Bewusst habe ich das Salz einziehen lassen (kein grobes Salz) anstatt es vorher abzuwaschen und das Fleisch nicht auf Raumthemperaur kommen lassen. Diese Methode wurde hier im GSV beschrieben und wollte ich mal testen. Außerdem war es wichtig, das Fleisch lange vorher aus dem Vakuum zu nehmen, damit es "atmen" kann. Bei Reifung im Vakuum hat das Fleisch immer einen unangehenhmen Geruch. Der war diesmal ganz weg.
Also mit dem ersten Teil des Absatzes komme ich nicht mit ...
Das andere, was du hier ansprichst sind die bei der Nassreifung entstehenden "Gerüche" als Nebeprodukt diverser komplexer biochemischen Reaktionen.
Egal wie die Reifung letztendlich erfolgt, es geht hier um zwei Phasen.
Phase 1 geschieht unmittelbar nach der Schlachtung, hier wird noch während des Abkühlens des schlachtfrischen Fleischs anaerob Glykogen zu Milchsäure agebaut.
Phase 2 ist extrem komplex, als erstes löst sich die Totenstarre (Rigor Mortis) und zudem werden die Muskelfaserstrukturen "aufgelöst" und Aminosäuren gebildet.
Aber genau diese Aromen verfliegen nach 20 Minuten ...
