...nachdem mich vorletzte Woche der Micha (@Medicus13) mit seinen Mallorca-Reiseberichten und den leckeren Sachen, die er sich dort gegönnt hat, gequält hat, mein Fischhändler aber nicht lieferfähig war, habe ich dann letzten Freitag zugeschlagen und ´mal ordentlich in Seafood investiert.
Der Bericht ist etwas ausufernd geworden und mit den Fotos habe ich auch ein wenig übertrieben, wen das stört, der muß einfach etwas schneller scrollen.
Wegen der Hochladezeiten der Bilder werde ich den Post außerdem in zwei Teile zerlegen, was auch der tatsächlichen Chronologie der Geschehnisse entspricht.
Der Bericht enthält außerdem Sequenzen, in denen ich zeige, wie man mit bloßen Fingern tote Fische entbeint und -darmt.
Wer davor Ekel hat, sollte sich am besten jetzt schon eine Nierenschale bereitstellen.
Also auf, dann wollen wir ´mal mit Tag 1 loslegen:
In dem Styroporkoffer befinden sich 3 kg Sardellen und ca. 1,2 kg mittelgroße Calamari...
...zuallererst kümmern wir uns ´mal um die Fischleins...
...dazu wird diesen erstmal der Hals umgedreht, d.h. der Fisch wird mit der einen Hand in Rückenlage gehalten, während man mit der anderen Hand den Kopf an den Kiemen so weit nach hinten überdehnt, bis er vom Rumpf abreißt...
...an der Bruchstelle reißt man anschließend mit dem Daumennagel die Bauchhöhle bis zur Schwanzflosse auf...
...das geht bestimmt auch mit einem Messer oder einer Schere, die Viecher sind aber auch recht glitschig und störrisch und ich wollte der Gefahr, daß ich mich schneide, aus dem Weg gehen...
...dann legt man den Kadaver rückling auf die Arbeitsfläche und zwickt ihm mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand kräftig in die Schwanzflosse...
...mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand ertastet man die Rückengräte und schiebt an dieser das ganze Gekrösel, was sich im Fisch befindet, zu dessen Kopf...
...nach diesen Arbeitsschritten sollte man dann einen ausgeräumten und aufgeklappten Fisch vorfinden...
...die Rückengräte wird entfernt, indem man im hinteren Drittel mit den Fingernägeln zwischen Gräte und Haut einen Hohlraum knipst, dadurch den kleinen Finger prokelt und mit diesem auf der Hautseite entlangfährt bis die Gräte vollständig vom Korpus gelöst ist...
...und nochmal...
...Kopf ab...
...Bauch auf...
...Innereien zum Kopf schieben, Gräte anlösen...
...ablösen...
...und wegschmeißen...
...die entstandenen Filets werden dann noch ein wenig besäumt...
...zwischengelagert...
...vor der Weiterverarbeitung ordentlich abgebraust...
...und schließlich endgelagert.
Einen Teil habe ich mit Limmettensaft und Sherry-Essig mariniert und in ordentlich Knoblauch, Gartenkräutern und Öl zu Boquerones y alio eingelegt.
Dann war das andere Meeresgetier an der Reihe...
...ob der erste Mensch, der je in so ein Tier reingebissen hat, evtl. wohl Skrupel hatte?...
...Kopf und Tentakel werden einfach abgezogen und der im Innern befindliche Schuhspanner rausgezogen. Den Kopf (das glibbrige Ding mit den schwarzen Flecken) schneidet man weg, die Tentakel können auch gegessen werden...
...den größten der Kameraden habe ich enthäutet und in Ringe geschnitten, die Restlichen sollten am Folgetag mariniert und gegrillt werden...
...mehlieren, in zerschlagenem Ei wälzen und goldbraun frittieren...
...und fertig sind Boquerones fritos...
...und Calamari fritti.
Weil dieses Essen eindeutig zu kohlenhydratearm war, gab´s nach dem Aufräumen noch einen Amarena-Eisbecher zum Nachtisch!
Ich hoffe, es hat gefallen, Teil 2 folgt in Kürze.
Der Bericht ist etwas ausufernd geworden und mit den Fotos habe ich auch ein wenig übertrieben, wen das stört, der muß einfach etwas schneller scrollen.
Wegen der Hochladezeiten der Bilder werde ich den Post außerdem in zwei Teile zerlegen, was auch der tatsächlichen Chronologie der Geschehnisse entspricht.
Der Bericht enthält außerdem Sequenzen, in denen ich zeige, wie man mit bloßen Fingern tote Fische entbeint und -darmt.
Wer davor Ekel hat, sollte sich am besten jetzt schon eine Nierenschale bereitstellen.
Also auf, dann wollen wir ´mal mit Tag 1 loslegen:
In dem Styroporkoffer befinden sich 3 kg Sardellen und ca. 1,2 kg mittelgroße Calamari...
...zuallererst kümmern wir uns ´mal um die Fischleins...
...dazu wird diesen erstmal der Hals umgedreht, d.h. der Fisch wird mit der einen Hand in Rückenlage gehalten, während man mit der anderen Hand den Kopf an den Kiemen so weit nach hinten überdehnt, bis er vom Rumpf abreißt...
...an der Bruchstelle reißt man anschließend mit dem Daumennagel die Bauchhöhle bis zur Schwanzflosse auf...
...das geht bestimmt auch mit einem Messer oder einer Schere, die Viecher sind aber auch recht glitschig und störrisch und ich wollte der Gefahr, daß ich mich schneide, aus dem Weg gehen...
...dann legt man den Kadaver rückling auf die Arbeitsfläche und zwickt ihm mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand kräftig in die Schwanzflosse...
...mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand ertastet man die Rückengräte und schiebt an dieser das ganze Gekrösel, was sich im Fisch befindet, zu dessen Kopf...
...nach diesen Arbeitsschritten sollte man dann einen ausgeräumten und aufgeklappten Fisch vorfinden...
...die Rückengräte wird entfernt, indem man im hinteren Drittel mit den Fingernägeln zwischen Gräte und Haut einen Hohlraum knipst, dadurch den kleinen Finger prokelt und mit diesem auf der Hautseite entlangfährt bis die Gräte vollständig vom Korpus gelöst ist...
...und nochmal...
...Kopf ab...
...Bauch auf...
...Innereien zum Kopf schieben, Gräte anlösen...
...ablösen...
...und wegschmeißen...
...die entstandenen Filets werden dann noch ein wenig besäumt...
...zwischengelagert...
...vor der Weiterverarbeitung ordentlich abgebraust...
Einen Teil habe ich mit Limmettensaft und Sherry-Essig mariniert und in ordentlich Knoblauch, Gartenkräutern und Öl zu Boquerones y alio eingelegt.
Dann war das andere Meeresgetier an der Reihe...
...ob der erste Mensch, der je in so ein Tier reingebissen hat, evtl. wohl Skrupel hatte?...
...Kopf und Tentakel werden einfach abgezogen und der im Innern befindliche Schuhspanner rausgezogen. Den Kopf (das glibbrige Ding mit den schwarzen Flecken) schneidet man weg, die Tentakel können auch gegessen werden...
...den größten der Kameraden habe ich enthäutet und in Ringe geschnitten, die Restlichen sollten am Folgetag mariniert und gegrillt werden...
...mehlieren, in zerschlagenem Ei wälzen und goldbraun frittieren...
...und fertig sind Boquerones fritos...
...und Calamari fritti.
Weil dieses Essen eindeutig zu kohlenhydratearm war, gab´s nach dem Aufräumen noch einen Amarena-Eisbecher zum Nachtisch!
Ich hoffe, es hat gefallen, Teil 2 folgt in Kürze.
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