Teil zwei der Antwort: Der Le Rond ist super. Zumindest wenn man alle Steine dazugeordert hat- ohne Steine hätte das Ding für mich keinen Sinn. Die Größe reicht für eine deutsche Durchschnittsfamilie. Pizza/Flammkuchen immer schön nacheinander ist kein Problem. In der Regel bleibt bei 5 Pizzen (aus 750 g Mehl) eine dreiviertel übrig - weil man so schnell satt ist. Was daran liegen könnte, dass unser Belag immer so üppig wird: die Packungsgrößen an Thunfisch, Oliven, Käse etc. passen nicht zu Pizza! Wenn man keine Reste haben will, muss man eben mehr Belag drauftun.
Bei Anwesenheit von Gästen gibt es immer Flammkuchen, der ist schnell belegt, nur zwei bis vier Minunten drin und so sorgt man für konstanten Nachschub bis alle Gäste einfach nur noch vollgefressen sind. Einer belegt und alle stehen drumrum - und kommentieren live das Geschehen mit vollem Mund! Am besten kommt das im November/Dezember mit viel Glühwein! Das geht keiner freiwillig in die Bude! Zumindest die Männer.
Letztes WE habe ich mal 3-2-1-Ribs gemacht. Ging auch Super. Leider habe ich die Fotodokumentation vergeigt. Die gerubbten Ribs am Vortag noch fotografiert, beim "Backen" und beim gierigen Blick auf das Ergebnis nicht kontinuierlich an die Kamera gedacht. Wie das wohl kommt? Wen die Feuerung interessiert...schreibe ich demnächst noch als eigener Kommentar, wenn ich die spärlichen Bilder von der kamera geladen habe.
So: zurück zum le Rond aus Anwendersicht. Mich interessiert eigentlich nur das Brot. (Frisches Brot ist ja sooooo legga!) Meine Frau steht auf Flammkuchen, die Kinder wollen immer Pizza. Glückliche Fügung. Nur für EIN Brot den Ofen anzufeuern ist zeitlich irgendwie unökonomisch - also zuerst Pizza oder Flammkuchen oder irgendwas richtiges.

Danach ein oder zwei Brote (eins oben, eins unten) in der Restwärme. Perfekt!
Was man vergessen kann: ich hatte mir den Grillrost dazugekauft und noch nie benutzt. Niemand (also ich) nimmt die (rußigen) Steine oben raus, um das Ding als Grill zu benutzen. Das geht im Grill einfach einfacher. Räuchern könnte man auch - muss man aber auch die (alle?) Steine ausbauen. Eigentlich bräuchte man also zwei le Ronds - oder einen Le Grand T-800

(oder war es Typ 2?). Wenn man Platz hat.
Unisoliert hält sich der le Rond mit dem Holzbedarf zurück (den Le Grand muss man auch füttern wollen!). Seit der isoliert ist, bekomme ich aber mein Holz kaum noch los. Muss ich öfters die Roti anschmeißen, damit der Platz wieder frei wird. Nach Ribs (als es neulich so warm war) hatte ich (nach zugegeben insgesamt ca. 7 h Feuerung) 4 Stunden nach dem Brot (und den zwei Ciabatta oben) immer noch 100 Grad im Ofen - da hätte ich eine Monatsration Brot backen können - wenn ich das mit dem Teigfalten/ziehen/formen besser drauf hätte. Ich übe noch.
Ein bisschen Sorge bereitet mir das (inzwischen fest installierte) Ofenrohr - ja, ich weiß.

Ich befürchte, dass es seitlich reinregnet (unter der Regenhaube durch), runterläuft und der Ofen innen wegrostet. Irgendjemand solche Erfahruzngen gemacht? Und in unbenutzten Phasen einen Eimer statt der Regenhaube drüberzustülpen sieht einfach peinlich aus!
Langer Rede kurzer Sinn: Klare Kaufempfehlung. Nicht so angebermäßig cool wie ein selbstgemauerter Kuppelofen, aber für jeden Pyromanen unbedingt empfehlenswert. Vor allem muss man den nicht unter Rißgefahr trockenheizen. Und nachdem er isoliert ist, kann man das (L)einölen alle paar Einsätze auf die Front beschränken - zumindest ich will keine romantische Rostlaube im Garten.
Ein Kuppel-/ oder Tunnelofen hat in der Regel deutlich mehr Tiefe, da ist der Rond im Vorteil. Das Ausräumen der Glut vorm Einschießen des Brotes is a weng nervig und saut aschemäßig rum. Mit ein Grund, warum ich den Ofen von der Terrasse verbannt habe. Aber um das Ausräumen kommt man nicht rum - das muss es einem Wert sein - sonst gibts nur Kohlenstoff statt Brot.
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