Ohne Steine taucht dat ganze nich, da haste Recht.
Wofür soll es denn sein? Gemüse? Floisch? Hummerpanzer knacken oder Knochen brechen? Da brauchst Du wenn Du es etwas perfekter haben willst, unterschiedliche Messer mit unterschiedlicher Geometrie und Dicke.
Und dabei gilt: Je dünner und härter die Klinge, desto eher sind auch mal Scharten drin. Dafür nimmst Du nen 240er oder so, um die wieder herauszukriegen. Und zwar ausschließlich (!) um diese herauszuschleifen und so wenig wie möglich die Klingenform zu verändern. Danach ist der Standard ein 1000er Steinchen zum naja, standardschärfen. Beide zusammen gibt es als Kombistein für irgend was um die 35 Schleifen. Wenn Du zufällig vorhaben solltest, bei
Scherenkauf -Shop zu ordern, merke Dir mal die Zaubernummer oben auf deren Startseite, spart Geld.
Wenn Du spässle hast, dann noch ein 3000er und ein 8000 dazu, auch diese gibt es als Kombi. [Gerade mal nachgeschaut, diese Kombi finde ich gerade nicht in den shops. Ob 8000 oder 10 k merkst Du eh nicht am Anfang].Diese beiden letzten Größen sind kein muss, damit kannste aber dein altes Küchenhackebeil glatt bekommen wie einen Spiegel.
Dagegen wieder ein muss: Polierpaste und ein alter Echtleder-Gürtelabschnitt, 20 cm oder so. Riefen der vorangehenden Körnungen bekommst Du damit nicht heraus, die verbliebenen werden aber geglättet, so dass die Klinge einfach glatter ist (nicht unbedingt "schärfer"). Bekommt der Standzeit der Klinge ganz gut.
Und wenn Du dann alles beieinander haben solltest: üben, üben, üben! Das richtige Schleifen kann niemand nie nicht einfach so, das will gelernt sein und braucht einfach Zeit. Dann hast Du irgendwann (sogar recht schnell, MEsser, mit denen Du Dich rasieren kannst. Ist übrigens nicht automatisch das non plus ultra: Haue mal mit so einem fein ausgeschmirgeltem Teil beim nächsten Möhren-/ Sellerie-/ sonstwasschnibbeln in das eine kleine eingewachsene Steinchen. Dann hast Du mit etwas Glück eine kleine Scharte. Und dann brauchste nen 240er Steinchen. Aber das hatten wir ja schon mal...
Gehe zum Messserforum und suche da mal ein bisschen herum und mache Dir Gedanken und schaue Dir auch ein parr vids an! Und vertage Deine Entscheidung welche(s) Messer es denn sein darf, so lange es geht. Leichter wird/werden Dir die Entscheidung/en garantiert nicht werden, vermutlich aber letztlich zufriedenstellender! Mit den Schleifsteinen ist es im Prinzip einfacher, da gibt es teuere und nicht so teuere. Leben kannst Du eigentlich auch mit den günstigeren Qualitäten, so lange die Körnungen halbwegs stimmen. Gegen die Messer sind die Schleifsteine ein vergleichsweise geringer Posten. Ach noch was zu den Steinen: Japanische Wassersteine (weicher) oder europäische (härter)? Wasser oder Öl? Auch noch Punkte...
Nach dieser Verunsicherung: Ich selbst habe die o.g. Kombisteine und natürlich einen Riemen zum polieren, hat mich zusammen so um die tja, grübel grübel 60-80 Ocken gekostet.Weiß ich aber nimmer so genau. Hoffe das hilft schon mal als erster Eindruck.
Tipp: gehe auch mal hierhin:
Leos Messerschärfseite
Und jetz hau rein!
Gruß
KaRa