Shingalana schrieb:
ein richtiges Rezept habe ich leider auch nicht

wir waren mal bei einer befreundeten Familie im Elsaß eingeladen - die Kinder hatten sich schon die ganze Woche gewundert, ob denn bald Weihnachten wäre oder welcher hohe Besuch denn nun kommen würde, denn ihr Vater hat ein großes Stück Pferdefleisch in die gußeiseren Kasserolle eingelegt und das gibt es nur zu besonderen Anlässen. Der Tag kam und wir wussten nicht was er servieren würde, es sollte eine Überraschung werden. Das Essen war super, es gab Fritten und "Spätzele" dazu, die Sauce war ein Gedicht, das Fleisch superzart - und das trou de Normandie wurde mit Calvados gefüllt.
Ich habe mir das Rezept erklären lassen: Fleisch in die Kasserolle geben und mit einem kräftigen Rotwein auffüllen bis alles bedeckt ist. Nach ca. 5 Tagen das Fleisch mit Pfeffer und Salz würzen mit Dijonsenf einreiben und rundum kräftig in Schmalz und Öl anbraten. Mit dem Rotwein ablöschen, und die Kasserolle mit Rotwein auffüllen ca. 2cm hoch, also nur wenig Rotwein verwenden Deckel drauf und ab in den Ofen bei ca. 120°C.
In einer Pfanne Speckwürfel anbraten Zwiebeln dazugeben und glasig andünsten, Karotten, Sellerie, Tomaten, Thymian, Lorbeer, Knoblauchzehen, Petersilie und Pfefferkörner dazugeben mit Salz und Pfeffer abschmecken, einen Teil des Gemüses in den Bräter geben, den Rest mit Rotwein auffüllen und köcheln lassen. Normalerweise gehört alles in den Bräter nur üblicherweise ist der immer zu klein

ca. 5-6 Stunden im Ofen lassen immer wieder wenden, Rotwein auffüllen, den Schmorbraten mit Butter bestreichen - gegen Ende Champignons mit Zwiebeln anbraten und in die Sauce geben - Schmorbraten in Jehova wickeln und stehen lassen, Sauce abschmecken, ein Teil des Gemüses wird püriert, um die Sauce einzudicken, der Rest des Gemüses bleibt in der Sauce - Braten aufschneiden voilà fertig ist der Schmorbaten.
