Das Ding
heißt K98k. "K" steht für Karabiner, "98" für das Entwicklungsjahr 1898 und "k" für die Modellvariante "kurz".
Mauser Modell 98
Und son K98k gibts für lau, nahezu neuwertig und überarbeitet.
Siehe hier:
Karabiner 98 K - Ordonanzwaffen - Sammler & Ordonanzwaffen - Waffen - Frankonia.de
Und mit dem Ding kannst du losziehen und jagen, aber wie. Da gibt es nichts auszusetzen. Das Mauser System 98 ist lediglich der Verschluss um den herum man eine mehr oder weniger exklusive Waffe bauen kann.
Das ändert aber nichts daran, dass man jederzeit mit dem einfachen Infanterieprügel K98k auf die Jagd gehen kann.
Hier Opas Waffe auf 800m
WWII German 98K rifle at 900 yards‏ - YouTube Was will man mehr?
Was hingegen eine 10.000€ Blaser anrichten kann, ist hier eindringlich beschrieben:
Blaser R93 Unflle
Da lob ich mir doch die alte Wehrmachtsknifte.
Man braucht einfach keine teuren Waffen. Was du zu Zielfernrohren sagst, stimmt teilweise. Auch wenn ich davon ausgehe, dass die Nikons sich nicht durch normale Verwendung verstellen, sondern eher die dazugehörigen Montagen. Gute Montage und mittelprächtiges ZF schlägt gutes ZF und mittelprächtige Montage.
Aber die Diskussion ist echt müßig. Fakt ist, mit einer 1000€ Jagdwaffe, einem, sagen wir des Friedens willen, 800€ ZF und einer guten Montage ist man vollkommen ausreichend ausgestattet.
Natürlich will man vielleicht irgendwann mehr und sieht den ganzen "geilen" Schnick Schnack, aber das ist wie überall im Leben. Das kommt auf den eigenen Charakter an, wie zufrieden man mit seinen finanziellen Möglichkeiten ist. Ein Golf-Fahrer schmachtet vielleicht auch dem Porsche hinterher, einem anderen ist es wiederum egal.
Das ich einem Millionär nicht zu einem K98k + low-budget ZF raten würde, versteht sich von selbst.
Einzig mit den Ferngläsern muss ich dir weiterhin streng widersprechen. Mit nem Steiner Ranger erkenn ich auch auf große Entfernungen alles was ich erkennen muss. Das mag aber auch in der subjektiven Eigenschaft begründet liegen, dass ich extrem gute Augen habe und auch Autokennzeichen noch erkenne, wo andere schon beim Auto Probleme bekommen.
Aber auch hier gilt, wer es sich leisten kann, soll das teure Zeug nehmen. Ich sage nur, wer es sich nicht leisten kann, der muss nicht auf die Jagd verzichten oder einen Kredit aufnehmen.
Das man für die Jagd umfangreiche Kenntnisse haben muss, da hast du wiederum absolut recht. Aber ich behaupte, und das ist meine ganz persönliche Meinung, mit der Hälfte des Wissens und einer Ausdehnung der Praxis könnte die Qualität der Jagd ebenfalls aufrecht erhalten werden.
Ganz anders seh ichs beim Angelschein. So etwas bringt man seinem Sohn bei und wenn man gar keine Ahnung hat, reicht ein 10 stündiger Kurs ohne brutale Prüfung. In anderen Ländern geht's ja auch.
Wer aus der Jugend geht denn heute noch angeln? Ich kenne in dem Bekanntenkreis aus meinen jüngeren Freunden nicht einen Einzigen. Liegt auch daran, dass die alle auch irgendwie keinen Bock auf Vereine haben.
Ok, mittlerweile lebe ich auch eher im urbanen Umfeld und da ist das weniger verwunderlich. Ich will halt nicht aus allem, was eigentlich nur menschlich und natürlich ist, eine Wissenschaft machen und würde gerne ab und zu mal nen Köder auslegen. Das das in Deutschland mit so starken Reglementierungen versehen ist, muss ich akzeptieren.
Meiner Ansicht nach stammt das aus alten Zeiten, als man Angst um die Fischbestände hatte. Würde man heute den Angelschein abschaffen, würden kaum mehr Leute angeln gehen als es ohnehin schon tun. Ganz einfach, weils eine verlernte Selbstverständlichkeit ist.
Wenn ich mich nicht irgendwann zum Büffeln durchringen kann, werdens meine Kinder ja auch nicht mehr lernen.
Diese ganze Vereinsmeierei mit Vorstand, Kassenwart, Jahreshauptversammlung usw. war mir schon immer zutiefst zuwider. Ich kann nicht mal sagen warum, aber es war nicht meins. Aber ich weiß auch, dass es unfair wäre, das mit USA, Kanada oder Schweden zu vergleichen, da die einfach Land und Gewässer ohne Ende haben.