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Gasbackofen aus einer halben Badewanne

grillper

GSV-Sportkommentator
5+ Jahre im GSV
Hallo,
bin dabei einen Gasbackofen aus einer halben alten Gusseisenbadewanne zu bauen.
Hat jemand schon mal sowas gemacht? Ich hätte da ein paar Fragen...
Bis jetzt habe ich die Wanne halbiert und eine Tür davorgeschweisst. Das ganze soll dann noch isoliert und einbetoniert werden und innen eine Schamottplatte bekommen.
Ich hatte mir vorgestellt, innen im hinteren Bereich einen halbkreisförmigen Brenner (Brennring) zu installieren. Falls es sowas nicht gibt, evtl. auch selbst bauen.
Was für Teile brauche ich bzw. wie werden die korrekt verbunden. Also einen Regler von einem Gasherd oder -grill kann man kaufen. Die Dinger werden, wie ich gesehen habe, auf ein Röhrchen (8mm) geklemmt. Hat diese Klemmverbindung einen tieferen Sinn, oder kann man das auch einfach zusammenschrauben, wenn man z.b. nur einen Regler braucht? Und was muss man bei der Verbindung vom Regler zum Brennerrohr beachten? Ich habe bei meinem Gasgrill gesehen, dass da ziemlich große Luftöffnungen sind. Wie groß sollten die Gasaustrittsöffnungen am Brennerrohr sein?
Also, ich bin für Hinweise und Vorschläge offen!
Gruss
Per
 
Mal sehen, ob das mit dem Bild so kappt...
1970209

zum Projekt:
- die alte Wanne besteht aus 10+ mm Gusseisen und ist innen beige emailliert
- die Vorderseite mit Tür ist aus einer 6 mm Stahlplatte geschnitten und angeschweisst, Scharniere und Riegel sind angeschraubt
- der Ofen soll noch mit einer Lehmschicht, einer Schicht Isolierwolle und einem Betonpanzer als Wetterschutz versehen werden
- das ganze wird auf einer ca. 10 cm dicken Bodenplatte liegen (6 cm Beton und 3 - 4 cm Schamotte)
- da ich in das Gusseisen keine Löcher (für Belüftung, Zuleitungen, etc.) schneiden kann, muss das alles von unten passieren
- für die Gasinstallation bin ich mir noch nicht so sicher, wie ...
 
Das Projekt gefällt mir jetzt schon.
Mit zwei unabhängigen, geraden Seitenbrennern müßtetst du hinkommen.
Gibt auch Flexibilität.
Links und rechts unten neben der Klappe wären dann die Durchführungen.
Es kommt dann auch noch über die Position des Auspuffs an.

Eine Frage nebenbei :
Ist das ein Fülldrahtgerät und hast Du damit gute Ergebnisse?
Grüße Nicolai
 
Ja, das ist ein kleines Fülldrahtschweißgerät (Güde SG120). Ich bin kein Schweißprofi. Ich kann damit Sachen zusammenbraten - schön wird es allerdings nicht, aber ich denke, das ist alles nur Übungssache. Wobei in diesem Fall das Gusseisen und die Stahlplatte für dieses kleine Gerät schon viel zu stark waren. Für Bleche bis 3 mm ist es ideal.

Die Gaszuführung wollte ich von unten durch Löcher in der Bodenplatte machen. Auch eventuelle Luftlöcher sollen von unten rein. Und wahrscheinlich muss ich oberhalb der Tür noch Austrittsöffnungen machen. Ich habe allerdings noch keinen Plan, wie groß die sein müssten.
 
Ja, daran denke ich ja schon, aber ich habe keinen Plan, wie groß die sein müssen...
Ein weiters Fragezeichen ist auch noch, ob ich mit nur einem Regler/Brenner genügend Hitze bekomme. Wird es mehr Hitze, wenn ich einfach nur einen größeren Brenner nehme (bei gleichem Regler) oder brauche ich zwei (oder drei) Brenner mit jeweils einem Regler?
 
Abgesehen von den technischen Daten (da kenne ich mich nicht aus), ich finde die Idee genial
 
Hallo Per,
- da ich in das Gusseisen keine Löcher (für Belüftung, Zuleitungen, etc.) schneiden kann, muss das alles von unten passieren
Aber bohren, geht ganz einfach. Ich würde ganz viele Löcher im Kreis bohren, ca. 180 mm Durchmesser. Was am Ende übersteht weg feilen oder mit einer kleinen Flex weg machen. Gusseisen ist relativ weich. Den Auspuff dann mit einer Klappe verschließbar machen.
 
Guss ist hart, trotzdem bohrbar.
Es gibt die Möglichkeit, Löcher zu bohren, und dann mit dem E-Schweißgerät, mit Elektrode und viel Strom das Loch rauszuschmelzen.
Grüße Nicolai
Feilen ist für Amish People.
(Naja, für Feinarbeiten o.k.)
 
Ich weis noch, wie lange es gedauert hat, die Wanne in zwei Hälften zu flexen! Ich werde definitiv nicht anfangen, da jetzt kleine Luftlöcher rein zu machen. Ich denke, die Alternative von unten durch die Bodenplatte ist da einfacher. Oben werde ich vielleicht über der Tür eine Reihe Löcher machen, die man mit einem Schieber verschliessen kann...

Mittlerweile sind auch ein paar cm Lehm draufgekommen.
1970638
 
...ganz viele Löcher im Kreis bohren, ca. 180 mm Durchmesser.

Wozu ein fast 20 cm großes Loch? Ich brauche doch keinen Rauchabzug. Das soll ein Gasbackofen werden. Der Gasherd/-backofen, den meine Oma in der Küche hatte, hat auch nur ein paar Lüftungsöffnungen gehabt, aber definitiv keinen Schornstein...
 
Na ja, wenn Du mal was anderes Feuern willst. :-)
Wie gesagt, Löcher rein zu bekommen ist nicht schwer.
 
Ich habe hier ein Video gefunden, in dem ein selbstgebauter Brenner beschrieben wird. Sowas hatte ich mir vorgestellt. Weis jemand, wo man so einen Luftzufuhr-Regler herbekommt (bei 1:01 im Video). Ich habe sowas noch nie gesehen...
 
Geht einfacher:
Einfach zwei Schlitze in das Rohr machen und eine Blechhülse über das Rohr schieben, die die Schlitze dann wieder abdeckt. So kannst du das Flammenbild auch über die Sauerstoffzufuhr einstellen.
(Alter Hockerkocher aus Kroatien):

Venturi.jpg
 
DAS sieht ja nun sehr rudimentär aus... :hmmmm: ! Den Gedanken, Löcher in ein Rohr zu machen mit einer Schiebehülse hatte ich auch schon - bevor ich das obige Video gesehen hatte. Da, wo das Gas in diese Mischhülse strömen soll, befindet sich doch bestimmt eine spezielle Düse. Wie sieht die genau aus?
Was mir noch auffällt, es wird in den Videos und Anleitungen fast immer schweres Eisen genommen, ich plane derzeit mit Kupferrohren, könnte das ein Problem werden? Bei meinem Gasgrill besteht das ganze System lediglich aus sehr dünnwandigem Blech...
 
Kupferrohr als Brennerrohr würde ich nicht nehmen. Das verzundert um die Flammlöcher.
Als Brennerror nur Stahl, Guss, oder V4A.
In dieser "Mischhülse" ist gar nichts! Das Gas aus dem Regler strömt mit Druck aus der Düse (ca.0,5mm Loch---geschätzt!!!) in die "Mischhülse" und schießt in Richtung Flammrohr. Dabei entsteht in der "Mischhülse" ein Unterdruck und die Luft wird mit angesaugt (Venturi- Effekt) und vermischt sich mit dem Gas, was letztendlich das brennbare Gemisch ergibt. Durch den nun entstandenen Überdruck im Flammrohr tritt das Gas- Luftgemisch durch die Bohrungen nach draußen und kann angezündet werden.
 
Hmm, 0,5 mm ... - reicht die Gasmenge, die da durchstömen kann, um den Ofen auf 280 - 300°C zu bringen?
 
Moin
Eine Abgasführüng nach oben ist vorteilhaft.
Wenn Du 300C in deiner Backewanne erreichen willst, muss die Abluft mindestens ebenso heiss sein.
Da sich das Gas/Luftgemisch bei Verbrennung ausdehnt, ist der Volumenstrom am Auspuff erheblich größer, als im Eingang.
Ich bin gedanklich bei 100 mm Durchmesser mit Schieber.
Bei 8kw Leistung kommt schon was zusammen.
Grüße Nicolai
 
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