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Kätzchen - erster Freigang

Soweit ich mich erinnern kann, haben wir unsere Schnucki mit 3 Monaten geholt, als sie ca. 6 Monate war, war sie gechippt, tätowiert, geimpft, sterilisiert. Das erste Mal ganz vorsichtig über die Terrasse geschlichen, dann wieder schnell rein. Am nächsten Tag die erste Maus gefangen und gleich gefressen. Darauf den Tag zu übermütig auf eigene Faust Entdeckungstour. Weg war die kleine. Nach zwei Tagen miaute es abends an der Terrassentür, Vorderfuß ein bisschen lädiert, aber wieder zu Hause! Seit dem: alles gut.
 
Wozu soll das dienen? Ist das für die Katze oder für Dich?

Ich halte nichts davon. Die Katze hat was um den Hals, womit sie hängen bleiben kann und sich stranguliert.
Ein Akku, der 2 Wochen hält, wird schwer sein. Diese lange Laufzeit läßt mich vermuten, dass es kein Dauerscan ist.
Sprünge der Katze werden in puncto Reichweite massiv erschwert, im Baum sogar gefährlich.
Im Erdloch, in einer Scheune. Gartenlaube oä. wird er nicht funktionieren.

Was soll der Alarm? NAchts um 01.00 Uhr rennst Du raus, weil sie den 1,6km Radius verlassen hat?

Ein Katzen Technik Gadget, das von GQ,Pro7, RTL und dem Hundetrainer Rütter empfohlen wird?

Hier ein link ins Katzenforum. Die haben Infos über verschiedene Tiere gesammelt.
 
Wir haben da bei unseren Katzen nie einen großen Aufwand betrieben.
An dem Tag wo wir sie geholt haben waren sie im Haus, haben sie da auch gefüttert und am nächsten Tag durften sie ins Freie.
War nie ein Problem.
Spätestens am Abend waren sie wieder im Haus.
In der warmen Jahreszeit haben sie auch oft draußen geschlafen, waren immer Freigänger und sind alle alt geworden.
 
Wir hatten nie Katzen mit einem Halsband.
Ich fände ein Tracking zwar interessant aber eben nur interessant um zu sehen wo er so lang geht, würde ihn dadurch aber nie so sehr einschränken bzw. gefährden wollen, dass sich das lohnen würde.

Nur immer gechipt und kastriert.
Geholt haben wir sie mit 3-4 Monaten meist vom Bauernhof. Waren dann immer so 2-3 Wochen würde ich schätzen im Haus bis es dann irgendwann raus ging.

Mach den ersten Freigang an einem schönen Samstag morgen und nicht an einem regnerischen Dienstag Abend. Sollte die Katze warum auch immer schnur stracks davon rennen hast du wenigstens bei Licht und gutem Wetter Zeit zu suchen und musst nicht die ganze Nacht aufbleiben.
Letztendlich sind Katzen erstens nicht dumm und haben zweitens ihren eigenen Willen. Sollten sie beschließen von Zuhause fort zu gehen ist das irgendwo auch ihr gutes Recht und man tut ihnen keinen Gefallen wenn man sieh gegen ihren Willen nur wegen einem selbst dauerhaft einsperrt.
 
Auf das Katzenforum wollte ich auch schon verweisen. Aber Achtung, da sind, genau wie hier, auch ein paar etwas Durchgeknalle vertreten.

Halsbänder haben wir auch kurz probiert und dann bleiben lassen, habe ich ja schon geschrieben. Allerdings wurde uns eine unserer 4 Katzen überfahren, wogegen ein Tracker auch nicht geholfen hätte. Eine mussten wir wegen Krankheit einschläfern lassen, die letzten 2 werden gerade alt. Alle waren Freigänger, die wären auch gar nicht zu halten gewesen. Hätten uns die Bude eingerissen. Vor allem die Kater (kastriert) wollten irgendwann mit aller Macht raus.

Edit: guter Beitrag vom @Sousvidebader
 
eine unserer 4 Katzen überfahren, wogegen ein Tracker auch nicht geholfen hätte.

Das ist immer schlimm so etwas und ist bei uns mit den Katzen die wir in meinen 35 Lebensjahren hatten auch ich glaube 3 mal passiert.

Wie du aber schreibst ein Tracker hätte daran auch absolut nichts geändert. Selbst wenn man darauf gesehen hätte, dass die Katze Bock hat jeden Tag von 15:46 Uhr bis 17:13 Uhr direkt an der Bundesstraße zu hocken, kann man ihr sowas nicht wirklich abtrainieren.

Ich hab vor Jahren mal irgendwo in einer ÖRR Doku einen ganz interessanten Beitrag gesehen. Da haben die in einer Stadt einige Freigänger Katzen verschiedener Familien für ein paar Wochen mit Trackern versehen. Das waren alles gewöhnliche kastrierte Hauskatzen in einer normalen urbanen Umgebung.
Ich weiß die genauen Werte nicht mehr aber die haben jeden Tag etwa 6km Strecke in ihren jeweiligen Revieren gemacht. Das ist also relativ egal ob sich "die gefährliche Straße" direkt vor der Haustüre befindet oder erst am Ortsausgang beginnt.
So lange es im Umkreis von ein paar Kilometern eine gibt wird die Katze früher oder später dort vorbei kommen.
 
Ja, so ist das. Damit muss man leben, wenn man Freigänger hat. Auch damit, dass die mal ein paar Tage oder gar nicht mehr heim kommen. Wie schon geschrieben, unsere waren irgendwann nicht mehr zu halten, die sind sprichwörtlich die Wände hochgegangen. Es gibt Katzen, die wollen gar nicht raus (meine Tochter hat so eine) aber das ist vermutlich eher die Ausnahme. Zumindest bei den normalen EKH, bei Rassekatzen weiß ich es nicht.
 
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