JS 2009 gemacht in der Jagdschule Lüdersburg.
SO. hier mein privater Bericht
Nach guter aber harter Ausbildung in der Jagdschule Lüdersburg habe ich am 25.08.09 meine Prüfung bestanden.
Ich war im Parallel Kurs der in der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierhaltung Echem (LVA Echem) untergebracht war. ( Lüdersburg hat 2 Kurse gleichzeitig)
Die Ausbildung in der Jagdschule Lüdersburg hat mir sehr gut gefallen.
Wir waren eine kleine Gruppe die sehr gut harmonierte. Zu jedem Ausbildungsgebiet waren sehr kompetente und motivierte Ausbilder da, die einen sehr interessanten und guten Unterricht abhielten, mit Erklärungen und praktischen Beispielen.
Die Unterkunft war gut, das Essen war hervorragend und bodenständig, es wurde gekocht und es schmeckte wie bei "Muttern", toll war die Vollverpflegung: ein gutes Frühstück ein gutes Mittagessen und Abendessen. Nebenbei bekamen wir Getränke und Tee sowie Kaffee für die Ausbildungsstunden. (und das alles zu einen mehr als angemessenen Preis! )
Die Jagdschule Lüdersburg hat sehr viele und sehr gepflegte Präparate und es wird eine fundierte Ausbildung vermittelt.
Natürlich sind 16 Tage sehr anstrengend, aber es lohnt sich.
Angefangen hat alles am Abend vor dem Kurs als wir anreisten: Wir wurden von Herrn Tupat dem Leiter der Jagdschule begrüßt und auch von Herrn Dr. Landmann dem Leiter der LVA. Beide erklärten uns nach einer herrzlichen und freundlichen Begrüßung was uns in den nächsten Wochen erwarten wird, und dass wir, wenn wir uns ranhalten und abends nacharbeiten statt zu trinken oder faulenzen, eine gute Chanche haben den ersehnten Jagdschein auch zu bestehen.
Los ging es am nächsten Tag um 08:30, nach dem Frühstück. Die ersten Tage waren sehr anstrengend und man hatte das Gefühl, es wird hart da die Stoffmenge die vermittelt wird doch erstaunlich ist.
Die nächsten Tage bestanden aus Ausbildung und Lernen.
Jeden Abend haben wir in der Gruppe noch die Themen der letzten Tage aufbereitet und nachgearbeitet.
Sehr gut war, dass wir jederzeit die Möglichkeit hatten uns mit den Präparaten auseinanderzusetzen ( diese lagerten in der Jagdschule die ca. 3 km entfernt liegt) und dass wir mit den am Standort vorhandenen Waffen den Umgang und die Technik nacharbeiten konnten, da auf sichere Handhabung der Waffen aller größten Wert gelegt wird.
Wir erarbeiteten uns also in den Tagen die Grundlagen und Feinheiten des Naturschutzes, sowie der Waffenkunde und Handhabung. Weiter ging es in den nächsten Tagen mit Wildtierkunde und Schießen. Eine Schießanlage ist nur wenige Kilometer entfernt und war in einem hervorragenden Zustand, Räumlichkeiten zum Lernen, Kugelschießen und Schrotschießen waren vorhanden.
Alle Ausbilder und auch der Leiter der Schule Herr Tupat waren jederzeit bereit auch Fragen zu beantworten und auch uns ihre jagdlichen Erfahrungen mitzuteilen, was das Lernen entspannte und noch angenehmer machte.
Jeder AUsbilder war ein Vollprofi auf seinem Gebiet und jedes Gebiet hatte seine eigenen Ausbilder, so hatte man immer ein neues Gesicht vor sich und hatte auch neuen Ehrgeiz alles zu verstehen und alles zu lernen.
Die Tage vergingen und der Wissensstand schwoll an. Plötzlich ergaben viele Dinge die man nur aus seinem normalen Leben ohne Jagd nur Schemenhaft kannte oder vorher unverständlich den Kopfschüttelnd gehört hatte einen tieferen Sinn.
Auch die Biologie und die Natur an sich wurden verständlicher und man sah die Umgebung mit anderen Augen. Auf dem Weg zum Schießstand z.B. sah man am Feldrand einen Bock und erkannte im vorbeifahren: ein starker 6er, 2 weibliche Stücke Rehwild daneben, siehe da, ein Graureiher, da ist ein Weizen Feld und dort der Baum ist eine Ulme, daneben eine Eiche und dann ein Ahorn. Unnützes Wissen in diesem Moment, aber man hatte es !
So keimte in uns die Hoffnung durch weiter beständiges Lernen doch in der Lage zu sein die Prüfungen zu bestehen. Ohne Ablenkungen durch den Alltag den jeder hat, konzentrierten wir uns auf den vermittelten Stoff und abends hatten wir Gelegenheiten bei "einem ! " kühlen Blonden noch weiter zu diskutieren und uns weiter abzufragen.
Wenn Herr Tupat oder ein Jagdgast einen Bock erlegt hatte wurde uns mit Erklärungen der Wildbredhygiene das Aufbrechen demonstriert und wir genossen die doch anstrengenden Tage, in denen man Wochentage oder das Büro vollends aus den Augen verlor, nur die Sache zählte.
Die letzten Tage wurden nochmal genutzt um in allen Fächern eigene Schwächen zu erkennen und nachzuarbeiten und wir fieberten den Prüfungen entgegen.
Die erste Prüfung war der schrifliche Teil. wir saßen an den Tischen und beantworteten die gestellten Fragen mit doch dem zufriedenen Wissen, dass wir alles dort geforderte Wissen hatten und anwenden konnten.
Nun war eine kurze Pause. Wir standen draußen, rauchten und klärten im Gespräch mit den anderen Prüflingen noch die ein oder andere Unstimmigkeit in den eigenen Antworten. Alle hatten bestanden war das Ergebnis, welches man uns mitteilte und so ging es in die Schießprüfung. Den Bock angestrichen und den Fuchs liegend absolvierte ich als einer der letzten, da ich (als nicht ganz unerfahrener Skeetschütze) erst den Kipphasen ans Leder wollte. Trotz doch durch die Prüfungssituation aufkommender Nervoesität gelang es allen die Prüfung hinter sich zu bringen, manch einer mit 50 Ringen auf den Bock oder Fuchs wonach der betreffende nur noch einen Schuss auf das andere Ziel abgeben musste, ich allerdings hatte mit der Fuchsscheibe begonnen, die ich wie immer schnell schießend absolvierte, kein "Glanzergebnis" aber nach der längeren Warterei doch o.k. also ab an den Bock: die Waffe geladen, angebackt, angestrichen, die 10 erscheint im Glas wackelt etwas und ich lasse fliegen. Passt denke ich und zügig geht es weiter. mit einem lächeln verlasse ich den Stand. 79 Ringe ist nicht toll, bei den Übungsschießen in den Ausbildungsstunden waren auch gern mal 99, 98, 95 etc, aber egal, das Ziel war mehr als 50 und das hat geklappt, also ein lächeln im Gesicht, eine Tasse Kaffee und eine Zigarette später heisst es: alle haben bestanden, viel Erfolg bei der mündlichen Prüfung.
Der Vormittag war nun vorbei wir nahmen unser Mittagessen in Empfang, Rinderbraten vom hauseigenen Fleischrind..... Legga... ungewohnt Still geht das Essen über die Bühne, "gefrässige Stille" oder doch leichte Angst vor dem was Morgen kommt?
Wir beschließen den Tag ruhig zu verbringen, lesen noch etwas, fragen uns gegenseitig noch etwas ab, noch einmal die Handhabung am 98er und dem Drilling im Kreise des Kurses durchgeübt und einen gutenacht Trunk angepeilt. Ich unterhalte mich großartig und die Stunden vergehen wie im Fluge. Plötzlich ein Blick auf die Uhr... Mist 0 Uhr zeit fürs Bett, morgen is ja Prüfung.
Diese findet in HH statt, 1,5 Stunden Fahrt und das Frühstück um 07:00 lassen keine Chance sich schlechte Gedanken zu machen. wir treffen passend in HH ein und werden vom Leiter der Schule Herrn Tupat nochmal in Empfang genommen, er sagt wir sind gut und wir sollen das gelernte anwenden dann klappt es schon. Ich bin in der ersten Gruppe um 09:00 gehts los, wir werden aufgeteilt in 3er Gruppen, und betreten die heiligen Hallen des Landesjagd und Naturschutzverbandes Hamburg. Freundliche Gesichter und los geht es. Die Fragen sind fair und ich bin glücklich, die ersten 3 Prüfer konnte ich überzeugen. Also ab zu den nächsten 3, die Präparate sind umfangreich und ich beginne zu schwitzen, war das jetzt ein Habicht, alt, männlich? Naja weiter gehts. Wir verlassen die Prüfungsräume und in den Augen sieht man eine Mischung aus Entschlossenheit und doch Ungewissheit. Dann werden wir wieder hereingebeten. Alles passte wir haben bestanden!!!! Horrido 12 Uhr 30
Ich kann jedem nur empfehlen der nicht die Zeit hat sich viele Monate 2-4 mal die Woche in eine Unterricht der KJS ( der auch sehr gut ist ) zubegeben sich Gedanken über eine Jagdschule zu machen. Meine Erfahrung ist sehr gut und ich kann Lüdersburg uneingeschränkt empfehlen !
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" Es ist mir scheißegal wer dein Vater ist, solange ICH hier angel geht hier keiner über das Wasser!! "
" Es wird niemals soviel gelogen wie : vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd ! "