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[Jagd] Der Jagdthread

am Sonntag haben wir auch die letzte DJ, vorzugsweise gilt´s den Schwarzen. 1-2 könne ich schon noch gebrauchen, die Salamivorräte gehen zur Neige..... Aber sind wir ehrlich, es macht im Moment keinen Spaß, ich hab die Nase vom ewigen Schlamm langsam voll.... Seit 6 Wochen fast ununterbrochen Regen. Meine Hunde können mich schon langsam nicht mehr leiden.....
 
sodele, es ist ganz gut gelaufen, ordentliche Strecke, auch die Stücke selber passen. Ich hab mir 2 Frischlingsbachen um die 35-40 Kilo gesichert und einen "Zwerg", so um die 20 Kilo. Da konnte ich nicht widerstehen und ihn hängen lassen. Ich hab´s genau gehört, nimm mich mit, ich will in deine Kühltruhe..... Rücken und Keulen ganz für mich alleine, da bekommt keiner was von ab, Blätter und der Rest gehen in die Leberknödel. War mir heute morgen auch schonn einen anständigen Schweinebauch besorgen, morgen o. ümo mach ich mich dann ans Werk.

Jetzt ist mal aussortieren in den Vorräten angesagt, bevor was überlagert, kommt es mit in die Salami. Nacken, Blätter und die Abschnitte von den beiden anderen, das sollte nachher alles zusammen so gute 30 Kilo Salami geben.... Zwei von 4 Keulen werden zu Schinken, die beiden anderen werden in ihre Bestandteile zerlegt, Bratenstücke, oder ganz einfach Kochfleisch (WWildsausuppe statt RIndfleischsuppe), oder bei Lust und Laune auch einfach als Gulasch verschnitten.

Ich versuche nu mal diese Woche noch vom Ansitz aus an eine Wutz zu kommen, für den Eigenbedarf, die liebsten sind mir ja die um 35 Kilo. Lecker.....
 
Sodele, gestern der letzte Ansitz auf Kitze. Wir waren noch ein klein wenig hinter dem Plan, der Förster hat schon unamüsiert die Augenbraue gehoben. Letzte Woche Dienstag "Gemeinschaftsansitz". Also wir waren zu zweit. Beim Kollegen hat es nur eine knappe Stunde gedauert, bis er vermelden konnte "Kitz liegt". Das war´s dann mit Beute an diesem Tag, freitags bin ich alleine los. Gesessen hab ich gegen halb 4, gegen halb 6 zieht eine Geis mit zwei Kitzen in meine Richtung, das Bockkitz blieb. Gestern, vorletzter Tag, großer Sammelansitz. Ich habe mich gerade gemütlichh eingerichtet, die ersten 10 Seiten gelesen, als plötzlich - wie immer - wie aus dem Nichts ein Reh 30 Meter vor mir steht und mich in meinem in den Hang gebauten Erdsitz intensiv beäugt. Ich sag euch, gefühlt eine Viertelstunde hab ich mich nicht bewegt, kein bissi, kein Blinseln, Augen nicht bewegen, gar nix. Das Stück, das sich danach wieder als Bockkitz rausgestellt hat, zieht an die Brombeeren und nagt ein paar Blätter. Das war für mich die Chance an den Peletor zu kommen und in den Anschlag zu gehen. Jetzt erstmal in Ruhe ansprechen. Nein, kein Gehörn, kein Bast. Aber Pinsel. Damit war die Entscheidung ganz schnell gefallen, einstechen, LP ins Ziel bringen, vorsichtig den Finger krümmen.

Wie jedes Mal ist die Erleichterung riesig, wenn alles ohne Flucht abgeht. Bumundum. Kurze Rücksprache mit dem Chef, ob ich jetzt die Wildmarke holen gehe und dranmache oder ob ich noch sitzen bleibe. Ansage - wenn ein Kitz kommt, kommt mit ein bissi Glück noch eins. Sitzen bleiben und warten.

Es geschah aber nix mehr, um halb 7 hab ich den Kollegen, der die Wildmarke bei sich hatte, abgeholt und wir sind zurück zu meinem Sitz, Marke dran, letzten Bissen, dann aufbrechen. Ohne Marke darfste das Stück nichtmals anfassen, geschweige denn bewegen. Das ist die Oberaufsicht sehr sehr genau. Andere Länder, andere Sitten.

Gegen halb 9 gab´s dann die Leber. Frischer, saisonaler und regionaler geht nicht. Extrem Lecker, die Hunde haben ein wenig Lunge und Herz genascht.
 
@erwinelch ,
Wo jagst du das ihr bis Ende Januar die Kitze frei habt?

Bei uns bis 15.01.
Obwohl ich immer schaue das ich vor Weihnachten fertig bin.
Hab eigentlich ganz selten im Januar auf Rehwild gejagt.
Da sollens ihre Ruh vor mir haben :D
 
Frankreich. Und da ist im Wald der Förster der kleine Gott. Der legt fest, was du zu schießen hast. Und insbesondere bei den bösen Knospenfressern isser hinter dir her. Der sagt dir auch, bis zu welchem Stichtag wieviele erlegt sein müssen.
 
Nachdem ich die letzten Wochen vermehrt dem Schwarzwild meine Aufmerksamkeit geschenkt habe, glücklicherweise mit Erfolg, habe ich gestern nochmal die Chance genutzt und etwas früher das Büro verlassen. Bei Kaiserwetter habe ich eine am Waldrand gelegene Kanzel bezogen und äugte auf den Weizenschlag links und den Rapsschlag rechts. Gegen 17:30 zog eine Ricke mit einen männlichem und einem schwächeren weiblichen Kitz auf den Weizenschlag. Das weibliche Kitz als passend angesprochen, die Norma Oryx auf die Reise geschickt und das Stück an den Platz gebannt. Fast im selben Moment müssen etwas weiter, auf gut 150m, noch weitere Stücke Rehwild auf den Acker gezogen sein. Dort standen noch weitere 5 Stück und haben sich durch den Schuss nicht stören lassen. Hätte gesten ohne Probleme eine Triplette strecken können aber mir einscließlich diesem Kitz ist mein Teil des Rehwildabschusses erfüllt und ich kann mich weiter den Schwarzen widmen.

Anbei die Stücke welche im Januar strecken konnte (Frischlingskeiler 28kg, Überläuferkeiler 49kg und weibliches Kitz 12kg) . Entschuldigt bitte das eine Bild aber die mit Bruch sind noch wesentlich schlechter.

Waidmannsheil

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Ok,
Ich bin wirklich froh das ich mein kleines Revier habe in dem ich mehr oder weniger tun kann was ich mag.
Ich bin froh nicht auf den Staatsforst angewiesen zu sein. Bei denen ihrer Hetzjagd gegen alles was einen Baum
krumm ansieht mach ich nicht mit.
Das was da stellenweise betrieben wird hat nichts mehr mit Jagd zu tun sondern eher mit Schädlingsbekämpfung.

Einen Förster haben wir bei uns , mit dem bin ich befreundet.
Der sieht die Sache eher locker. Bei dem kann ich wenn ich mag raus gehen auf Rotwild,Sika und Sau.
Kommt aber selten vor das ich gehe. 5-6mal im Jahr.

Waidheil @Tuna
 
gestern gab es tatsächlich ein bissi Schnee. Eigentlich wollte ich - vom Wind bestimmt - ins Tal auf einen Sitz, war aber nix, kein Schnee im Tal. 100 Meter weiter oben - Winterwonderland.
Um 7 Uhr hab ich gesessen, eingerichtet, ZF justiert, langsam kehrt die innere Ruhe ein. Das ist das schöne am Sauenansitz, nix mit Lesen, nix mit Händi. Sehr entspannend. Entschleunigunng pur.
Halb acht. In der Ferne schreckt ein Reh. Die Kirchtürme der drei umliegenden Ortschaften läuten alle mit einem kleinen Zeitversatz. Ob das Absicht ist?

Immer mal wieder der Blich durch´s Fernglas, links die freie weiße Fläche, 50 Meter etwa, vor mir unter der dicken Eiche die andere erwartete Anlaufstelle. Schnee schön und gut, aber im Matsch unter der Eiche bringt dir das nix, aso die Hoffnung, daß ich - wenn denn überhaupt was passiert bei meinem Glück - sie an der Grenze zu Schnee ins Glas bekomme.

Ich sinniere so vor mich hin, verfluche still und heimlich den Erbauer der Kanzel. Der muß aus Schlumpfhausen kommen, Beinfreiheit geringer alzwiee bei Ryanair. Sitzt du da länger alzwie drei Stunden, tun dir drei Tage lang die Knie weh.

Viertel vor 8. Wieder das erhebenden Glockenspiel der drei Türme. Ich stelle fest, ich bin guter Stimmung, die Kälte ist erträglich, Füße warm, zwei Fleecedecken über den Knien, die Sohlen - und die Taschenwärmer tun, was sie sollen.

8 vor 8. Geschätzt. Schritte im Gebüsch. Richtung nicht wirklich zu orten, aber das ist meiner körperlichen Versehrtheit zuzuschreiben. Aber eindeutig, kein Reh. Dafür sind die Schritte zu schnell und es sind zu viele. Das nährt die Hoffnung auf Sauen.

Peletor aufsetzten. Eigeschaltet war er schon. Eindeutige Sauengeräusche. Und Schmatzen. Der Blick geht nach links auf die Freifläche - keine Sauen. Also müssen Sie unter der Eiche stehen.
Glas, ja, Sauen. Nicht viele, 6 oder 7 Stück. Am rand ein deutlich stärkeres Stück, ansonsten relative Zwerge. Ich nehme noch den Nachtkuck, vergewissere mich, daß keine ganz winzigen Gestreiften dabei sind. Nix zu sehen.

Waffe aus dem Fenster friemeln. Gar nicht so einfach in diesem Puppenhäuschen. Aber, das 8-Uhr-Läuten macht es etwas einfacher. Einrichten. Entsichern, Ziel erfassen. Die, die tatsächlich den Fehler macht, am Rand zum Schnee zu stehen. Einstechen, päng. Es muß kurz nach 8 gewesen sein, ich hab sie nämlich wegrennen hören, kein Turmgeläut mehr also.

Eine Sau geht nach links ab, der Rest der Truppe nach rechts. Was nuu kommt, kennt ihr wahrscheinlich, nein, es war nicht die Zigarette danach. Was anderes.
Ich warte eine gefühlte Ewigkeit bis der Adrenalinschub vorbei ist. Nehme das Glas und versuche was zu erkennen. Nix. Scheiße. Keine Sau. Dabei hab ich doch das Schlegeln gehört.
Nun gut, ich mache mich froh, daß der Treffer gut war. Nach einer Viertelstunde fange ich an mein Zeug zusammen zu packen, fädele mich duch die Puppenstubentür. Aufpassen, Schnee, Podest mglw. glatt.

Alles geht gut, unten angekommen hänge ich den Rucksack an die Leiter, lade, Vergrößerung runter, Rotpunkt an und mache mich in Richtung des fixierten Punktes, wo die Sau gestanden hat.
Da lag sie dann. Meine Monstersau. Sie ist noch zwei Sätze nach links, hinter einem Baum war sie nicht zu sehen. Vor mir liegt eine Frischlingsbache, gewogen hab ich sie nicht, aber wenn sie 25 Kilo hat, ist es viel. Der Schuß war ok, kurz hinter dem Blatt rein, aufm anderen Blatt tief raus.

Alles gut. Eigentlich wollte ich eine Sau zum Salmaimachen, aber nun, egal. Die Kleinen sind die Leckersten, Rücken auslösen, der Rest wird durchgedreht, Hackfleisch ist nämlich alle und kleine Keulen hab ich noch 4 Stück eingefroren.

Um 10 war ich daheim, dann gab´s den Erlegersauerkrautsaft. Nu gleich die Probe weg und die Wurtz zum Metzger bringen.
 
Damit das hier nicht einschlafen tut....

Die Überschrift könnte lauten - komplizierte Dinge werden einfach und dann doch wieder kompliziert. Oder - die alte Weisheit - Jagd ohne Hund ist Schund....

Also... Der Mond naht, die Chance was im Wald zu sehen steht nicht schlecht. Erkennen ja, aber nicht zu hell. Oder wie war das? Wenn die Sau ihren eigenen Schatten sieht, siehtst du keine Sau.
Aber der Reihe nach. Unser Jagdaufseher, der auch für´s Kirren zuständig ist, ist krank. Also sind alle anderen der Reihe nach mal an der Reihe. Gestern hab ich mich freiwillig gemeldet.
Bei einer guten halben Stunde Anfahrt, versuchste natürlich das Ganze auch mit einem Ansitz zu verbinden. Gesagt, getan. Um 5 Uhr hab ich mir das Auto vollgepackt, die große Revierrunde. Zwischendrin hab ich erfahren, daß gestern an dem Sitz, den ich mir ausgesucht hatte, eine Sau gefallen ist. Also Plan B. ausdenken. Ic schaffe es, um viertel nach 6 zu sitzen. Die übliche Einrichte/ EInwickelprocedur. Kalt ist scheiße und wenn die Kälte bis an die Knie gestiegen ist, isses für mich vorbei. Also - viele wärmende Felle. Halb 7. Das Licht ist langsam alle, ich konzentriere mich auf die markanten Geländepunkte, die später immer wie Sauen aussehen. Viertel vor 7. Ruhe kehrt ein, die Taschenwärmer tun, ZF ist justiert, Rotpunkt eingeschaltet, Peletor klemmt eingeschaltet auf dem Knie.
Windig ist es. Zum Glück kommt - wie fast immer im Leben - der Wind von vorne. 5 vor 7. Schritte. Eindeutig. Gehör auf Empfang. So gut das bei mir eben geht. Ganz klar Schritte. Keine Rehschritte.
Auch ganz klar. Da mein Hörvermögen linksseitig um 98% reduzziert ist, fällt mir die räumliche Zuordnung extrem schwer. Wildes Zappeln und Umschauen vom Hochsitz aus taugt auch nicht. Hab ich inzwischen gelernt. Also zur Ruhe zwingen und immer daran denken, wenn ich auf die Sau schießen will, muß sie auch gut zu sehen sein. Also warten.

Leichter gesagt, als getan. Ich harre dynamisch und erkenne nach einer gefühlten Ewigkeit rechts in der Böschung eine Bewegung. Ich greife vorsichtig zum Nachtkuck. Ich erkenne mindestens 5 Sauen, alle etwa gleich groß. Eine macht die Vorhut, kommt bis auf etwa 15 Meter vor den Sitz. Ich nachtkucke weiter (naürlich mit dem Auge, mit dem ich NICHT durch´s ZF sehe). Ich bin sehr schnell sehr sicher, daß ich es mit einem "bete rousse" zu tun habe. So heißen in Frankreich die Überläufer. Dort ist die Klassifizierung etwas anders. In dem Moment, wo die Streifen abfallen, wird dor en Frischling zum Überlaufer. Egal. Also Überläufer. Ich erkenne auch den Pinsel. Keine Striche. Das war der Moment, in dem ich beschlossen habe, "keine Gefangenen".

Nachtkuck weglegen, Gewehr greifen, die Wutz im ZF erfassen (die restlichen standen noch am Rand). Rotpunkt hinter dem Blatt mittig. Päng. Große Aufregung. Die Sauen am Rand gehen nach rechts in den Hang ab, die beschossene Sau rennt hoch flücltig nach links um nach etwa 15 Metern "erkennbar" langsamer zu werden.

Repetieren, runter kommen, ausatmen. Glas greifen, schauen, ob was zu sehen ist. Nix. Egal. Ich war gut drauf, die liegt.
Ich räume zusammen, rauche 2 imaginäre Zigaretten, trinke 2 imaginäre Erlegersauerkrautsäfte und mache mich nach etwa 20 Minuten an den Anschuß.
Scheiße, nix zu finden, auch keine Spuren, alles hart gefroren. Ich gehe der beobachteten Fluchtrichung nach. Nach wenigen Schritten ein Stück Lunge und Schweiß. Mäßig, aber deutlich.

Ich folge der Spur bis an einen kleinen Wasserlauf. Matsche, 30 cm tiefe Matsche, etwa einen Meter breit, obendrauf 2 cm hoch ein kleiner Wasserlauf. Dort verliert sich die Spur. Scheiße.

Die Sau kann nicht mehr weit sein, aber wenn du keine Idee hast, in welche Richtung ist das kompliziert.

Ich zwinge mich zur Ruhe. Nachdenken. Lunge und Schweiß. Die muß liegen die Sau. Also scheint mir eine Nachsuche bei Nacht vertretbar. Dumm nur, daß der Hund daheim auf dem Sofa liegt und schnarcht. Weil - Frauchen war der Meinung, es würde viel zu kalt, als daß Hundi 3 Stunden im Auto warten könnte.

Notruf, bring mir den Hund, wir teffen uns auf halber Strecke.

Gesagt - getan. Eine knappe dreiviertel Stunde später stehe ich mit dem BraUngeheuer am Anschuß.

Die Labradorin - die ja angeblich für solche Dinge absolut ungeeignet und unbrauchbar ist - geht in ihrer unnachahmlich unaufgeregten Art zu Werke. Die Stirn in Falten arbeitet sie die Fährte aus, drei Schrinne nach links, nein, hier nicht, zurück, ja, da besser, mal zur Sicherheit rechts, nein, hier auch nicht, also doch geradeaus. So arbeiten wir uns an den Punkt vor, wo ich die Fährte verloren hab, von dort durch die knöcheltiefe Matsche, einen Schlenker noch und dann stehen wir vor dem Zukunftskeiler, der mausetot und inzwischen starr vor uns liegt.

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Nun geht die Arbeit erst richtig los, Hund, Gewehr und den Saufänger zurück ans Auto, Bergeseil und zurück zur Sau.

Ich sag´s euch, Büsche sehen nachts alle gleich aus. Dann das Bergen, eine Plackerei der besonderen Art. Kurzer Weg zum Auto 50 Meter, allerdings durch die Dornen. Alternetive, durch 2 Gräben, etwa 300 Meter. Ich sag´s euch, eine echte Schinderei.

Den Rest kennt ihr, aufbrechen, aufladen, heimfahren, in der Garage aufhängen, Wanne unterstelen, sonst Kloppe, morgens den Metzger mobilisieren, Probe wegbringen und und und.

Was soll ich sagen - Sau um 7 bedeutet nicht immer, daß du um 8 daheim bist. Dumm nur, daß ich etzt die nächste Zeit nicht mehr jagen gehen kann. Ich hab den Grundsatz, was ich schieße, verwerte ich auch selber. Im Moment hab ich dann 4 Sauen beim Metzger liegen...
 

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Waidmannsheil!!!
 
Waidmannsdank allseits. Und natürlich viel Erfolg den unerschrockenen Sauenjägern. Wir sind ja alle anständige und der Behörde Hörige von vorauseilendem Geshorsam getrieben. Nicht wahr liebe Waudgenossen? Also - noch ist Mond, raus, ein Frischling geht immer. Genau von diesem Gedanken getrieben versuche ich heute nochmal ein mein Glück. Mir ist eingefallen, daß ich ja eine Bestellung für ein Spießschweinchen habe. Zwar erst Ende April, aber in der Truhe ist noch Platz. Also - die Gunst der Stunde nutzen.
 
ich hab das mit der Gunst der Stunde versucht. Am Mittwoch. Es war ganz entsetzlich bitterlich kalt. Ich schaffe es gegen viertel nach 6 zu sitzen, richte mich ein, die Dämmerung zieht auf. Der Hund liegt schnarchend im Auto, ich habe gelernt. Komprmiss mit dem besorgten Frauchen, Wärmflaschen unter der Decke. 4 Anderthalbliter-Flaschen mit warmem Wasser. Hund hält es warm... *GRINS* und ich hab nachher beim Aufbrechen warmes Wasser. So der Plan. Viertel nach 6, ich sitze, eingerichtet. Es dämmert und dämmert und dämmert. Keine Dunkelheit, Mond. Viel Mond.

Halb 8, eine Rotte aus zwei Bachen mit ca 10 Frischlingen. 15-20 Kilo. Ich beobachte das Schauspiel und entschließe mich, einen der Kleinen zu erlegen. In dem Moment, wo ich mit einem winzigen Rascheln den Handschuh abstreife, schaut eine von den Alten in die Kanzel, mir mitten ins Gesicht. Das war´s, nix mehr.

Ich bleibe bis 10 Uhr sitzen, spekuliere noch auf eine der beiden anderen bestätigten (Klein)Rotten. Nix.

Gestern wieder los, selber Sitz. Ein winziger Rest Schnee war noch da, ein Fleck von ?5? qm. Dort hab ich den Mais hingestreut.
Keine Handschuhe. 20 vor 8. Bewegung. Diesmal 20 Meter weiter vorne. Nein, nicht bewegen. Im Peletor höre ich aus dem Regen heraus verdächtige Geräusche. Ich halte tatsächlich 10 Minuten Ruhe, greife zum Glas und erkenne eine 5 Sauen, 1 um die 40 Kilo und 4 Winzlinge. 15-20 Kilo. Glas weglegen, Waffe auf den Schneeflecken ausrichten. Erst kommt gar keine Sau auf den hellen Fleck, dann alle 4. Nun, Geduld ist eine Tugend. Endlich steht eine frei, das Licht wird immer mieser. Genau beobachten, der rote Punkt steht tief auf der Kammer, eingestochen ist, Päng, Bühne leer.

Ich sehe gar nix mehr, ein paar Sätze ins Gebüsch, danach ist Ruhe. Ich warte 10 Minuten, greife mir den Nachtkuck. Sicht inzwischen null. Einschalten, der Blick zeigt eine weiße Wand. Nebel war aufgezogen. Also das Fernglas greifen. Hell/dunkel ist zu erkennen, Kontouren nicht. Ich suche ein bissi bis ich einen dunklen Fleck erkenne, der - soweit die Erinnerung - vorher nicht da war. Nochmal den Nachtkuck und ja, es ist kein Busch und auch kein Baumstamm oder so. Den Umrissen nach, könnte es tatsächlich die Sau sein.

Ich packe zusammen. Wie der geneigt Leser weiß, ist das mit den vielen Decken und wärmenden Fellen bei mir immer eine größere Angelegenheit. Um 10 nach 8 fädele ich mich mit meinem Rucksack durch die winzige Tür, aufpassen, Podest rutschig.

Wenn mich jemand beobachtet hätte, der häte sicherlich eine hohe Belustigung gehabt, eine Darbietung höchster Grazilität. Aber alles gut, ich komme sicher unten an, Rucksack ans Auto,Waffe laden und auf zum Anschuß.

Es war also die Sau, die ich von oben zu erkennen glaubte, 3 Meter vom Anschuß weg. Es liegt ein mordsmäßiger Zukunftskeiler. Maximal 20 Kilo,S chuß mitten durch´s Herz. Ich hab am Anschuß extra gesucht, weder sind im Schuß die Streifen abgefallen, noch hat er seinen Schnuller verloren.

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Nun, man knnte sagen, grenzt an Kinderschänderei, aber die kleinen finde ich am leckersten. Heute hab ich die Probe auf den Weg gebracht, ich glaube, am nächsten Wochenende geht er als Ganzes in den Ofen. Mal sehen, daß ich noch ein paar Mitesser auftreibe.

Und von wegen - mit unserer Jugend ist nix mehr los. Ich hatte den GöGa-Neffen dabei. Den hatte ich am anderen Revierende auf eine Kanzel gesetzt. Eigentlich auch ein Sauenhospot, aber bei ihm war nix.

Ich hab ihn dann gefragt, ob er beim Aufbrechen zusehen mag. Ja klar, ntürlich, gehört doch dazu. Außerdem - ich als Angler kenne mich da doch mit aus.

Wunderbar, zwei zusätzliche Hände schaden nie, er hat mir dann auch ziemlich genau und richtig erklärt, was er so sieht. Nachher kam dann raus, daß er Hasen schlachtet.
 

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Waidmannsheil! Ein schöner Braten,
Bei uns kam neulich die Diskussion auf, ob diese kleinen Infrarot-Wärmekameras fürs Smartphone für die Nachsuche geeignet sind. Hatten mehrfach das Problem, dass bei keinem ordentlichen Anschuss und schlechter werdendem Licht die Nachsuche eher ne Qual wird. Und natürlich passiert sowas immer, wenn kein Hund verfügbar ist:rolleyes:
Hat da jemand von euch Erfahrungen mit sammeln können?
 
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