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[Jagd] Der Jagdthread

Moin, Waidmannsdank stimmt bin etwas zu weit hinten abgekommen. Lunge und Leber im Eimer, Pansen Gott sei Dank nur ganz leicht angerissen. Lang aber dennoch direkt im Knall. Morgen kommen die Blätter auf den Grill, hat jemand ein gutes Rezept
 
Moin, Waidmannsdank stimmt bin etwas zu weit hinten abgekommen. Lunge und Leber im Eimer, Pansen Gott sei Dank nur ganz leicht angerissen. Lang aber dennoch direkt im Knall. Morgen kommen die Blätter auf den Grill, hat jemand ein gutes Rezept
Ja, ein anderes Stück nehmen.
Blätter sind für mich DAS Schmorstück vom Reh.
Zum Grillen, also Kurzbraten, hat ein Reh andere Teilstücke (Filet, Rücken, Oberschale).
 
Kinders, Diana stellt meine Geduld im Moment echt auf eine harte Probe.
Die letzten 5-6 Ansitze hatte ich das Gefühl im Freiluftzoo zu sein. Aber immer zu weit, im letzten Maisstreifen, dann hab ich, weil ich Depp nicht richtig aufgelegt hab, an der Sau vorbei geschossen, dann immer nur spitz...

Gestern war ich sehr motiviert, diesen Bann endlich zu durchbrechen. Der Mais ist weg, du kannst ganz weit kucken.
Es war noch ordentlich hell, auf der Ecke aus der Hecke kommt ein Bock. Wunderbar, ich sehe mich im Geiste schon um 10 Uhr daheim im Pool liegen.
Der Bock steht noch etwas verdeckt, zwei drei Schritte. Den Gefallen tut er mir nicht. Dafür sichert er die ganze Zeit im 45 Grad-Winkel auf 2 Uhr in meine Richtung. 300 Meter weiter steht anscheinend sein Nachbar. Und der hatte anscheinend den bösen Blick drauf. Wenn ich ein bissi gezirkelt hätte, hätte ich einmal kurz die Gelegenheit gehabt, spitz von hinten zu schießen. Aber nur mit üblen Verrenkungen. Dann wäre ein Blatt dahin gewesen, 80 Meter auf den Träger mache ich nicht. Und außerdem mußte dann beim akrobatischen Anschlag ja auch noch treffen. Also nix mim Bock.

Im weiteren Verlauf ziehen vor mir auf gut 150 Meter insgesamt 11 Rehe in Richtung Maisstoppeln. Auch nix.
Die Sauen waren auch da, die sind hinter mir durch die Hecke um beim Kollegen auf 200 Meter aufzutauchen.
Nix. Es war inzwischen 11 Uhr, sternenklar, ein atemberaubender Sternenhimmel, ein Jungfuchs. Ich hab´s gelassen.
90 Meter. Das weiß ich so genau, weil ich mir vorher eine Marke gesetzt hab.

Nix. Aber am Sonntag. Da ist das erste kleine Drücken. Der Bürgermeister hat sich beschwert.....
 
Diana ist eine launige Diva. Mal ist sie Dir hold, mal geht sie fremd.
Oder auf deutsch: Mal läuft es wie blöd, dann ist wochenlang tote Hose. 😉
 
So, lange nichts geschrieben, da Diana mir dieses Jahr leider noch nicht wirklich Hold war.

Dafür hat meine Dackeline heute erfolgreich ihre Brauchbarkeitsprüfung abgelegt. Das letzte halbe Jahr Arbeit hat sich ausgezahlt. Bin wirklich stolz auf sie.
ich war mit Frau Braun in ihrer Zeit als Hundebaby in der Jägershundewelpengruppe. Dort gab es auch Emile. Emile war ein Zwergdackel. Der war ein Sack, hat absolut gemacht was er wollte und hat seinen Chef nach Strich und Faden um den Finger gewickelt. Der Chef kam dann mal zu mir und wollte wissen, ob ich auch den Eindruck hätte, daß ihm sein Emile auf der Nase rumtanzt. Ich hab gesagt ja, das tut er. Fortan hat der adlige Forstsamtsmann kein Wort mehr mit mir geredet. Daher ist mir noch ein Spruch in Erinnerung geblieben - der Dackel verspricht nix und hält alles.... :-)
Herzlichen Glückwunsch!!!!!
 
Stimmt schon. Dackel haben schließlich keine Besitzer sondern Personal 🙈.

Was den Gehorsam anging war es manchmal echt hart mehr Ausdauer zu haben als der Hund. Dafür gab es andere Fächer die waren bei ihr regelrechte Selbstläufer.
 
Nachtrag. Diana ist echt ne üble Zicke.
Montag. Herrliches Spätsommerwetter.
Maisstoppeln, rundrum noch ein bissi Grün am Feldsaum und ein bissi Hecke an den Gräben. Also 1a++ mit * für Reh.
Beim letzten Ansitz habe ich von einem anderen Sitz aus den Reh-Samba dort beobachten können.
Also bin ich guten Mutes dort hin, um 6 Uhr klettere ich hoch. Ich sitze noch nicht richtig, ich glaube, ich hatte noch nicht geladen, da ziehen vor dem Sitz, auf dem ich das letzte Mal gesessen habe, die ersten 5 Rehe auf den frischen Raps. Also das Raps-Grün. Ist doch Verarsche, oder?
Mal sehen, wie das Spiel heute abend so abgeht.
 
Ich sag doch, Diana ist komisch. Am Sonntag sollte es bei herllichem Wetter einem Reh gelten. Ich bin guten Mutes los, im Revier angekommen hab ich mir erstmal einen Überblick verschafft, was auf den Feldern so passiert. Die Bauern sind unermüdlich zu Gange und in der letzten Zeit hab ich gerne mal das Glück, kaum sitze ich, kommt der Trecker um die Ecke und fährt dann stundenlang bis in die tiefe nacht vor mir im Kreis.

Ich sehe den Bauern am anderen Ende vom Revier, ein Blick vom Hügel aus reicht, um zu sehen, daß die Maisstoppeln noch stehen. Dort, wo ich beim letzten Mal wenistens 8 Rehe gezählt hab.

Ich steige hoch, natürlich nicht ein einziges Reh. Dafür aber ein bestialischer Gülle-Gestank. 500 Meter weiter ist die Wiese gespränkelt..... Nicht angenehm. Ich halte durch, irgendwann ist der Gestank nicht mehr so schlimm, aber das Brennen in den Augen will nicht nachlassen....

Es wird langsam dunkel, ich höre es in der Hecke vor mir rascheln. Im Geiste bin dabei, ich die Rehe, die bis dahin durch Abwesenheit auf sich aufmerksam machen, zu beschimpfen. Aber.... Das sind keine Rehe. Der erste Frischling ist zu sehen. Dann durch den Wärmekuck - da ist richtig Leben.

Ich zirkuliere die Waffe aus dem richtigen Fenster, Peltor aufsetzen und ein bissi dynamisch warten. Durchs Fernglas war noch gut zu erkennen, was da jetzt kommt. Ich sehe 3 stäkere Bachen umgeben von Frischlingen. Vielen.

Ruhe ist die oberste Jägerspflicht. Ich warte, bis sie wenigstens 15-20 Meter auf dem Feld stehen. Einer steht abseits, Pard an, Ziel erfassen, Ziel erkannt und angesprochen uswuswusw, einstechen, päng. Liegt. Repetieren, großes Gewusel auf dem Acker, ich bekomme einen weiteren ins Glas, einstechen, päng, liegt auch.

Danach ist die Bühne leer, ich höre sie in der Hecke, meine im Schatten der Hecke noch einen Frischling im Glas zu haben, aber Übermut tut selten gut.
Durchatmen. Ich fische mir den Sauerkrautsaft aus dem Rucksack, muß aber noch ein bissi warten, bis die Hand wieder ruhig genug ist, um mit dem komplizierten Werkzeuch den Verschluß zu öffen.

Wärmekuck: Hecke scheint leer zu sein und meine Ferkelchen liegen auf den Stoppeln. Weit sind die beider nicht mehr gekommen. Jetzt kommt das eigentliche Problem. Die Bergung.Vor den Maisstoppeln liegt ein Feld, das offensichtlich frisch eingesät oder kurz davor ist. Also nix mit drüber fahren.
Der Bergeschlitten liegt natürlich daheim, der Weg um die Felder rum ist nur mit einem Traktor, einem Bergepanzer oder eben einem Niva zu befahren.

Zum Glück war´s noch nicht so spät, ich hab einen Mitjäger erreicht, der freudestahlend ;-) eine Viertelstunde später da war. Aber er wollte eh noch mit dem Hund raus.

Keilerchen und eine Frischlingsbache, gewogen hab ich sie nicht, aber wenn die 20 Kilo hatten, war es viel.
 
MännerInnen,

Jagd ohne Hund ist Schund. Oder Faulheit gehört bestraft.

Am Sonntag war Treibjagd, ich hatte noch zwei Rehe abzuholen. Mein genialer Plan war, Rehe abholen und um halb 6 in der Sonne am Raps sitzen und mal schauen, was so passiert. Ich wollte die Rehe vor dem Ansitz abholen. Folglich bleibt der Hund daheim.

Gegen halb 7 schieße ich auf einen kleinen Bock, der macht einen Satz in die Luft, rennt dann noch 5 Meter um dann umzufallen. Soweit - so gut. Ich sitze auf einem schwindelerregend hohen Sitz, von oben ist das Böckchen im Raps ganz gut zu sehen. Is noch früh denke ich, schau doch mal, was noch so an Schweinereien vllt passiert.

Ich warte eine Stunde, dann treibt es mich aus verschiedenen Gründen vom Sitz runter. Auf zum Bock. Ja. Schon. Gute Idee. Dumm nur, daß in der Dämmerung im Raps alles gleich aussieht und daß meine geniale Überlegung - der liegt in einer Linie zwischen Sitz und dem Auto auch nicht so wirklich was bringt.

Nix gefunden. Von oben war er mit dem Thermic wunderbar zu sehen. Unten nix zu sehen. Nicht mit dem Thermic noch sonst irgendwie.
Ich hab gesucht wie ein Depp, nix gefunden. Überlegen hilft. Weil Hilfe rufen kommt nicht in Frage, den Spott wirste nie wieder los.
Taschenlampe Modell Volkssturm in den Raps gestellt. Als Fixpunkt. Dann bin ich 20 Meter den Berg hoch, von der Anhöhe aus hab ich dann ein ganz schwaches Wärmesignal aus dem Raps bekommen. Und nur damit wir uns richtig verstehen, der ist ?20? Zentimeter hoch. Der Raps.

Und die Moral von der Geshcicht - ohne Hund jage nicht...... Elender neumodischer Kram. Auf nix ist Verlass. Außer auf Frau Brauns Nase.
 
Seit März die ersten 🐗 wieder auf der Kamera. 🙏
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Erstens kommt es anders und zweitens alzwie man denkt. Oder so. :cop:

Nach 10 absolut verregneten Tagen im Urlaub, habe ich den Entschluß gefaßt, ich gehe jagen. Ich will an die Luft, die herrliche Ruhe genießen und vllt ein-zwei Rehe schießen. So der Plan.

Das Wetter war eher bescheiden, aber die Vorhersage sagt, entweder heute oder gar nicht in den nächsten Tagen.
Es wird Kriegsrat gehalten, wo am besten hinzugehen ist, wo nicht alles aufgeweicht ist und wo es sich mit dem Wind in Grenzen hält.

Sonnenuntergang ist kurz nach 5. Um viertel vor 4 fahre ich los, steige um kurz vor halb 5 auf den Sitz. Der Wetterbericht hält Wort, der Wind läßt ein bissi nach.
Es tut sich nichts. Außer daß der Wetterbericht nicht mehr Wort hält, ein Sturm bricht aus. Allerdings nur eine Viertelstunde, in der ich aber echt ein ungutes Gefühl hatte. Aber - Stahlgerüst unter dem Sitz, ordentlich verankert, die Kabine macht auch einen ganz ordentlichen Eindruck.

Sturm vorbei, es kehrt Ruhe ein, ich dikutiere mit mir, ob ich die Regenpause nutzen und abziehen soll. Wie ich so die Argumente mit mir austausche, sprinten 100 Meter vor mir 2 Frischlinge aus der Hecke, spitz auf mich zu.

Jetzt sollte es schnell gehen. So 50 Meter vor mir machen sie kurz halt, einer steht breit und fällt kurz danach um. Ich war nicht ganz unschuldig daran.
Ich war selber noch etwas irritiert, was da gerade passiert ist, als das Ferkelchen nochmal den Kopf hebt. Repetiert hatte ich schon, dann gab´s noch eine Kugel ins Ohr.

Wutz liegt, rührt sich nicht mehr, ich sondiere mit dem Thermic die Umgebung und die Hecke vor mir, weil - zwei Frischlinge von 20 Kilo kommen eher selten allein aus der Hecke.

Allzulange wollte ich nicht warten, das Licht wurde doch immer weniger und die nächste Regenwand zieht auf. Aber.... Nicht daß plötzlich aus der Hecke eine nachtragend schlecht gelaunte Bache rauskommt, wenn ich gerade auf dem Weg bin. Aber - nichts zu sehen, ich ziehe das Keilerchen die 300 Meter ans Auto.

Waffe und Gepäck ins Auto, Flutlicht am Auto an und im Scheinwerferlicht aufbrechen. Dabei hab ich dann glaube ich auch den Grund rausgefunden, warum die Sau nicht sofort tot war, Ein & Ausschuß zwischen den Rippen. Mglw. ist das Geschoß nicht aufgegangen.

4 Uhr daheim weg, 35 Minuten Fahrt hin und 35 zurück. Zwischendrin Sau schießen und aufbrechen. Recht effektiv.
Jetzt hängt sie in der Kühlung. Ich hab sie schon naggich gemacht, das geht im warmen Zustand sehr viel schneller und einfacher. Probe ist in der Post, Am Freitag hab ich das Ergebnis, dann wird sie zerlegt.

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Wir lernen - die Sprüche der Altvorderen - manchmal ist doch was dran. Sauwetter ist Sauwetter.
 
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