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Grillkamin aufarbeiten?

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G

Gast-AAAfH6

Guest
Hallo.

Wir haben uns einen kleinen Garten gepachtet, in dem ein gemauerter Grillkamin steht. Der Brennraum befindet sich leider in schlechtem Zustand. (siehe Bilder). Ich selbst habe keine Erfahrung mit so einem Kamin, bisher grille ich gelegentlich mit einem kleinen Son of Hibachi.

Ich nehme an, durch den relativ hohen Schornstein wird das Grillen auch ohne Belüftungsöffnung von unten gut funktioniert und es sich lohnt, den Grill aufzuarbeiten. Ist das so richtig oder ist das Ding die Kosten und den Aufwand eher nicht wert?

Wie es aussieht, hat der Vorbesitzer den Grill von innen mit glasierten Fliesen ausgekleidet, von denen einige komplett mit dem Mörtel abgefallen sind.

Die Reparatur sollte grundsätzlich so wenig Kosten und Aufwand wie möglich verursachen. Muß keinen Schönheitspreis gewinnen aber haltbar sein.
Ich hatte hier schon ein wenig quer gelesen und in einem Beitrag den Tipp gefunden, feuerfesten Beton mit Blähton 1:1 zu mischen als Alternative zu Schamotten.

Ist das in einem Kamin auch zu empfehlen oder wie würdet ihr vorgehen?

Vielen Dank und Grüße

tunfaire

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Hallo,

ich kenne niemanden im Forum der so ein Ding noch benutzt, absolut unbrauchbar zum grillen. Mach weg das hässliche Ding und kauf dir ne Kugel :D

Gruß Funky
 
Naja die Optik ist nicht rauschend und würde auch nicht besser werden nach Sanierung. Eher ein Fall für den Bauschutt-Container.

Eine neue Kugel oder eine 2. Männerhandtasche wäre sicher billiger als die Sanierung.
 
Mhhm. Danke für eure Einschätzungen. Ich hätte es doch anders fragen sollen. 😬

Also Abriss und Neubau kommen erstmal nicht in frage. Es gibt auch sonst zu viel im Garten zutun. Das ding kann auch gern erstmal nur als Feuerstelle fungieren für lange abende. Optik wäre erstmal nicht soo entscheidend. Warum nimmt man diese kamine denn nicht mehr zu grillen?

Und ginge das dann mit dem ausputzen mit feuerfestzement+blähton oder muss es schon Schamotte sein? Ich kenn mich leider garnicht aus
 
Warum nimmt man diese kamine denn nicht mehr zu grillen?

Naja, weil man in der Funktion eingeschränkt ist- es ist halt nur direktes grillen möglich. Glut-Rost-Grillgut mehr oder weniger übereinander. Das heisst nicht, dass das schlecht ist, aber mehr geht halt nicht. Ausserdem finde ich, und ich mußte in meinem Elternhause auch mit sowas das grillen "lernen", ist es zu pfriemelig, umständlich das Grillgut auch nur zu wenden. Verschiedne Temperaturzonen einzurichten ist fast nicht möglich.

Aber nun zu deinem Problem, für mich sieht das nach Frostschaden aus, und zwar nicht nur von einem Winter. Wasser dringt hinter die Kacheln, gefriert, dehnt sich dadurch aus und sprengt die Kacheln weg.

Alles lockere mußt abmachen. Ich würde mir Schamotteplatten besorgen und die nur aufstellen, evtl. mit Winkeleisen o.ä. gegen umfallen sichern. Als Dutchoven -Kochstelle und für schnelle direkte grillereien kann dir der Kamin schon noch Freude bereiten.

Gruß Stefan
 
DO geht bestimmt recht gut, wenn beim Flachgrillen die Kohlen oder Brisketts direkt auf dem Boden liegen sollten und keine Luft von unten ran kommt ist auch schnell schluß mit lustig ...
 
Ok, ein paar Anmerkungen habe ich nachvollziehen können aber einige sind für mich noch böhmische Dörfer.

Mangels eigenem Garten habe ich mit dem Hibachi in den letzten Jahren vielleicht 10x gegrillt und dann auch nur einfache Schweinesteaks, Würstchen und so Zeugs.

Ich bin schon aus Budget-Gründen nicht so darauf aus, superduper Rindersteaks perfekt zu grillen - es soll auch im neuen Garten eher das gemütliche zusammen sitzen sein und alle sollen satt werden. Zusätzlich soll anstatt/nach dem Grillen auch mal ein Feuerchen im Kamin lodern und idealerweise ein wenig Wärme abstrahlen...

Beim Grillen wollte ich dieses Jahr zumindest ordentliches Fleisch vom Metzger anstatt von Kaufland probieren aber weiterhin bei Schwein bleiben. Kann/sollte man das auch indirekt grillen? Bisher war es oft etwas arg trocken, ich weiß aber nicht, ob es an der Grilltechnik, am Fleisch oder am nicht/falsch marinieren lag.

Am Hibachi stört mich vor allem die niedrige Arbeitsposition, erhöht aufstellen möchte ich ihn aus Sicherheitsgründen eher nicht. Einem Kugelgrill wäre ich nicht grundsätzlich abgeneigt, wenn er für mein banausenhaftes Anfängergrillen denn taugt und nicht die Welt kostet. Gibt es da ein empfehlenswertes Einsteigermodell?

Zum Grillkamin:

Dass sich das Auflegen und Wenden des Grillgutes schlecht macht, kann ich nachvollziehen - man kommt halt nur von vorn ran.

Aber mangelnde Luft von unten? Wieso hat man die Dinger denn so ohne Belüftung konzipiert? Sollte der Meterhohe Schornstein nicht genügend Schlotwirkung aufbringen um immer genügend Luft von vorn "einzusaugen"? Kann ich ansonsten einfach einige Löcher in den Boden bohren?

Ich hab inzwischen Schamottsteine angeboten bekommen. Dann würde ich das wohl so machen, die als Wände mit einer Schraubverbindung nur aufzustellen - reicht es dann, die 3 senkrechten Flächen auszukleiden oder benötigt der Boden auch Schamotte?
 
- bei uns im Kaufland kaufe ich kein Fleisch wenn es nicht sein muss, dann eher real, Globus, Metro oder MDV
- wenn die Kohle in der Asche liegt bringt er Schornstein nüscht, die Luft kommt ja nicht ran - bei einem Kamin mit Holz ist das was anderes
- für einfaches Flachgrillen habe ich mal solchen einen gehabt, nix dolles und hält nicht ewig, aber durch die Trichterkonstruktion hast du eine vernünftige Luftzirkulation unter fast der ganzen Rostfläche
Trichtergrill

fürs Feuer gibt´s einen Ofen
 
Aber wenn er schon da steht kannst ihn ja erst Mal einfach herrichten innen alles lockere abklopfen aussen neu verputzen oder auch nicht. Einen glutrost darunter... Einfach Mal mit wenig Aufwand auf Vordermann bringen und nutzen dann siehst du ob er dir reicht.... Wichtig ist aber ein glutrost darunter....
 
Hier ist Dein Glutrost:

https://www.grillfuerst.de/easy-fir...MI7ue4x__U4QIVzuF3Ch2yuwJcEAQYAiABEgLYdvD_BwE

darüber dann der normale Rost und was das Fleisch angeht:
Bisher war es oft etwas arg trocken, ich weiß aber nicht, ob es an der Grilltechnik, am Fleisch oder am nicht/falsch marinieren lag.

Dein "Kauflandfleisch" wird aufgelegt und bleibt liegen, bleibt liegen, bleibt liegen und nochmals liegen :o
und wird nur einmal gewendet.
Da es auf der ersten Seite schon ordentlich Hitze genommen hat, dauert die zweite Seite nicht ganz so lang und ich wette mit Dir, dass Fleisch ist saftig und nicht trocken.
Vergleiche nur ganz einfach Dein Grillverhalten mit dem oben genannten.
Ich habe selbst die Neon-Rücken-Steaks von irgendeinem Discounter auf den Grill gehauen und alle waren von der Saftigkeit erstaunt und haben nach der Fleischquelle gefragt.
Alles eine Frage der Technik ;)

Was Deine Kaufquelle angeht, so kaufst Du beim Edeka, beim Kaufland und auch in der Metro immer das gleiche Fleisch.
Auch der Metzger um die Ecke bezieht kein anderes, vielleicht eher aus einem regionalem Schlachtbetrieb, aber bei allen wird das Schwein auf die gleiche Art gemästet.
Unterschied macht hier nur der Bauer der Jährlinge schlachtet, welche die wie bei @schweinemami auf einem Hof mit Auslauf aufwachsen.

Die haben dann aber einen vollkommen anderen, einen eigenen, Geschmack und schmecken und riechen wirklich nach Schweinefleisch.
 
sofern der Metzger aus einem regionalen Schlachtbetrieb bezieht ist den Tieren ja schonmal geholfen. Erspart ihnen eine qualvolle Anreise nach einem qualvollen Leben. Gerade Schweinefleisch kostet beim regionalen Erzeuger auch kein Vermögen. Selbst wenn die Tiere dort auch im ,,Stall,, gehalten werden ist das noch 10 mal besser als aus dem industriellen Massenmastbetrieb.Mir vergeht da der Appetit. Muss aber jeder für sich entscheiden ob ihm das 3.50 Schwein schmeckt was keinen Platz hat sich zu drehen und mit Soja gemästet wurde, was in Südamerika zu massiven Waldrodungen des Regenwaldes führt, schmeckt. Regionaler Nacken aus ,,meinem,, Dorf kostet 9 Euro. Einmal weniger pulled Pork...die Tiere danken es euch.
 
Ja, mit dem liegen lassen des Fleisches - das mache ich schon eine Weile lang so. Funktioniert auch manchmal ganz gut und wir hatten auch mit dem Kaufland - Fleisch schon gute Erfolge aber gerade letztes Mal waren nur noch Koteletts übrig und die waren auch noch sehr ungleichmäßig geschnitten und teilweise kaum Fett durchzogen - das 2cm dicke Stück am Ende war dann tatsächlich ganz nett.

Ich werde auf jeden Fall mal den Fleischer im Dorf ausprobieren und dann gibt es noch einen Biobauernhof in der Nähe. Wären 2cm Dicke grundsätzlich ganz gut?

Davon abgesehen setzt bei mir auch dieses Mal wieder ein Umdenken ein. Passiert mir irgendwie immer, wenn ich hier bin :-)
(Letztes mal wollte ich nur nach einer Kochstelle suchen und hatte am Ende einen Hochleistungswok, ohne überhaupt einen passenden Garten zu haben)

Irgendwie ist es doch auch wieder schade, sich das Grillen gleich wieder selbst mit Kompromissen einzuschränken und (auch nicht sooo wenig) Geld für halbgare Experimente rauszuhauen.

Könnte ich den Kamin auch einfach ohne Schamotte erstmal nur für gemütliche Feuerchen verwenden? Ist das von den Temperaturen her vielleicht weniger zerstörerisch?

Und wie ihr schon am Anfang empfohlen habt, für das richtige Grill -"Vergnügen" einen guten Kugelgrill?

Gibt es da Modelle, die sehr empfehlenswert sind und ein gutes Preis-Leistungs - Verhältnis haben? Riesig müsste er nicht sein, meistens sind wir nur 3 Leute und ansonsten kann auch der Hibachi noch unterstützen. So etwas wäre bestimmt nett aber halt am oberen Ende des Budgets und gebraucht https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s...touch-57-cm-inkl-zubehoer/1099713330-248-2459 - obwohl ich nix gegen Gebrauchtkauf habe. Lieber einen ordentlichen Gebrauchtgrill mit einem Rost, der gut zu reinigen ist und bei dem nicht alles halb durchfällt, als doch wieder ein Kompromiss...:-)


(Sorry, ich komme wieder vom hundertsten ins tausendste und hoffe, es nervt niemanden)

P.s. Die Schwiegereltern haben so einen Grill - den ich jetzt in den Baumärkten von verschiedenen Firmen dauernd sehe. Funktioniert eigentlich auch nicht schlecht. https://www.amazon.de/Tepro-Grillwa...eywords=grill&qid=1555446112&s=gateway&sr=8-3
 
@tunfaire
Das kommt immer auf deine Erwartungshaltung und deine Ansprüche an.
Über den Tepro kann ich nichts sagen, da noch nie benutzt.
Mit der Weberkugel machst du nichts verkehrt, ist ein "Universalgrill", damit für alles nutzbar.

Grillen kann man auch mit einem günstigem Grill, mehr Spass habe ich (und ich spreche hier ganz bewusst "ich") mit einem "besseren" Grill. :anstoޥn:
 
ginge das dann mit dem ausputzen mit feuerfestzement+blähton oder muss es schon Schamotte sein? Ich kenn mich leider garnicht aus
Das mit dem Blähton habe ich noch nie gehört. Ich würde einfach die Fliesen rauskloppen und mit feuerfesten Beton verputzen.
Damit wird das Ding erst mal benutzbar.
Wenn du Speicherwärme willst kannst du Schamotte gleich mit anmauern ;) oder davor bauen.
Das Ding ist da, dann kannst du es auch nutzen.

Dutchoven -Kochstelle und für schnelle direkte grillereien kann dir der Kamin schon noch Freude bereiten.
Wenn ich meinen Tauchurlaub in Kroatien mache hat meine Parzelle auch immer so ein Ding. :thumb1:

1909470
 
Zum einfachen Flachgrillen wird wohl fast alles halbwegs gehen, man bekommt was man bezahlt ;) Der Weber ist in Ordnung, zum normalen Grillen lässt sich bei dem allerdings der Rost nicht in der Höhe verstellen, da musst du mit den Kohlekörben "arbeiten".

Je nachdem wie intensiv man dies betreiben möchte und wie viel Platz man hat, so bleibt es meist nicht bei einem Grill, sondern man hat für jeden Einsatz den passenden … :D
 
@tunfaire sieh doch mal in Kleinanzeigen nach.. Da bekommste in unserer Region ab 40€ echt gute gebrauchte 57er Weberkugeln, teileweise mit Zubehör.
Günstiger kommt Dich eine Renovierung der alten Feuerstelle nicht und Du hast 100% mehr Spaß damit.

In den alten würde ich als Sparbrötchen keinen Cent investieren um Grillen zu können. Wenn überhaupt hätte ich ihn als DutchOven oder Peka Platz zurecht gemacht aber das möchtest Du ja garnicht.
 
Gibt es da Modelle, die sehr empfehlenswert sind und ein gutes Preis-Leistungs - Verhältnis haben?

Ich würde den Klassiker empfehlen: eine 57er Weberkugel mit Edelstahlrost, praktisch unkaputtbar, du kannst alles machen, direkt grillen, indirekt, smoken. Es muss ja keine Luxusaustattung sein mit Kohletopf sein, auch der einfache 57er macht seinen Job, nur musst du da das Edelstahlrost aus dem Zubehör dazukaufen, ist aber eine sehr gute Investition.

Gruß Funky
 
Alles klar, dann weiß ich jetzt, wie ich das mache. Der Kamin wird mit Feuerfestzement etwas ansehnlicher gemacht und dann mal schauen, wie er sich als Feuerstelle macht.

Als Grill versuche ich es mit einer ordentlichen Kugel - da läuft einem ja angesichts der Möglichkeiten, was man damit alles machen kann, das Wasser im Munde zusammen. (Pulled Pork, Hühnchen usw.) Da habe ich jetzt auch richtig Lust drauf, mich mehr mit dem indirekten und "slow" Grillen zu beschäftigen.

Einen 57er Weber habe ich in der Nähe auch gefunden. https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s...touch-57-cm-inkl-zubehoer/1099713330-248-2459

oder auch https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/weber-grill/1099665039-248-2694

Den Besitzer des ersten Grills habe ich auch angeschrieben, preislich ist da nix mehr zu machen und erstaunlicherweise wird er verkauft weil zu groß für 2 Personen?! Wir sind in den meisten Fällen auch nur 2-3 .. ist ein 57er dann eher Kohleverschwendung? Sollte ich dann eher in Richtung 47er schielen?

Zudem landet man wohl zwangsläufig bei der Suche auch beim Dancook 1400, die besonders wertig und auch sparsam im Kohleverbrauch sein sollen. Nur verstehe ich die Rangordnung nicht so ganz. 1400 heißt der ganz große, der Mittlere dann 1000 und der kleine 1600?! Sind das dann die einzigen Unterschiede oder ist der bringt der doch nicht unerheblich geringere Preis auch einer geringere Qualität mit sich?

In Fall, dass Dancook 1000=1400 nur etwas kleiner, würde das wohl ganz gut für mich passen oder?
 
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