Ja, man kann auch Hirsch-Lungenbraten grillen.
Für ein Geburtstagsfest mit 20 Erwachsenen und 6 Kindern habe ich 4 Lungenbraten vom Hirsch geschenkt bekommen. Da dies zu wenig ist, habe ich noch ca 7 Kg Pute gekauft.
2,3 Kg Hirsch und etwa 7 Kg Pute (inklusive Knochen) für 26 Personen war genau richtig.
Als ich dann die eingefrorenen flachen Hirsch-Filets gesehen habe, kamen mir starke Bedenken, ob man das auch tatsächlich am Grillrost zubereiten kann, ohne dass das feine Fleisch trocken wird.
Vorbereitung:
1 1/2 Stunden vorher habe ich die aufgetauten Filets (in der Auftauphase habe ich schon Rosmarinzweigerl in die Plastiksackerl gelegt) gut gesalzen (Meersalz+Rosmarin&Thymian) in Maiskeimöl auf Rosmarinzweige gelegt.
Inzwischen war der Truthan schon im vorgeheizten Backofen
http://www.grillsportverein.de/forum/threads/fred-feuerstein-grill-backofen.144058/
Etwa vier Stunden lang bei ca 120 Grad Backofentemperatur.
Nun kam die Stunden der Wahrheit: Wie werden die Filets das Grillen vertragen?
Habe mich nicht getraut diese feinen Filets in den Backofen zu geben, weil ich dann zu wenig Kontrolle über den Grillvorgang habe. So habe ich dann doch den alten Griller angeheizt.
Dieser hat den Vorteil dass das Feuer hinten eine gute Hitze gibt, vorne aber durch das Vorverlegen der Glut die Temperatur sehr gut geregelt werden kann.
Die Hirsch-Lungenbraten kamen kurz (wenige Minuten) hinten nahe an das Feuer, sodass das frische Fleich nur so zischte. Dann kamen sie nach vorne, wo die Temperatur knapp über dem Rost gerade so ist, dass man sie mit der Hand gut wahrnehmen kann. Nach ca weiteren 15 Minuten war die Kerntemperatur auf 55 Grad angestiegen. Die Fleisschoberfläche bekam ein glasiges Aussehen, durch das Austreten von Fleischsaft.
Dies ist ein sicheres Zeichen (auch ohne Zuhilfenahme eines Fleischtemometers), dass das Fleisch reif ist zum Umdrehen. Jetzt braucht es wieder kurz gute Hitze, das heisst: Verschieben der Glut unter das Fleisch.
Ein paar Minuten und fertig ist der Lungenbraten vom Hirsch (Kerntemperatur 60 Grad).
Dazu habe ich eine Sauce zubereitet, wie Cruiser sie empfiehlt: http://www.grillsportverein.de/forum/threads/rosa-gebratener-hirschruecken-mit.111485/
Sie wird tatsächlich so gut, wie Cruiser sie beschreibt. Ich habe diese Sauce abends zubereitet und die Nacht noch am offenen Feuer weiterköcheln lassen. Diese Nachtruhe mit Knochen und Gemuese und viel Wein hat ihr gut getan. Ein himmlischer Geschmack am Morgen. Abgeseit, mit kandisierten Preiselbeeren nochmls aufgekocht und eingedickt.
Mit Preiselbeermarmelade und Kartoffeln (Cruesers Spätzle hätten auch gut dazu gepasst) serviert - ein Traum. Noch heute läuft mir das Wasser im Mund zusammen.
Hier die Strecke, wie die Jäger zu sagen pflegen:
Für ein Geburtstagsfest mit 20 Erwachsenen und 6 Kindern habe ich 4 Lungenbraten vom Hirsch geschenkt bekommen. Da dies zu wenig ist, habe ich noch ca 7 Kg Pute gekauft.
2,3 Kg Hirsch und etwa 7 Kg Pute (inklusive Knochen) für 26 Personen war genau richtig.
Als ich dann die eingefrorenen flachen Hirsch-Filets gesehen habe, kamen mir starke Bedenken, ob man das auch tatsächlich am Grillrost zubereiten kann, ohne dass das feine Fleisch trocken wird.
Vorbereitung:
1 1/2 Stunden vorher habe ich die aufgetauten Filets (in der Auftauphase habe ich schon Rosmarinzweigerl in die Plastiksackerl gelegt) gut gesalzen (Meersalz+Rosmarin&Thymian) in Maiskeimöl auf Rosmarinzweige gelegt.
Inzwischen war der Truthan schon im vorgeheizten Backofen
Etwa vier Stunden lang bei ca 120 Grad Backofentemperatur.
Nun kam die Stunden der Wahrheit: Wie werden die Filets das Grillen vertragen?
Habe mich nicht getraut diese feinen Filets in den Backofen zu geben, weil ich dann zu wenig Kontrolle über den Grillvorgang habe. So habe ich dann doch den alten Griller angeheizt.
Dieser hat den Vorteil dass das Feuer hinten eine gute Hitze gibt, vorne aber durch das Vorverlegen der Glut die Temperatur sehr gut geregelt werden kann.
Die Hirsch-Lungenbraten kamen kurz (wenige Minuten) hinten nahe an das Feuer, sodass das frische Fleich nur so zischte. Dann kamen sie nach vorne, wo die Temperatur knapp über dem Rost gerade so ist, dass man sie mit der Hand gut wahrnehmen kann. Nach ca weiteren 15 Minuten war die Kerntemperatur auf 55 Grad angestiegen. Die Fleisschoberfläche bekam ein glasiges Aussehen, durch das Austreten von Fleischsaft.
Dies ist ein sicheres Zeichen (auch ohne Zuhilfenahme eines Fleischtemometers), dass das Fleisch reif ist zum Umdrehen. Jetzt braucht es wieder kurz gute Hitze, das heisst: Verschieben der Glut unter das Fleisch.
Dazu habe ich eine Sauce zubereitet, wie Cruiser sie empfiehlt: http://www.grillsportverein.de/forum/threads/rosa-gebratener-hirschruecken-mit.111485/
Sie wird tatsächlich so gut, wie Cruiser sie beschreibt. Ich habe diese Sauce abends zubereitet und die Nacht noch am offenen Feuer weiterköcheln lassen. Diese Nachtruhe mit Knochen und Gemuese und viel Wein hat ihr gut getan. Ein himmlischer Geschmack am Morgen. Abgeseit, mit kandisierten Preiselbeeren nochmls aufgekocht und eingedickt.
Mit Preiselbeermarmelade und Kartoffeln (Cruesers Spätzle hätten auch gut dazu gepasst) serviert - ein Traum. Noch heute läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

Hier die Strecke, wie die Jäger zu sagen pflegen:
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