Hallo,
ich möchte an dieser Stelle einmal eine ungewöhnliche Vergrillung vorstellen, die neben dem offiziellen Programm beim OT in Herzberg gelaufen ist. Es handelt sich um einige Teile vom Nutria, die @Utti dabei hatte. Unser Arbeitstitel war „Ratte“. Wird der Nutria zum einen gelegentlich doch „Bieberratte“ genannt und für die Besucher war es zum anderen auch viel beeindruckender, wenn wir ganz selbstverständlich zu den Stücken auf dem Grill gesagt haben, nein, das ist Ratte, die essen wir nur für uns und geben sie nicht heraus.
Ich kenne Nutria schon seit vielen Jahren und weiß, dass es sehr wohlschmeckend ist, wenn man es wie Hase zubereitet. Also klassisch geschmort. Dementsprechend teuer und nicht leicht zu bekommen ist es auch. Ich hatte zuletzt im vergangenen Herbst Nutria auf dem Teller und da muss man schon so um die EUR 20 pro kg anlegen. Hier haben wir einmal einen Versuch auf dem Grill unternommen.
Unser Ausgangsmaterial. 2 Vorderläufe und 2 kleinere Teile, die sich nicht zuordnen ließen. Da gelegentlich die Befürchtung geäußert wird, dass das Fett vom Nutria tranig bzw. ranzig schmeckt, wurde @ zum Parieren abgestellt, eine Aufgabe, die Gerhard mit der ihm eigenen Sorgfalt übernommen hat.
So sahen die Teile nach dem Parieren aus:
Dann hat Gerhard sie gewürzt mit Lorbeer, Piment, Wachholder, Salz, Pfeffer und etwas Nelke war auch noch dabei. Darüber kam reichlich Buttermilch und dann haben wir die Teile über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag hatte das Fleisch einen leicht grauen Farbton angenommen, was nicht ungewöhnlich ist.
Dann habe ich das Fleisch scharf angegrillt und bei 110° in den Monolith gegeben. Allerdings schwante mir nach einiger Zeit, dass wir Probleme haben würden, das Fleisch zart zu bekommen. Deswegen habe ich es in Folie eingepackt und bis zu einer Kerntemperatur von 95° in der Folie gelassen.
Anschließend ausgepackt und aufgeschnitten.
Weggegeben wurde nichts!
Fazit: Wir waren uns einig, dass der Geschmack passabel ist. Das Fleisch erinnerte an Kaninchen oder vielleicht Spanferkel, wenn man das so sagen will. Allerdings war das Fleisch wirklich zäh und insgesamt muss ich leider feststellen, dass es mir persönlich keinen großen Genuss geboten hat. Klassisch zubereitet habe ich Nutria immer deutlich besser empfunden. Deswegen wurde der Plan gefasst, dass ich nächstes Jahr in Wülmersen einen ganzen Nutria mitbringe und dann wollen wir den im DO mal versuchen.
Die Bilder sind teilweise von mir, teilweise aus dem Herzberg-Bilderthread.
***
ich möchte an dieser Stelle einmal eine ungewöhnliche Vergrillung vorstellen, die neben dem offiziellen Programm beim OT in Herzberg gelaufen ist. Es handelt sich um einige Teile vom Nutria, die @Utti dabei hatte. Unser Arbeitstitel war „Ratte“. Wird der Nutria zum einen gelegentlich doch „Bieberratte“ genannt und für die Besucher war es zum anderen auch viel beeindruckender, wenn wir ganz selbstverständlich zu den Stücken auf dem Grill gesagt haben, nein, das ist Ratte, die essen wir nur für uns und geben sie nicht heraus.
Ich kenne Nutria schon seit vielen Jahren und weiß, dass es sehr wohlschmeckend ist, wenn man es wie Hase zubereitet. Also klassisch geschmort. Dementsprechend teuer und nicht leicht zu bekommen ist es auch. Ich hatte zuletzt im vergangenen Herbst Nutria auf dem Teller und da muss man schon so um die EUR 20 pro kg anlegen. Hier haben wir einmal einen Versuch auf dem Grill unternommen.
Unser Ausgangsmaterial. 2 Vorderläufe und 2 kleinere Teile, die sich nicht zuordnen ließen. Da gelegentlich die Befürchtung geäußert wird, dass das Fett vom Nutria tranig bzw. ranzig schmeckt, wurde @ zum Parieren abgestellt, eine Aufgabe, die Gerhard mit der ihm eigenen Sorgfalt übernommen hat.
So sahen die Teile nach dem Parieren aus:
Dann hat Gerhard sie gewürzt mit Lorbeer, Piment, Wachholder, Salz, Pfeffer und etwas Nelke war auch noch dabei. Darüber kam reichlich Buttermilch und dann haben wir die Teile über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag hatte das Fleisch einen leicht grauen Farbton angenommen, was nicht ungewöhnlich ist.
Dann habe ich das Fleisch scharf angegrillt und bei 110° in den Monolith gegeben. Allerdings schwante mir nach einiger Zeit, dass wir Probleme haben würden, das Fleisch zart zu bekommen. Deswegen habe ich es in Folie eingepackt und bis zu einer Kerntemperatur von 95° in der Folie gelassen.
Anschließend ausgepackt und aufgeschnitten.
Weggegeben wurde nichts!
Fazit: Wir waren uns einig, dass der Geschmack passabel ist. Das Fleisch erinnerte an Kaninchen oder vielleicht Spanferkel, wenn man das so sagen will. Allerdings war das Fleisch wirklich zäh und insgesamt muss ich leider feststellen, dass es mir persönlich keinen großen Genuss geboten hat. Klassisch zubereitet habe ich Nutria immer deutlich besser empfunden. Deswegen wurde der Plan gefasst, dass ich nächstes Jahr in Wülmersen einen ganzen Nutria mitbringe und dann wollen wir den im DO mal versuchen.
Die Bilder sind teilweise von mir, teilweise aus dem Herzberg-Bilderthread.
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