Hallo zusammen,
vor einigen Jahren kaufte ich mir ein Buch, um die Techniken der Sterneküche besser zu verstehen und zu erlernen. Wie das Leben aber so spielt: Man kauft ein Buch, stellt es ins Regal und vergisst es. Bei einer Aufräumaktion ist es mir nun wieder in die Hände gefallen und hat sofort mein Interesse neu geweckt.
Das Buch wurde 2014 veröffentlicht. Ich kann zwar nicht genau einschätzen, wie „aktuell“ die Techniken heute noch sind, aber der Begeisterung tut das keinen Abbruch.
Zum Buch und zum Autor
Geschrieben wurde das Werk von Prof. Dr. Thomas A. Vilgis und erschienen ist es im Verlag der Stiftung Warentest. Der Autor ist im „echten Leben“ Professor für Polymerforschung am Max-Planck-Institut in Mainz und hat es sich zur Aufgabe gemacht, theoretische Physik und Spitzenküche miteinander zu verknüpfen. Sein Ziel in diesem Buch: die naturwissenschaftlichen Prinzipien hinter dem Kochen verständlich zu erklären.
Vilgis berät regelmäßig namhafte Sterneköche und hat zahlreiche Fachbücher veröffentlicht, darunter Standardwerke wie „Aroma – Die Kunst des Würzens“ oder „Kochen in Kupfer“. Auch eine Fortsetzung unter dem Titel „Noch mehr Kochen für Angeber“ ist bereits erschienen. Seine Publikationen wurden von der Gastronomischen Akademie Deutschlands (GAD) mehrfach mit Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet. Er gilt als echter Virtuose, der die komplexen Kniffe der Sterneküche wissenschaftlich durchdringt und für uns Laien übersetzt.
Seine Philosophie lautet „Verstehen statt Auswendiglernen“ – oder, wie ich es interpretieren würde: „Probieren statt Studieren“.
Es handelt sich also um folgendes Buch, in diesem werden 50 verschiedene Techniken beschrieben und es gibt Beispielrezepte zum ausprobieren. Getreu dem Motto werden wir das natürlich probieren.
Bild vom Cover
Bilder vom Inhaltsverzeichnis
No 1 Paradebeispiel der Molekularküche: Fake Kaviar
Also nicht lange sabbeln, einfach mal machen. Erstmal die technische Sache zum Fake Kaviar lesen, Rezept anschauen und feststellen das man so absolut garnichts der benötigten Sachen im Haus hat. Auf der Suche nach den "speziellen Zutaten" hat Amazon Abhilfe schaffen können. Im Rezept wird eigentlich YUZU-Saft verwendet, nun muss man wissen das dieser sehr teuer ist und ich hatte keine Lust viel Geld in die Hand zunehmen, falls es schief geht. Also sind wir hier auf Limettensaft ausgewichen.
Zutaten für die Flüssigkeit einen Tag vorher vorbereiten & mixen
Zutat mit dem Zauberstab mixen, dabei aufpassen das dass Alginat nicht verklumpt und am Zauberstab hängen bleibt
Am nächsten Tag das Calciumlactat in natriumarmen Wasser auflösen (Wer weiß schon ob das Wasser zuhause natriumarm ist??)
und anschließend kann mit einer Spritzflasche Tropfen ins Wasser gegeben werden können. Hierzu lässt sich sagen das es gar nicht so einfach ist, runde Kügelchen damit zu erstellen. Ich hatte eigentlich gedacht ich hätte hier mehr Bilder aber naja, zu erstmal sieht man wie es nicht funktioniert weil ich mich nicht gedulden konnte:
Nachdem das lactat gänzlich aufgelöst wurde, hab ich ein Sieb in die Schüssel gestellt und mit der Spritzflasche versucht tropfen zu erzeugen. Das hat dann auch nur mäßig funktioniert. Ich habe dann nochmal etwas Alginat in die Flüssigkeit untergemischt (vermutlich ist zu viel Alginat am Zauberstab hängen geblieben) Dementsprechend waren einige Luftbläßchen zusehen. Auf einen Vakuumier Vorgang habe ich verzichtet, da ich weder einen Kammervakuumierer noch solche Vakuumschüssel habe. Dadurch sind natürlich auch wenig Bilder entstanden, weil Stress meistens dafür sorgt das man was vergisst.
Wie im Rezept beschrieben kamen die Fake Kaviar Kügelchen dann in einen Teil der Flüssigkeit die nicht mit Alginat gemischt wurde. Hier halten sich diese einige Tage
Anschließend habe ich Griebenwurst (ich habe mich ja bemüht welche ohne Fett zu finden, habe ich aber nicht) in Scheiben geschnitten und im BO zum stocken gebracht
Anschließend dann die Löffel hergenommen und soweit zusammen gebaut:
Erst jetzt beim erstellen merke ich das es wohl geraspelte getrocknete Himbeeren und nicht gefrorene sein sollte, aber so ist das halt
Appetitlich siehst es jetzt wahrlich nicht aus, den getrockneten Schweinebauch natürlich auch vergessen.
Fazit zu No 1
Was soll man dazu sagen. Ich hätte nicht gedacht das ich es hinbekommen. Da bei mir im Haushalt niemand auf warme Blutwurst mit Apfel-Limetten-Himbeere-Geschmack steht habe ich alle 3 Löffel selbst probieren dürfen. Die Blutwurst hätte definitiv etwas mehr Biss haben können, vermutlich wäre Blutwurst ohne Fett nicht ganz so verlaufen. Die "Geschmacksfreigabe" durch den Kaviar wurde erreicht, auch wenn mir die Kügelchen nicht so gefallen haben. Die sehen auf den Fotos im Buch deutlich fester aus, auch haben sie keine Luftblasen obwohl ich dafür ja selbst verantwortlich bin. Ob es der fehlende getrocknete Bauch noch herausgerissen hat, glaub ich nicht. Für meine Überlegung hätte es noch etwas mit Biss sein dürfen. Der Löffel insgesamt war etwas glibbrig. Es ist aber nicht so schlecht das ich es nie wieder "Kochen" würde. Fürs Anrichten hätte man sich auch noch etwas anstrengen können, darum kommt es ja in der Sterneküche auch an.
vor einigen Jahren kaufte ich mir ein Buch, um die Techniken der Sterneküche besser zu verstehen und zu erlernen. Wie das Leben aber so spielt: Man kauft ein Buch, stellt es ins Regal und vergisst es. Bei einer Aufräumaktion ist es mir nun wieder in die Hände gefallen und hat sofort mein Interesse neu geweckt.
Das Buch wurde 2014 veröffentlicht. Ich kann zwar nicht genau einschätzen, wie „aktuell“ die Techniken heute noch sind, aber der Begeisterung tut das keinen Abbruch.
Zum Buch und zum Autor
Geschrieben wurde das Werk von Prof. Dr. Thomas A. Vilgis und erschienen ist es im Verlag der Stiftung Warentest. Der Autor ist im „echten Leben“ Professor für Polymerforschung am Max-Planck-Institut in Mainz und hat es sich zur Aufgabe gemacht, theoretische Physik und Spitzenküche miteinander zu verknüpfen. Sein Ziel in diesem Buch: die naturwissenschaftlichen Prinzipien hinter dem Kochen verständlich zu erklären.
Vilgis berät regelmäßig namhafte Sterneköche und hat zahlreiche Fachbücher veröffentlicht, darunter Standardwerke wie „Aroma – Die Kunst des Würzens“ oder „Kochen in Kupfer“. Auch eine Fortsetzung unter dem Titel „Noch mehr Kochen für Angeber“ ist bereits erschienen. Seine Publikationen wurden von der Gastronomischen Akademie Deutschlands (GAD) mehrfach mit Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet. Er gilt als echter Virtuose, der die komplexen Kniffe der Sterneküche wissenschaftlich durchdringt und für uns Laien übersetzt.
Seine Philosophie lautet „Verstehen statt Auswendiglernen“ – oder, wie ich es interpretieren würde: „Probieren statt Studieren“.
Es handelt sich also um folgendes Buch, in diesem werden 50 verschiedene Techniken beschrieben und es gibt Beispielrezepte zum ausprobieren. Getreu dem Motto werden wir das natürlich probieren.
Bild vom Cover
Bilder vom Inhaltsverzeichnis
No 1 Paradebeispiel der Molekularküche: Fake Kaviar
Also nicht lange sabbeln, einfach mal machen. Erstmal die technische Sache zum Fake Kaviar lesen, Rezept anschauen und feststellen das man so absolut garnichts der benötigten Sachen im Haus hat. Auf der Suche nach den "speziellen Zutaten" hat Amazon Abhilfe schaffen können. Im Rezept wird eigentlich YUZU-Saft verwendet, nun muss man wissen das dieser sehr teuer ist und ich hatte keine Lust viel Geld in die Hand zunehmen, falls es schief geht. Also sind wir hier auf Limettensaft ausgewichen.
Zutaten für die Flüssigkeit einen Tag vorher vorbereiten & mixen
Zutat mit dem Zauberstab mixen, dabei aufpassen das dass Alginat nicht verklumpt und am Zauberstab hängen bleibt
Am nächsten Tag das Calciumlactat in natriumarmen Wasser auflösen (Wer weiß schon ob das Wasser zuhause natriumarm ist??)
und anschließend kann mit einer Spritzflasche Tropfen ins Wasser gegeben werden können. Hierzu lässt sich sagen das es gar nicht so einfach ist, runde Kügelchen damit zu erstellen. Ich hatte eigentlich gedacht ich hätte hier mehr Bilder aber naja, zu erstmal sieht man wie es nicht funktioniert weil ich mich nicht gedulden konnte:
Nachdem das lactat gänzlich aufgelöst wurde, hab ich ein Sieb in die Schüssel gestellt und mit der Spritzflasche versucht tropfen zu erzeugen. Das hat dann auch nur mäßig funktioniert. Ich habe dann nochmal etwas Alginat in die Flüssigkeit untergemischt (vermutlich ist zu viel Alginat am Zauberstab hängen geblieben) Dementsprechend waren einige Luftbläßchen zusehen. Auf einen Vakuumier Vorgang habe ich verzichtet, da ich weder einen Kammervakuumierer noch solche Vakuumschüssel habe. Dadurch sind natürlich auch wenig Bilder entstanden, weil Stress meistens dafür sorgt das man was vergisst.
Wie im Rezept beschrieben kamen die Fake Kaviar Kügelchen dann in einen Teil der Flüssigkeit die nicht mit Alginat gemischt wurde. Hier halten sich diese einige Tage
Anschließend habe ich Griebenwurst (ich habe mich ja bemüht welche ohne Fett zu finden, habe ich aber nicht) in Scheiben geschnitten und im BO zum stocken gebracht
Anschließend dann die Löffel hergenommen und soweit zusammen gebaut:
Erst jetzt beim erstellen merke ich das es wohl geraspelte getrocknete Himbeeren und nicht gefrorene sein sollte, aber so ist das halt
Appetitlich siehst es jetzt wahrlich nicht aus, den getrockneten Schweinebauch natürlich auch vergessen.
Fazit zu No 1
Was soll man dazu sagen. Ich hätte nicht gedacht das ich es hinbekommen. Da bei mir im Haushalt niemand auf warme Blutwurst mit Apfel-Limetten-Himbeere-Geschmack steht habe ich alle 3 Löffel selbst probieren dürfen. Die Blutwurst hätte definitiv etwas mehr Biss haben können, vermutlich wäre Blutwurst ohne Fett nicht ganz so verlaufen. Die "Geschmacksfreigabe" durch den Kaviar wurde erreicht, auch wenn mir die Kügelchen nicht so gefallen haben. Die sehen auf den Fotos im Buch deutlich fester aus, auch haben sie keine Luftblasen obwohl ich dafür ja selbst verantwortlich bin. Ob es der fehlende getrocknete Bauch noch herausgerissen hat, glaub ich nicht. Für meine Überlegung hätte es noch etwas mit Biss sein dürfen. Der Löffel insgesamt war etwas glibbrig. Es ist aber nicht so schlecht das ich es nie wieder "Kochen" würde. Fürs Anrichten hätte man sich auch noch etwas anstrengen können, darum kommt es ja in der Sterneküche auch an.
Ich habe dann einfach die Schüssel so eingefroren.