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Grillwagen: Bekväm war gestern, hier kommt Aafvendig!

kaihawaii68

Grillkaiser
10+ Jahre im GSV
Moinsen,

seit Dezember 2014 bin ich stolzer Besitzer eines Portland "El Fuego" Gassmokers (Näheres in dem Unterforum "Smoken mit Gas"). Das Gerät hat eine Höhe von ca. 105 cm und wird von vorne befüllt. Das hat zur Folge, daß man zum Wenden des Grillgutes, Nachfüllen von Wasser oder Holzchips o.ä. immer auf dem Boden rumkriechen muß. Mit 170 cm Körpergröße bin ich zwar näher am Boden, wie die meisten Grillkameraden, mit fast 47 Lenzen bückt man sich aber auch nicht mehr so gerne, da läßt man lieber bücken ;-). Deshalb reifte in mir der Entschluß einen Grillwagen zu bauen, auf dem zum einen der Grill in einer angenehmen Bedienhöhe steht und in dem zum anderen auch die Gasflasche untergebracht werden kann. Um bei biestigen Wetterumschwüngen flexibel zu bleiben sollte der Wagen rollbar sein (sonst wär`s auch kein Wagen, sondern ein Schrank). Außerdem wollte ich ihm ein Dach spendieren. Das Ganze sollte rustikalen Charakter haben, weswegen ich mich für eine Fachwerkbauweise entschieden habe.
@Admin: ich hoffe, daß ist hier das richtige Unterforum, weil ich baue ja keinen Grill, sondern nur einen Grillwagen, d.h. quasi Grillzubehör. Wenn nicht, verschiebt mich bitte nach eigenem Gutdünken.
@all: liebe Bekväm-Gemeinde, seid mir nicht böse, wenn ich den schwedischen Namen Eurer großartigen Eigenbauten im Fred-Titel dezent verulke. Damit will ich bestimmt Niemanden zu nahe treten oder gar Irgendeines Leistung schmälern. Ich fand`s aber zu lustig, um es nicht aufzugreifen. Falls jemand meinen kranken Humor nicht teilt, bitte kurzen Hinweis, ich kann es ja auch jederzeit wieder ändern :prost:.

Nun zum Eingemachten:

Ausgangsmaterial sind ungehobelte Ki/Fi Balken in den Dimensionen 50x100x4000. Die biete ich übrigens zum Stückpreis von 6,00 € auch unter den Kleinanzeigen an!

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Nicht erschrecken, das ist nur mein privater Vorrat, der von einem Dachstuhlbau übrig geblieben ist und den ich verheizen wollte, wenn mir kein passendes Bastelprojekt eingefallen wäre.
Die Balken, die ich zum Verkauf anbiete, liegen trocken in einer Halle.

Dann der grobe Zuschnitt:

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Zapfen ausarbeiten:

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Erstes Zwischenergebnis:

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Geplant ist wie o.a. ein fahr-/ rollbarer Schrank mit Überdachung. Links soll der El Fuego Platz nehmen, rechts die Gasflasche stehen. Jedes Seitenteil mißt zwischen dem Ständerwerk 600x500 (LxB). Die endgültige Höhe habe ich mir erstmal offen gehalten, die säge ich dann ab, wenn ich mir über die engültige Dachform (Pult- oder Satteldach) einig geworden bin.
Da ich meine knapp bemessene Freizeit aber größtenteils damit verbringe mein 5000 m² Grundstück zu mähen, kann ich mich leider nicht jeden Tag dem Schrankbau widmen, d.h. das Projekt wird sich wahrscheinlich etwas ziehen.
Gerade habe ich auch noch feststellen müssen, daß mich meine eigene Kamera wieder mit unsinnigen Datumsanzeigen verarscht. Dabei hätte das Miststück eigentlich wissen müssen, daß es im Dezember 2014 an der türkischen Riviera im Einsatz war.

LG

Kai
 
Hast du einen Traktor oder ziehst du das mit 47 noch selbst? ;-)
Wie wird die Gesamtmasse ("Gewicht") des Wagens sein?
 
Hi, @Allium,
die Kunst wird zunächst darin bestehen, den vormontierten Rohbau aus der Werkstatt zu schaffen. Sobald ich damit durch bin, muß ich nur noch ca. 250 m Rasen bis zur Terrasse überwinden. Sollte das Probleme bereiten, könnte ich zur Not tatsächlich den Aufsitzmäher vorspannen. So weit bin ich aber ja noch nicht.
Bislang habe ich als Ständerwerk 6 Balken á 50x100x2500 cm geschnitten. Dazu 7 Querriegel à 50x100x600 cm und 9 Längsriegel à 50x100x500 cm. Dann noch die Holzvertäfelung der einzelnen Gefache, die Arbeitsflächen und das Dach, wahrscheinlich mit Schiefereindeckung. Ich glaube, da kommt schon einiges zusammen. Einen 4 m langen Balken schätze ich vom Gewicht auf ca. 15 Kg, macht dann bis jetzt ca. 90 Kg. Vorsichtig geschätzt wiegt dann das Gesamtkonstrukt nicht mehr als 200 Kg (ohne Grill und Gasflasche). Kann mich aber auch irren, habe mich schließlich auch anständig verjagt, als ich das letzte Mal auf der Waage stand.

LG

Kai
 
Hast du einen Traktor oder ziehst du das mit 47 noch selbst? ;-)
Wie wird die Gesamtmasse ("Gewicht") des Wagens sein?
Na, bei der Rasenfläche gibt es doch mindestens einen Rasentraktor:muhahaha:
 
Spannendes Projekt - aafvendig passt da, wenn ich mir Deine Zapfen anschaue! :sun:
Hast Du mal über ein paar Schafe/Ziegen nachgedacht - dann hättest Du mehr Zeit zum Basteln und Grillen! Kannst Dich halt nicht mehr überall in den Rasen legen :pfeif:

Viele Grüße
Oliver
 
Na da bleibt man doch mal als interessierter Hobbybastler dran :) Bin gespannt auf weitere Bilder!

Daniel
 
Hallo @donprado, inzwischen sind die Zapfen der Querriegel schon einen Arbeitsschritt weiter:

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Als nächstes müssen jetzt die Zapfenlöcher in das Ständerwerk gestemmt werden. Mal schauen, wann ich dazu komme, denn zuerst muß ich mich jetzt um die Einstellung der Handbremse an dem 318 i touring von GöFreu kümmern, weil die mit dem Hocker dringend zum TÜV muß. Beim Auflegen der Handbremsbelege ist mir zur Probe erstmal die Federsicherung aus dem durchgemotteten Radteller gebrochen. Konnte ich zwar wieder schweißen, mir fehlte dann aber die Zeit die Handbremse einzustellen, weil der Werkstattbesitzer seine Hebebühne zurückverlangte. Jetzt kann ich auf dem heimischen Hofpflaster, in stabiler Seitenlage, versuchen, die Restarbeiten zu erledigen. D.h. alles wieder ab (Reifen, Bremssattel und Bremsscheibe) und schauen, was die Verstellschraube noch zuläßt. Auf die Hebebühne habe ich z.Zt. keinen Zugriff, weil der Hebebühnenbetreiber für drei !!!! Wochen in Thailand urlaubt (the lucky bastard). Tja, die einen liegen in der Sonne, die anderen auf dem Pflaster, thats life.

LG

Kai
 

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So sind sie die Hebebühnenbesitzer... Wenn man sie mal braucht sind sie in Tee-Hailand.

Das ging jetzt aber ziemlich flott mit den neuen Bildern :D Wenn das Tempo so weiter geht: Chapeau!

Daniel
 
Nee, nix mit Fleiß! Die ersten sechs Bilder sind schon von gestern und zeigen die Ausbeute vom Wochenende. Die hatte ich zuerst im Unterforum "Smoken mit Gas" in dem Fred "Pimp my Portland" eingestellt. Da das ganze Projekt aber wohl doch länger dauert, wäre meine Gesamtaktion zu unübersichtlich geworden, wenn ich dort zwischendurch immer nur den aktuellen Baufortschritt gepostet hätte. Deshalb hier der eigene Fred. Baufortschritt Freitag abend: acht Querriegel fertig. Samstag nur halbtags/ -herzig bis Mittag dabei, danach BBQ-Lehrgang bei Mickels-BBQ in Minden (Referent Michael Suhr gibt hier, glaube ich, sogar den Moderator, weiß nur gerade seinen Nickname nicht). Aber auf jeden Fall absolut empfehlenswert, der Mann hat es mit seiner entspannten, souveränen Art und seinem profunden (Grill-) Wissen einfach drauf. Sonntag auch nur Vormittags gewerkelt, danach grillen und zechen mit Freunden. Gestern wegen PC-Wartung nur halber Arbeitstag im Büro und danach noch ein wenig am Wägelchen gesägt. Stand Montag abend: alle Quer- und Längsriegel fertig. Ständerwerk auf Länge gebracht. Bierdeko stammt allerdings noch vom Wochenende, gestern hatte ich irgendwie keinen Durst! Also für ein langes Wochenende ein eher bescheidenes Ergebnis. Aber ich stehe ja auch erst am Anfang und wollte noch ein bißchen Luft nach oben lassen.

Wen es interessiert, hier noch ein paar Bilder von der Zapfenherstellung. Die Bilder hat allerdings ein Kumpel mit seiner Knipse gemacht, deshalb fehlt die irreführende Datumsanzeige. Aber sobald ich wieder am Auslöser bin, haben wir wieder Dezember 2014!!! Zwischendurch hatte ich die blödige Einstellung auch schon `mal stillgelegt. Aber irgendwie muß ich sie wieder reaktiviert haben. Kümmere ich mich aber bei Gelegenheit drum, versprochen.

1.) Riegel auf gleicher Höhe mit Schraubzwinge fixieren und in Werkbank einspannen.
2.) Dann mit Handkreissäge und Parallelanschlag gewünschte Zapfenlänge einsägen

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3.) Anschließend Zapfenausschnitt mit Kappsäge und Tiefenbegrenzer absägen

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4.) Fertig

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So long!

Kai
 

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Da bin ich mal gespannt was du dem El da baust!
Schaut schonmal aus als würde es ein kerniges Projekt werden.
Bin gespannt.
 
Moin, zu einer kurzen Arbeitswoche!

Nachdem ich es meinem Rasen und dem einen oder anderen Maulwurf ordentlich besorgt hatte, konnte ich am Wochenende noch ein wenig basteln. Zapfenlöcher waren angesagt, immerhin 36 Stück:

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Gute 2/3 der Zapfenlöcher habe ich fertig, weil ich zwischendurch auch noch lecker Spargel machen mußte.

Zwischen-Check:

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Paßt fürs Erste. Wenn ich damit am nächsten WE durch bin, steht eine Arbeit an, die mir nicht so viel Freude bereitet: Schleifen und lacken!

Bis dahin!

VG

Kai
 

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So, Freunde der Nacht! Am WE hatte ich ein wenig Zeit für mich und mein Projekt. Schleifen und lackieren der vorgesägten und -gestemmten Einzelteile war angesagt:

Vor dem Schleifen:

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Nach dem Schleifen:

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Zum Schleifen nehme ich eine kleine Flex mit einer Schrubb-/ Fächerscheibe für Metall. Klappt hervorragend ist aber eine äußerst staubige Angelegenheit. Und wenn man eine Staubmaske verwendet, besteht der Nachteil darin, daß man sich ewig die Kaltgetränke an den Hals gießt, weil man vergißt, daß der Schnabel ja maskiert ist. Bei den vielen Einzelteilen zieht sich das Ganze ins Unendliche. Dann habe ich auf dem Nachbargrundstück (Luftlinie ca. 350 m bis 400 m !!!) auch noch einen äußerst ruhebedürftigen Nachbarn, so daß ich meine lärmintensiven Arbeiten an Sonn- und Feiertagen und zur Mittagszeit ganz vergessen kann.
Aber irgendwann war es dann doch geschafft und ich konnte mich meiner zweit liebsten Beschäftigung widmen: Dem Lackieren!

Weil mich das regelmäßig abtörnt, gibts davon auch keine Bilder, sondern nur vom Zwischenergebnis.
Ein Teil der Riegel in der Trockenkammer unter fachkundiger Beobachtung:

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In einer meiner (Zwangs-) Mittagspausen wollte ich, um die Zeit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, eine Auftragsarbeit von GöFreu erledigen. War so eine filigrane Puzzlearbeit, bei der ich mit einem 2 mm Bohrer in einen Rundstab aus Hartholz wollte. Weil meine Werkbank mit den Schraubstöcken mit allem möglichen Gedöns vollgerümpelt und ich zum Aufräumen zu faul war, dachte ich mir, daß geht auch so, wenn man nur ordentlich kräftig zupackt. Ging es auch, nur leider ordentlich in die Hose:

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Zur Erklärung: Wegen der Schwierigkeiten beim händischen Fixieren des Rundstabes während des Bohrvorganges verkantete der Bohrer. Da der Spargel nur 2 mm stark war, brach er natürlich ab. Weil ich zur besseren Kontrolle des Werkstückes dieses nah am Bohrloch gepackt hielt, jagte ich mir das Reststück mit der guten Dewalt zur Probe mal in den Zeigefinger. Entweder weil das Bruchstück so scharfkantig war, oder weil die Bohre noch Restumdrehungen machte, blieb alles im Knochen stecken! Weil ich am Wochenende nicht riskieren wollte, daß irgendwelche Bohrersplitter im Finger bleiben und ich auch noch in die Notaufnahme muß, habe ich das Teil -nach dem Überwinden der Schockphase- im Linkslauf wieder entfernt. Danach habe ich erstmal zwei Minuten überlegt, ob es evtl. nicht doch ein guter Plan ist, einfach `mal in Ohnmacht zu fallen (im Ernst: besonders schmerzhaft war die ganze Angelegenheit eigentlich nicht, mit 2 mm ist der Bohrer ja auch nicht viel gewaltiger als eine normale Spritzenkanüle. Das Ekelige war nur das Gefühl des festgefahrenen Bohrers im eigenen Gebein).
Da ich zu diesem Zeitpunkt die Staubmaske aber schon abgelegt hatte, entschied ich mich gegen die Bewußtlosigkeit und leitete stattdessen eine systemische Antibiose mit 18-jährigem Macallan fine oak ein. Da GöFreu, wie eigentlich immer, wenn man ´mal eine Krankenschwester benötigt, Wochenenddienst hatte, mußte ich mich selbstständig an die richtige Dosierung herantasten. Das führte allerdings dazu, daß der Arbeitstag auch schon kurz nach 15.00 Uhr beendet war. Hat mich nach der dritten Medizin aber auch nicht mehr wirklich gestört.
Montag und Dienstag habe ich die restlichen Teile dann aber fertig gelackt. Weil das nicht wirklich spektakulär ist, habe ich davon aber keine Bilder gemacht.

Heute und morgen ist wieder Rasenmähen dran! Freitag geht es über Pfingsten in die Nähe von @DerHoss , nach Friedrichsbrunn im Südharz.

Wenn ich zurück bin, sind die Bauteile wohl auch anständig durchgetrocknet und entweder werden sie dann schon ´mal probehalber zusammengesteckt oder ich baue zuerst das Fahrwerk. Erfahrt Ihr aber zuerst!!!

Außerdem habe ich mir, weil ich mit meiner Verletzung so tapfer war, was Schickes bestellt! Hat meine Ma früher auch immer so gehandhabt: Für besondere Verdienste gab es auch eine Belohnung! Freue mich schon riesig! Vielleicht kommt die Lieferung sogar schon bis Freitag, dann baue ich es noch vor dem Pfingsturlaub auf und mache Euch mit Bildern neidisch! Mehr verrate ich aber noch nicht ;-)

VG

Kai
 

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moin, Christian,

ok, ist schon recht mittig, aber auch das südlichste unser Harzer Reiseziele. Ansonsten sind wir standardmäßig so eher in den Orten Bad Harzburg, Bad Lauterberg, Bad Sachsa & Steina, Hahnenklee und Schierke unterwegs. In Güntersberge waren wir auch schon, das war uns aber dann doch zu ausgestorben, obwohl wir nicht wegen des Dorflebens, sondern wegen der Natur in den Harz fahren. Wir haben zwar das Steinhuder-Meer unmittelbar vor der Nase, das ist aber eher was für Wassersportler, was wir aber nicht sind. Zum Ausgleich unserer stressigen Jobs und mit Rücksicht auf unseren Hund, schalten wir lieber ab, indem wir ein bißchen durch die Botanik laufen und an jeder Baude die lokale Wirtschaft fördern. Wir lassen das ganz gemütlich angehen und zählen nicht zu dem Hardcore-Wandervolk, was regelmäßig in High-Tech-Ausrüstung auf der Jagd nach Wandernadeln an uns vorbeihetzt. Wir fahren zwar auch gerne an die See, aber Fischland-Darß, Usedom und Rügen sind für ein Wochenende einfach zu weit weg und die ostfriesischen Inseln sind unverschämt teuer.
Ist dieses Jahr unser vierter Aufenthalt in Deiner Heimat und wird wohl auch noch nicht der letzte gewesen sein, das Jahr ist ja noch lang.

VG

Kai
 
Moin und frohe Pfingsten nachträglich!

Wir sind wohlbehalten aus unserem Pfingsturlaub im wunderschönen Harz zurück!

Um den restlichen Pfingstmontag nicht völlig nutzlos, dafür aber streitfrei zu verbringen, habe ich eine neue Auftragsarbeit von GöFreu angefangen.

Exkurs I (Überdachung Herrenzimmer):

Für ein einheitliches Gesamtbild sollte der Eingang des Herrenzimmers mit Holzschindeln überdacht werden, damit es optisch zur der bereits vorhandenen Überdachung des angrenzenden Hauswirtschaftsraumes paßt. Dazu habe ich zwei Wella-Hölzer aus einem Deckenabriß geschliffen, auf Gehrung gesägt, verleimt und verschraubt sowie in Eiche hell lasiert. Das fertige Ergebnis bereits an der Wand:

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Die Überstände der Holzdübel in den Bohrlöchern für die Schrauben habe ich bündig abgesägt, geschliffen und -nachdem ich das Foto gemacht habe- nachlackiert.

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Dann habe ich drei Profilholzbretter auf Maß gesägt und verleimt. Sie dienen den Holzschindeln als Trägerschicht

linke Seite von oben:

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rechte Seite von unten:

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Heute reitet GöFreu nach Feierabend aus, d.h. ich habe sturmfreie Bude, um das Konstrukt fertigzustellen. Um das Abendessen brauche ich mich auch nicht zu kümmern, weil in der Firma gibt es heute Frikadellen und da hat sich Cheffe mal eben seinen wohlverdienten Arbeitgeberanteil abgezweigt.

Und als ich heute morgen mein Büro betrat, begrüßte mich bereits meine Verletzungs-Belohnung (#14).

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Meiner Freude folgte allerdings ziemlich schnell die Ernüchterung, als ich das hier bemerkte:

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Das ist z.Zt. echt die Pest mit DHL. Fast keine Sendung, die mich völlig unbeschädigt erreicht. Meist hat es zwar nur die Verpackung erwischt, aber die Warenkontrolle, die aus Beweisgründen im Beisein des Zustellers erfolgen muß, kostet auch Zeit! Mein Nappi ist natürlich am Pfingstsamstag an die Firmenadresse ausgeliefert worden und im Wochenendstreß hat natürlich keiner der Mitarbeiter die Zeit gehabt, die Verpackung zu kontrollieren. Ich hoffe nur, daß alles heil geblieben ist, denn direkt unter dem Loch sollten sich die Grillhälften befinden.
Drückt mir die Daumen!!!

Ich berichte Euch morgen! Wenn nicht, dann bin ich wahrscheinlich gerade anderweitig mit Amoklaufen beschäftigt!

VG

Kai
 

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Moin, da bin ich wieder!

Zuerst die gute Nachricht: Der Nappi ist unbeschädigt, hat glücklicherweise nur die Verpackung erwischt! Puuh!
Vor lauter Arbeit bin ich aber nur zur Schadenskontrolle gekommen, den Zusammenbau habe ich noch nicht geschafft.

Dafür habe ich die Auftragsarbeit von GöFreu beenden und mich anschließend sogar noch kurz dem Hauptprojekt widmen können!

Baufortschritt:
Um nicht auf den filigranen Dachstützen hämmern zu müssen, habe ich die Überdachung am Boden vormontiert:

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Die Aussparungen dienen der späteren -verdeckten- Verschraubung auf den Dachstützen.

Einleger rechts und links:

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Sägen der zweiten Schindelreihe. Damit ich das Schindelmaß nicht jedesmal neu ermitteln und anzeichnen muß, habe ich ein kleines Kantholz als Anschlag auf die Säge gespannt:

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Damit gehts dann richtig fix:

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Dann alles vernageln und die Nagelköpfe wegen der besseren Optik abkneifen und die Stifte bündig einschlagen:

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Puzzleteile für die obere Schindelreihe:

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Man beachte die Sicherheitsschuhe! Auf dem Filz haften die Sägespäne besonders gut und man spart sich das Fegen der Werkstatt. Dafür muß man allerding alle anderen Laufwege fegen!

Schindeldach auflegen und verschrauben:

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Nach der Verschraubung mußte ich zu meiner großen Überraschung feststellen, daß die Profilbretter über Nacht erheblich geschrumpft sind, obwohl ich sie als getrocknete Ware gekauft habe. Das schreit nach Reklamation!!!

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Aber Vaddern pfuscht sich das schon zurecht:

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Fertig:

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Blick von der Küchentreppe:

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Ich glaube, ich muß GöFreu gelegentlich bitten, ´mal wieder Staub zu wischen und die Spinnweben zu entfernen. Auf diese Weise gleichen sich die Auftragsarbeiten dann auch wieder aus ;-)

Da es noch zu früh für Feierabend war, habe ich mich nochmal kurz dem Hauptprojekt gewidmet und die Vorder- und Rückseite des Grillwagens verleimt und die Querrigel probegesteckt. Paßt soweit erstaunlich gut:

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Auf dem oberen (linken) Kasten soll später der El stehen; in den unteren (rechten) Kasten kommt die Gasflasche.
Ist das verständlich, oder noch zu schwer zu erkennen???

Leider bin ich mit den Lasurergebnissen nicht wirklich zufrieden. Aus Geizgründen habe ich nämlich noch vorhandene Zaunlasur genommen. Das hätte ich aber lieber sein lassen sollen, denn die Farbe taugt maximal für einen Zaun, keinesfalls aber für ein Sportplatzgerät. Ich habe deshalb die Lasiererei auch ersteinmal abgebrochen und damit angefangen, die bereits fertigen Teile wieder abzuschleifen. Man hat ja sonst nichts zu tun und Schleifen ist ja auch eine meiner Lieblingsarbeiten!

Aus Frust habe ich mir erstmal einen Dornfelder entkorkt und ein Bulettenbrötchen überbacken:

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Rezept:
Baguettebrötchen halbieren, entkernen, buttern und mit Streichkäse (z.B. Gouda oder Emmentaler, es geht aber auch Brunch o.ä.) bestreichen. Ich habe den Streichkäse noch mit einem Löffel Frischkäse, gemörserten Chilischoten und einem Löffel fein gehackten Salzgurken verfeinert. Anstelle der Streichkäsefüllung kann man alternativ auch eine ausgebratene Speck-Zwiebel-Champignon-Mischung verwenden. Dann mit ordentlich Streukäse überbacken und den Buletten garnieren. Schnell, ehrlich, lecker.
Vor lauter Gier habe ich nur vergessen, die selbst eingelegten Sherry-Balsamico-Zwiebelringe aufzulegen. Aber nicht schlimm, dann bleiben sie zur Einweihung des Pro22K-LEG erhalten.

Bis dahin!

VG

Kai
 

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Moin,

hier der neueste Grund für die Verzögerung des Baufortschrittes am Hauptprojekt:

Exkurs II (Überdachung Geräteschuppen):

Leider standen immer noch die Reparaturarbeiten des Sturmschadens, den Niklas am Geräteschuppen angerichtet hatte, aus!

Zuerst rundherum die Windfedern und dann die schadhafte Dachpappe entfernen:

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Dann neue Windfedern aus den bekannten Ki/Fi Balken zusägen:

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Dann werden die Sägekanten noch `mal mit dem Elektrohobel auf Maß gebracht!

Danach alles auf Gehrung sägen, auf der Dacheindeckung von unten mit Klammerbrettern verschrauben und mit Voranstrich versehen:

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Als Pappe habe ich mir zu einer selbstklebenden EPDM Folie in 2,5 mm Stärke raten lassen. Soll viel widerstandsfähiger als herkömmliche Dachpappe sein, ist relativ simpel zu verarbeiten (kein offenes Feuer, sondern nur ein Heißluftfön zum Verschweißen der Überlappungen von 5,0 cm erforderlich) und ist immer noch erheblich preiswerter als Profilbleche!

Das Ergebnis nach einem WE Schufterei:

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Kurze Frage:

Nervt es Euch, wenn ich in dem Grillwagen-Fred auch die Nebenprojekte einstelle, die die Arbeiten an dem Hauptprojekt verzögern? Wenn das zu unübersichtlich wird, weil sie ja mit dem Grillwagen nichts gemeinsam haben, kann ich sie auch einfach weglassen.
Nerven die einzelnen Feierabendsessions mit kaum Fortschritt, d.h. soll ich am Grillwagen lieber vorarbeiten und dann später nur die fertigen Teilergebnisse mitteilen?
Wäre für ein Feedback dankbar!

VG

Kai
 

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