Danke der Nachfrage. Ich bin in den letzten Wochen nur selten zum Üben gekommen. Die wenigen Versuche waren allerdings ernüchternd.
Na ja, wir hatten ja einen intensiven Schriftwechsel, der dann zu Deinem Kauf führte.
Leider habe ich mein Mikroskop nicht hier, sodass ich schlecht erkennen kann, woran es liegt. Ich habe allerdings noch immer "nur" die DF-250 Diamantscheibe und die CW-220 Kompositscheibe, die ja zur Black dazugehören. Die DE-250 habe ich mir mangels Zeit noch nicht gegönnt. Vielleicht gibt die dann den "letzten Schliff".
Nein, das glaube ich nicht. Wenn der erste Schliff Probleme bereitet, können mehr Scheiben auch nicht helfen. Was im ersten Schliff nicht stimmt, können die feineren Scheiben nicht mehr ausgleichen.
Schleifst Du mit oder gegen die Schneide?
Was für ein Klingenstahl ist das?
Welchen Schleifwinkel hat das Messer?
Welchen Schleifwinkel schleifst Du?
Alle Schrauben fest?
Sitzt das Messer wirklich fest im Halter?
Wenn Du eine gleichmäßig breite Schleiffase hast und nicht mehrere Facetten im Schliff wird Dir ein Mikroskop auch nicht viel mehr zeigen können. Aber solch eine saubere Schleiffase ist schon mal ein Anfang.
Ich bin kein Werkstoff- oder Verfahrenstechniker; lege also meine Worte nicht auf die Goldwaage.
Die Tormek Schleifsteine machen einen Grat, den Du an den Fransen erkennst. Fransen weg, Grat weg.
Gaaaaaaanz anders bei den Diamantscheiben. Die machen auch einen Fransengrat, aber zusätzlich auch noch einen Wall bzw. eine Wulst. Fransen weg, Klinge immer noch stump.
Nachdem Du Deine gewünschte Kontur geschliffen hast, braucht es noch ein paar Züge ohne Druck, um den Wall zu minimieren. Danach mußt Du die Toolbar GENAU auf die Abziehscheibe einstellen und mit der Abziehscheibe erst die Schleiffase weiter abtragen. Du bist wirklich an der Vorderkante der Klinge angekommen, wenn an der Klinge beim Polieren kleine Fransen erscheinen. Dann nochmal 5-10 Züge pro Seite zur Sicherheit.
Nun ein Papierbogen nehmen. Fange mit Druckerpapier an. Mache 1 oder 2 Schneidproben.
Jetzt nimmst Du ein Stück Kupferrohr mit ca. 18mm Durchmesser.15cm reichen völlig aus. Rohr auf den Tisch legen. Nun die Schneide von der Spitze bis zum Ende über das Rohr und rollst es damit über den Tisch. 100g Anpressdruck reichen völlig. Jetzt an dem Papierbogen einen weiteren Schnitttest machen. Schneidet die Klinge schlechter durch das Papier, ist noch Grat da. Also wieder abziehen.
Erst wenn die Klinge vor und nach dem Kupfertest gleich schneidet, dann wird die Toolbar höher gestellt, um die Klinge zu entgraten bzw. abzuziehen.
Beim Hochstellen der Toolbar ist der Wert zwischen 1° - 2,5°. 1° für hartes Material, 2,5° für weiches Material. Deine Stechbeitel werden mit 1° auskommen.
Wieviel mm Höhenverstellung entsprechen dem von Dir gewählten Verstellwinkel? Arbeite dabei genau. Male die Schneide mit Filzer an, um Fehler zu vermeiden.
Zum Entgraten sollten 2 Züge pro Seite reichen. Dann ein Grattest mit einem Schminkpad oder einer Scheckkarte. Die sind so brutal erlich.
Je nachdem, wieviel Deine Abziehscheibe nachgibt, mußt Du nun vielleicht noch 1° mehr einstellen und nochmal 2 Züge zum Entgraten machen.
So stellst Du sicher, dass alle Gratreste entfernt sind und die Klinge nicht nur scharf, sondern auch auf lange Zeit scharf ist.
Wenn Du bis hierher gekommen bist, testest Du Klingen mit Zeitungspapier oder Zigarettenpapier.
es gibt bestimmt Tabellen dafür, nach dem Motto: Druckerpapier 200 Bess, Zeitungspapier 150 und Zigarettenpapier 100. Google mal. Oder steht das sogar in "Messer entgraten"?
PS:
Ich würde ja gerne mal einen Schleifkurs zur T8 besuchen, aber da habe ich leider nix gefunden. Die Videos kenne ich.
Einen Kurs wirst Du bestimmt nicht finden, weil YT auf unzähligen Kanälen die Tormek vorführt. Die Probleme liegen ja nicht in der Tormek. Leider.
Züge zählen ist eine Orientierungshilfe, aber kein Gesetz.
Stechbeitel dauern bei mir mindestens 10mal so lange wie Messer schleifen. Schon das winklige Ausrichten im SE77. Ärgerlich, dass da keine Flächen für den Haarwinkel rangeschliffen wurde.