Deine Mühe in allen Ehren, Marcu, und anscheinend macht es dir ja Spaß, was mich freut, aber deine Art der Gärtnerei ist nicht die meine.
Wir düngen überhaupt nicht, weder Gemüse noch Beeren noch Blumen noch Rasen(Wiese).
Nur Mulche aus dem eigenen Grundstück. Unter'm Obst liegt lediglich Vertikutierabfall und die Beeren wachsen trotzdem in Massen.
Das geht jetzt nicht gegen dich, aber Kleingärtner neigen nachgewiesenermaßen - das ergibt sich bereits aus den Zahlen des Düngemittelverkaufs - zur grundwasserschädlichen Überdüngung.
Ich verstehe Dein Anliegen wirklich nicht falsch; wir reden über zwei verschiedene Arten: Kübelpflanzen und Gartenpflanzen. Deine Gartenpflanzen bekommen durch den Kompost, der sich durch den Mulch bildet: Nahrung - natürliche Nahrung. Und die Verwurzelung ist doch ganz anders möglich als in einem Topf oder Kübel: da ist irgendwann die Erde verbraucht, und da muss man dann mit Futter nachhelfen (was von Kübeln nicht im Grundwasser landet) - außerdem dünge ich meistens mit selbst angesetzten Jauchen, zur Zeit mit Brennnesseljauche. Die Gartenpflanzen werden auch nicht gedüngt, außer einmal im Jahr der Rasen. Wir kompostieren in 3 Kompostern und der Kompost wird in den Gartenbeeten verteilt.
Ich selbst bin ein Naturkind aus dem Sauerland, wo mein Vater ein riesiges Grundstück besaß; der hat uns auch gern die Natur erklärt - aber alle Gartenabfälle immer in den städtischen Müll oder aufs Osterfeuer gegeben.
Von daher kann ich mich mit Kleingärtnern absolut nicht identifizieren; als ich hier nach Düsseldorf kam, 1976, und vorerst auf die Schnelle nur ein Appartement in den Häuserschluchten fand: habe ich mich auf jedes Wochenende gefreut, da bin ich immer nach Hause gefahren, und in den Wald gegangen. Oder mit meinem Fahrrad an die Sorpetalsperre gefahren. Oder im Winter Langlauf gemacht, im Wald. Immer Heimweh.
Das änderte sich erst, als ich hier das Grundstück am Stadtrand bekam: das ist zwar winzig - aber ähnelt keineswegs einem sogenannten "Kleingarten" - wir halten es bewusst natürlich, ohne Ecken und Kanten - und mir haben schon einige Gäste gesagt, dass es eher einem kleinen botanischen Garten ähnelt, weil wir eben Pflanzen drin haben, die sehr selten sind.
Mir glaubt auch nur eine Familie hier auf der Straße, dass ich echten Gewürzlorbeer habe: bis auf die eine Familie nahm mir niemand einen Ableger ab. ("Wir haben unsere Kirschlorbeeren grade entsorgen lassen - sind wie Unkraut")
"Lorbeer zum Kochen - warum???")
Ich grinse mir dann einen über die Großstadtkinder, die auch alle etwa in meinem Alter sind.

Gemüsepflanzen werden bei uns in reinen Kompost gepflanzt. Selbst erzeugten, natürlich!
Ich denke: dass eher die Bauern durch Überdüngung das Grundwasser schädigen....
Und - das geht nun auch nicht gegen Dich: ich wollte nur meine völlig andere Sichtweise erklären.
