach dem scharfen anbraten zu erwischen. Da muss man seine Sportgeräte gut kennen. Wenn man erst scharf anbrät und dann nachzieht ist das einfacher.

Und die vielen Zwiebeln finde ich gut 😋
 
... meine Grillerei war eher eine Erfahrung ...
Da kommen noch so viele weitere dazu! Weiter so!
Steak mit "mashed potatoes" 😳! Das hatte ich das letzte Mal 1994! USA-Tripp. Höllenritt durch die Wüste. Am Abend dann den nächstbesten Diner angesteuert und das Steak nach Art des Hauses bestellt - Mann, war die Enttäuschung groß, als das dann mit Kartoffelstampf kam! 😬
Aber Du hast Dich, wie oben schon geschrieben, ja bewusst dafür entschieden! 😈

Das Steak ist auf jeden Fall nicht durchgebraten und sieht aussen auch nicht aus wie eine Kohlemine!

Von daher: Glückwunsch zu Deiner Grilleinweihung! 🍾

Gruß bydorfler
 
Rückwärts ist es auch nicht so einfach den perfekten Garpunkt nach dem scharfen anbraten zu erwischen. Da muss man seine Sportgeräte gut kennen. Wenn man erst scharf anbrät und dann nachzieht ist das einfacher.
Das war auch meine Erkenntnis daraus. Ich glaube, dass das reverse searing an sich die bessere Zubereitungsmethode ist aber das ist echt schwierig. Das nächste mal mach ichs "klassisch"

Ich mag Kartoffelpü. Hab mir das sogar extra von Frauchen gewünscht weil wir lange keins mehr hatten. War lecker :)
 
Ich mag Kartoffelpü. Hab mir das sogar extra von Frauchen gewünscht weil wir lange keins mehr hatten. War lecker :)
So ginge mir das mit Spinat. Ist ja auch nicht Jedermanns Sache. Für mich ein Leibgericht.

Sorry, dass mir die negative Erinnerung durchgegangen ist.

DEIN Kartoffelstampf war bestimmt lecker cremig mit Butter und Muskat und nicht so ein wässriger Flockenbrei, wie ich ihn damals hatte.😉.

Und zur Technik... Einfach weiter üben und Spaß haben!

Gruß bydorfler
 
Das war auch meine Erkenntnis daraus. Ich glaube, dass das reverse searing an sich die bessere Zubereitungsmethode ist aber das ist echt schwierig. Das nächste mal mach ichs "klassisch"

Ich mag Kartoffelpü. Hab mir das sogar extra von Frauchen gewünscht weil wir lange keins mehr hatten. War lecker :)
Je nach Fleisch, ist es bei mir zum Teil eine Mischung aus rückwärts und normal. Umso dicker das Steak, je einfacher ist die Rückwärtsmethode.
Bei mittleren Steaks lasse ich es erst auf KT kommen (einige Grad niedriger als final gewünscht), brate es an und ziehe dann noch einmal nach.

Hilfreich für eine gute Kruste ist es, dass Fleisch deutlich vor dem Grillen zu salzen (ich mache es auch gerne den Tag vorher) und etwas im Kühlschrank trocknen zu lassen. Vor dem anbraten trocken tupfen.

Viel Spaß beim nächsten Test ;-)
 
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