So ihr Lieben, nun will ich mal bebildert berichten!
Wenn ich vorab von einem "acht Gänge Menü" geschrieben habe, so werdet Ihr die Jakobsmuscheln vom Jacobsberg vermissen

Am gestrigen Abend ging es mehr um die "einfache Küche" sprich: Hausmannskost!
Wenn ich vom Partikel "einfach" hier schreibe, müsste ich mich eigentlich gleich wieder revidieren, denn alle Speisen lesen sich zwar einfach, diese aber in der Perfektion zwischen Würze und Konsistenz hinzubekommen, würde mein bescheidenes Hobby-Koch-Dasein überfordern.
Wir waren drei Personen und Frank hatte alles Mise en Place vorbereitet. Wenn er sich in die Küche begab, dauerte es kaum mehr als fünf Minuten und er kam mit drei Tellern wieder zurück.
Hier war für uns eingedeckt und wie es sich für ein ordentliches Restaurant gehört mit Stoffservietten:
Wie Ihr gleich sehen werdet, waren die Portionen denen der Gourmet-Küche nachempfunden, denn da sollte ja auch noch etwas Platz für guten Wein bleiben.
Begonnen mit einem Amuse Gueule, dem Gruß aus der Küche in Form von frischen Lachs auf geröstetem Weißbrot:
Selbst hier war ich verwundert, denn bei mir sind die Scheiben meist zu dick und haben zwar oben und unten eine ansehnliche Kruste, sind im Kern aber immer noch weich.
Nicht beim
@maitre de cuisine, da war die Scheibe durchgeröstet und es schmeckte als Beginner lecker mit dem Wunsch auf mehr.
Als einzige Suppe des Abends gab es ein "irish Stew", welches mich fast dazu gebracht hätte zu sagen:
Frank hol den Topf her, wir essen den leer

Bohnen mit Biss, Lammfleisch zart und komplett gut abgewürzt.
Nächster Gang ein Frikassee ohne Mehlgeschmack, mit einer leichten Note von Säure und Kapern, dass Fleisch bissfest und ohne Klebereis.
Dem Frikassee folgte dann ein genialer Gulasch mit Kartoffelpüree.
Das Fleisch bissfest, die gequetschten Kartoffeln weich abgeschmeckt und von der Soße mag ich euch nicht weiter berichten, da kommt der Speichelfluss in Gang
Nun kamen zum ersten Mal die großen, flachen Teller zum Einsatz und es gab Schweinebraten vom Kamm mit Knödeln und Spitzkohl.
Wenn ich von Kohl rede, dann gibt es bei mir eigentlich nur "richtigen Kohl" und der ist rund!
Bis gestern hatte Spitzkohl für mich eigentlich keinerlei wirklichen Kohlgeschmack.
Seit gestern weiß ich es besser und ich glaube wenn mich von allen einzelnen Speisen gestern Abend eine überrascht hat, so war es der Kohl, den ich mit der großen Kelle hätte essen mögen.
Der Schweinebraten war saftig und lecker, die Soße der Hammer.
Gefolgt wurde der Schweinebraten von einer Sülze mit Remouladensoße an Röstkartoffeln.
Ich bin eigentlich ein großer Fan von Säure und meine Sülze ist eigentlich immer zu saurer.
Hier war der Geschmack ausgewogen mit einer angenehmen Säure, die alle anderen Beilagen nicht dominiert hat.
Das war noch nicht das Ende, denn darauf folgte aus dem Gespräch heraus ein kleiner Salat mit einem French-Dressing, nur um das Dressing mal zu kosten. Lecker!
Abschließend dann die Eisvariante die hier schon des öfteren beschrieben wurde und die ich jedem empfehlen kann,
es einfach mal zu probieren:
Vanilleeis mit Salz, Pfeffer und gekühltem milden Olivenöl
Da die Portionen der Speisen ja recht übersichtlich gehalten wurden, da war noch genug Platz für leckeren Wein
Frank hatte eine Auswahl von lecker bis hin zu dekadent zusammengestellt und jede Flasche übertraf irgendwie ihren Vorgänger.
Wer also dort speisen möchte, dem wird ganz bestimmt ein passender Wein dazu gereicht
Begonnen wurde mit ihm:
darauf folgte:
Der rote dann zum kräftigen Schweinebraten
ein "Tobias Ricken" war dabei
ein "Klein", der eigentlich in die Kategorie "Schokolade" reicht
... und der König des Abends
Entschuldigt, die Qualität der Fotos und vielleicht verbessert mich auch Frank in der Reihenfolge, aber ich kann mich zumindest an den Abend erinnern, da eigentlich nur zwei "Trinker" am Tisch saßen und ich reichlich hatte
Mein Fazit:
So ganz einfach ist einfache Küche denn doch nicht und hat man aber einen Maitre an der Seite,
welcher einem die Schritte erklärt, so kann auch der Hobbykoch in Zukunft glänzen!
Vielen Dank nochmal dem Frank und für Alle die hier lesen und die sich begeistern, stellt bitte nicht die Frage:
Was hat der Abend gekostet! Die Antwort bleibt unter Verschluss!
Danke für Eure Geduld und euer Interesse, schönen Abend
