Ja Moin, werte Sportsfreunde,
heute will ich euch mal eine Runde nach Japan entführen. Genauer in die Gegend um Hiroshima. Dort gibt es ein sehr beliebtes Gericht, dass sich ein bißchen mit einer anderen Gegend zankt (Osaka um genau zu sein), welche Variante die bessere ist.
Die Rede ist von Okonomiyaki (jap. Gebratenen (yaki) wie der Gast wünscht).
Der Unterschied zwischen dem Osaka Style und dem Hiroshima Style liegt dabei in der Art der Zubereitung. Beim Osaka Style wird alles miteinander vermengt und dann gebraten, wogegen beim Hiroshima Style die Zutaten in Schichten gebraten werden und nach und nach zusammengefügt werden.
Lange Vorede (ich klinge ja schon fast wie ein Food- Blogger), aber hier jetzt erstmal das Rezept.
Für 2 Portionen
Teig
100gr Mehl
1 TL Mirin (wer keinen bekommt 1TL Sake mit 1 Prise Zucker)
150ml Wasser
Vermischen und min. 30 Minuten stehen lassen.
Toppings
2 gute Handvoll Weiß- oder Spitzkohl in in dünne Streifen geschnitten
2 Frühlingszwiebeln in dünne Ringe geschnitten
2 Handvoll Mungobohnenkeimlinge
6-8 Schweinebauchstreifen Dicke in etwa Speckstreifen
2 gute Handvoll Asianudeln gekocht und abgekühlt
2 Eier
Tonkatsusauce (schreib unter dem Beitrag noch wie man etwas ähnlich schmeckendes zuhause nachbauen kann)
Okonomiyakisauce
Mayonaise
Aonori (ersatzweise Petersilie)
Katsobushiflocken gemahlen (auch Bonitoflocken genannt, ersatzweise Salz)
Zur Zubereitung
Ich habe da mal ne kleine Bildserie angefertigt die eigentlich jeden Schritt zeigt. Wer keine Teppanyakiplatte hat, kann auch zwei Pfannen nehmen.
Fangen wir an
Wir verteilen eine Kelle vom Teig auf der heißen Platte, bis ein etwa kreisrunder Pfannkuchendicker Teigfladen entstanden ist. Dort drauf streuen wir etwa 2-3 Prisen der gemahlenen Katsubushiflocken.
Auf diesem Teigfladen packen wir 1 gute Handvoll an Kohl.
Auf den Kohl packen wir dann etwas von den Frühlingszwiebeln.
Und darauf die Mungobohnenkeimlinge.
Gekrönt wird das Ganze mit 3-4 Schweinebauchstreifen. Dann wird solange gewartet, bis der Teigfladen ganz unten leicht braun gebraten wurde.
Sobald der Teigfladen anfängt zu bräunen, etwa 1 EL vom Teig als Kleber auf den Berg geben. Und jetzt kommt das etwas schwierige an dieser Zubereitungsart. Der ganze Apparillo mis um 180° gedreht werden. Also zwei große Pfannenwender drunter geschoben und beherzt umgedreht.
Ergebnis sollte dann so aussehen. Wenn was danebengeht, kein Problem, den Teigfladen anheben und drunterschieben (als ob man Dreck unter den Teppich kehren will). Der darf jetzt etwa 2 min braten.
Neben den Teig/Gemüsefladen bereiten wir dann die nächste Schicht vor. Dazu eine Handvoll Asianudeln anbraten und anschließend etwas Tonkatsusauce drüber träufeln.
Die Tonkatsusauce mit den Nudeln vermengen und in etwa auf die Größe vom Teigfladen ausbreiten.
Bevor wir jetzt den Aparillo rüberheben, drücken wir ihn erstmal mit den Pfannenwendern zusammen, so dass der Berg verschwindet und die ganze Sache eine Ebene bildet. Anschließenden heben wir den Teigfladen mit allen Anbauteilen rüber auf die Nudeln.
Neben dem Teil ist ja nun wieder etwas Platz, deshalb schlagen wir dort ein Ei auf.
Das wird auf die Größe des Teigfladen gebrachts und während die Oberseite noch flüssig ist, wird dort der Teigfladen mit den Nudeln zuerst draufgesetzt. Anschließend braten lassen, bis das Ei vollständig gestockt ist.
Dann dss ganze Ding wieder um 180° drehen, dass der Teigfladen wieder unten ist.
Auf das Ei kommt jetzt ein guter Schluck Okonomiyaki Sauce der auf dem ganzen Ei verteilt wird.
Anschließend wird großzügig Mayo Streifen gezogen.
Dann werden noch Aonori und Frühlingszwiebeln draufverteilt.
Dann ein letztes mal den nun fertigen Okonomiyaki auf einen Teller rüberheben.
So und dann kann gegessen werden. Entweder ihr esst das wie die Japaner, die das erst kleinschneiden und dann mit kleinen Pfannenwendern in den Mund schaufeln oder Messer und Gabel erfüllen auch ihren Zweck.
So in dem Sinne, schmecken lassen
Euer Octavius
PS. Wer keine Tonkatsu/Okonomiyakisauce findet, hier die versprochene Heimvariante. Dazu mische man etwa gleiche Teile an Ketschup und Worcestershiresauce und gebe noch etwa die halbe Menge an Austernsoße und Zucker dazu. (Beispielrechnung 3EL Ketschup, 3 EL Worcestershiresauce, 1 1/2EL Austernsauce, 1 TL Zucker).
Bearbeitung: Fast noch vergessen, das ist das Grundrezept. Das kann nach herzensliebe in alle Richtungen ergänzt/abgewandelt werden. Bspw. Garnelen dazu braten und auf die Nudel packen bevor der Teigfladen draufgehoben wird. Statt Schweinebauch geht auch Speck oder dünne Hühnchenstreifen. Statt Yakisobanudeln Udon Nudeln usw.
heute will ich euch mal eine Runde nach Japan entführen. Genauer in die Gegend um Hiroshima. Dort gibt es ein sehr beliebtes Gericht, dass sich ein bißchen mit einer anderen Gegend zankt (Osaka um genau zu sein), welche Variante die bessere ist.
Die Rede ist von Okonomiyaki (jap. Gebratenen (yaki) wie der Gast wünscht).
Der Unterschied zwischen dem Osaka Style und dem Hiroshima Style liegt dabei in der Art der Zubereitung. Beim Osaka Style wird alles miteinander vermengt und dann gebraten, wogegen beim Hiroshima Style die Zutaten in Schichten gebraten werden und nach und nach zusammengefügt werden.
Lange Vorede (ich klinge ja schon fast wie ein Food- Blogger), aber hier jetzt erstmal das Rezept.
Für 2 Portionen
Teig
100gr Mehl
1 TL Mirin (wer keinen bekommt 1TL Sake mit 1 Prise Zucker)
150ml Wasser
Vermischen und min. 30 Minuten stehen lassen.
Toppings
2 gute Handvoll Weiß- oder Spitzkohl in in dünne Streifen geschnitten
2 Frühlingszwiebeln in dünne Ringe geschnitten
2 Handvoll Mungobohnenkeimlinge
6-8 Schweinebauchstreifen Dicke in etwa Speckstreifen
2 gute Handvoll Asianudeln gekocht und abgekühlt
2 Eier
Tonkatsusauce (schreib unter dem Beitrag noch wie man etwas ähnlich schmeckendes zuhause nachbauen kann)
Okonomiyakisauce
Mayonaise
Aonori (ersatzweise Petersilie)
Katsobushiflocken gemahlen (auch Bonitoflocken genannt, ersatzweise Salz)
Zur Zubereitung
Ich habe da mal ne kleine Bildserie angefertigt die eigentlich jeden Schritt zeigt. Wer keine Teppanyakiplatte hat, kann auch zwei Pfannen nehmen.
Fangen wir an
Wir verteilen eine Kelle vom Teig auf der heißen Platte, bis ein etwa kreisrunder Pfannkuchendicker Teigfladen entstanden ist. Dort drauf streuen wir etwa 2-3 Prisen der gemahlenen Katsubushiflocken.
Auf diesem Teigfladen packen wir 1 gute Handvoll an Kohl.
Auf den Kohl packen wir dann etwas von den Frühlingszwiebeln.
Und darauf die Mungobohnenkeimlinge.
Gekrönt wird das Ganze mit 3-4 Schweinebauchstreifen. Dann wird solange gewartet, bis der Teigfladen ganz unten leicht braun gebraten wurde.
Sobald der Teigfladen anfängt zu bräunen, etwa 1 EL vom Teig als Kleber auf den Berg geben. Und jetzt kommt das etwas schwierige an dieser Zubereitungsart. Der ganze Apparillo mis um 180° gedreht werden. Also zwei große Pfannenwender drunter geschoben und beherzt umgedreht.
Ergebnis sollte dann so aussehen. Wenn was danebengeht, kein Problem, den Teigfladen anheben und drunterschieben (als ob man Dreck unter den Teppich kehren will). Der darf jetzt etwa 2 min braten.
Neben den Teig/Gemüsefladen bereiten wir dann die nächste Schicht vor. Dazu eine Handvoll Asianudeln anbraten und anschließend etwas Tonkatsusauce drüber träufeln.
Die Tonkatsusauce mit den Nudeln vermengen und in etwa auf die Größe vom Teigfladen ausbreiten.
Bevor wir jetzt den Aparillo rüberheben, drücken wir ihn erstmal mit den Pfannenwendern zusammen, so dass der Berg verschwindet und die ganze Sache eine Ebene bildet. Anschließenden heben wir den Teigfladen mit allen Anbauteilen rüber auf die Nudeln.
Neben dem Teil ist ja nun wieder etwas Platz, deshalb schlagen wir dort ein Ei auf.
Das wird auf die Größe des Teigfladen gebrachts und während die Oberseite noch flüssig ist, wird dort der Teigfladen mit den Nudeln zuerst draufgesetzt. Anschließend braten lassen, bis das Ei vollständig gestockt ist.
Dann dss ganze Ding wieder um 180° drehen, dass der Teigfladen wieder unten ist.
Auf das Ei kommt jetzt ein guter Schluck Okonomiyaki Sauce der auf dem ganzen Ei verteilt wird.
Anschließend wird großzügig Mayo Streifen gezogen.
Dann werden noch Aonori und Frühlingszwiebeln draufverteilt.
Dann ein letztes mal den nun fertigen Okonomiyaki auf einen Teller rüberheben.
So und dann kann gegessen werden. Entweder ihr esst das wie die Japaner, die das erst kleinschneiden und dann mit kleinen Pfannenwendern in den Mund schaufeln oder Messer und Gabel erfüllen auch ihren Zweck.
So in dem Sinne, schmecken lassen
Euer Octavius
PS. Wer keine Tonkatsu/Okonomiyakisauce findet, hier die versprochene Heimvariante. Dazu mische man etwa gleiche Teile an Ketschup und Worcestershiresauce und gebe noch etwa die halbe Menge an Austernsoße und Zucker dazu. (Beispielrechnung 3EL Ketschup, 3 EL Worcestershiresauce, 1 1/2EL Austernsauce, 1 TL Zucker).
Bearbeitung: Fast noch vergessen, das ist das Grundrezept. Das kann nach herzensliebe in alle Richtungen ergänzt/abgewandelt werden. Bspw. Garnelen dazu braten und auf die Nudel packen bevor der Teigfladen draufgehoben wird. Statt Schweinebauch geht auch Speck oder dünne Hühnchenstreifen. Statt Yakisobanudeln Udon Nudeln usw.


