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Heute Abend bei Frontal 21

Wir Deutschen (Ausnahmen sind hier zu finden) haben verlernt zu geniessen.
Ich esse lieber nur einmal die Woche ein richtig gutes Stück Fleisch, als jeden Tag Billigfleisch vom Discounter.
 
Tach,
,Erschreckend zu sehen was machbar ist, und gemacht wird.Das ist ein grund warum wir am selber Wursten sind.Gruss Wursthansel
 
Das schlimme an der ganzen Sache ist das die Leute es auch noch kaufen. Kann ich nicht verstehen. Wie tief die Menschheit sich doch blenden läst von den Herstellern. Wie ein paar Leute hier schon geschrieben haben "Deshalb wursten wir selber oder kaufen mal beim Metztger unseres Vertrauens".
Ist echt ne klasse Sache das @DerTeufel das hier reingestellt hatt.
 
Ich habe es auch gesehen und weiß jetzt endlich wozu man Kutterhilfsmittel braucht!

Silberne DLG Medaille :o Das ist ein zu schlechter Witz. Oder es bedeutet, dass jede Aufschnittwurst genau so hergestellt wird und deshalb die Ekelwurst beim Probieren nicht negativ aufgefallen ist.
Ich befürchte fast, dem ist so...
 
Silberne DLG Medaille
Die Medaille wird für den "Geschmack" verliehen. Eine Probe im Labor wird da wohl eher nicht untersucht - feststellen könnte man da eh nichts. Und es wird wohl nicht "schlecht" schmecken, sonst würde es nicht "laufen" mit den "Hilfsmitteln".
Wir Deutschen (Ausnahmen sind hier zu finden) haben verlernt zu geniessen.
Nirgendwo wird so wenig Geld für Lebensmittel ausgegeben wie in Deutschland! Man "frisst" billig! Da spielt Qualität keine Rolle - Hauptsache "lecker" satt. Sonst hätte das Unterschichtenfernsehen auch keine Models mehr für die Abhnehmchallenge.

Gruß

Balkonglut
 
dass wahrscheinlich alles an Wurst so schmeckt
Wenn die Firma behauptet, dass 80% der deutschen (Wurst)Produzenten zu ihrer Kundschaft gehört, kann man nicht mehr rausschmecken, welche Wurst nun "echt" ist und welche nicht.

Seit heute nachmittag überlege ich, was ich noch an Fleisch in der Kühltruhe habe und welche Wurst ich darauf zubereiten kann...

Gruß

Balkonglut
 
Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, ist das für mich ein Sturm im Wasserglas. Was ist denn am Separatorenfleisch nun genau im objektiven Sinne minderwertig? Es ist doch letztlich das Fleisch, das am Knochen hängen bleibt, weil im Schlachthof wegen des Zeitdrucks das Muskelfleisch nicht millimetergenau vom Knochen getrennt werden kann. Das Separatorenfleisch wird gerne als Masse beschrieben, die mit Muskelfleisch nicht mehr viel gemeinsam hat. Das kommt natürlich daher, dass die maschinelle Verarbeitung das Fleisch zerrupft. Aber im Kutter wird die Masse für die Brühwurst ja sowieso bis zur Unkenntlichkeit zermatscht.

Irgendwie finde ich das paradox. In der handwerklichen Metzgerskunst ist man stolz darauf, so viel wie möglich vom Tier zu verwerten. Das hier ist eben die maschinelle Variante davon. Der Ekelfaktor ist meiner Meinung nach rein psychologisch. Das Problem ist nur, dass wegen dieses irrationalen Ekelfaktors die Verwendung verschwiegen wird, und das ist natürlich illegal. Aber sonst ließe sich die Wurst natürlich nicht verkaufen.

Als Hobbywurster können wir es uns erlauben, nur die ausgelösten Stücke zu verwenden. Aber die paar Millimeter, die noch am Knochen hängen bleiben, würden eine Wurst doch nicht verseuchen, wenn man sie auch noch abkratzen würde.
 
Du hast meiner Meinung nach Recht.
Nicht die "Reste", die vom Knochen gekratzt werden sind das Problem, sondern die teils grenzwertigen Zusatzstoffe bei der Weiterverarbeitung und das Unterschlagen der selben bei der Angabe der Inhaltsstoffe.
Wenn wir Spare Ribs machen, nagen wir ja auch alles ab und lassen nichts am Knochen, oder?

OK, die Methoden zum Ablösen des Separatorenfleisches sind auch grenzwertig und wenig appetitlich.
 
OK, die Methoden zum Ablösen des Separatorenfleisches sind auch grenzwertig und wenig appetitlich.

Das stimmt natürlich, und ich will diese Praxis damit auch nicht gutheißen. Aber sie als Monstrosität zu skandalisieren, ist stark übertrieben. Schon die Tatsache, dass Separtorenfleisch nur nachgewiesen werden kann, weil es verfahrensbedingt winzige Knochenpartikel im Mikrometerbereich enthält, zeigt ja schon, dass da nichts wirklich Schlimmes drin ist. Weil es wohl auch 100%ig auszuschließen ist. dass kleine Mengen Rückenmark hineingelangen, ist es beim Rind wegen BSE auch veboten. In irgendeinerweise "verseucht" kann man es beim Schwein deshalb aber auch nicht nennen.

Apropos Nervengewebe in der Wurst: Im "Koch" stehen einige alte Wurstrezepte, in denen Schweinshirn verwendet wird. Hirn ist ja ein sehr guter Emulgator. Heutzutage ist das natürlich igitt und wegen BSE ist beim ausgewachsenen Rind ist inzwischen auch Schweins- oder Kalbshirn beim Metzger fast schon zur Bückware geworden. Dafür kann man sich dann aber prima über Soja-Lecithin als Zusatzstoff echauffieren...
 
Vorhin bin ich über etwas wirklich Grässliches gestolpert, zum Glück nichts aus Deutschland. Ich glaube aber, dass es in diesen Thread gut hinein passt.
Texanische Rinds-"Chorizo" :

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Die Zutatenliste:

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Speicheldrüse und Lymphknoten vom Rind, Rinderfett, Essig, Wasser, Gewürze, texturiertes pflanzliches Protein (Soja, Zuckerkulör), Salz, Paprika, Zucker, Rindfleisch, Natriumnitrit. Lecker. Aber alles vorbildlich deklariert.
 

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