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Nestlé übernimmt Ankerkraut

  • Ersteller Ersteller Gast-NnzqH7
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Ich gehe davon aus, die Kritiker sind edel und gut. Sie hätten das Angebot der Investoren nicht angenommen weil sie moralische Bedenken hätten. Lieber wären sie für den Rest ihres Lebens eine Arbeit nachgegangen die sie nicht gern machen und bei der sie zu wenig verdienen ;-)
Na ja, die Ankerkraut-Gründer hatten ja bereits einen "Notgroschen" auf dem Konto
Mehr als 150 Millionen Euro ist Ankerkraut wert. Als Lemckes im vergangenen Jahr 20 Prozent ihrer Firma verkauften, zahlte der Investor EMZ ihnen dafür einen zweistelligen Millionenbetrag. Seither ist das Paar »well off«.
Auch ohne den dreistelligen Mio-Betrag von Nestle, hätten sie keiner Arbeit mehr nachgehen können. Insoweit waren sie einerseits frei ihn ihrer Entscheidung und hätten sich nicht unbedingt für den Konzern entscheiden müssen, der das personifizierte Böse ist. Andererseits geht es dabei um solche Summen, dass moralische Überlegungen vermutlich in den Hintergrund rücken.
Aus dem Unternehmensumfeld ist zu hören, dass Ankerkraut jährlich inzwischen 50 Millionen Euro Umsatz erzielt. Die Multiples, die stark wachsende Unternehmen im Foodbereich gegenüber Käufern aufrufen, betragen häufig das Vier- bis Achtfache vom Umsatz. Es ist also davon auszugehen, dass Nestlé einen dreistelligen Millionenbetrag für die Mehrheit an Ankerkraut gezahlt hat. Zum Vergleich: Der Ankerkraut-Konkurrent Just Spices (60 Millionen Euro Umsatz) verkaufte im Dezember 85 Prozent seiner Anteile an den US-Konzern Kraft Heinz. Dabei galt ein Umsatzmultiple von fünf als wahrscheinlich. Rechnerisch ergab das einen Kaufpreis von rund 300 Millionen Euro.

Wenn man ehrlich ist, hätte wohl die große Mehrheit bei diesen Beträgen auch die Kohle von Nestle genommen. Das Risiko des Imageschadens und der aufgekündigten Werbe-Kooperationen trägt ja nun Nestle
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In einem Jahr werden wir wissen, welchen Einfluss diese Entscheidung auf die Umsätze hat. Ich wage aber zu prophezeien, dass es am Ende den größten Teil der Käufer nicht interessiert und die Umsätze weiter steigen, wenn sich die erste Aufregung gelegt hat.
 
Hat sich jemand der sich hier negativ zu der Übernahme der Mehrheit bei Ankerkraut durch Nestle äussert in den letzten 48 Stunden in ein KFZ gesetzt? Wer konsequent ist sollte das nicht machen, denn es gibt keine KFZ in denen keine Teile aus China verbaut sind. China betreibt doch Arbeits- und Konzentrationslager in denen Menschen wie Sklaven gehalten und systematisch gefoltert und getötet werden.

Nimmt jemand Medikamente von Bayer, die sein Leben lebenswert machen oder sein Leben erhalten? Sofort diese Medikamente absetzen, denn Bayer hat 2018 Monsanto übernommen, die durch ihr Geschäftsmodell und Produkte für Millionen Menschen die Armut und den Tod gebracht haben. Bayer hat nur den Namen Monsanto gestrichen, macht aber genauso weiter.

Ich gehe davon aus, die Kritiker sind edel und gut. Sie hätten das Angebot der Investoren nicht angenommen weil sie moralische Bedenken hätten. Lieber wären sie für den Rest ihres Lebens eine Arbeit nachgegangen die sie nicht gern machen und bei der sie zu wenig verdienen ;-)

Cheers
.

Solange man nicht zu 100% alles perfekt macht, ist Kritik nicht OK? Solange man nicht zu 100% alles perfekt macht, sollte man besser überhaupt nichts machen? Oder was genau ist hier die Argumentation?

Natürlich ist es den meisten hier überhaupt nicht möglich, sofort zu 100% auf Industrieprodukte zu verzichten. Wie auch? Diese Industrien sind doch genau dafür geschaffen, die Massen zu versorgen. Und genau das machen sie ja auch. Irgendwie.
Das Problem ist nur, dass das nicht mehr das Primärziel ist. (Eine Diskussion darüber würde jetzt aber am Thema vorbei führen...)

Wenn man etwas ändern will, dann kann das nur funktionieren, wenn jeder so viel beiträgt, wie er eben kann und wenn sich jeder, unabhängig von allen anderen, bemüht. Ich kann alleine nicht an einem Tag die Welt retten, aber ich kann jederzeit dazu beitragen. Und wenn ich Glück habe, dann führt das irgendwann in die richtige Richtung.

Was den Verkauf von Ankerkraut angeht: ich glaube tatsächlich, dass die sich jetzt auch mit einem Haufen Kohle nicht unbedingt glücklicher fühlen, als am Anfang der Geschichte. Da ging es den beiden sicher noch um die Gewürze. Jetzt geht es nur noch um Geld. Fühlt sich sicher blöd an, wenn man eine Leidenschaft so verheizt und irgendwann merken muss, dass man die Kontrolle verloren hat und jetzt mitmachen muss.

Ob es da etwas gibt, was man jemandem vorwerfen kann, das glaube ich kaum. Nutzt ja auch nix. 😜
 
Na ja, die Ankerkraut-Gründer hatten ja bereits einen "Notgroschen" auf dem Konto

Auch ohne den dreistelligen Mio-Betrag von Nestle, hätten sie keiner Arbeit mehr nachgehen können. Insoweit waren sie einerseits frei ihn ihrer Entscheidung und hätten sich nicht unbedingt für den Konzern entscheiden müssen, der das personifizierte Böse ist. Andererseits geht es dabei um solche Summen, dass moralische Überlegungen vermutlich in den Hintergrund rücken.


Wenn man ehrlich ist, hätte wohl die große Mehrheit bei diesen Beträgen auch die Kohle von Nestle genommen. Das Risiko des Imageschadens und der aufgekündigten Werbe-Kooperationen trägt ja nun Nestle
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In einem Jahr werden wir wissen, welchen Einfluss diese Entscheidung auf die Umsätze hat. Ich wage aber zu prophezeien, dass es am Ende den größten Teil der Käufer nicht interessiert und die Umsätze weiter steigen, wenn sich die erste Aufregung gelegt hat.



Meine Aussagen bezogen sich auf die User die hier kritisieren und nicht auf die Gründer von Ankerkraut.

Die Gründer waren nie frei in ihren Entscheidungen. Sie brauchten das Geld von FT, sonst wären sie gescheitert. Von dem Tag an haben andere die Entscheidungen für sie getroffen. Wer die Verträge kennt weiß mehr ;-)

Bis auf die Kritiker, die aus welchen Gründen auch immer mit großen Zahlen nicht umgehen können, interessiert es die Welt nicht wer die Mehrheit bei Ankerkraut hält.



Solange man nicht zu 100% alles perfekt macht, ist Kritik nicht OK? Solange man nicht zu 100% alles perfekt macht, sollte man besser überhaupt nichts machen? Oder was genau ist hier die Argumentation?

Natürlich ist es den meisten hier überhaupt nicht möglich, sofort zu 100% auf Industrieprodukte zu verzichten. Wie auch? Diese Industrien sind doch genau dafür geschaffen, die Massen zu versorgen. Und genau das machen sie ja auch. Irgendwie.
Das Problem ist nur, dass das nicht mehr das Primärziel ist. (Eine Diskussion darüber würde jetzt aber am Thema vorbei führen...)

Wenn man etwas ändern will, dann kann das nur funktionieren, wenn jeder so viel beiträgt, wie er eben kann und wenn sich jeder, unabhängig von allen anderen, bemüht. Ich kann alleine nicht an einem Tag die Welt retten, aber ich kann jederzeit dazu beitragen. Und wenn ich Glück habe, dann führt das irgendwann in die richtige Richtung.

Was den Verkauf von Ankerkraut angeht: ich glaube tatsächlich, dass die sich jetzt auch mit einem Haufen Kohle nicht unbedingt glücklicher fühlen, als am Anfang der Geschichte. Da ging es den beiden sicher noch um die Gewürze. Jetzt geht es nur noch um Geld. Fühlt sich sicher blöd an, wenn man eine Leidenschaft so verheizt und irgendwann merken muss, dass man die Kontrolle verloren hat und jetzt mitmachen muss.

Ob es da etwas gibt, was man jemandem vorwerfen kann, das glaube ich kaum. Nutzt ja auch nix. 😜

Das habe ich weder geschrieben noch gemeint.

Cheers
.

.
 
Ich wage aber zu prophezeien, dass es am Ende den größten Teil der Käufer nicht interessiert und die Umsätze weiter steigen, wenn sich die erste Aufregung gelegt hat.
Genau Deiner Meinung :thumb2:
 
Das habe ich weder geschrieben noch gemeint.

Dann habe ich einfach nicht verstanden, was du mit den Absätzen zu den Automobilherstellern / China und Bayer / Monsanto sagen wolltest. 😜
 
Auch ich vermeide so gut es geht Nestlé, nur 1 Produkt kaufe ich Bewußt, die gute alte Maggi Würze.
Ich habe ein Spickzettel ausgedruckt im Portmonai, falls ich mal was neues sehe und mir nicht mehr sicher bin schau ich schnell drauf.
Mit der Zeit legt sich das aber, da man sich an die NoGo MArken recht schnell erinnert.
Bei AK ist es halt schade um die 9Pfeffer Mischung, die mag ich.
 
4 Pfeffersorten weniger, da ist Chilli und Zitronenmyrte mit drin, das mag ich bei einem reinen Pfeffermix nicht.
 
Wirtschaftlich alles richtig gemacht. Why Not?
Genau-man muss es als kleiner Laden, der mit Schäufelchen und Briefwaage anfängt Gewürze zu produzieren erst einmal schaffen für einen Konzern wie Nestle interessant genug zu werden! Das ist sicher eine respektable Leistung. Auch muss man erst die Idee haben im TV nach einem Investor zu suchen um das Unternehmen von dem Schäufelchen hin zu einer entsprechenden Maschine zu bringen. Das war bestimmt zu einer Zeit zu der Ankerkraut nicht in jeder Höhe Kredit bekommen hätte.
Also ich denke man kann den Ankerkraut Leuten keine Vorwürfe machen.
Im übrigen meine ich nach dem Ankerkraut mit Ihrem Konzept bekannt geworden ist sind gefühlt 1000 Gewürzbuden eröffnet worden die das selbe versuchen nur weniger erfolgreich 🤪
 
Ich gehe davon aus, die Kritiker sind edel und gut. Sie hätten das Angebot der Investoren nicht angenommen weil sie moralische Bedenken hätten. Lieber wären sie für den Rest ihres Lebens eine Arbeit nachgegangen die sie nicht gern machen und bei der sie zu wenig verdienen
Ich habe ankerkraut schon vor der Übernahme nicht mehr gekauft. Weil mir selbstgemacht oder von spiccy besser schmeckt.
Man sollte nicht alle über einen Kamm scheren.
 
Solange man nicht zu 100% alles perfekt macht, ist Kritik nicht OK? Solange man nicht zu 100% alles perfekt macht, sollte man besser überhaupt nichts machen? Oder was genau ist hier die Argumentation?

Natürlich ist es den meisten hier überhaupt nicht möglich, sofort zu 100% auf Industrieprodukte zu verzichten. Wie auch? Diese Industrien sind doch genau dafür geschaffen, die Massen zu versorgen. Und genau das machen sie ja auch. Irgendwie.
Das Problem ist nur, dass das nicht mehr das Primärziel ist. (Eine Diskussion darüber würde jetzt aber am Thema vorbei führen...)

Wenn man etwas ändern will, dann kann das nur funktionieren, wenn jeder so viel beiträgt, wie er eben kann und wenn sich jeder, unabhängig von allen anderen, bemüht. Ich kann alleine nicht an einem Tag die Welt retten, aber ich kann jederzeit dazu beitragen. Und wenn ich Glück habe, dann führt das irgendwann in die richtige Richtung.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Jeder trägt seinen Teil bei. Zusammen bewirkt man mehr als einer alleine mit 100%
 
Doch!
Man kann ihnen ganz leicht etwas vorwerfen.
Allerdings werden es ihnen die wenigsten nachmachen.
Es werden ihnen wenige nachmachen weil es die meisten gar nicht können. Und Vorwürfe eventuell moralisch aber wohl kaum unternehmerischer Art.
Die leckersten Zutaten für ein selbst gemischtes Curry wachsen auch nicht in deinem Garten. Wer weiß was da bei der Ernte schon für traurige Sünden begangen werden!
Hat vorhin schon mal jemand ähnlich geschrieben aber ich sage es nochmal etwas anders: Ein sehr kleines Unternehmen kann sich ein reines Gewissen leisten, je größer es wird desto schwerer ist es daran festzuhalten und darüber die Kontrolle zu behalten.
Man braucht eben mehr Ressourcen und bekommt die nicht überall zu guten Bedingungen-wirtschaftlich, sozial gerecht und ökologisch gesehen.
 
Ich habe ankerkraut schon vor der Übernahme nicht mehr gekauft. Weil mir selbstgemacht oder von spiccy besser schmeckt.
Man sollte nicht alle über einen Kamm scheren.

Dann solltest du das auch nicht machen. Wer Produkte von Ankerkraut aus anderen Gründen als die Übernahme durch Nestle nicht mag wurde auch nicht angesprochen. Du darfst selbstverständlich das kaufen was du willst.

Cheers
.
 
Von dem Gestammel von dem Jung von Mett versteh ich nur jedes dritte oder vierte Wort.

Ich bin zu alt für so einen Mist oder nicht verblödet genug.
Ich nutze weiter Pfeffer und Salz. :D

Morgen ist frei, ich stellt mir mal ein Bier in den Kühlschrank.
Wie man das heutzutage ausdrücken würde, will ich gar nicht wissen. :prost:
 
Morgen ist frei, ich stellt mir mal ein Bier in den Kühlschrank.
Wie man das heutzutage ausdrücken würde, will ich gar nicht wissen. :prost:

Ich weiß auch nicht wie ich es nennen würde, aber mir kommt das mit dem "ein Bier" komisch vor :)
 
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