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Messer bei Aldi Süd

Der gleiche Gedanke kam auch mir. Ist schon in der Zwinge. Der Erl war 100% gerade. Ich konnte die Holzgriffe vor der Verklebeung ohne irgendeinen Kraftaufwand bündig überall auflegen. Gerade das macht mich ja so ärgerlich. Ist die Frage ob die Feuchtigkeit des Expoidharzes das Holz zum Verzug bringt. Anderseits ist das Holz ja nicht sonderlich dick und es wundert mich selbst wieso es vom Erl jetzt absteht. Schalen sind noch nicht fertig. Griff wird noch etwas schmaler und Kanten noch etwas runder. Ich will erst die Nieten einbringen und dann den Rest abziehen. Hier stellt sich aber die nächste Frage. Es gibt zwei Varianten für mich.
Variante 1:
IMG_2480[1].JPG

Gerades Loch bohren Messingstift einpressen mit Expoidharz. Hab jetzt nur einen Niet dargestellt.


Oder.

Variante 2:
IMG_2481[1].JPG

Loch bohren. Etwas senken, Messingstift rein und Stift auftreiben bzw. aufpressen. 20 t Presse hab ich ja.

Die Variante 2 würde dann auch die Griffschallen an den Erl ranziehen, denke ich jedenfalls. Was ich nicht weiß ist, wie das optische Ergebnis wird. Ist der Niet hinterher auch schön rund, und legt er sich auch sauber in die Schräge.
Variante 1 wäre etwas einfacher.
 

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Bei Var. 2 hätte ich Angst, dass zu viel Druck auf die Schalen kommt beim Pressen und sie dann springen oder splittern -> ich würd Var. 1 nehmen
 
"Ist die Frage ob die Feuchtigkeit des Expoidharzes das Holz zum Verzug bringt." Epoxidharz ist nicht feucht d.h. enthält kein Wasser. Darunter verstehe ich natürlich 2-Komponenten Kleber mit Harz und Härter. Da verdunstet meines Wissens auch nichts, weil eine chemische Reaktion zwischen Harz und Härter stattfindet, die dafür sorgt, dass der Kleber hart wird. Das ist eigentlich der Vorteil von Epoxy. Ich habe das bis jetzt immer mit Holzleim gemacht. Beim Holzleim habe ich natürlich ein Quellen durch die Feuchtigkeit festgestellt. Da die Klebefuge aber elastisch ist, verschwindet das auch wieder nach dem Trocknen. Bei dir sieht es tatsächlich so aus, als sei die Seite mit dem Kleber (das müsste dann ein anderer sein) aufgequollen. Dadurch wird sie länger im Gegensatz zur Außenseite und der Griff wölbt sich nach Außen, wie auf dem Foto zu sehen ist. Wenn die Schalen nicht leicht abgehen, würde ich sie dran lassen, sonst brechen sie ab (speziell bei x-cut). Wenn du Holzstifte (und Holzleim) nimmst, würde es auf jeden Fall halten. Wenn du die Stifte auftreibst besteht die Gefahr, dass du die Griffe spaltest. Außerdem kann ich mir schwer vorstellen, wie man eine 20 T Presse, so genau dosiert, dass man nichts zerdrückt. Wenn das 2 Komponenten Epoxydharz ist, müsste es auch mit Messingstiften halten. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum man normalerweise die Stifte gleich mit verklebt.

Hat sich die Fuge eigentlich schon gezeigt, als du die Zwingen gelöst hast oder erst nach dem Bearbeiten des Griffes?
 
Zuletzt bearbeitet:
Für das abstehen der Griffschalen kann es verschiedene Gründe geben. Wurde der Erl auch mit Aceton gesäubert? Sind die Seiten der Schnittfächen an den Erl verbaut worden? Waren die Zwingen so stark angezogen das es sich hinten auseinandergedrückt hat? Aber das ist nun eh egal. Ich würde versuchen die Griffschalen zu lösen. In die Griffschalen sollten von innen Vertiefungen eingebracht werden. Mit einem 10er Bohrer ganz leicht vertiefen damit das Epoxy halt findet und dann mit den Stiften direkt verkleben. In einigen Büchern wird erst eine Seite der Griffschale verklebt und die Stifte eingesetzt, die Stifte wieder herausgezogen und wieder eingesetzt beim verkleben der zweiten Griffschale.

(Jetzt nachfrickeln hat wenig Sinn)

Viel Erfolg
 
Wenn die Griffschalen leicht abgehen, würd ich sie abmachen - klar. Wenn nicht und man muss die Griffschalen zerstören, um sie abzukriegen, würde ich "nachfrickeln". Zerstören kann man die Griffschalen immer noch, wenn das nicht klappen sollte. Die Strategie Vertiefungen herzustellen, um dem Epoxy Halt zu geben, kannst du auch bei den Messingstiften probieren. Einfach in den mittleren Bereich des Stiftes Riefen einfeilen, in die der Kleber laufen kann. Die dann im ausgehärteten Zustand, wie eine Verzahnung wirken.
 
Letzteres habe ich jetzt nochmal gemacht. Die eine Schale ist fest. Andere habe ich nochmal abbekommen ohne Schäden. Habe den Kleber entfernt und Rillen bzw. Unebenheiten in die Klebeflächen eingebracht, sowohl in der Griffschale als auch im Erl. Bohrungen vorher auf 6mm erhöht und Messingstifte direkt mit verklebt. Messingstifte selbst auch noch angerauht. Wenns jetzt nicht hält erstech ich mich mit dem Messer.
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Erste Bild leider unscharf. Denke aber man sieht es trotzdem.


Eben noch in den Keller gelatscht. Konnte nicht bis morgen warten und den Kram schon mal aufgehübscht.
 

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Hallo,

die neuen Griffe sehen super aus! Danke für die ausführlichen Beschreibung mit den Bildern!

Ich muss aber auch meine Verärgerung über diesen Thread "Messer bei Aldi-Süd" äußern, weil ich es überhaupt nicht nachvollziehen kann, dass fast drei Seiten über "neuen Griff montieren" diskutiert wird. Da hätte schon langer ein Admin das Thema abspalten sollen.
Was noch ärgerlich ist, ist dass die Veranstaltung in Solingen letztes Wochenende völlig untergegangen ist. Die wäre auch in einem eigenem Thema viel besser aufgehoben gewesen und hätte mehr Beachtung gefunden.

Liebe Grüße
Sven
 
Jo, da haste nicht ganz unrecht. Das ist aber nicht ein Adminfehler sondern meiner. Hätte halt einfach neu posten sollen. Die können ja nicht alles sehen. Wusste auch nicht das mich das Thema Messer doch so fangen kann. Und ich schreibe diesbezüglich sehr gerne um auch andere anzufixen mal was eigenes zu versuchen. Nächstes mal wird alles besser.
Und damit das Ganze jetzt ein Ende hat, noch ein Foto. Griffschalen mit Leinoel behandelt.
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