Bock tot.
Wie immer eher unspektakulär, der Sitz steht mitten in der Wiese in einer Hecke. Von weiter oben, den Hang runter, ziehen zwei Rehe auf mich zu. Ziehen ist jetzt nur mäßig der richtige Begriff, eher schleichen. Noch einen Schritt langsamer und sie wären rückwärts gegangen. Noch ist Licht, genug Licht, ein schmächtiger Gabler und eine schrankartige Geis. Das Böckchen soll es sein, ich behalte die beiden im Auge und harre wie kein Zweiter im Dorf. Sehr dynamisch. Höchst dynamisch. Ich könnte jetzt noch erzählen wie unglaublich dynamisch ich geharrt habe, bis der Bock auf eine halbwegs vertretbare Schußdistanz kommt.
Um´s kurz zu machen, bei gemessenen 149 Metern hab ich geschossen, der Bock macht einen Satz, ich sehe Schweiß, der Bock rennt aus meinem Blickfeld in Richtung Hecke. Die Hecke ist "eigentlich" harmlos. Nur so ungefähr 400 Meter lang, dafür aber nur 2-3 Meter breit. Vom Anschuß bis zur Hecke waren es noch so ungefähr 50-60 Meter. Wie immer tief in die Kammer.
Und? Was passiert? Es geht bergab, der schafft es noch in die Hecke. Seuche. Elende Seuche. Nach der obligatorischen Viertelstunde steige ich ab, steige über den Zaun, scanne mit dem Thermic, auf der Fläche kein Bock. Elende Sch...e.
Es war noch zu warm um in der Hecke einen anständigen Kontrast zu sehen, also - Hund. Wir wissen, Technik hin oder her, Jagd ohne Hund ist Schund. Ich war mir sicher, daß er liegt. Also durfte der alte Sack ran. Der Pointer. Der hat Nachsuche NIE gelernt, aber immer alles gefunden, was zu finden war. Wir reden von Reh. Der alte Sack ist 15 Jahre alt. Bekloppt, aber eine coole Sau.
Also - Hund aus dem Kofferraum, lange Leine. Hund im Alarmmodus. Erstmal pinkeln, dann 2-3 Bögen, die Rasiermessernase läuft warm. Und weil ich meinen alten Sack lesen kann und kenne, weiß ich jetzt schon, daß die Sache gut ausgeht.
Er groovt sich ein bissi ein, die Fluchtrichtung interessiert ihn (wie immer) erstmal nicht, rückwärts, inzwischen isses dunkel wie im Bärenarsch und wir stehen nach kurzer Zeit am Anschuß. Ganz eindeutig. Zwei drei kleine Kreise und dann gehts in Fluchtrichtung. Höxte Konzentration, unter dem Stacheldraht durch, auf der Rückseite der Hecke lang. Dann am Ziel. Also so ungefähr. Mitten in der Hecke, also da, wo sie 5 Meter breit ist, liegt der Bock. In den schlimmsten Schlehen. Mittendrin. Der alte Sack dreht richtig geil hoch, will unbedingt an den Bock. Ich war von der Idee nicht ganz so angetan, der alte Sack dafür umsomehr und er hat aus seinem Unmut kein Geheimnis gemacht. Ich hab dann den Scheff rauskehren müssen, alten Sack ins Auto, Astschere raus (wer an Hecken jagd, hat sowas dabei) und in die Hecke reinschneiden. Nach 20 Minuten hatte ich ihn raus, Kofferraum auf, alter Sack an den Bock, der Labrador (die auch sehr geil sucht) kommt beleidigt nach. Ein bissi Bock zotteln und gut ist.
Wie immer eher unspektakulär, der Sitz steht mitten in der Wiese in einer Hecke. Von weiter oben, den Hang runter, ziehen zwei Rehe auf mich zu. Ziehen ist jetzt nur mäßig der richtige Begriff, eher schleichen. Noch einen Schritt langsamer und sie wären rückwärts gegangen. Noch ist Licht, genug Licht, ein schmächtiger Gabler und eine schrankartige Geis. Das Böckchen soll es sein, ich behalte die beiden im Auge und harre wie kein Zweiter im Dorf. Sehr dynamisch. Höchst dynamisch. Ich könnte jetzt noch erzählen wie unglaublich dynamisch ich geharrt habe, bis der Bock auf eine halbwegs vertretbare Schußdistanz kommt.
Um´s kurz zu machen, bei gemessenen 149 Metern hab ich geschossen, der Bock macht einen Satz, ich sehe Schweiß, der Bock rennt aus meinem Blickfeld in Richtung Hecke. Die Hecke ist "eigentlich" harmlos. Nur so ungefähr 400 Meter lang, dafür aber nur 2-3 Meter breit. Vom Anschuß bis zur Hecke waren es noch so ungefähr 50-60 Meter. Wie immer tief in die Kammer.
Und? Was passiert? Es geht bergab, der schafft es noch in die Hecke. Seuche. Elende Seuche. Nach der obligatorischen Viertelstunde steige ich ab, steige über den Zaun, scanne mit dem Thermic, auf der Fläche kein Bock. Elende Sch...e.
Es war noch zu warm um in der Hecke einen anständigen Kontrast zu sehen, also - Hund. Wir wissen, Technik hin oder her, Jagd ohne Hund ist Schund. Ich war mir sicher, daß er liegt. Also durfte der alte Sack ran. Der Pointer. Der hat Nachsuche NIE gelernt, aber immer alles gefunden, was zu finden war. Wir reden von Reh. Der alte Sack ist 15 Jahre alt. Bekloppt, aber eine coole Sau.
Also - Hund aus dem Kofferraum, lange Leine. Hund im Alarmmodus. Erstmal pinkeln, dann 2-3 Bögen, die Rasiermessernase läuft warm. Und weil ich meinen alten Sack lesen kann und kenne, weiß ich jetzt schon, daß die Sache gut ausgeht.
Er groovt sich ein bissi ein, die Fluchtrichtung interessiert ihn (wie immer) erstmal nicht, rückwärts, inzwischen isses dunkel wie im Bärenarsch und wir stehen nach kurzer Zeit am Anschuß. Ganz eindeutig. Zwei drei kleine Kreise und dann gehts in Fluchtrichtung. Höxte Konzentration, unter dem Stacheldraht durch, auf der Rückseite der Hecke lang. Dann am Ziel. Also so ungefähr. Mitten in der Hecke, also da, wo sie 5 Meter breit ist, liegt der Bock. In den schlimmsten Schlehen. Mittendrin. Der alte Sack dreht richtig geil hoch, will unbedingt an den Bock. Ich war von der Idee nicht ganz so angetan, der alte Sack dafür umsomehr und er hat aus seinem Unmut kein Geheimnis gemacht. Ich hab dann den Scheff rauskehren müssen, alten Sack ins Auto, Astschere raus (wer an Hecken jagd, hat sowas dabei) und in die Hecke reinschneiden. Nach 20 Minuten hatte ich ihn raus, Kofferraum auf, alter Sack an den Bock, der Labrador (die auch sehr geil sucht) kommt beleidigt nach. Ein bissi Bock zotteln und gut ist.

