Also genau das soll man doch eben nicht machen.
.. verbessert die Fleischqualität nicht wirklich, wenn mehrfach eingefroren/aufgetaut wird..
Der Rat dagegen, kommt mMn hauptsächlich aus der mikrobiologischen Ecke... aber wenn man 'sauber' arbeitet, geht das schon...
... aber dann wäre da immer noch der Qualitätsfaktor...
Der Vorgang ist gesundheitlich unkritisch, sofern Regeln betrachtet werden. Dazu muss man wissen, dass dort die Keimbelastung das ausschlaggebende Thema ist. Wie bereits angesprochen solltest du hygienisch arbeiten:
1. bereits beim ersten Frostvorgang möglichst hygienisch arbeiten.
Dazu zählen saubere Messer, Hände, Schneidunterlagen zum Beispiel. Aber auch ein geeignetes Stück, je zerfaserter ein Stück Fleisch ist, desto eher besteht die Gefahr, dass sich dort "Taschen" mit Bakterien bilden. Daher würde ich bei Hackfleisch niemals auf die Idee kommen, bei einem Krustbraten allerdings eher. Und bitte ein geeignetes Gefäß nehmen. Eine Vakuumtüte oder dergleichen eignet sich gut. Wurde das Fleisch vielleicht schon mit Sonne beaufschlagt? Wie hoch war die Oberflähentemperatur des Fleisches VOR dem ersten einfrieren? Hat mein Lieferant gut gearbeitet?
2. Möglichst SCHNELL Frosten.
Ziel ist es ja, die wenigen Keime die drauf sind am Wachstum zu hindern. Während des Frostens wird dieser Prozess nicht aufgehalten, aber EXTREM verlangsamt. Daher kann gefrorenes weiterhin verderben, aber es dauert einfach viel länger.
Mein Gefrierschrank ist voll, das hilft Energie zu sparen und auch die Temperatur "unten" zu halten. Auch stelle ich, die Temperatur möglichst niedrig ein. Kann dein Schrank "Turbo" oder "Schockfrosten"? Umso besser. Nutz' es.
3. Möglichst kalt auftauen
Du willst ja, dass deine Keime nicht schnell wachsen. Also lässt du das Stück langsam auftauen. Im Kühschrank. Auf einem Tropfgitter. So können sich die Keime nicht explosionsartig vermehren und das Stück bleibt "kalt". Selbstredend ist die Keimbelastung dann höher, aber eben nicht so hoch, wie im Wasserbad aufgewärmt.
4. Lebensmittel die man wieder einfriert müssen vorher noch absolut top frisch riechen und aussehen!
Riecht etwas muffig? Ist die Oberfläche schleimig? Weg damit. Du würdest es nicht essen, dann macht es auch keinen Sinn es einzufrieren
5. Wieder möglichst SCHNELL frosten.
6. Wenn gesundheitlich "angeschlagene" Menschen dabei sind, würde ich es nicht machen. Dies gilt auch für werdende Mamas oder Kleinkinder.
Grundsätzlich halte ich Fleisch für möglich, es ist aber einer der kritischeren Stoffe. Allerdings gibt es (auch für mich deutliche Grenzen). Die da wären:
- rohes, zerfasertes Fleisch und Innereien (vor allem Hackfleisch und rohes Geflügel). Bei einem Zungenstück bin ich entspannter als bei einem Hühnchenbein.
- roher Fisch und Meeresfrüchte (insbesondere Fisch für Sushi, welcher roh verzehrt wird)
- Speisen mit rohen Eiern und Rohmilch
- ungekochte Soßen
- Pilze (Eiweißzerfall)
- Sahnekuchen
Aber: geschmacklich leidet das Produkt. Das steht fest. Und daher vermeide ich diesen Prozess so gut wie es geht. Eher taue ich die zwei Kilo auf, und mache daraus zwei Gerichte und friere das fertige, zweite, nicht benötigte Gericht ein.
Sehr gut geht es bei Brot.
So halte ich es und so lebe und atme ich auch noch. Bis jetzt.
