Hi,
ich backe wannimmer es geht die Pizza auf dem Stein. Egal ob im Holzbackofen oder im E-Ofen.
Der Schockeffekt, wenn der Stein dem Pizzateig beim ersten Kontakt einen kurzen Moment Feuchtigkeit entzieht ergibt diese hauchdünne krosse Schicht, durch die selbst eine 1-2mm dünne Teigschicht selbsttragend wird
ohne keksig zu sein.
Das fehlt halt beim Backen im Pizzablech.
Da bringt es auch nichts, die fast fertige Pizza aus dem Blech zu nehmen und auf den Stein zu legen.
Entscheidend ist der
erste Moment, nicht der Schluss.
Zum Vorbereiten kann man den Teig ja in Pizzablechen (oder auf Sperrholzbrettchen) lagern, zum Belegen dann raus aus dem Blech, auf der Arbeitsfläche belegen und dann rein in den Ofen.
So kommt man auch mit einer größeren Gästemenge problemlos klar.
Wenn man den Teig auf einem rohen Sperrholzbrett auszieht und belegt, klebt er nicht. Dazu Weizendunst statt Weizenmehl auf dem Brett verteilen, dann klappt's zuverlässig und einfach, auch das Aufnehmen mit der "Pizzaschaufel".
Die Soße sollte nicht zu dünnflüssig sein, damit sie den Boden nicht durchsuppt.
Dazu die Soße beim Kochen solange einreduzieren, bis sie im Topf einen gewissen Stand hat, also nichtmehr suppenartig zusammenläuft wenn man mit dem Löffel eine Spur drin zieht.
Das Einreduzieren steigert Geschmacksintensität und Konsistenz in die richtige Richtung.
So kann man auch auf überflüssige Würztiraden verzichten und der Tomate noch ihren Geschmack lassen.
Für den Teig kann man das Rezept von Cruiser als Grundlage nehmen. Damit wird es ein sehr schöner Teig.
Das anfänglich vorsichtige Zusammenrühren der Zutaten ist hilfreich bei Handverarbeitung, beim Kneten in der Knetmaschine ist es nicht unbedingt nötig.
Da klappt es genauso wenn man einfach alle Zutaten in die Maschine gibt (die Hefe vielleicht ein wenig zerbröseln und verteilen) und die Knetmaschine 20-30 Minuten arbeiten lässt.
Die Stückgare des Teigs jedoch darf man ruhig großzügig verlängern.
2 Tage im Kühlschrank macht den Teig richtig gut, auch 3 Tage schaden nicht.
So bekommt man einen Teig, der piepeeinfach von Hand ausziehbar ist, sehr bekömmlich ist und einen fantastischen Geschmack entwickelt.
250 - 260 Gramm Teiggewicht für eine 28-30cm Pizza ist ein guter Anfangswert, den man dann nach eigener Vorliebe variieren kann.
Auf spezielles Pizzamehl kann man getrost verzichten. Wir sind wieder zum ganz normalen 550er Weizenmehl aus der hiesigen Mühle zurückgekehrt für Pizza.
Der Unterschied ist eher gering. Die Zeit die man dem Teig gibt ist viel viel wichtiger als ein ausgefeiltes Pizzamehl.
Wer keine Lust hat sich immer schon zwei Tage vorher zu überlegen wann er Pizza backen will, kann die Teigportionen
nach der Kühlschrankreifung einzeln in normalem Gefrierbeutel einfrieren.
So hat man auch kurzfristig einen guten Pizzateig zur Hand.
2 Stunden vor dem Backen auftauen und akklimatisieren lassen, selbst wenn man das Auftauen anfänglich etwas mit der Mikrowelle unterstützt (bis der Teig halt geradeeben an die 0 Grad kommt) schadet das überhaupt nicht. Man darf es halt nur nicht übertreiben.
Pizzasoße ebenfalls in größerer Menge kochen und dann entweder in passender Menge einfrieren oder im Schraubglas konservieren.
Nur mal so als zusammengefasste Tipps für die frischgebackenen Pizzabäcker.
Hier noch ein kleiner Appetitanreger:
(Allerdings im E-Ofen gebacken.

)
Viele Grüße
Onkelchen