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Griebenschmalz wird nicht fest

Buntmetall

𝓤𝓷𝓹𝓻𝓸𝓯𝓮𝓼𝓼𝓲𝓸𝓷𝓮𝓵𝓵𝓮𝓻 𝓛𝓪𝓫𝓮𝓻𝓮𝓻
10+ Jahre im GSV
Supporter
Griebenschmalz mache ich öfter, wurde eigentlich immer gleich gut. Jetzt wird mir das Schmalz nicht mehr richtig fest, trotz Kühlschrank, da wurde es sonst so hart, dass es kaum noch streichfähig war.
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Normal kaufe ich die eingeschweißten Blöcke Rückenspeck, diesmal war der Speck von der Bedientheke im Rewe. Könnte der nicht mehr gut gewesen sein?
 
hmmm, hab diese Tage gelesen, dass "wir" weniger deutsche Schweine halten und dafür mehr Schweinchen importieren...das verbessert zwar die CO2 Bilanz der Klimagläubigen in D, aber unterm Strich ist das ein "negatives Nullsummenspiel" weil im Osteuropäischen Raum eher weniger Tierschutz plus die Transportkosten/Energieverbräuche anfallen.

Ist mir heuer erstmals beim Gänseschmalz, was auch nicht fest werden wollte im Kühlschrank, aufgefallen.

Das Fett ist wässrig, ohne oder mit ungewohntem Bei-Geschmack und sicherlich anderes Futter...

ich vermute es liegt daran
 
Hast du vielleicht schon geräucherten rückenspeck bekommen?
 
Vor längerer Zeit ist mir das auch mal passiert … leider keine Ahnung warum. In letzterZeit hab ich nur noch grünen Speck verarbeitet, da war das kein Thema. In Kürze ist jedoch wieder geräucherter dran ….
 
Ohne viel Ahnung zu haben, würde ich sagen, dass das nur am Wasser liegen kann, ich würde das einfach nochmal ordentlich kochen lassen.
Wasser verdampft, Fett bleibt drin.
So seh ich das auch.

Gruß Dingo
 
Die Stücken sehen noch ziemlich „roh“ aus,
Ich denke die hätten noch etwas Zeit benötigen.

Hab grad Fett ausgelassen, nehme dafür aber „Flomen“ und das passt immer.
 
Die Speckstückchen und die Zwiebeln sind braun, dazu sind Temperaturen über 200° gemessen. dann fische ich sie raus und lass das Schmalz abkühlen. Dann werden die Krümel auf die Gläser verteilt und das Schmalz noch lauwarm drüber gegossen.
Zigmal so gemacht, nix roh, kein Wasser.
 
Hallo werte Schmalzfreunde,

ich habe zufällig wegen dieses Themas eben jenes uralte Standardwerk in den Fingern gehabt und vor dem Wegräumen mal geschaut, was die da so zum Thema sagen. Ein Rückblick in die 50-er Jahre kann ja vielleicht nicht schaden. Dort findet sich ein ganzes Kapitel zum erweiterten Thema "Schmalz". Wohl gemerkt in einem Buch namens "Die Fabrikation FEINER Fleisch- und Wurstwaren" :D. Hier mal ein paar Auszüge:

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Ganz besonders spannend finde ich das Konzept des "Fett-Topfes". Noch nie was von gehört. Liest sich aber fast so, als wenn man sowas UNBEDINGT brauchte :rotfll:. Ob sowas in den aktuellen Ausgaben des Buches auch noch drinne steht?

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Besonders spannend in Bezug auf die Frage des nicht fest werdenden Griebenschmalzes ist wahrscheinlich dieser Absatz hier:

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Wenn ich das ganze jetzt so richtig deute sind das hier die wesentlichen Punkte bzgl. festen Schmalzes und auch einiger anderer Punkte, die hier geschrieben wurden:

- Schweinefett ist nicht gleich Schweinefett
- Flomen ist anscheinend besser geeignet als Rückenspeck
- Selbst bei Rückenspeck gibt es Teile oder "Schichten", die besser oder weniger gut geeignet sind
- Im Zweifel Flomen zumischen
- Alter und Qualität der Tiere spielt mit rein, genau wie der Frischegrad des Specks an sich.
- beim Auslassen ist Temperatur nicht alles. Lieber lange aber bei milder Temperatur auslassen als hoch erhitzen

Auch Bzgl.
Ist mir heuer erstmals beim Gänseschmalz, was auch nicht fest werden wollte im Kühlschrank, aufgefallen.
empfiehlt das Buch ausdrücklich die Beimischung von Flomen, weil Gänseschmalz ansonsten nur schwerlich fest wird.

Bevor hier gleich die Diskussionen losgehen was vielleicht trotzdem geht und was nicht: Ich bin weder Fachmann oder erhebe hier keinen Anspruch auf die volle Wahrheit. Ich deute nur, was ich da gelesen habe. Dachte nur, dass ein Blick ins Geschichtsbuch vielleicht mal spannend sein könnte 😉

In diesem Sinne: Frohes Schaffen

benz
 
Bei dieser Gelegenheit fällt mir dann auch gleich wie Schuppen von den Augen, was mir am Weihnachts-Festtags-Menü bisher immer gefehlt hat :hmmmm:

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Wie man das nur übersehen konnte... Weiß ich gleich, was ich dieses Jahr auf den Wunschzettel schreiben kann:sun:
 
Danke, @benz , ich glaube, das bringt mich ein Stück weiter. Morgen mal zum MmV gehen und Flomen ordern.
 
@benz , dass klärt sicher Einiges auf 👍

Ich habe noch etwas anderes als Flomen zur Fettgewinnung benutzt.
Ich kenne das aus unserer Hausschlachtung und hab es wie meine Großeltern gemacht.

Bei Gänseschmalz mische ich das Fett 1:1 und habe weder Probleme mit der Festigkeit noch mit dem Geschmack.
Der Geschmack des Gänseschmalz ist so stark, der schafft die eine Hälfte Schweineschmalz neben sich.
 
Bei Gänseschmalz mische ich das Fett 1:1
Das ist für mich ein Kindheitstrauma: Opa spendierte zu Weihnachten immer eine Gans, die wurde mit ihren Innereien und Hack gefüllt, gebraten und über Tage vertilgt. Bis in den Sommer wurde ALLES in Gänseschmalz gebraten, das wurde auch gern noch mal verlängert
und ich mochte es nicht! Ich esse bis heute keine Gans.
 
empfiehlt das Buch ausdrücklich die Beimischung von Flomen, weil Gänseschmalz ansonsten nur schwerlich fest wird
Sers,

ja, und nein, ich kanns grad nicht aktuell nachkopieren..mir ging es an Weihnachten so wie dem TS...gemacht wie immer, diesmal gings halt nicht.Warum, weshalb und wieso...kam für das diesjährige Schmalz zu spät. Und die eine Gans hatte Fett, das hätte für drei DutchOven an Bratkardoffl gereicht..
 
Der MmV hatte natürlich kein Flomen da, aber ich kann mir am Donnerstag ein Pfund abholen.
 
Der MmV hatte natürlich kein Flomen da, aber ich kann mir am Donnerstag ein Pfund abholen.
Entweder von Hand schneiden, wenn man die Grieben haben möchte, alternativ geht auch der Fleischwolf ☺️

Viel Erfolg 👍
 
Ein Pfund geht noch von Hand, dann kann ich auch noch evtl. "Zeugs" aussortieren.
 
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