So,
Zeit für einen ersten Bericht.
Nachdem mein neues Sportgerät fast zwei Wochen im Karton rumstand(Schande über mich) habe ich es nun endlich geschafft ihn aufzubauen.
Also zuerst zum Aufbau, mit ein paar kleinen Tipps.
Nachdem ich hier und andernorts immer wieder gelesen habe, der Aufbau sei eine Zumutung, es sei kompliziert, die Teile passen nicht zusammen usw. hatte ich mich auf das schlimmste vorbereitet. Bier stand in ausreichender Menge zur Verfügung, ein Mann zur Verstärkung war vor Ort und der gesamte Hof war frei von störenden Spielsachen oder ähnlichem.
Also kann es endlich losgehen!!!
Karton geöffnet und ausgepackt. Obenauf lag direkt die Beschreibungungsmappe. Alle Einzelteile wurden ausgepackt und auf einem Brauereitisch ausgebreitet. Der Korpus, also Brennkammer und Deckel plus allen Innereien, waren vormontiert. Eigentlich dachte ich, dass dies genau das Problem sein wird, fitzeliges Fummeln an Brennern/Infrarotbrenner etc. aber da kann schon mal nicht das Problem liegen. Beim auspacken lagen alle Teile gut in der Hand und fühlten sich sehr wertig an.
Besonders gut gefallen mir die doppelwandigen Türen und die Bodenplatte. Bei diesen Teilen vermutete ich, dass man enventuell spart. Aber dem ist nicht so.
Was vorbildlich gelöst ist, ist die Schrauben und Kleinteile Verpackung. Davon habe ich leider kein Bild, aber die Schrauben waren alle extra verpackt und mit einem Buchstaben versehen, somit wußte man ohne nachmessen oder vergleichen immer direkt welche Schrauben man braucht.
Zum Aufbau. Zuerst kamen die Füße dran. Da wir den Korpus auf dem Brauereitisch stehen hatten konnten wir die Füße einfach an den vier Ecken des Korpus montieren.
so weit also noch keine Probleme. Als nächstes kam die Bodenplatte mit den vier sehr stabilen Rädern. Dabei muss einer den Korpus anheben und der andere unten die Räder anschrauben. Ja, das ist etwas umständlich aber noch immer fernab von einer Zumutung. Nun kann man den Grill schon mal durch die Gegend schieben. Als nächstes sind die Wände des Unterschrankes dran. Seitenwände und Rückwand einsetzen, schrauben einsetzen und leicht anziehen. Danach kommt die obere und untere Magnetleiste für die Türen sowie die innere Ablage dran. Sitzt alles, so kann man die Schrauben festziehen. Bei mir passte alles Perfekt. Ich kann mir bei diesem Schritt nur vorstellen, dass einige die Schrauben direkt voll zuziehen, dann kann es natürlich passieren, dass hier und da ein paar Millimeter fehlen. Ich habe von meinem Opa(Maschinenbauer) gelernt, dass man die Schrauben erst zum Schluss festzieht, wenn alles sitzt. Und selbst dann sollten die Schrauben nur nach und nach, und nicht jede Schraube sofort bis zum geht nicht mehr angezogen werden.
Da der Grill nicht im Hof stehen bleiben soll sondern auf den Balkon gehört, haben wir ihn noch hochtragen müssen.
Nun noch die Seitenablagen/Seitenbrenner montieren, einer hebt der andere schraubt. Dann ein paar Kleinigkeiten wie Gasschläuche anschliessen, Roste einlegen und Zewahalter montieren und fertig. Alles in Allem 1:15 Minuten. Weit weg von den 2 Stunden die einige erwähnen und ich bin mir sicher es geht noch schneller.
Und das alles ohne Komplikationen und sogar ohne Bier..... Bier haben wir vergessen weil die Montage echt Spaß gemacht hat.
Dann schnell Gasflasche angeschlossen und loslegen!
Ich konnte es kaum erwarten loszulegen, leider hatten wir für die Erstvergrillung nur eingelegte Nackensteaks und Würstchen, aber egal.
Also wie in der Beschreibung postuliert das Gerät erstmal einbrennen -> Vollgas und Deckel zu.
Danach gleich alles auf den Rost geschmissen!
Was muss ich dann, kurz nachdem ich dieses Bild gemacht hatte mit erschrecken feststellen????? Ich habe vergessen die Gussroste richtig einzubrennen, mit Öl und so.

Klar, das Fleisch pappte erstmal heftig daran und die Marinade tat ihr übriges.
Naja, ich habe dann nach dem Grillen den Rost gut gereinigt und ihn mit Öl eingebrannt. Ich denke das passt schon.
Zur Reinigung: Ich habe die Roste nach und nach auf dem Infrarotbrenner stark erhitzt, das ging schnell und danach war es ein Kinderpsiel die Roste zu reinigen.
Zum Grill allgemein.
Ich kann nicht ganz verstehen was einige mit "Qualitätsunterschieden" zu Weber/Napoleonin haben. Bisher fühlt er sich mindestens so wertig an wie ein Weber oder Napoleon in derselben Preisklasse. Den Edelstahlgriff am Auckland finde ich persönlich wesentlich wertiger als den Kunststoffgriff des Weber E310. Die Regelknöpfe gefallen mir persönlich von der Haptik her besser als die beim LEX wobei ich die Weber insgesamt am besten find.
Allerdings muss ich sagen, dass sowohl bei Weber, als auch bei Napoleon und beim Auckland viel Spiel nach oben ist, was die Haptik der Regler angeht, bisher hatte ich noch keinen der sich wirklich gut angefühlt hat.
Die Klappe wackelt nicht und schliesst sauber..... auch die Türen der Unterschränke sind stabil und leichtgängig.
Am nächsten Tag habe ich Kebabs gemacht! Hier noch ein paar Bilder.
In den nächsten Tagen folgt ein Toastbrottest und ein Temperaturtest. Bisher habe ich, laut Deckelthermometer nur knapp 290 Grad geschafft. Ich hätte gerne 300-320 Grad zum Pizza machen. Ich denke das Scheunentor schliessen genügt um dies hinzubekommen.
Viele Grüße
Der Grilltyp