• Du musst dich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf Jetzt registrieren!, um den Registrierungsprozess zu starten. Registrierte User surfen werbefrei, können Suchen durchführen und sehen die volle Darstellung des Forums mit vielen anderen Unterforen!!!

[Modernist] Burger - ein Plagiat

@exotec
Super ergebniss, tolle bilder....werde ich bestimmt mal nachbauen...
Mir machen solche experiment auch richtig spaß
Schon fast "mutig" den burger hier zu posten ...
Kampf gegen die engstirnigkeit !!!!!!!! Nur weiter so..."
 
Du hast aber nicht wirklich fertige Röstzwiebeln genommen ?
 
ja, aufwändig das Ganze, aber ein spitzen Ergebnis.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Ergebnis den Aufwand lohnt...

Gruß

Balkonglut

Notiz an mich: Anleitung Speichern, Filmrolle für das Kopfkino in die vordere Reihe einsortieren und auf den Fleischwolf warten ;-)
 
Du hast aber nicht wirklich fertige Röstzwiebeln genommen ?
ja, aber von der Schwiegermami produziert.

Die macht alle paar Wochen größere Mengen Röstzwiebel und gibt mir dann immer ein paar Gläser mit. Besten Röstzwiebel wo gibt!!!
 
Sieht super aus. Und Burger muss nicht immer ratz fatz und wech sein, nur weil wir es hier in D so kennen. Ich warte gerne wenn alles frisch zubereitet wird. Und dann zahle ich auch den Preis. Und zu Hause.... da gibt es Luxusburger vom Bun bis zum Fleisch.

Weiter so.

Gruss Bruno
 
Das wird jetzt ein TL;DR Post. Wer einem grumpeligen Mann beim Hassen von Relativisten zuhören will, der darf bleiben und sich amüsieren.

Ein weiterer Beitrag zur Douchbagisierung von Essen. Du hast mit größtmöglichem Aufwand Frikadelle auf Knäckebrot gemacht. Nach allen findbaren Definitionen ist ein Burger ein Hackfleisch-Stück in einem entzweiten Brötchen mit beliebigen Beilagen. Man darf sich also schon irritiert fragen, ob das ein Burger ist. Wie immer lässt sich vortrefflich über die Grenzen der Definition streiten. Die eine Seite wird sich Engstirnigkeit unterstellen lassen müssen, während der anderen scheinbar der gesunde Menschenverstand für das Maßhalten fehlt. Ins Extrem getrieben wird auf ersterer Seite dann zunehmend kodifiziert, während die Relativisten die Grenzen immer weiter fröhlich strapazieren, bis man bei dekonstruierten Burgern angekommen ist, die mit dem Ausgangsprodukt wirklich überhaupt nichts mehr zu tun haben. Beides ist natürlich Realsatire. Dekonstruktionalismus macht sich genauso lächerlich wie der Versuch von Elitarismus und Kodifizierung in unserer Zeit.

Es gibt aber einen Unterschied: Dadurch, dass die Elitaristen eine bekannt gute Sache konservieren, ist diese nie scheiße, sondern steigt eventuell sogar in der Qualität immer weiter (siehe japanische Koch-Tradition). Relativismus dagegen ist avantgardistisch progressiv und es liegt in der Natur der Sache, dass dabei viel Scheißdreck - keine Vulgärsprache, sondern Sprache für besondere Anlässe - entsteht; erfahrungsgemäß exorbitant mehr als Gutes. Praktisch gesprochen bekomme ich in einem traditionellen Burgerrestaurant in hundert von hundert Fällen einen fantastisch schmeckenden Burger. In modernistischen Restaurants dagegen bekomme ich für sehr viel Geld in allen Farben des Regenbogens oft schlecht, manchmal sogar grauenvoll und nur sehr selten sehr gut. Das ist der Grund, warum ich ungeniert und unermüdlich gegen den Relativismus angehe. Und wenn man sich in unserer Zeit damit lächerlich macht, dann ist das hinzunehmen in dem Bewusstsein, dass eine solche Gesellschaft sich wohl verirrt haben muss.

Das heißt nicht, dass ich nicht für Weiterentwicklung bin. Lediglich der Versuch von Revolution geht immer mit viel Krawumms in die Hose, das Geschichtsbuch lehrt's einem. Ich plädiere für eine vorsichtige Evolution anstatt der skepitklosen Hochjubelung alles Neuen. Dafür ist es sinnvoll, das bisher Erreichte neidisch und hochgradig sketisch zu behüten und jede Neuerung gegen die Zeit zu testen. Knäckebrot, beispielsweise, wird sich als Burgerbrot nicht durchsetzen. Es ist einfach schlechter. Genauso das Fehlen eines Deckels bei Fingerfood und ein Loch im Brot einer Speise, die beim Hereinbeißen Saft verliert. Und letztlich muss man sich dann fragen, ob die Neuerung den Aufwand wert ist. Die Präparation des Fleisches hat in diesem Fall bespielsweise auf jeden Fall Vorteile. Aber wie immer bekommt man mit zunehmendem Aufwand immer weniger Zugewinn für seine Arbeit. So könnte es gut sein, dass dieser Punkt sich durchsetzen sollte; oder es könnte aber auch sein, dass er als technische Fingerübung taugt, in der realen Welt aber unsinnig aufwändig ist.
 
@Mr. Pink
... Ein sehr schöner text, der aus deiner sicht berechtigt zu sein scheint...
Ich mache mir jetzt ein High Food Modern HH Burger ....
Es geht auch um den spaß an der sache
 
oida, des verstehe ich jetzt nicht - so viele Fremdwörter hab ich die letzten 40 Jahre nicht braucht ;-)
 
oida, des verstehe ich jetzt nicht - so viele Fremdwörter hab ich die letzten 40 Jahre nicht braucht ;-)


Das was einige mit Lebensmitteln anstellen, mache andere mit der deutschen sprache.
In der zeit hätte ich mir lieber einen burger gemacht. Egal ob modern o. classic.
 
Ich auch. Aber ich hatte schon gegessen. :D
Ich schreibe nicht absichtlich hochgestochen, sondern so, wie's mir aus den Fingern läuft. Wenn jemand den gleichen Inhalt in einfachere Worte fassen kann - nur zu. Ich weiß nicht, ob ich es könnte, es würde auf jeden Fall deutlich länger werden. Und das will ja auch keiner.
:geige:
 
Ich auch. Aber ich hatte schon gegessen. :D
Ich schreibe nicht absichtlich hochgestochen, sondern so, wie's mir aus den Fingern läuft. Wenn jemand den gleichen Inhalt in einfachere Worte fassen kann - nur zu. Ich weiß nicht, ob ich es könnte, es würde auf jeden Fall deutlich länger werden. Und das will ja auch keiner.
:geige:
@Mr. Pink
... Irgendwie mag ich den Style ja.
Inhaltlich sehe ich es etwas anders...
Open Your Mind. Jeder kann kochen. Alles ist möglich. Namchmal ist
 
Manchmal ist weniger mehr, viel hilft viel, nur wann ist was das richtige?!

...sollte es heißen ....
 
Wenn das mit den entzweiten Brötchen stimmt, dann möchte man annehmen, dass diese Leute nicht wissen was ein Burger ist.
Vielleicht kann man auch dort und anderen Plattformen dies richtig stellen.
 
Wissen sie auch nicht, d.h. Jedenfalls nicht nach deutschem Sprachgebrauch. Was die da gemacht haben sind Frikadellen.
Vielleicht heißen die ja auch Hamburger. Aber für mich sind Hamburger per se aus reinem Rindfleisch max. noch gewürzt mit Salz und Pfeffer.
Mehr nicht.
 
Welch ein herrlicher Beitrag, nicht nur wegen der klasse Idee und der fotografisch gelungenen Umsetzung. Vorweggenommen sei, dass es nicht meine Vorstellung von einem Burger ist. Aber meinen Geschmack gebe ich nicht her, sprich, er ist nicht allgemeingültig. Ich finde es aber erfrischend, dass sich hier einige dafür und einige dagegen aussprechen und man bei einigen mehrmals lesen muss, bis man weiß, welches Lager sie als das ihre akzeptieren :D @Mr. Pink ich denke, ich habe dich trotzdem verstanden.

Das macht die Vielfalt des Lebens doch aus, die einen werfen schnell geformte Patties auf den Grill, Scheibe Käse drauf, ein aufgeschnittenes Brötchen daneben, Tomate, Sauce, Zwiebeln dazu. Fertig ist ein genialer Burger. Meinetwegen sind die Buns noch selbstgemacht, der Patty selbst gewolft. Zu der Kategorie gehöre ich. Und dann gibt es diejenigen, die all das hinterfragen und nach dem Ursprung und dem daraus Entwickelbaren forschen. Das sind dann wahrscheinlich die Menschen, die ihre Spezies zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Die Neuland betreten haben und entgegen aller Konventionen gehandelt haben. Euch danke ich für die Errungenschaften der Menschheit, die eher pragmatisch einfach gestrickten Charakteren wie mir einen solch hohen Lebensstandard ermöglicht haben.
 
Und wie wird das Ding jetzt gegessen? Mit Messer und Gabel das Knäckebrot schneiden und dann noch durch den Soßenstrich ziehen und am Ende ne mit der beiliegenden Pinziette eine Röstzwiebel auf dem Happen platzieren....?
 
Zurück
Oben Unten