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gegrillte Ratte [Nutria]

Scharbil

Zwiebelkönig
10+ Jahre im GSV
★ GSV-Award ★
Hallo,

ich möchte an dieser Stelle einmal eine ungewöhnliche Vergrillung vorstellen, die neben dem offiziellen Programm beim OT in Herzberg gelaufen ist. Es handelt sich um einige Teile vom Nutria, die @Utti dabei hatte. Unser Arbeitstitel war „Ratte“. Wird der Nutria zum einen gelegentlich doch „Bieberratte“ genannt und für die Besucher war es zum anderen auch viel beeindruckender, wenn wir ganz selbstverständlich zu den Stücken auf dem Grill gesagt haben, nein, das ist Ratte, die essen wir nur für uns und geben sie nicht heraus.

Ich kenne Nutria schon seit vielen Jahren und weiß, dass es sehr wohlschmeckend ist, wenn man es wie Hase zubereitet. Also klassisch geschmort. Dementsprechend teuer und nicht leicht zu bekommen ist es auch. Ich hatte zuletzt im vergangenen Herbst Nutria auf dem Teller und da muss man schon so um die EUR 20 pro kg anlegen. Hier haben wir einmal einen Versuch auf dem Grill unternommen.

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Unser Ausgangsmaterial. 2 Vorderläufe und 2 kleinere Teile, die sich nicht zuordnen ließen. Da gelegentlich die Befürchtung geäußert wird, dass das Fett vom Nutria tranig bzw. ranzig schmeckt, wurde @ zum Parieren abgestellt, eine Aufgabe, die Gerhard mit der ihm eigenen Sorgfalt übernommen hat.

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So sahen die Teile nach dem Parieren aus:

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Dann hat Gerhard sie gewürzt mit Lorbeer, Piment, Wachholder, Salz, Pfeffer und etwas Nelke war auch noch dabei. Darüber kam reichlich Buttermilch und dann haben wir die Teile über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag hatte das Fleisch einen leicht grauen Farbton angenommen, was nicht ungewöhnlich ist.

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Dann habe ich das Fleisch scharf angegrillt und bei 110° in den Monolith gegeben. Allerdings schwante mir nach einiger Zeit, dass wir Probleme haben würden, das Fleisch zart zu bekommen. Deswegen habe ich es in Folie eingepackt und bis zu einer Kerntemperatur von 95° in der Folie gelassen.

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Anschließend ausgepackt und aufgeschnitten.

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Weggegeben wurde nichts!

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Fazit: Wir waren uns einig, dass der Geschmack passabel ist. Das Fleisch erinnerte an Kaninchen oder vielleicht Spanferkel, wenn man das so sagen will. Allerdings war das Fleisch wirklich zäh und insgesamt muss ich leider feststellen, dass es mir persönlich keinen großen Genuss geboten hat. Klassisch zubereitet habe ich Nutria immer deutlich besser empfunden. Deswegen wurde der Plan gefasst, dass ich nächstes Jahr in Wülmersen einen ganzen Nutria mitbringe und dann wollen wir den im DO mal versuchen.

Die Bilder sind teilweise von mir, teilweise aus dem Herzberg-Bilderthread.

***
 

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Haha Tobias,
Geil das du das dokumentiert hast. :-)
Ich habe vorhin meinen Nachbarn gesprochen. Er will mit seinem Russen reden, was er für eine ganze Nutria nimmt. Ich melde mich und wenn ich noch eine bekommen kann, werde ich sie auch vergrillen und testen. Ich mochte sie, aber ich hatte ja auch schon ganz schön einen im Auge ;-)
Gruß und bis dann!
Daniel
 
in Brandenburg leben die wild habe Nutria zu DDR Zeiten öfter gegessen, geschmort,mir hat es geschmeckt,zum grillen eignet sich der Braten nicht wird trocken
 
Ich durfte probieren. Geschmacklich lecker, aber ich gebe euch recht, etwas fusselig in der Konsistenz.
 
Klasse Bericht Tobias! Für Wülmersen spreche ich mal mit meinem Samgesbruder, der wollte mir neulich schon eins schenken. Da lässt sich bestimmt was machen.
 
:thumb2:
die etwas andere Vergrillung :D
das mit dem Preis geht mir auch nicht ganz ein ... bei uns gibts zig davon, gerade eben an Teichen und Flüssen, wo man mal eben zum Fischen ist :D

:weizen:
 
Dann solltest du immer einen Dutch und ein scharfes Messer mit dabei haben.
So einfach wird das leider nicht werden. Eine Nutria hat übelste Schneidezähne, da ist nicht mit zu spaßen...
nutria_thumb.ngsversion.1485203743838.adapt.1900.1.JPG

Ich muss mich mal schlau machen, wie Juri (der russische Arbeitskollege meines Nachbarn) die Viehcher erlegt...
 
So einfach wird das leider nicht werden. Eine Nutria hat übelste Schneidezähne, da ist nicht mit zu spaßen...
Ich muss mich mal schlau machen, wie Juri (der russische Arbeitskollege meines Nachbarn) die Viehcher erlegt...

Ich tippe darauf, dass er sich aus dem Hinterhalt auf sie stürzt und lautlos erürgt.
Dann kommt das besagte Messer zum Einsatz, mit dem der Nager (jetzt bereits erlegt und ungefährlich) zerlegt wird
 
Vom selber jagen würde ich dringend abraten. Zu 99% wird das als wilderei gewertet.
Hier bei und (Seenstadt) sind sie auch überall aber werden gezielt bejagt weil sie die Ufer untertunneln.

Geschmort kann man es echt gut essen. Einfach mal bei den örtlichen Jägern nachfragen.
 
Nutria kenne ich auch noch aus DDR-Zeiten. Das gab es hin und wieder mal am Wochenende,allerdings die geschmorte Variante und es wurde auch in Buttermilch eingelegt.Es gab meistens eine Senfsoße dazu.
 
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